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Welches Gehalt ist aus Eurer Sicht viel oder wenig ?

Achso sorry, hatte vergessen, meinen Beruf hinzuschreiben.

Bin selbst Jurist 😉 da geht weit mehr als 2500.
Es ist leider, wie so oft, eine Sache der Zielstrebigkeit, des Abschlusses, der Noten, der Wochenstunde (70 Stundenwoche - 10.000 Euro Einstiegsgehalt. Normal in der Branche der großen Kanzleien). Verständlich, dass das auch nicht jeder will.

Das stimmt. Ich bereite mich noch auf das Examen vor. Leider erreichen aber die wenigsten in Jura die höheren Notenstufen. Es ist nach wie vor ein Fach, in der die guten Noten sehr schwer zu erreichen sind, was ich leider bestätigen kann. Und Jura bzw die berufliche Zukunft, die Position in Jura und damit der Verdienst, hängt extrem von den Noten ab. Der Aufwand steht auch leider in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Dann ist bei dir und Eugenie alles so gelaufen wie es sein sollte. Ziel erreicht 🙂
 
Ich bin Volljuristin im höheren Verwaltungsdienst, 53 Jahre alt, 41-Stunden-Woche, seit mittlerweile 9 Jahren in Besoldungsgruppe A 16, unverheiratet, ohne Kinder und in der Endstufe meiner Besoldungsgruppe angelangt. Ich verdiene nur unwesentlich weniger als ein Vorsitzender Richter am Land- oder Verwaltungsgericht (R2-Besoldung). Es gibt aber auch Vorsitzende Richter am OLG oder OVG oder Richter an noch höheren Gerichten (BVerwG, BGH oder gar am BVerfG), die verdienen natürlich mehr. Ebenso hohe Beamte der B-Besoldung. Dahin werde ich aufgrund meiner zurückhaltenden Art nicht mehr kommen. Bei mir kann von "EDEKA" (Ende der Karriere)😉 ausgegangen werden.

Es ist alles relativ. Ich bin mir nie sicher, ob ich im Vergleich zu anderen Juristen mit dem zufrieden sein kann, was ich beruflich erreicht habe. Vor allem deshalb, weil ich trotz meiner Zurückhaltung eine sehr gute Schülerin war (Abi 1982 mit 1,6 - damals wurden einem die Einser-Abiturnoten noch nicht so nachgeschmissen; außerdem hatte ich auch keine Laberfächer im Abitur, sondern Deutsch, Englisch, Mathematik und Philosophie) und beide Staatsexamina trotz extremer Prüfungsangst immerhin mit glatt "Befriedigend" (7,74 und 8,08 Punkte) bestanden habe. Andere Leute mit schlechteren Noten, aber größerer Klappe, Extravertiertheit, aus besserem Elternhaus, wahrscheinlich auch mit unbeschwerterer Kindheit und Jugend, als ich sie hatte, und mehr Glück im Privatleben treten selbstsicherer auf, sind vermutlich auch stressresistenter und kommen weiter. Das ist frustrierend, auch wenn ich mit meinem Geld auskomme.

Eine 70-Stunden-Woche würde ich allerdings auf keinen Fall wollen; mit reicht der Stress in meinem Vollzeitjob angesichts dessen, was ich privat über Jahrzehnte an Sorgen hatte, schon voll und ganz. Man lebt nur einmal, und ich finde nicht, dass man ausschließlich lebt, um zu arbeiten. Viele von denen mit 70-Stunden-Woche werden vielleicht noch nicht mal ihren 50. Geburtstag erleben, weil sie angesichts des Stresses vorher schon an einem Herzinfarkt oder ähnlichem gestorben sind. Hat es sich dann gelohnt?

