kaela
Aktives Mitglied
Hallo Rock,
so, jetzt hab ich Zeit zum Schreiben. Der Reihe nach:
Warum ich befürchte, mich mit diesem Thread unbeliebt zu machen – weil ich offen gelegt hab, dass ich gegenüber Leuten, die ich als „sehr krank“ bezeichnen würde, Aggressionen hab. Dass ich mich sogar von Leuten zurückziehe, die psychisch krank sind, aber noch immer stärker sind als ich. Dass ich letztendlich unfähig zu Freundschaften bin. Dies ist ein Hilfeforum, jeder hat sein Päckchen zu tragen, und natürlich fetzen sich die Leute hier manchmal auch. Aber ich denke, dass die meisten hier doch fähig sind, andere „kranke“ Personen zu ertragen und zu mögen. Ich hab das Gefühl, dass nur wenig Leute die Macken anderer Menschen so wenig ertragen wie ich. Das bezieht sich bei mir aufs reale Leben. Wie gesagt, hier im Forum bekommt man von vielen Macken überhaupt nichts mit. Aber trotzdem: Wer mehr lieben kann, ist beliebter, und zu Recht.
Hat mir trotzdem gut getan, dass du geschrieben hast, es sei nichts Schlimmes.
Ob ich den Leuten was über meine Krankheit sage: Ich hab früher was gesagt, als ich noch nicht fähig war, zu arbeiten und mit manchen Leuten oft/ständig zusammen war. Stichwort Wohngemeinschaft. Wenn es so arg ist, kann man nichts verstecken. Das Nennen des Problems war damals sehr gut so. Heute ist es anders. Ich hab eigentlich nur dann Lust, über meine Seele oder meine Krankheit zu reden, wenn der andere ähnliche Probleme hat oder wenn sich eine „Freundschaft“ anbahnt. Also wenn ich zu demjenigen ein schon ein gewisses Vertrauen hab. In der Chefetage weiß man so ungefähr, was los ist/war. Ich hab einer Kollegin mal was über mich erzählt, einer anderen eine Andeutung gemacht, und ich nehme an, dass auch alle anderen mehr oder weniger von meiner Krankheit wissen. Mehr will ich nicht sagen, weil es die andern nichts angeht. Kann gut sein, dass es einige auch nicht verstehen würden, d. h. mit versteckten Aggressionen reagieren würden. Neue Bekannte: Den meisten sag ich nichts, weil es schnell klar ist, dass es Bekanntschaften bleiben (und ich kann relativ gut die Starke spielen, wenigstens für die erste Zeit 😀) Aber wenn ich spüre, dass wir auf ähnlicher Wellenlänge liegen, dann spreche ich die Themen Seele, Krankheit, Kindheit usw. vorsichtig an, u. es macht erstmal Spaß mit ihnen. Allerdings hab ich mir vorgenommen, erstmal mit keinem neuen Bekannten über so persönliche Dinge zu sprechen, weil ich ja letztendlich entweder abgelehnt werde oder den anderen ablehne, u. ich will nicht diejenige sein, die anderen Schmerzen zufügt, obwohl sie es verhindern könnte. Weiß nicht, ob ichs durchhalte.
Ja, manche Bekannte finden es so langsam heraus, u. dann sind sie enttäuscht. Erst vor ein paar Monaten hab ich mir eingestanden, dass ich eigentlich immer zuerst monate- oder jahrelang die Starke gespielt hab, ob nun mit Seelengesprächen oder nicht. So kann ja nichts Gescheites dabei herauskommen.
Du suchst dir gezielt Leute, die auch Schwierigkeiten haben. Sagst du es Bekannten ?
„Ist nicht wirklich witzig wenn man zusammen auf die Rolle geht und man nachts um 2 alleine zurück gelassen wird...“
Nein, das ist nicht witzig. Das ist ne Sauerei. Und hört sich sehr traurig an …
Was meinst du genau mit dem spielerischen Umgang mit deiner Unsicherheit? Ich hab bisher nur verstanden, dass du keine/kaum noch Erwartungen an ein Gespräch bzw. an andere hast. Kommt noch was dazu? Wobei das natürlich schon eine riesengroße Veränderung in einem selbst ist. Da kann man nur „Hut ab!“ sagen, wenn du das hingekriegt hast und dann auch noch mit so guten Ergebnissen! Ich weiß nicht, wie diese Umstellung für dich war, für mich wäre sie alles andere als eine kleine Aufgabe.
