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Weltreise mit Baby/Kleinkind- egoistisch oder bereichernd?

Mein früherer Schulfreund hatte sich in Kenia Malaria eingefangen, als er als Backpacker durchs Land reiste.
Er bekam Antibiotika vor Ort, aber mit einem Kleinkind hätte ich nicht den Mut in dieses Gebiet zu reisen.
Er war ja allein und erwachsen.

Soweit mir bekannt ist, geht die Malariaprophylaxe für unter 5 Jährige nicht, da es nicht erforscht ist.
Wir hatten an der Uniklinik vor Jahren ein junges Paar, das mit Kind nach Afrika reisen wollte und wie mir in Erinnerung war, hatte unser Arzt den jungen Eltern tunlichst zu Bedenken gegeben, ob sie mit ihrem Kind wirklich in dieses Gebiet reisen wollen.
Die Eltern beharrten aber darauf. Für das Kind gab es keine Prophylaxe.
 
Ich bin 2017/18 ca. ein Jahr mit dem Wohnmobil durch Europa gereist. Dabei habe ich öfter mal Familien mit Kleinkindern getroffen, die auch langzeitunterwegs waren. Das war ein sehr geruhsames Reisen und als Familie zusammensein. Die standen an Seen oder am Meer, waren surfen, spielten am Strand, suchten Steine, machten Lagerfeuer und spielten Gitarre. Alles sehr heimelig und gut behütet. Die waren meist zwischen einem halben und zwei Jahre unterwegs. Haben die Elternzeit ganz bewußt dafür genutzt. Die Kinder waren sehr frei und aufgeschlossen, aber eben auch sehr ausgeglichen. Ich hab da selten Streit oder mal ein lautes Wort gehört. In Gesprächen hätte man auch niemals angenommen, daß man sich mit einem 3 oder 4jährigen Kind unterhält. Das war schon eine ganz andere Entwicklungsstufe. Ich glaube, daß das für die Familien und speziell die Kinder sehr gut ist, über einen so langen Zeitraum miteinander zu sein. Das ist was anderes als nur am Wochenende und vielleicht im Urlaub mal zu verreisen. Diejenigen, mit denen ich mich unterhalten habe, haben mir auch bestätigt, daß es ihnen vor allem um das Erleben der Zeit und Reise als Familie geht. Das sind dann keine Reisen, wo Sehenswürdigkeiten abgehakt werden und versucht wird, in möglichst kurzer Zeit möglichst große Strecken zurückzulegen. Da geht es viel ums Dasein. Freisein. Eine solche Reise finde ich durchaus für alle ein Gewinn, wenn man sich die Zeit füreinander nehmen kann.
 
Ich glaube in Afrika kann man auch ohne wenig Geld reisen. Sollte man vielleicht auch, da man mit einem reichen Eindruck sicher schneller als plünderbares Opfer gesichert wird. In gewissen Gebieten ist es sicher keine gute Idee mit der Handtasche von Gucci einzulaufen.
Ob es dann noch so sicher ist ohne viel Geld zu reisen ist dann wieder eine andere Frage.

Afrika würde ich aus meiner Reiseroute mit kleinen Kindern streichen Australien oder Asien halte ich noch für machbar. Es hängt aber wie schon gesagt von den Kindern ab.
Und ob die Eltern wollen. Bringt ja nichts, wenn einer will und der andere nicht.
 
Ich würde eine solche Reise mit meinem Kind frühestens machen, wenn es 5 oder 6 Jahre alt ist, damit es auch etwas davon hat - also im Sinne nachhaltiger Erfahrungen und Eindrücke.
Und auch ich fände die Klimawechsel und bestimmte Infektionsgefahren in bestimmten Ländern und Weltgegenden für ein Baby zu krass.
 
Wir hatten erst kürzlich das Thema Weltreise auf dem Tisch. Nein, nicht wir wollen dies tun, aber Bekannte.
Mein Mann sagte, es wäre egoistisch einem so kleinen Kind so viele Klimawechsel und Risiken auszusetzen.
Ich habe eher dafür argumentiert.
Es ist dabei geblieben, dass jeder seine Meinung hatte. Da wir aber eh keine Weltreise machen, müssen wir uns auch nicht einigen.
Ich finde das Thema dennoch toll. Unsere Freunde planen gerade und wollen Australien, Afrika und Asien bereisen.

Wie denkt ihr über das Thema Weltreise mit Kind/Baby?

Ich finde es nicht egoistisch. Ich frage mich nur, wie die Eltern so eine Reise machen wollen, nachts schreit das Baby, im Flieger schreit es weil es mit dem Druckunterschied nicht klarkommt etc. Falls die Eltern mit wenig Schlaf zurechtkommen und das Baby gut versorgt ist, wieso nicht? Schlimm finde ich das nicht. Man muss nur überlegen, was man macht falls das Kind krank wird, aber es gibt auch gute Krankenhäuser in anderen Ländern. Ich persönlich würde so eine Reise nicht machen, da es mir mit einem Kind zu viel wäre aber falls die das aushalten, sollen sie es doch machen.
 
Ich glaube, viele überschätzen das was ein kleines Kind an Nützen aus so einer Reise ziehen kann: Kleine Kinder (auch bis ins Grundschulalter hinein) haben von den Eindrücken einer großen reise noch nicht besonders viel. Zumindest nicht mehr, als sie wohl von einem kurzen Italienurlaub haben. Und je kleiner das Kind, desto weniger hat es davon. Kinder finden es meist spannender ihre nähere Umgebung zu erkunden. Eine Große Reise zB nach Afrika ...das finden kleine Kinder sicher auch spannend, aber wie gesagt: Das hat vermutlich keinen großen Mehrwert gegenüber einer Reise nach Österreich. Erst viel später können Kinder ferne länder wirklich mit anderen Augen sehen - nämlich dann, wenn sie auch ihre nähere Umgebung erkundet haben. Dauernde Ortswechsel sind für Kinder eher Stress als spannend. Und ich denke, wir alle erinnern uns: Uns hat der Urlaub aufm bauernhof doch sicher allen besser gefallen, als der Städtetripp, oder?


Also vor dem Hintergrund halte ich eine Weltreise für ein Baby/Kleinkind auch für ziemlich sinnlos. Wenn die Eltern es unbedingt machen wollen, dann Ok: Aber dann für sich selbst und nicht für das Kind. Und wenn es der große lebenstraum der Eltern ist, warum nicht? Jedoch muss man eben wirklich vorsichtig sein mit Flug, Klima usw. Kinder können auch schnell mal krank werden: heute bumperl gsund morgen totkrank: Das wissen wir alle. Und will man dann mit so einem Kind in Afrika irgendwo sein, wo man sauberes Wasser erstmal suchen muss?
Weltreise muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass man sich durch den Dschungel schlägt.
Wenn man sich Länder wie Australien, Neuseeland, China, Japan, Kanada usw aussucht, ist das was anderes: Da kann man wenigstens eine gute Versorgung für sein Kind bekommen, wenn es nötig ist. (und das wird es mit ziemlicher sicherheit sein: Kinder fangen sich doch so schnell was ein)
 

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