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Weiß nicht weiter - Sohn verachtet uns!

  • Starter*in Starter*in Dunja40
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Hallo,

ich beschreibe hier mal aus soziobiologischer Sicht eine kleine Analyse deiner Situation:
Schlaues Kerlchen euer Sohn, hat euch ja voll im GRiff...hat "gespaltet" d.h. um seinen Willen zu bekommen zwischen Oma und Eltern taktiert...und das scheint wohl Tradition geworden zu sein. Er spielt eiskalt und kalkuliert mit euren Emotionen...das solltet ihr euch nicht bieten lassen. Verachtung rührt oft da her, dass ihr nicht genügend Selbstachtung gezeigt habt...indem man es dem Sohn immer zu leicht gemacht hat, hat man seine Dominanz gestärkt...er hat geherrscht und ihr wart die Beherrschten...keine gute Grundsituation. Wichtig ist immer zu zeigen: man hat selber Ansprüche und der Sohn muss sich auch bemühen eurer würdig zu sein...nicht nur umgekehrt!

Leider sind die Menschen nicht von Natur aus gut und dankbar und sozial...biologisch gesehen sind Menschen hochentwickelte Raubtiere mit Ich-Bewusstsein, gehen nach dem Prinzip Eigennutz vor, sind kultur- und moralfähig, was jedoch keine Garantie dafür ist, dass sie sich auch anständig verhalten. Wer immer nur gut ist zu anderen, die nicht immer gut sind, der geht zugrunde...dies hat Machiavelli mal gesagt und damit hat er Recht...daher ist es manchmal ratsam auch seine Raubtierzähne aufblitzen zu lassen und CONTRA zu geben, wenn jemand einen schlecht behandelt...sowas findet Beachtung und auch Achtung. Ich denke die Hälfte deiner Ängste wäre dadurch abbaubar, indem du die Hälfte deiner Pflichten ggü irgendwelchen Menschen einfach über Bord werfen würdest...Ich vermute du hast Probleme mit dem Selbstwertgefühl und denkst, dass du nur geliebt wirst oder Anerkennung findest wenn du tust, was andere von dir erwarten. Sowas ist Quatsch. Lies mal das Buch "Gefühlsterroristen" das wäre wichtig für eine erste kleine Selbstanalyse.

Aus deinen Schilderungen geht hervor, dass ihr viel zu viel Investment in den Sohn getätigt habt...Lehrstellen müssen sich Jugendliche oder ERwachsene an sich selber besorgen auch selber ihre Bewerbungen schreiben, es ist selbstverständlich dass wenn der Vater mitarbeitet, er einen angemessenen Lohn erhält etc...ich sehe da viel zu viel Mühen von deiner Seite und auch seitens deines Mannes und Sohnemann musste nie was zurückgeben...damit seidt ihr in eine Machtschieflage geraten...Herrscher verachten ihre Untertanen halt...so ist das...daher sollte man sein Untertanentum an den Nagel hängen und anstatt devot (unterwürfig) hinter dem Sohn herzurennen, dem mal ein Klares Wörtchen verpassen und ggf. rauswerfen, wenn er sich euch ggü unsozial verhält...Tit for tat..wie du mir so ich dir...
Der Junge ist verdammt nochmal ein erwachsener Kerl, der ganz alleine verantwortlich ist für sein Handeln und somit hat er sich auch am Riemen zu reißen und seine Machtspielchen zu lassen..oder er geht halt...ist besser für alle Beteiligte.

Mein Rat: zeigt gesunden Egoismus, d.h. die Kohle die dein Mann verdient hat ist seine Kohle und der sollte die nicht noch dem "Prinzen" hinterherwerfen...fahrt mal in Urlaub damit, kauft euch was Schönes etc. Geschäftliches und Privates ist ohnehin am besten tunlichst zu trennen, sonst gibt das nur Konfliktpunkte.
Schafft euch auch noch andere Hobbies an als diesen Sohn...investiert eure Emotionen vielleicht mal eher in eure Partnerschaft, kümmer du dich mal um deine Angsterkrankung...ich hoffe du bist in Therapie? Wäre wichtig, um zu erlernen mal neue WEge zu finden...ggf. wäre ein WEggang vom Hof gut...eine grundlegende Änderung der Lebenssituation...damit wäre wahrscheinlich deine Angsterkrankung erledigt.

