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Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

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Hallo Jusehr,

zu Deinem Beitrag Nr. 537:
Die Evolution startet mit Ursuppe oder Urknall und nicht mit Gott.
Für die Evolution gibt es Gott nicht. Die Evolution kennt keinen Plan.

Die Evolution ist eben so seriös, dass sie sich nicht mit religiösen Fragen beschäftigt. Die Evolutionslehre beschäftigt sich nicht mit dem, was vor Beginn der Evolution war.

Für die Medizin gibt es auch keinen Gott, weil es sich um eine seriöse Wissenschaft handelt. Dies bedeutet aber nicht, dass es keinen Gott gibt. Die Medizin hat auch keinen Plan in diesem Sinne und beschäftigt sich "nur" mit der Funktionsweise des Körpers. Wissenschaft funktioniert losgelöst von Gott. Der Zitronensäurezyklus muss nicht mit Gott erklärt werden.

Es ist doch ganz easy - für einen vernünftigen Menschen - :
Die Welt besteht aus kausal und deterministisch funktionierenden Gesetzmäßigkeiten. Diese gesetzmäßige Welt kann man als von Gott autorisiert denken. Und inmitten dieser Welt kann man sich durchaus auch frei handelnde Menschen und einen freien lebendigen Gott vorstellen.


Ich ziehe mich aus diesem Thread nun für mindestens eine Woche zurück.
 
Hallo Biddi,
Du hast Recht, Biddi, wie oft (aber nicht immer). 😀


zu deinem Beitrag erlaube mir folgende Zitate:


Richard Feynman (Nobelpreis für Physik 1965)
Many scientists do believe in both science and God, the God of revelation, in a perfectly consistent way.

Eugene Wigner (Nobelpreis für Physik 1963 "for his contributions to the theory of the atomic nucleus and the elementary particles, particularly through the discovery and application of fundamental symmetry principles): "Gott ist ein wunderbares Konzept. Es hilft uns, Entscheidungen in die richtige Richtung zu treffen."

Werner Arber (Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1978 "for the discovery of restriction enzymes and their application to problems of molecular genetics"):
"...Ich denke, dass das Leben erst auf der Ebene einer funktionierenden Zelle beginnt. Wahrscheinlich benötigen die einfachsten Zellen zumindest mehrere hundert verschiedene spezifische biologische Makromoleküle. Wie solche bereits recht komplexen Strukturen zusammenkommen können, bleibt für mich ein Geheimnis. Die Möglichkeit der Existenz eines Schöpfers, Gottes, ist für mich eine befriedigende Lösung des Problems."

Richard Smalley (Nobelpreis für Chemie 1996 zusammen mit R. F. Curl, Jr. und Sir H. W. Kroto “for their discovery of fullerenes”):

(a) "Wenn wir mit den Wundern des Lebens und des Universums konfrontiert werden, so erscheint es mir, dass man WARUM fragen muss und nicht nur WIE. Die einzig möglichen Antworten sind religiöser Art. Für mich bedeutet das den Protestantismus, den ich als Kind kennengelernt habe und der den Test eines Lebens standgehalten hat."
(b) "Ich finde eine Notwendigkeit für Gott im Universum und in meinem eigenen Leben... Wir können uns glücklich schätzen, dass wir die Bibel haben und insbesondere das neue Testament...obwohl für uns einige Dinge schwer verständlich sind."

Lieber Biddi,

es gibt noch etliche Nobelpreisträger mehr, die ich zitieren könnte, die – wenn sie evt. auch nicht alle an einen personalen Gott wie ich glauben – jedoch eine Gottesvorstellung haben.
Ich befinde mich daher in allerbester Gesellschaft, lieber Biddi.


LG; Nordrheiner


 
Also, rasender Tabula,🙂

das auszudiskutieren auf schriftlichem Weg ist schon eine Hammeraufgabe.
Ich lass jetzt Deinen letzten Beitrag mal so stehen. Das kann ich auch.🙂

LG,Nordrheiner ....... wünscht Dir was......
 