Hallo, Frau Richterin!
Ihre Examina sind sicherlich nicht schlecht, aber heutzutage werde ich mit meinem Befriedigend (genau wie Ihres) relativ belächelt. Das ist beschämend, für den Stoff an Materie, den ich Tag und Nacht lernen musste.
Sie haben recht, viele mit ausreichendem Examen werden durch ihr Elternhaus mitgezogen. Zum Glück bringt das in einer Großkanzlei nichts... da zählt können... genauso wie beim Richteramt!
Ich mag Sie 🙂
 
Hallo, Frau Richterin!
Ihre Examina sind sicherlich nicht schlecht, aber heutzutage werde ich mit meinem Befriedigend (genau wie Ihres) relativ belächelt. Das ist beschämend, für den Stoff an Materie, den ich Tag und Nacht lernen musste.
Sie haben recht, viele mit ausreichendem Examen werden durch ihr Elternhaus mitgezogen. Zum Glück bringt das in einer Großkanzlei nichts... da zählt können... genauso wie beim Richteramt!
Ich mag Sie 🙂

Ja, das ist mir auch durch den Kopf geschossen. Befriedigend ist heutzutage auch zu wenig und damit kommt man üblicherweise nicht in den höheren Dienst hinein bzw kommt auch auf das Bundesland an. Also 7 Punkte sind heute auch nicht mehr so gut. Was nicht im Sinne von schlecht reden gemeint ist, sondern mit den enorm hohen Anforderungen des Jura Studiums. Viele sind froh überhaupt zu bestehen. Auch welche ohne Vitamin B. Ich bereue es jedenfalls Jura zu studieren. Mach es nur noch wegen dem Examen. Damit ich einen Abschluss hab.
Ich kenne einen mit zweimal 7, .. Und der wurde befristet in den öffentlichen Dienst eingestellt! Nicht verbeamtet oder so..Fachlich ist er auch nicht der schlechteste. Aber so ist jura, die Noten stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand.
 
Auch schon "zu meiner Zeit" 😉 sollten es möglichst zwei "Vollbefriedigend", besser noch "Gut" sein, wenn man Richter werden wollte, zumindest in der Verwaltungsgerichtsbarkeit. "Vb" schaffen aber nur die obersten 12 % der Examenskandidaten eines Jahrgangs, "Gut" vielleicht 2 %, "Sehr gut" noch weniger. Man kann das nicht mit den Schulnoten vergleichen. Wer in beiden Examina ein "Befriedigend" geschafft hat, außerdem nicht nur so gerade eben mit 6,5 Punkten, der gehört schon zum oberen Drittel. Schließlich fallen in manchen Jahrgängen 20-25 % durch, ca. 40 % erreichen nur ein "Ausreichend". Vielfach spielt auch Glück eine Rolle, je nachdem, was für Klausuren man erwischt. Da kann man vorher durchaus überwiegend "Vollbefriedigend" geschrieben haben. Was nützt es, wenn ausgerechnet im Examen ein Gebiet kommt, das einem nicht liegt? Aber deswegen ist man trotzdem kein schlechterer Jurist als vorher.

Wenn ich dann noch bedenke, dass mein Vater kurz vor meinem 2. Staatsexamen an Lungenkrebs erkrankt und während meines Examens daran gestorben ist (ich wohnte damals noch im Heimatort und habe mich neben dem Examen auch noch um meinen todkranken Vater, meine Mutter etc. gekümmert), dann finde ich, dass ich Beachtliches geleistet habe. Das soll mir erst mal einer nachmachen, der - ohne solche Belastungen - vielleicht ein "Vb." erzielt hat und meint, mein "Befriedigend" belächeln zu müssen. Ich habe es doch damals mitbekommen, wie es bei anderen im Gegensatz zu mir lief: Wenn wir am Landgericht Klausuren geschrieben hatten, fuhr ich unmittelbar danach weiter in die Lungenfachklinik, um meinen Vater zu besuchen. Andere konnten sich in der Zeit entspannen oder noch mehr lernen. Die Prüfungskommission interessiert so etwas hinterher nicht. Angesichts dieser Zusatzbelastung hätte ich leicht durchs Examen rauschen können und bin bis heute dankbar, dass das nicht passiert ist.

