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Was war das?

  • Starter*in Starter*in Jule18
  • Datum Start Datum Start
In einer Psychose ist man verrückt, d.h. die Warhnehmung ist gestört....ist aber nicht weiter tragisch, wenn man sich RECHTZEITIG ärztlich behandeln lässt gehen diese Wahrnehmungsstörungen und irren Gedanken auch wieder weg...behandelt man nicht rechtzeitig stehen die Chancen gut immer mehr durchzuknallen....

Ich gebe dir nochmals den Rat....spekulier nicht lang rum sondern lass dich von nem Arzt, Facharzt durchchecken...je länger dein Hirn rumspinnt desto schädlicher für dich , denn es kann sein, dass sich dieses Irre-sein manifestiert!

Übrigens denkt ein Psychotiker immer, dass er völlig klar ist, es wechseln auch klarere und weniger klare Momente ab etc., beurteilen kann das jedoch nur ein Arzt richtig..oder ggf. Leute die dich kennen...sehr gut kennen und ne Persönlichkeitsveränderung wahrnehmen können.

Ich würde nicht bis Ende des Monats warten, sondern direkt und spätestens morgen am Montag zum Arzt...egal zu welchem...Hausarzt reicht, der dich ggf. direkt in die Klinik oder Facharzt weiterleitet.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Tyra,

schau mal hier: Was war das?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Aber ich habe mir nicht eingebildet ich würde ihn sehen oder sowas. Ich hab eine Art Monolog geführt, der an ihn gerichtet war. Mir war klar, dass er tot und somit nicht mehr da ist. Meinst du das mit Wahrnehmungsstörungen? Ich glaube nicht, dass ich mir irgendwas eingebildet habe, ich habe lediglich meine Verzweiflung rausgelassen.

Klar kann man jetzt argumentieren, dass ein Psychotiker das sowieso nicht anders sieht und ich könnte nicht sagen, obs anders ist. Es war ja niemand bei mir.

Aber selbst wenn ich mich einweisen lassen sollte, was wird dann aus meinem zu Hause, aus meiner Familie, meinen Freunden, meinem Job???
 
Hi,

ich habs etwas undeutlich ausgedrückt...es handelt sich um Wahrnehmungs- und Verhaltensstörungen....irgendwo klingt es halt verrückt, wenn du nachts auf Friedhöfen Monologe führst...und auch diese Beschreibung aus dem Kino, wo dich jemand angegrabscht hat...wer war das? Ein Bekannter? Ist das tatsächlich passiert oder hast du dir das eingebildet...sprich war das ne Wahnvorstellung?? Daher mein Rat: erzähl das mal nem Arzt, am besten auch Facharzt und frag den, was der davon hält...sprich offen über deine derzeiten Gefühle, was du täglich so machst, wie dein Leben aussieht und lass den mal entscheiden ob du ggf. Behandlung in einer Klinik nötig hast...

Man kann sich selber einweisen und jederzeit die Klinik auch wieder verlassen, sollte dabei jedoch auf jeden Fall den RAt der Ärzte befolgen. Wenn man jedoch voll durchgeknallt ist, was die Umwelt früher oder später auch mitbekommt, ist ggf. Zwangseinweisung notwendig durch Eltern oder andere...dient ja nur zum Schutz des Erkrankten...Besser ist jedoch immer: sich selber rechtzeitig einweisen, wenn es notwendig ist und ob es notwendig ist, erfährt man halt vom FAcharzt...der muss einen da Mal unter die Lupe nehmen.
So übers Netz kann man schlecht ne Aussage dazu machen...nur die Aussage, dass du für dich verantwortlich bist und wenn du psychisch daneben bist hoffentlich genug Einsicht hast da ärztliche Hilfe einzuholen.
Aus meiner Sicht ist es wie bereits gesagt nicht normal nächtens auf FRiedhöfen Monologe zu führen, es sein denn man ist in soner pubertären Punk- bzw. Gothikphase in der man das Dunkle ganz bewusst abfeiert, sich mit Drogen zuknallt und ganz bewusst solche irren Dinge macht...