Lieber Nordrheiner,

diese Liste könnte ich seitenweise ergänzen. Aber mein Frage bezog sich nicht auf Meinungen von Nobelpreisträgern. Meinungen und wissenschaftliche Veröffentlchungen sind doch wohl etwas verschieden.

Ich hätte gerne wissenschaftliche Beiträge in denen das ID wissenschftlich begründet wird.
 
Kontroversität ist nicht das Schlimmste auf dieser Welt. Es gibt, wie wir alle wissen, Schlimmeres und Besseres. Nur mal so als Beipiel.

Ansonsten mal ein kleiner "Modellierungsversuch". Sehen wir Wissenschaft und Religion mal als gänzlich verschiedene Entitäten bzw. Disziplinen, die sich im Wesen Mensch aber vereinen und gerne mal durchgemischt bzw. vermischt werden. So funktioniert das natürlich nicht, zumindest nicht gut und auch nicht richtig. In der Mathematik beispielsweise hat Gott rein gar nichts zu suchen, bis vielleicht auf die Faktoren "Zufall" und "Unendlichkeit". Wenn man aber nur diese beiden Faktoren zum Rechnen hätte, dann wären wir wohl niemals über die "Steinzeit" hinausgekommen.

Wissenschaft ist primär eine Disziplin, die sich mit dem "wie" beschäftigt, also damit, wie etwas funktioniert, nicht mit dem "wofür". Wie etwas funktioniert, das lässt sich erforschen, beweisen, benutzen. Wofür etwas aber genutzt wird, ist eine Frage ganz anderen Kalibers.

Kennt jemand "Die Physiker" von Dürrenmatt? Wenn ich mich recht erinnere, forschen Physiker dort an der Erfindung der Atombombe. Das ist gewissermaßen unausweichlich und wie wir wissen auch Realität. Ob oder wofür eine Atombombe jedoch eingesetzt wird, ist eine ganz andere Frage, keine der Wissenschaften. Wohl eher eine Frage von Politikern und durchgeknallten Vollidioten.

Zum "intelligenten Design":

Natürlich gibt es Intelligenz auf dieser Welt, gar auch Perfektion. Das kann man jeden Tag und überall sehen, sogar verstehen. Davon aber auf einen christlichen Gott zu schließen und als allgemein richtig beweisen zu wollen, das ist sehr weit hergeholt, aus meiner Sicht zu weit.

--

Nordrheiner, es ist schön und gut, wenn dein Glaube für dich das einzig Wahre ist, Gott dein Hirte und die Bibel dein Stab. Mir fällt nur immer wieder auf, dass du implizierst, dass "alle anderen" irgendwie dumm und amputiert seien. Ich kann dir versichern, dass dem nicht so ist.

Das ist der Unterschied zwischen dir und mir. Ich sehe das Leben und den Menschen im Mittelpunkt, du Gott und die Bibel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Nordrheiner,

diese Liste könnte ich seitenweise ergänzen. Aber mein Frage bezog sich nicht auf Meinungen von Nobelpreisträgern. Meinungen und wissenschaftliche Veröffentlchungen sind doch wohl etwas verschieden.

Ich hätte gerne wissenschaftliche Beiträge in denen das ID wissenschftlich begründet wird.

Intelligent Design
Die Intelligent-Design-Theorie lautet: Besteht eine Struktur (zum Beispiel eine Zelle) aus mehreren Bestandteilen, die alle zum Funktionsablauf unabdingbar sind, so senkt jeder einzelne Bestandteil, auf den man nicht verzichten kann, die Wahrscheinlichkeit der ungelenkten Entstehung.
Nicht reduzierbare Komplexität liegt vor, wenn es keine weniger komplexe Vorstufe mehr geben kann, da sonst das System zusammenbrechen würde.
Wenn also eine gewisse Komplexität vorliegt, die unbedingt notwendig ist, damit etwas funktionsfähig ist, so kann man nun ermitteln, ob die naturgesetzliche Entstehung bei diesem Komplexitätsgrad überhaupt im Bereich des Vorstellbaren liegt. Ist dies nicht der Fall (wie im Fall einer einfachen Zelle), so greift man auf das naheliegendste Erklärungsmodell zurück - Intelligenz.