Ob ich die psychisch Kranken, die mich wirklich mögen, ich aber nicht (so sehr), als Spiegel sehe: Ja, klar. Ich finds verdammt schmerzhaft, die eigenen größten Schwächen in anderen Leuten gespiegelt zu sehen. Mal abgesehen von der Scham und Aggression, die ich dann spüre: Das Grau, die Depression der anderen zusammen mit meiner eigenen fühlt sich so nach totaler Hoffnungslosigkeit an. Du bist im Käfig. Ich bin im Käfig. Und wir kommen da nie mehr raus.
Manchmal ist es so ähnlich, wie wenn man keine Luft mehr bekommt. Und mir ist klar, dass es anderen mit mir manchmal/oft genauso geht.
„Es ist anderseits natürlich auch das gute Recht der Leute, sich selbst zu "schützen", wenn sie meinen, dass "wir" ihnen zu anstrengend sind …“ So ruhig, wie du das formuliert hast (hört sich jedenfalls so an), kam mir ein Gedanke dazu: Sie wollen sich auf jeden Fall vor meiner Krankheit schützen, und ja, dazu haben sie jedes Recht. Aber vielleicht lehnen sie in erster Linie meine Krankheit ab und nicht (so sehr) mich? Muss nicht sein, aber kann. Dieser Gedanke macht für mich die Ablehnung leichter.
„Was mich persönlich angeht...vielleicht kannst du damit etwas anfangen..."normale" Menschen langweilten mich meistens. Meine Kontakte tendierten eher in Richtung Menschensorte "gehandicapt", Leute, die ebenfalls ihre Schwierigkeiten hatten und mit denen ich demzufolge etwas gemein hatte. Nicht selten habe ich die Erfahrung gemacht dass schlichtweg so etwas wie eine Grundlage fehlte, wenn der/die Gegenüber überhaupt nicht weiß was Ängste oder Probleme sind.“
Ich hab heute Listen und Tabellen gemacht 🙂. Ich hab früher schon mal Listen der ehemaligen Freundinnen und Freunde aufgestellt und derjenigen Leute, zu denen ich den Kontakt abgebrochen hab, um vielleicht etwas mehr über die Muster zu erfahren. Heute noch mal zusammengestellt, und auch die Liste derjenigen, die ich total verabscheue und hasse. Und diesmal hab ich Tabellen draus gemacht: D. h. auf der horizontalen Ebene hab ich die Faktoren aufgezählt, die in meinem Leben das größte Gewicht haben, nämlich Krankheit, Interesse an Psychologie und politischer Standpunkt im links-alternativen Bereich.
Ich weiß nicht, wo dein Wohnort Valhalla politisch liegt; ehrlich gesagt, fröstle ich bei dem Wort, also vielleicht kriegst du jetzt Magenweh, aber für mich war diese Tabelle heute sehr wichtig. Ich hab nämlich für alle drei Kategorien Punkte auf einer Skala von 0 bis 3 verteilt. Und das Ergebnis hat mir dann doch einiges verdeutlicht. Zum einen hab ich sehr deutlich gesehen, wie viele Nullen und Einser bei vielen Leuten da waren, die die Freundschaft zu mir aufgegeben haben bzw. deren Sympathien ich nach einiger Zeit verloren hab; d. h. die Unterschiede zwischen mir und ihnen waren einfach sehr groß. Zum anderen hat sich gezeigt, dass diejenigen, zu denen ich den Kontakt abgebrochen haben, mir ziemlich ähnlich sind, ich hab sie mehr oder weniger alle als problembehaftet, aber doch stärker als mich eingeschätzt. Diejenigen, die ich total ablehne, sind am kränksten … und