Du solltest dir auf jeden Fall fachlichen RAt einholen von einer Beratungsstelle der Caritas oder Diakonie und auch Hilfe eines Psychologen annehmen...es bringt nix immer nur so weiterzuprötteln und oft immer die gleichen Fehler zu machen, die zu den gleichen Ängsten führen...Hier ist Analyse notwendig und das schafft man nicht allein...man steht sich selber oft zu nah um zu erkennen, wo die eigenen Knackpunkte liegen. Hast du ja bereits in deinem Beitrag so gesehen...goldrichtige Einschätzung. Dieses Forum kann dir nur grundsätzliche Tipps geben, ersetzt reale Umsetzung der Tipps und grundlegende Entscheidungen von deiner SEite jedoch nicht..gewisse Dinge kann dir niemand abnehmen. Gut ist, dass du mit deinem Beitrag angefangen hast dir mal einige Probleme von der Seele zu schreiben...besser ist es natürlich sich In einer Therapie oder bei einem Berater face to face von der Seele zu reden...In einer Therapie (=sone Art Klarsichtsmittel) werden einem oft die Dinge klar, man erhält eine realistischere Selbsteinschätzung und lernt viel über das menschliche Verhalten und v.a. man findet ganz von allein Lösungsmöglichkeiten. Du könntest dir also dein Leben sehr dadurch erleichtern. Ist an sich auch eine spannende Angelegenheit.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg!
Gruß
Tyra

P.S Zu mir privat: ich komme selber vom Dorf...das Denken dort..insbesonder das meiner Eltern war mir zu eng...ich bin daher weg..insbesondere innerlich habe ich mich sehr abgregrenzt gegen das Rollenbild der Frau sich auf dem Altar der Liebe aufzuopfern, du dulden, zu geben, zu funktionieren etc...war ne kleine Denkrevolution..mit dem Erfolg weniger STress, weniger Ängste, mehr Selbstbewusstsein, v.a. Denkfähigkeit zu haben...nicht zur Herz(chen) sondern auch Vernunft und Verstand mit an Bord als Lebensberater...mal hinter die Dinge gucken etc. Meine jüngere Schwester hat es ähnlich wie ich gemacht..unsere mittlere Schwester konnte sich nicht abgrenzen...sie erlitt vor zwei Jahren eine Angstpsychose...weil sie ein Helfersyndrom hatte und immer nur den Erwartungshaltungen anderer erfüllen wollte und sich damit so viel Stress in der Birne aufgebaut hatte, dass ihre Psyche letztlich krank geworden ist. Nun holt sie in einer Therapie das nach, was meine andere Schwester und ich bereits hinter uns haben: Illusionen abzuschminken, keinen Hoffnungen hinterherrennen, den Dingen ungeschminkt ins Auge blicken und das eigene Leben in die Hand nehmen in dem BEwusstsein gut leben zu wollen....auch für sich selbst und nicht nur für andere! Liebe nicht um jeden Preis..sondern nur echte Liebe..d.h. SELBSTVERSTÄNDLICH mit Achtung vor der eigenen Person. Achtung beginnt mit Selbstachtung..nur wer nach außen hin Selbstachtung an den Tag legt wird auch von anderen geachtet. Selbstachtung beginnt damit sich um sich zu kümmern...Schaden von sich abzwenden, seinen SElbstwert zu verteidigen...auch gegen undankbare Söhne...Und sich natürlich auch um seine Gesundheit zu kümmern, auch Seelenhygiene zu betreiben, ggf. eine Therapie zu machen insbesondere wenn die Seele schlappmacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo Dunja,

habe dir vor einiger Zeit in dem zweiten Tread geschrieben.

Du schreibst es hat sich an eurer Situation nichts geändert.
Mit Oma und Opa war schon damals klar,daß es wahrscheinlich so bleiben wird.

Springt der Sohn immer noch nach Lust und Laune auf eurem
Hof und in der Werkatatt herum?
Muss man annehmen,wenn sich NICHTS geändert hat.

Wenn es tatsächlich so ist,muß ich dir sagen,daß du mit deinem
persönlichen Brief "in meinen Augen" Schwäche bewiesen hast.
Wenn die Situation immer noch die Gleiche ist.

Was bettelst du dem Bengel hinterher,wenn nicht einmal der Vater,
dein Mann ,in der Lage ist, für klare Verhältnisse zu sorgen.
Du wirst es nicht schaffen,diese Familie unter einen Hut zu
bringen,dein Stand gegenüber dem "Schwiegerdrachen" wird
sich nicht ändern.