Beispiel:
Die Pflanze mit lateinischem Namen Utricularia vulgaris wächst aus Moorgräben in die Höhe und hat ein trickreiches System aufgebaut, um sich zu stärken. Unter der Wasseroberfläche erbeutet das Grünzeug kleinste Wassertiere, und zwar mithilfe Tausender kleiner Bläschen. Paddelt ein Zweighornkrebschen daher – angelockt vom abgesonderten Schleim der Pflanze – und streift dabei eines der feinen Sinneshaare des Wasserschlauchs, ist es bereits verloren. Mitsamt dem Umgebungswasser wird das Beutetier in die Falle geschlürft. Zwei Millisekunden nachdem der Winzling das Sinneshärchen berührt hat, ist die Klappe wieder zu. Das Grünzeug pumpt das Wasser ab, spritzt über Drüsenschläuche Verdauungssäfte auf die Beute und verdaut sie wie ein tierischer Magen.
Nun kann man den folgenden Fragen nachgehen: wie soll man sich die Bildung des Wasserschlauchbläschens aus einem Blattzipfel vorstellen? Welche richtungslose Mutation soll im normalen Blattzipfel zuerst erfolgt sein und dann irgendeinen Auslesewert gehabt haben? Hatte sie diesen nicht, so ging sie als belanglos verloren. Ausdrücklich betonen die Anhänger der Evolutionstheorie, dass Mutation und Selektion zusammenwirken müssen, wenn etwas Neues entstehen soll. Durch welche blind zusammengewürfelten, richtungslosen Kleinmutationen soll das Wasserschlauchbläschen entstanden sein?...Wie sollen wir uns den ersten Anfang zur Bildung dieser Kastenfalle, die wie ein tierischer Magen arbeitet, eigentlich vorstellen?...Soll die Bildung mit dem Entstehen der Kastenfalle beginnen oder mit der Produktion der Verdauungssäfte? - Sobald wir dies überlegen, kommen wir mit bisherigen Erklärungsversuchen der Evolution nicht weiter, denn selbst eine vollkommene Kastenfalle mit der erstaunlichsten Fähigkeit, blitzschnell Tiere zu erbeuten, hätte ohne Verdauungssäfte nicht den geringsten Wert im Daseinskampf, weil die Beute nicht verdaut würde. Was aber soll es andererseits einem gewöhnlichen Blattzipfel nützen, wenn er noch so wirksame Verdauungssäfte ausscheidet, er kann ja die Beute nicht festhalten, was unbedingt nötig ist. Aber selbst wenn Kastenfalle und Verdauungssäfte zusammenwirken, so ist für den Daseinskampf noch nichts gewonnen...Die gelösten Eiweißstoffe müssen ja auch aufgesogen und in arteigenes Pflanzeneiweiß verwandelt werden. Die Bildung des Wasserschlauchbläschens erfordert also das vollendet harmonische Zusammenspiel vieler verschiedenartiger Gene und Entwicklungsfaktoren. Erst mit dem Endeffekt wird der Nutzen für den Daseinskampf erreicht, nicht aber mit irgendeiner Entwicklungsstufe“ Und daher lt. der ID-Theorie ist die Schlussfolgerung – es handelt sich hier um intelligend design, am naheliegendsten.

Hilft Dir das weiter?



LG; Nordrheiner
 
Also, rasender Tabula,🙂

das auszudiskutieren auf schriftlichem Weg ist schon eine Hammeraufgabe.
Ich lass jetzt Deinen letzten Beitrag mal so stehen. Das kann ich auch.🙂

LG,Nordrheiner ....... wünscht Dir was......

Och, das wusste ich bereits, dass Du das kannst, nur keine Sorge. Lass halt mal sacken. Ist ja auch unfair, das alles hier.

Ich wünsch Dir auch was, Mann (Gottes) . . 😀
 
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