Die Frage was bei einer Einweisung mit Eltern und Freunden etc. los ist, verstehe ich nicht ganz??? Was wäre denn mit denen los, wenn du wegen ner Blinddarmentzündung ins Krankenhaus müsstest? Nix!! Die besuchen dich dort, stehen dir bei, unterstützen dich...wenn du offen damit umgehst und kein Drama draus machst ist das alles überhaupt kein Problem. Auch eine psychische Erkrankung ist nämlich keine große Sache, es sei denn man bauscht das durch Verbergen etc. künstlich auf. Die Dinge sind wie sie sind und da sollte man nix verbergen oder sich schön reden, sondern gucken was Sache und tun was notwendig ist und fertig.

Meine Schwester war damals für etliche Wochen in einer Klinik, ich und FReunde haben sie oft besucht, (Eltern die schon alt und klapprig sind und einige Hundert KM entfernt wohnen nicht, haben sie aber finanziell unterstützt) sie unterstützt und ein Auge auf sie geworfen, damit sie ihre Therapie auch schön brav durchgezogen hat, was ihr letztlich die Psyche gerettet hat...In der akuten Phase war ich vor Ort um sie zusammen mit den Ärzten in der Klinik zu halten....ansonsten wäre sie voll schacke durch ne Großstadt geirrt, vollkommen schutzlos, da sie mit jedem mitgegangen wäre und alles mit sich hätte machen lassen....hätte sie sich geweigert freiwillig mitzumachen bei der Therapie hätte ich sie damals auf jeden Fall zwangseingewiesen...ich konnte das jedoch mit Einreden wie auf ein krankes Pferd glücklicherweise vermeiden...Zum Glück war sie einsichtig genug....obwohl akute Psychotiker oft null Einsicht haben......Bist du auch einsichtig und umsichtig genug wenn's drauf ankommt? Ich hoffe es für dich und drück dir da die Daumen!

Gruß
Tyra

Nachtrag: kann ja auch sein dass allet Fehlalarm war und du nicht psychotisch bist, aber das kann nur ein Arzt vor Ort dir sagen! Im Zweifelsfall würd ich mal lieber "andocen" also dich nem Doc anvertrauen und überprüfen lassen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo nochmal!

Ich habe mir das nicht eingebildet, ich war im Kino und neben mir saß ein Bekannter, der sich wohl für mich interessierst. Außerdem hat er mich auch nicht "angegrabscht", sein Arm hat lediglich meinen berührt und er kam mir immer näher. Hab dann nach meiner Cola gegriffen, um mich von ihm wegzuwenden.

Das mit dem Friedhof: Ich habe nach dem Kinobesuch den Entschluss gefasst zu dem Friedhof zu fahren und habe dort auf dem Parkplatz geparkt und eine Weile vor mich hingestarrt und Musik laufen lassen, die ich dann leise mitsang. Das steigerte sich dann in beschriebenes Reden. Ich hab meinen Cousin, den ich mir nicht neben mir oder sonst wo eingebildet habe, sondern genau wusste, dass er tot ist, beschuldigt und angefleht wieder zu kommen. Sowas wie "Was hast du dir dabei gedacht einfach zu sterben?!" oder "Und nun liegst du dahinten in dem Grab!". Ich hab meiner Verzweiflung freien Lauf gelassen und versucht wieder Herr bzw Frau meiner Gefühle zu werden, als ich nach Hause fahren wollte.

Ok, ich bin vergesslich (sollte heute meinen Bruder bei einer Hausnummer 67 abholen und wartete 10 mins bei 97, bis ich mich entschloss anzurufen und dabei hatte meine Mum mir vor 15mins mehrmals 67 gesagt. Glaube ich...), schusselig, ritze mich und hau mir ständig irgendwo was an (letztens mein Knie an einem Tisch oder weiß gar nicht, woher Verletzungen kommen. Zum Beispiel dieser blaue Fleck an meinem Knie, den ich mir glaube an dem Tisch geholt zu haben, aber ich weiß es nicht) und leide an kleineren Ängsten oder glaube jemand könnte mir verfolgen, aber einliefern? Dabei hab ich doch bloß meiner Wut und Verzweiflung Luft gemacht! Und ich komm schon über die Runden. Diese Suizidgedanken werden weniger und ich komm grad aus dem Loch raus.

Tyra, das mit deiner Schwester tut mir wirklich leid. Wie gehts ihr jetzt? Ist sie wieder zu Haus?