So gesehen, finde ich schon, dass ich das verdient habe, was ich jetzt verdiene. In meiner Behörde gelte ich als gute Juristin. Noch weiter kommen aber die, die eher so tun, als ob ihnen alles rein Juristische zuwider wäre und sie angeblich lieber Managementaufgaben wahrnehmen. Dieselben karrieregeilen Typen übrigens, die während des Referendariats überall herumposaunt haben, sie wollten Richter werden, und es dann nicht geworden sind, weil ihre Examensnoten dazu nicht ausreichten. Dann wird eben eine Drehung um 180 ° vollzogen. Man ist ja geschmeidig und flexibel. Leider erzieht die juristische Ausbildung auch zur Stromlinienförmigkeit, zur Ellenbogenmentalität, zu Karrierismus, überzogener Selbstdarstellung und Schauspielerei.

Immerhin reichten die beiden "Befriedigend", um nach einem AC-Verfahren (übrigens mit noch wesentlich höherer Durchfallquote als in den Examina) in den h.D. zu kommen. Ich kenne etliche Leute mit gleichen oder schlechteren Examensnoten, die es bis in die B-Besoldung gebracht haben, wobei das juristische Fachwissen im Laufe der Karriere nur noch eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Die Examensnoten sind höchstens die Eintrittskarte. Ich kenne sogar Leute, die mit einem "Ausreichend" oder "Befriedigend" im unteren Bereich und einem knappen 9,0 Punkte-"Vb." Richter in der ordentlichen Gerichtsbarkeit geworden sind. Das gibt es auch heute noch; mir ist ein Fall persönlich bekannt. Anwälte mit 2x "Ausreichend", die für einen Hungerlohn in einer Kanzlei schuften mussten, gab es in den 1980er und 1990er Jahren auch schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
S-H 40h/Woche und Gleitzeit.
Gelernte Fachkraft für Lagerlogistik seit 3 Jahren Sachbearbeiterin im Vertrieb ohne Kundenkontakt.
Brutto knapp über 4000 Euro + Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Prämie (mindestens) 6000 Euro pro Jahr. Tarif IG- Metall.
Ich schätze mich glücklich. Einige Bekannte mit mehr Stress, zum Teil Schichtdienst und deutlich mehr Verantwortung bekommen weniger.
 
Auch schon "zu meiner Zeit" 😉 sollten es möglichst zwei "Vollbefriedigend", besser noch "Gut" sein, wenn man Richter werden wollte, zumindest in der Verwaltungsgerichtsbarkeit. "Vb" schaffen aber nur die obersten 12 % der Examenskandidaten eines Jahrgangs, "Gut" vielleicht 2 %, "Sehr gut" noch weniger. Man kann das nicht mit den Schulnoten vergleichen. Wer in beiden Examina ein "Befriedigend" geschafft hat, außerdem nicht nur so gerade eben mit 6,5 Punkten, der gehört schon zum oberen Drittel. Schließlich fallen in manchen Jahrgängen 20-25 % durch, ca. 40 % erreichen nur ein "Ausreichend". Vielfach spielt auch Glück eine Rolle, je nachdem, was für Klausuren man erwischt. Da kann man vorher durchaus überwiegend "Vollbefriedigend" geschrieben haben. Was nützt es, wenn ausgerechnet im Examen ein Gebiet kommt, das einem nicht liegt? Aber deswegen ist man trotzdem kein schlechterer Jurist als vorher.

Wenn ich dann noch bedenke, dass mein Vater kurz vor meinem 2. Staatsexamen an Lungenkrebs erkrankt und während meines Examens daran gestorben ist (ich wohnte damals noch im Heimatort und habe mich neben dem Examen auch noch um meinen todkranken Vater, meine Mutter etc. gekümmert), dann finde ich, dass ich Beachtliches geleistet habe. Das soll mir erst mal einer nachmachen, der - ohne solche Belastungen - vielleicht ein "Vb." erzielt hat und meint, mein "Befriedigend" belächeln zu müssen. Ich habe es doch damals mitbekommen, wie es bei anderen im Gegensatz zu mir lief: Wenn wir am Landgericht Klausuren geschrieben hatten, fuhr ich unmittelbar danach weiter in die Lungenfachklinik, um meinen Vater zu besuchen. Andere konnten sich in der Zeit entspannen oder noch mehr lernen. Die Prüfungskommission interessiert so etwas hinterher nicht. Angesichts dieser Zusatzbelastung hätte ich leicht durchs Examen rauschen können und bin bis heute dankbar, dass das nicht passiert ist.