teilweise mir ähnlich … Und das, was für mich am wichtigsten war: Ich schätze mich am radikalsten/extremsten in jeder Hinsicht ein. Es war alles nichts total Neues für mich, aber so deutlich hab ich die Dinge noch nie gesehen. Ich halte mich für ziemlich krank (2-3), für sehr an Psychologie interessiert und politisch am radikalsten (beides ebenfalls 2-3). Ich bin politisch alles andere als eine Extremistin – ich kann mit Dogmen und Gewalt nichts anfangen – aber ich bin radikal im Sinne von „an die Wurzel gehen“. Ich will z. B. noch mehr Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung, viel mehr Umweltschutz und eine Umverteilung der Vermögen von den Reichen auf die Ärmeren und Armen. - Radikal hinsichtlich Psychologie: Mich interessiert u. a. das Unbewusste und Unterdrückte sehr, ich will da ran bei mir, traue mich selbst einiges (in einer speziellen Therapie) und hab auch keine Angst, wenn es bei anderen richtig abgeht, im Gegenteil. Damit meine ich alle menschlichen Empfindungen und Äußerungen, die hochkommen, wenn man die Kontrolle abgibt, also Weinen, Schreien, sich übergeben, um sich schlagen, sexuelle Gefühle, Yogastellungen etc, (mal abgesehen vom Still-daliegen und innerlich sehen, tanzen, kuscheln und lachen). Das ist vermutlich für viele beängstigend und abstoßend. Für mich ist es ein Wunder. Weil die Leute sich dort wirklich tief öffnen und sich zeigen. Ohne Maske, ohne Hemmungen. Freiheit kann man unterschiedlich definieren, aber dies ist eine Variante echter Freiheit.
Also – mir ist einfach so klar wie noch nie geworden, dass ich ziemlich radikal in meinen Anschauungen bin (teilweise auch im Handeln, da könnte/sollte ich noch mehr machen …), dass es nur sehr wenig Leute wie mich gibt und dass ich in einem sehr bürgerlichen Umfeld lebe, wo all das mehr oder weniger abgelehnt wird oder für die Leute nicht wichtig ist.
Es ist insgesamt gesehen kein Wunder, dass ich keine oder nur wacklige Freundschaften hab.
Fortsetzung folgt. Dann auch mit mehr Bezügen zu dir. Danke sehr auch für deinen heutigen Beitrag! 🙂
Ciao,
Kaela
so, jetzt hab ich Zeit zum Schreiben. Der Reihe nach:
Warum ich befürchte, mich mit diesem Thread unbeliebt zu machen – weil ich offen gelegt hab, dass ich gegenüber Leuten, die ich als „sehr krank“ bezeichnen würde, Aggressionen hab. Dass ich mich sogar von Leuten zurückziehe, die psychisch krank sind, aber noch immer stärker sind als ich. Dass ich letztendlich unfähig zu Freundschaften bin. Dies ist ein Hilfeforum, jeder hat sein Päckchen zu tragen, und natürlich fetzen sich die Leute hier manchmal auch. Aber ich denke, dass die meisten hier doch fähig sind, andere „kranke“ Personen zu ertragen und zu mögen. Ich hab das Gefühl, dass nur wenig Leute die Macken anderer Menschen so wenig ertragen wie ich. Das bezieht sich bei mir aufs reale Leben. Wie gesagt, hier im Forum bekommt man von vielen Macken überhaupt nichts mit. Aber trotzdem: Wer mehr lieben kann, ist beliebter, und zu Recht.
Hat mir trotzdem gut getan, dass du geschrieben hast, es sei nichts Schlimmes.