Alles Liebe,

Jule
 
Hallo Jule

das Ritzen ist unnormal, das du dich verletzt und anscheindend nicht merkst wann und wo ist unnormal, diese Verfolgungsangst ist unnormal und kann zu stark werden...dauerhaft Angst zu haben ist enorm schädlich für dein Gehirn. So grad mal über die Runden zu kommen reicht nicht aus!
Gut ist dass die Suizidgedanken wieder weniger werden...aber das sollte auch dauerhaft so sein und nicht vom Zufall oder guten Wetter abhängen etc.

Du musst nicht gleich in eine Klinik, solltest aber zumindest wöchtentlich ambulant behandelt werden, ggf. täglich in einer Tagesklinik etc. ich finde es wichtig wenn diese Verhaltensstörungen wie das Ritzen ärztlich kontrolliert werden, wenn du da therapeutisch am Ball bleibst und zusätzlich auch noch Maßnahmen unternimmst, wie z.B. in einen Selbstverteidigungskurs zu gehen...auch das hilft gegen Angstzustände, leichten oder schweren Verfolgungswahn.
Tust du nix, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Ängste sich manifestieren und Klinik unumgänglich wird...was auch nicht tragisch ist, manchmal sogar äußerst hilfreich....Eine Auszeit in einer Klinik und weg aus dem üblichen Alltag ist manchmal sehr gut, dann auf ambulante Tagesklinik wechseln, dann ambulant um wieder schrittweise NEU ANZUFANGEN. Ein Neuanfang ist manchmal Gold wert!

Du musst es wissen und dich entscheiden. Ich hab noch ein paar konkrete Fragen: was machst du derzeit so am Tag, hast du einen geregelten Tagesrhytmus? Nimmst du Medikamte? Bist du oft allein oder viel mit Freunden unterwegs? Was sagen die Leute, die dich kennen zu deinen Verletzungen und dem Ritzen? Was raten die dir?

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke zu deiner Nachfrage zu meiner Schwester...ja sie ist bereits lange wieder zu Hause...sie war damals so 6 Wochen vollstationär in einer Klinik, dann noch mehrere Wochen teilstationär und dann seit 2 Jahren in ambulanter BEhandlung, Kombi-Therapie mit Psychiater und Psychologin...tut ihr sehr gut und sie konnte wieder Schritt fassen. Wie weit wird sich noch zeigen...kann sein, dass sie es nicht schafft jemals einen Beruf auszuüben etc.
Sie wollte damals keine Therapie, hat jahrelang sich selber und auch uns anderen was vorgemacht, obwohl sie bereits lange zuvor starke Angstzustände hatte...hätte sie rechtzeitig ambulant was gemacht hätte sie ggf. die Psychose vermeiden können....eine Psychose ist sehr schädlich für das Gehirn und hinterlässt ggf. Reste....es kann häufig zu Rückfällen kommen etc.

Gerade deshalb, weil ich mir damals diese Dinge ganz genau habe erklären lassen und weiss was auf dich zukommen kann, wenn du dich nicht ausreichend behandeln lässt, rate ich dir ja immer wieder dich rechtzeitig zu kümmern...bevor dein Leben ein ständiges Abwärts wird. Muss alles nicht sein....

Anstatt nachts auf Friedhöfen rumzuhängen sieh zu dass du genügend Schlaf bekommst, Finger weg von Drogen (Alk und Gras können ebflls Psychosen auslösen) Psyche erstmal stabil kriegen und dann weitersehen.

Gruß
Tyra
 
Ich habe jetzt endlich wieder einen Rythmus. Nach dem Abi hab ich "rumgehangen", in den Tag hineingelebt. Jetzt hab ich für die Ferien einen Job in einer Ganztagsschule und komm so aus dem Haus. Hilft mir bei dem "Alles ist so geplant und wenig flexibel"-Gedanken nicht grad weiter, aber ich bin nicht mir selbst überlassen.

Ich nehme ein cortisonhaltiges Nasenspray gegen meine Allergien und eine antibiotikahaltige Creme gegen die Akne.

Ich bin mehr allein, aber ab und zu auch mit Freunden weg. Manche sagen mir ich schau manchmal ziemlich belämmert in die Gegend. Ich habs dann satt immer das lustige Gesicht aufzusetzen. Ich kann doch auch mal nicht lustig sein.

Von dem Ritzen weiß nur eine Person, weil ichs schön weit oben an der Schulter tue, die selbst im Sommer bei T-Shirts nicht zu sehen ist. Diese eine Person sagte mir ich soll mir Profi-Hilfe holen, daher der Arzttermin.