So gesehen, finde ich schon, dass ich das verdient habe, was ich jetzt verdiene. In meiner Behörde gelte ich als gute Juristin. Noch weiter kommen aber die, die eher so tun, als ob ihnen alles rein Juristische zuwider wäre und sie angeblich lieber Managementaufgaben wahrnehmen. Dieselben karrieregeilen Typen übrigens, die während des Referendariats überall herumposaunt haben, sie wollten Richter werden, und es dann nicht geworden sind, weil ihre Examensnoten dazu nicht ausreichten. Dann wird eben eine Drehung um 180 ° vollzogen. Man ist ja geschmeidig und flexibel. Leider erzieht die juristische Ausbildung auch zur Stromlinienförmigkeit, zur Ellenbogenmentalität, zu Karrierismus, überzogener Selbstdarstellung und Schauspielerei.

Immerhin reichten die beiden "Befriedigend", um nach einem AC-Verfahren (übrigens mit noch wesentlich höherer Durchfallquote als in den Examina) in den h.D. zu kommen. Ich kenne etliche Leute mit gleichen oder schlechteren Examensnoten, die es bis in die B-Besoldung gebracht haben, wobei das juristische Fachwissen im Laufe der Karriere nur noch eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Die Examensnoten sind höchstens die Eintrittskarte. Ich kenne sogar Leute, die mit einem "Ausreichend" oder "Befriedigend" im unteren Bereich und einem knappen 9,0 Punkte-"Vb." Richter in der ordentlichen Gerichtsbarkeit geworden sind. Das gibt es auch heute noch; mir ist ein Fall persönlich bekannt. Anwälte mit 2x "Ausreichend", die für einen Hungerlohn in einer Kanzlei schuften mussten, gab es in den 1980er und 1990er Jahren auch schon.

Tolle Leistung Eugenie! Hut ab! Unter normalen Umständen hättest du um einiges besser abschneiden können. Das gibt meine Geschichte wieder, außer dass ich über 20 Jahre jünger bin. Ich lerne gerade auf meinen letzten Versuch in Jura und bin durch den ersten Versuch durchgerasselt, mit denselben Umständen die du hattest. Mein Vater lag im Sterben und ich musste mich um ihn kümmern. Das Prüfungsamt hat es nicht interessiert. Dazu noch seit der Kindheit eine psychisch kranke Mutter gehabt und eine gewalttätigen Bruder. Bestehen wäre wohl das 8'te Weltwunder für mich gewesen in der Situation.

Dazu gehört wirklich ein Quäntchen Glück. Alles kann man nie können. Deswegen kommt es stark auf die Klausuren an und auf die Korrektoren. Die Erst- und Zweitkorrekur weichen nicht selten 3 Punkte voneinader ab. Vor allem zählen die bisherigen Studienleistungen im Gegensatz zu anderen Studiengängen nicht dazu. Es entscheiden ausschließlich die 2 Wochen 6 Klausuren und das wars. Inwiefern das die Leistung messen kann, kann ich schwer beurteilen.

Auch wenn ich das Fach mag und immer gerne dabei war und auch zu den Guten gehört hab, würde ich das nicht nochmal machen. Da ist zu wenig Objektivität drin, zu viel Glück und Zufall. Und wirklich sympathisch fand ich die "üblichen" Juristen nie. Gut ich muss sie nicht heiraten. Hatte aber viel schlechte Erfahrung auf menschlicher Ebene mit ihnen. Aber ja, der Abschluss ist notwendig und diesmal werd ichs packen 😉

Viele Grüße!
 