Lass die Dinge einfach so laufen,kümmer dich um "d e i n e " Familie.
Der Rest soll dir den Buckel runterrutschen.
Du läufst meiner Meinung nach Gefahr,die Beziehung zu deinem Mann zu zerstören,solltest du ständig in dieser Sache weiter agieren.

Ich hoffe du verstehst mich jetzt nicht falsch.
Lass sie machen was sie möchten,es wird nie "Dein Hof "sein.
Das "a l t e Landvolk" wird sich nicht ändern.
Bei diesen Schwiegereltern und diesem Mann bekommst du
keinen " Fuss an Deck " wie man in Norddeutschland sagt.

Kopf hoch,und weiter geht es.
Man braucht dich von der "anderen Seite"nicht,n o c h nicht.

Ich an deiner Stelle würde meiner Schwiegermutter mal bei
passender Gelegenheit unter die Nase reiben auf wen sie und auch
ihr Mann angewiesen sein werden ,sollten sie noch älter ,krank und
Hilfe,- oder Pflegebedürftig werden.(Altenteil)
Ob sie dann auch soviel Vertrauen in den Enkel haben und immer
noch meinen,........ "der Bubi wird es schon richten".
(Diese Gemeinheit würde ich mir "persönlich"gönnen.)
Ansonsten lass den "Familienverein" machen.
Du wirst nichts ändern können.
Mach dich nicht zu klein,du tust den Anderen nur einen Gefallen.

Gruss Karin
 
Hallo Dunja, wenn Kinder sich von den Eltern lösen ist es schon nicht einfach , aber wenn man dann verachtet wird , das zereisst einen das Herz. Mir ergeht es eben genauso. Im vergangenen Jahr hat sich meine Tochter von dem Vater ihres Kindes getrennt und ich ja auch von meinen Mann.
Wie sie in der grössten Not war, kam sie und fragte mich ob sie bei mir wohnen darf. Ja warum auch nicht. Ab Januar gab es dann ständige Streitereien zwischen uns , da ich den Haushalt , Kinder , Einkauf und mich ums Enkelkind gekümmert habe. Hilfe von ihr kam rein garnicht. Finanzell hat sie nur den Strom von 40€ bezahlen müssen. Alles andere belief sich auf mich. Nebenbei erwähnt bin ich ca. 180 Stunden im monat arbeiten gegangen
um alles zu finanzieren. Habe ihr dann im Februar eine Frist gesetzt, entweder es ändert sich was oder sie solle sich eine eigene Wohung suchen.
Das kam dem Liebsten von ihr nartürlich ganz Recht, da er mich lieber von hinten als von vorn sieht. Seit der trennung von meinen Exmann bin ich ja sowieso die Böse, obwohl man null Ahnung hat, warum , wieso weshalb.
So ist sie im Mai zu ihren" Schwiegereltern "gezogen und sie hat sich nur noch gemeldet, wenn sie was wollte. Wie es der Mutter geht , keine Frage.
Mein Enkelkind habe ich seitdem 2 mal gesehen.
Am WE sind sie nun in eine eigene Wohung gezogen. Sie hatte noch etliche sachen bei mir und sagte am WE , wenn du mal im Ort bist musst du unbedingt vorbei kommen. Mein Freund wohnt nur 3 Strassen weiter.
Sie rief mich am Sonntag an, da sie noch was wollte und ich sagte ihr ich komme dann am Abend mal kurz vorbei. Aber um ca. 15.00 Uhr kam dann eine
SMS , ich möchte doch bitte allein kommen, da ihr Schatzi meinen Freund und eine bisher gute Freundin nicht in ihrer Wohung haben will. Es war nie die rede davon, das diese beiden, die Wohung überhaupt sehen wollen.
Aber mit dieser SMS hat sie mich so dermassen getroffen, das ich daran zu Grunde gehe. Diese SMS heisst mehr oder weniger, das ich von dem Freund auch nicht gern gesehen bin. So bin den Abend nicht mehr hingefahren, sondern sehr verletzt nach Hause.
Und glaube mir ich habe daran schwer zu knabbern, die Gedanken die ich am Sonntagabend hatte, sind immer noch im kopf , aber ich werde es nicht tun, dazu ist mir das Leben zuviel wert.
Das schlimme ich habe mich erst im Juni nach 1 1/2 Jahren mit meinen Vater versöhnt. Und jetzt das.
Täglich frage ich mich warum werde ich so behandelt?
Verachtung von der Familie ist das schlimmste was einen passieren kann.
Ich weis echt auch nicht wie ich damit fertig werden soll. Die beiden wollen im kommenden Jahr heiraten und sollte ich noch mit meinen Freund zusammen sein, weis ich nicht ob ich auf dieser Hochzeit tanzen werde.
Denn wenn er nicht erwünscht ist , bin ich es auch nicht.
Smallmum
 