Freut mich zu lesen, dass es deiner Schwester wieder halbwegs gut geht. Muss ein langer Weg gewesen sein und es liegt bestimmt noch einiges vor ihr! Ich wünsch euch beiden viel Kraft!

Liebe Grüße und ein Danke für die ganzen Antworten,

Jule
 
Hallo Jule,

danke für deine Kraftwünsche...ich denke am ehesten hat die meine Schwester notwendig....sich aus ihrem Loch wieder rauszuziehen ist ja ihr Hauptjob...den sie mittlerweile aber recht gut beherrscht und da auch was unternimmt....und zwar mittlerweile von sich aus ohne das andere da noch groß schieben müssen...

Deshalb hoffe ich sehr, dass du ebenfalls den Dreh rauskriegst...der im Kopf beginnt, um zu erkennen das die Hauptverantwortung für dein Leben bei dir liegt und dir niemand gewisse Arbeiten an dir selber abnehmen kann...und es ist knallharte Arbeit, da man sich über seinen inneren Blockaden, Angst- Schamgefühle, schiefe Logik (=falsche Ansichten über sich selber und andere) alles was so dabei zunächst im Wege steht hinwegackern muss...sich da durchmodeln muss, sich öffnen und preisgeben muss um sich selber vor und mit anderen durchzusprechen um gewisse Dinge der inneren Einstellung zu korrigieren, immer wieder bis es endlich leichter wird, man einiges begriffen hat und man wieder einigermaßen = ausreichend normal drauf ist...

Dabei wünsche ich dir ebenfalls genügend Kraft und Durchhaltevermögen, dann kannst auch du es packen, da bin ich mir sicher!

LG
Tyra
 
Mir ist gerade schon wieder sowas passiert... Ich saß am Schreibtisch und surfte und chatte, als ich mit plötzlich einbildete jemanden seitlich hinter mir stehend einatmen zu hören... Ich schrak hoch, realisierte zwar, dass da niemand war, bekam dennoch einen riesen Adrenalinschub, sprang auf mein Bett, zog mir die Decke über den Kopf und zitterte und atmete schwer. So heftig wars bis jetzt noch nie... Vielleicht wars aber auch ein anderes Geräusch, dass ich fälschlicherweise als Einatmen interpretiert habe, schließlich hatte ich mein Fenster auf und saß daneben...

Ich schätze eure (und vorallem deine, Tyra) Beiträge sehr, deshalb frage ich hier nochmals um Hilfe!

Alles Liebe und Gute,

Jule
 
Hallo Jule,

in Hinsicht auf Angstzustände oder leichte Wahnvorstellungen hatte ich dir ja bereits den Rat zu psychiatrischer Behandlung, ambulant oder ggf. Klinik gegeben...man muss halt gucken wie oft sowas vorkommt und wie dein Allgemeinzustand ist. Du musst dir halt vor Ort ein paar fitte Ärzte suchen, mit denen du alles besprechen kannst und v.a dein Traum abarbeiten kannst. Diese Reaktion ist eine Nachwirkung des Traumas...Auslöser können Geräusche oder Gerüche sein, die eine Panikattacke auslösen, man muss dann gucken, dass man sich wieder einkriegt und das Ganze v.a. auch mit den behandelnden Ärzten, Psychotherpeuten besprechen etc. Die können ganz konkrete Tipps geben, wie man in solchen Erinnerungs- und Panikmomenten am besten reagieren kann. Zu häufig dürfen solche Momente auch nicht sein, und v.a muss man durchschlafen können...der Kopp muss zwischendurch zur Ruhe kommen, ansonsten kann sich das hochschaukeln...

Wichtig sind auch ein guter Tages- und Nachtrhytmus...genügend Schlaf...viel Sport machen, z.Zt ist wettermäßig Schwimmen nicht schlecht, dann fängt die Birne auch nicht so leicht an auszuticken. Und andere positive Dinge für die Psyche die Ängste bewältigen können: einen Kampfsport z.B. das hebt das Selbstbewusstsein und macht Ängste klein/er, man lernt sein Adrenalin ein wenig an die Leine zu legen....

Bei diesem prima Sommerwetter sollte man seinen Hintern zusammen mit ein paar Freunden an einen schönen Badesee verfrachten, oder zum Grillen in einen netten Garten, zum Lesen in einen Park etc.etc.

Gruß
Tyra
 

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