Ich lerne gerade auf meinen letzten Versuch in Jura und bin durch den ersten Versuch durchgerasselt, mit denselben Umständen die du hattest. Mein Vater lag im Sterben und ich musste mich um ihn kümmern. Das Prüfungsamt hat es nicht interessiert. Dazu noch seit der Kindheit eine psychisch kranke Mutter gehabt und eine gewalttätigen Bruder. Bestehen wäre wohl das 8'te Weltwunder für mich gewesen in der Situation.
Das tut mir sehr Leid. Ich weiß, dass das Prüfungsamt das nicht interessiert. Im Vorgespräch zur mündlichen Prüfung für das zweite Staatsexamen wurde ich von dem Vorsitzenden der Kommssion eigens gefragt, ob bei mir irgendwelche besonderen gesundheitlichen oder psychischen Belastungen zu berücksichtigen seien (ohne diese Frage hätte ich das mit meinem Vater, der 2 1/2 Monate vor der mündlichen Prüfung gestorben und während meiner gesamten Examenszeit schon todkrank war, gar nicht erwähnt). Als ich es dann auf die Frage hin doch kurz erwähnte, meinte er nur lapidar: "Daran müssen Sie heute ja nicht unbedingt denken." 🙄 Auch ich hatte neben dem todkranken Vater noch weitere "Nebenkriegsschauplätze" in der Familie, und das von Kindheit an. Das will ich an dieser Stelle aber nicht vertiefen. Ich weiß jedenfalls, wie sehr man durch solche Umstände gehandicapt wird. Im Laufe der Jahre habe ich dann auch gemerkt, dass viele Leute, die Jura schaffen und beruflich Karriere machen, das Glück hatten, relativ wenige Schicksalsschläge im Leben gehabt und eine unbeschwertere Kindheit und Jugend verbracht zu haben, als es bei dir und mir der Fall war.

Einige Jahre später, ich war schon "in Amt und Würden" und auf dem Weg zur Arbeit, habe ich den besagten Prüfer (Vorsitzender Richter am Landgericht) zufällig im Zug wiedererkannt. Er saß nicht allzu weit von mir entfernt und war offensichtlich wieder mal auf dem Weg zum Justizprüfungsamt. Gegenüber saß wohl ein Kollege von ihm. Dem erzählte er lang und breit von seinem Sohn, der - wie in solchen Familien üblich - natürlich auch Jura studiert hatte und gerade im Referendariat war. Der hatte bei einem Besuch im Elternhaus doch tatsächlich seine Akte vergessen, die er bearbeiten sollte. Da sei seine Frau extra von A nach B zu dem Sohn gefahren, um ihm die Akte zu bringen. Ich wäre froh gewesen, wenn ich keine anderen Sorgen im Referendariat gehabt hätte, aber das fand ich ganz typisch. 🙄

Dazu gehört wirklich ein Quäntchen Glück. Alles kann man nie können. Deswegen kommt es stark auf die Klausuren an und auf die Korrektoren. Die Erst- und Zweitkorrekur weichen nicht selten 3 Punkte voneinader ab. Vor allem zählen die bisherigen Studienleistungen im Gegensatz zu anderen Studiengängen nicht dazu. Es entscheiden ausschließlich die 2 Wochen 6 Klausuren und das wars. Inwiefern das die Leistung messen kann, kann ich schwer beurteilen.
Genau so ist es. Jeder, der gute Examina schreibt, kann dafür dankbar sein, denn es gehört bei allem Wissen und Können auch immer eine ganz gehörige Portion Glück dazu. Leider vergessen diejenigen, die Vb. und besser hatten, das gern und belächeln lieber arrogant und schadenfroh die schlechteren Examensnoten ihrer Konkurrenten. Übrigens kommen hämische Bemerkungen auch von diejenigen, die selber aus kleinen Verhältnissen kommen und ihren sozialen Aufstieg nicht verkraftet haben.

Auch wenn ich das Fach mag und immer gerne dabei war und auch zu den Guten gehört hab, würde ich das nicht nochmal machen. Da ist zu wenig Objektivität drin, zu viel Glück und Zufall. Und wirklich sympathisch fand ich die "üblichen" Juristen nie. Gut ich muss sie nicht heiraten. Hatte aber viel schlechte Erfahrung auf menschlicher Ebene mit ihnen.
Auch das geht mir ähnlich. Die "üblichen" Juristen sind karrieregeil, das Menschliche bleibt auf der Strecke. Natürlich gibt es auch Abstufungen und Ausnahmen. Aber ich habe auch viele Unsympathen kennen gelernt.

Aber ja, der Abschluss ist notwendig und diesmal werd ichs packen 😉
Ich wünsche dir ganz viel Glück für das Examen und für deinen weiteren Lebensweg! :daumen::blume:
 
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