Ob ich den Leuten was über meine Krankheit sage: Ich hab früher was gesagt, als ich noch nicht fähig war, zu arbeiten und mit manchen Leuten oft/ständig zusammen war. Stichwort Wohngemeinschaft. Wenn es so arg ist, kann man nichts verstecken. Das Nennen des Problems war damals sehr gut so. Heute ist es anders. Ich hab eigentlich nur dann Lust, über meine Seele oder meine Krankheit zu reden, wenn der andere ähnliche Probleme hat oder wenn sich eine „Freundschaft“ anbahnt. Also wenn ich zu demjenigen ein schon ein gewisses Vertrauen hab. In der Chefetage weiß man so ungefähr, was los ist/war. Ich hab einer Kollegin mal was über mich erzählt, einer anderen eine Andeutung gemacht, und ich nehme an, dass auch alle anderen mehr oder weniger von meiner Krankheit wissen. Mehr will ich nicht sagen, weil es die andern nichts angeht. Kann gut sein, dass es einige auch nicht verstehen würden, d. h. mit versteckten Aggressionen reagieren würden. Neue Bekannte: Den meisten sag ich nichts, weil es schnell klar ist, dass es Bekanntschaften bleiben (und ich kann relativ gut die Starke spielen, wenigstens für die erste Zeit 😀) Aber wenn ich spüre, dass wir auf ähnlicher Wellenlänge liegen, dann spreche ich die Themen Seele, Krankheit, Kindheit usw. vorsichtig an, u. es macht erstmal Spaß mit ihnen. Allerdings hab ich mir vorgenommen, erstmal mit keinem neuen Bekannten über so persönliche Dinge zu sprechen, weil ich ja letztendlich entweder abgelehnt werde oder den anderen ablehne, u. ich will nicht diejenige sein, die anderen Schmerzen zufügt, obwohl sie es verhindern könnte. Weiß nicht, ob ichs durchhalte.
Ja, manche Bekannte finden es so langsam heraus, u. dann sind sie enttäuscht. Erst vor ein paar Monaten hab ich mir eingestanden, dass ich eigentlich immer zuerst monate- oder jahrelang die Starke gespielt hab, ob nun mit Seelengesprächen oder nicht. So kann ja nichts Gescheites dabei herauskommen.
Du suchst dir gezielt Leute, die auch Schwierigkeiten haben. Sagst du es Bekannten ?
„Ist nicht wirklich witzig wenn man zusammen auf die Rolle geht und man nachts um 2 alleine zurück gelassen wird...“
Nein, das ist nicht witzig. Das ist ne Sauerei. Und hört sich sehr traurig an …
Was meinst du genau mit dem spielerischen Umgang mit deiner Unsicherheit? Ich hab bisher nur verstanden, dass du keine/kaum noch Erwartungen an ein Gespräch bzw. an andere hast. Kommt noch was dazu? Wobei das natürlich schon eine riesengroße Veränderung in einem selbst ist. Da kann man nur „Hut ab!“ sagen, wenn du das hingekriegt hast und dann auch noch mit so guten Ergebnissen! Ich weiß nicht, wie diese Umstellung für dich war, für mich wäre sie alles andere als eine kleine Aufgabe.
Ob ich die psychisch Kranken, die mich wirklich mögen, ich aber nicht (so sehr), als Spiegel sehe: Ja, klar. Ich finds verdammt schmerzhaft, die eigenen größten Schwächen in anderen Leuten gespiegelt zu sehen. Mal abgesehen von der Scham und Aggression, die ich dann spüre: Das Grau, die Depression der anderen zusammen mit meiner eigenen fühlt sich so nach totaler Hoffnungslosigkeit an. Du bist im Käfig. Ich bin im Käfig. Und wir kommen da nie mehr raus.
Manchmal ist es so ähnlich, wie wenn man keine Luft mehr bekommt. Und mir ist klar, dass es anderen mit mir manchmal/oft genauso geht.
„Es ist anderseits natürlich auch das gute Recht der Leute, sich selbst zu "schützen", wenn sie meinen, dass "wir" ihnen zu anstrengend sind …“ So ruhig, wie du das formuliert hast (hört sich jedenfalls so an), kam mir ein Gedanke dazu: Sie wollen sich auf jeden Fall vor meiner Krankheit schützen, und ja, dazu haben sie jedes Recht. Aber vielleicht lehnen sie in erster Linie meine Krankheit ab und nicht (so sehr) mich? Muss nicht sein, aber kann. Dieser Gedanke macht für mich die Ablehnung leichter.