Hallo Dunja,

das blöde an eurer Situation ist, dass ihr euch so dicht auf der Pelle hockt, du, dein Mann und die Oma...damit hat man Konkurrenzspielchen am Laufen, es geht ja immer drum wer die Macht, also das Sagen hat, dieses Verhalten ist so alt wie die Menschheit..auch Menschen betreiben Revierverhalten und kloppen sich um Vorteile und Vormachtstellungen, buhlen um die Gunst der Nachkommen etc. Ungünstig ist auch die dörfliche Abgeschiedenheit. Ich komme ja vom Dorf und weiss dass dort die Familienzusammengehörigkeit oft mangels anderer Kontakte oft stärker, manches Mal aber leider auch zu stark sein kann.
Ich finde es immer vorteilhaft wenn man ausreichend Alternativen hat...sodass einem der Weggang der Kinder nicht allzu schwer fällt und man anderweitig durch Freunde und Bekannte "aufgefangen" wird..auch emotional.
Ich hatte einer Bekannten, die ähnlich wie ihr auf einem Hof lebt, in einer ähnlichen Situation mit Streit mit erwachsenem Sohn mal ne kleine Änderung vorzunehmen..anstatt hinter dem Sohn herzurennen demonstrativ die eigenen Interessen zu pflegen...sie hatte auf ihrem Hof eine Kindertagesstätte eingerichtet, damit ihr nicht mehr zu langweilig war, ihren Muttertrieb ausleben konnte und dafür sogar noch eigenes Geld in die Kasse kriegen konnte. Als dann kindliche Konkurrenz in punkto mütterlicher Aufmerksamkeit da war hat sich der Sohn dann doch plötzlich mal wieder ein wenig mehr bemüht und den Kontakt wieder gesucht....auf einer derartigen Schiene kann es funktionieren...indem man halt Selbstständigkeit zeigt und nicht hinterherrennt. Man sollte halt seinen Stolz haben und seinen Standpunkt vertreten können..das wirkt immer überzeugend. Liebe und Zuneigung sollte man gerne geben, aber nie für umsonst und nur unter der Grundbedingung, dass man auch Liebe zurückerhält. Das sollte man sich wert sein. Wenn jemand nur Nehmen will und statt was positives zurückzugeben nur beleidigt sollte man klare Grenzen ziehen und sagen..so nicht...es gibt gewisse Regeln des Miteinanders.
Ich komme selber aus einer damals heillos zerstrittenen family...damals herrschte starker Druck und Krieg aller gegen alle....wir Kinder sind dann schnellstmöglichst weggezogen..da hat sich die Sache nach Jahren dann beruhigt und erst dann kam die Gelegenheit auch mal ein ruhiges Gespräch zu führen....so was kann halt dauern.....und bis dahin bin ich der Ansicht, dass man nix bedauern und um nix trauern sollte, sich nicht zu lang ärgern sollte, sondern sich ein schönes Leben machen, Spass haben, Party feiern und Spassbremsen wie Mecker-Omis oder Mecker-Söhne dann halt nicht dazu einladen sollte und fertig.

Gruß
Tyra
 
Hallo,

tja Dunja..da kannste nix machen..die Menschen und Omas und Söhne sind wiese sind..manchmal sture Dösels...Ich würd mir da keinen Kopp drüber machen, sondern zusehen nettere Ersatzpeople zu finden mit denen du gut quatschen kannst und mit denen du dich wohler fühlst.
Sucht euch Ersatzbeschäftigungen damit ihr nicht mehr so an diesem an sich erledigten Thema Sohn rumdröselt...es gibt noch mehr im Leben!
Wie wäre es mit einem netten Haustier...ich hab gehört Hängebauchschweine sollen echt super pfiffig und schlau sein..und v.a. anhänglicher als Söhne..das läuft dir dann nicht so schnell weg 😉
Dem Sohn würde ich wie bereits ausführlich dargelegt nicht hinterherrennen..Söhne gehen und wenden sich manchmal ab..das ist leider manchmal der Lauf der Dinge.

Gruß + weiterhin alles Gute
Tyra
 
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