„Was mich persönlich angeht...vielleicht kannst du damit etwas anfangen..."normale" Menschen langweilten mich meistens. Meine Kontakte tendierten eher in Richtung Menschensorte "gehandicapt", Leute, die ebenfalls ihre Schwierigkeiten hatten und mit denen ich demzufolge etwas gemein hatte. Nicht selten habe ich die Erfahrung gemacht dass schlichtweg so etwas wie eine Grundlage fehlte, wenn der/die Gegenüber überhaupt nicht weiß was Ängste oder Probleme sind.“
Ich hab heute Listen und Tabellen gemacht 🙂. Ich hab früher schon mal Listen der ehemaligen Freundinnen und Freunde aufgestellt und derjenigen Leute, zu denen ich den Kontakt abgebrochen hab, um vielleicht etwas mehr über die Muster zu erfahren. Heute noch mal zusammengestellt, und auch die Liste derjenigen, die ich total verabscheue und hasse. Und diesmal hab ich Tabellen draus gemacht: D. h. auf der horizontalen Ebene hab ich die Faktoren aufgezählt, die in meinem Leben das größte Gewicht haben, nämlich Krankheit, Interesse an Psychologie und politischer Standpunkt im links-alternativen Bereich.
Ich weiß nicht, wo dein Wohnort Valhalla politisch liegt; ehrlich gesagt, fröstle ich bei dem Wort, also vielleicht kriegst du jetzt Magenweh, aber für mich war diese Tabelle heute sehr wichtig. Ich hab nämlich für alle drei Kategorien Punkte auf einer Skala von 0 bis 3 verteilt. Und das Ergebnis hat mir dann doch einiges verdeutlicht. Zum einen hab ich sehr deutlich gesehen, wie viele Nullen und Einser bei vielen Leuten da waren, die die Freundschaft zu mir aufgegeben haben bzw. deren Sympathien ich nach einiger Zeit verloren hab; d. h. die Unterschiede zwischen mir und ihnen waren einfach sehr groß. Zum anderen hat sich gezeigt, dass diejenigen, zu denen ich den Kontakt abgebrochen haben, mir ziemlich ähnlich sind, ich hab sie mehr oder weniger alle als problembehaftet, aber doch stärker als mich eingeschätzt. Diejenigen, die ich total ablehne, sind am kränksten … und teilweise mir ähnlich … Und das, was für mich am wichtigsten war: Ich schätze mich am radikalsten/extremsten in jeder Hinsicht ein. Es war alles nichts total Neues für mich, aber so deutlich hab ich die Dinge noch nie gesehen. Ich halte mich für ziemlich krank (2-3), für sehr an Psychologie interessiert und politisch am radikalsten (beides ebenfalls 2-3). Ich bin politisch alles andere als eine Extremistin – ich kann mit Dogmen und Gewalt nichts anfangen – aber ich bin radikal im Sinne von „an die Wurzel gehen“. Ich will z. B. noch mehr Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung, viel mehr Umweltschutz und eine Umverteilung der Vermögen von den Reichen auf die Ärmeren und Armen. - Radikal hinsichtlich Psychologie: Mich interessiert u. a. das Unbewusste und Unterdrückte sehr, ich will da ran bei mir, traue mich selbst einiges (in einer speziellen Therapie) und hab auch keine Angst, wenn es bei anderen richtig abgeht, im Gegenteil. Damit meine ich alle menschlichen Empfindungen und Äußerungen, die hochkommen, wenn man die Kontrolle abgibt, also Weinen, Schreien, sich übergeben, um sich schlagen, sexuelle Gefühle, Yogastellungen etc, (mal abgesehen vom Still-daliegen und innerlich sehen, tanzen, kuscheln und lachen). Das ist vermutlich für viele beängstigend und abstoßend. Für mich ist es ein Wunder. Weil die Leute sich dort wirklich tief öffnen und sich zeigen. Ohne Maske, ohne Hemmungen. Freiheit kann man unterschiedlich definieren, aber dies ist eine Variante echter Freiheit.
Also – mir ist einfach so klar wie noch nie geworden, dass ich ziemlich radikal in meinen Anschauungen bin (teilweise auch im Handeln, da könnte/sollte ich noch mehr machen …), dass es nur sehr wenig Leute wie mich gibt und dass ich in einem sehr bürgerlichen Umfeld lebe, wo all das mehr oder weniger abgelehnt wird oder für die Leute nicht wichtig ist.
Es ist insgesamt gesehen kein Wunder, dass ich keine oder nur wacklige Freundschaften hab.
Fortsetzung folgt. Dann auch mit mehr Bezügen zu dir. Danke sehr auch für deinen heutigen Beitrag! 🙂
Ciao,
Kaela
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