Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Halte ich aus meiner Sicht nicht ganz für richtig. Es hört sich so an als würde die Wissenschaft die Wahrheit produzieren und die Religion eine Illusion.

Dann sind deine Sicht bzw. Deutung eben falsch. Wissenschaft - ich nehme mal an hier soll die Naturwissenschaft gemeint sein - arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, es geht grundsätzlich nicht um eine unumstössliche Wahrheit sondern um Falsifizierung, also um das bemühen, etwas (eine Hypothese, ein Modell...) nach Möglichkeiten zu widerlegen. Gelingt dies nicht, ist dieses (eine Hypothese, ein Modell, etc.) aus aktueller Sicht bis auf Weiteres "wahr".

Wissenschafft vermittelt also ein flexibles Weltbild was sich den neusten Erkenntnissen anpasst, Glaube und Religion dagegen vermitteln ein unumstössliches Weltbild, die Letztbegründung auf alles und jede Frage ist immer "Gott" - wobei hoffentlich vielleicht auch der letzte Hinterweltler mal kapiert dass so ein Gott gar nix beantwortet. Wo kommt so ein Gott her? Wie und warum hat Gott es gemacht? Was ist Gott überhaupt? 😕

Wer sich mit Gott als Letztbegründung zufriedengeben will, soll dies gerne tun. Glaube ist letztendlich Selbstbetrug, durch Glaube nimmt man sich selbst die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine faktisch belegte und begründete Antwort auf (s)eine Frage zu bekommen und zu verstehen. Sieht man ja hier ständig im Forum, wenn eine Antwort auf eine Frage, in der Gott nicht vorkommt, natürlich nicht akzeptiert werden kann... 🙄

Alles beruht auf einem Glauben (es gibt keine Atheisten!) und es existiert keine absolute Wahrheit, sondern nur eine zeitgemäße/angenommene Wahrheit.

Hier sei - obwohl es natürlich wie immer für die Katz´ ist - noch einmal darauf hingewiesen, dass es einen gravierenden Unterschied gibt in der Bedeutung des Wortes "Glauben".

https://de.wikipedia.org/wiki/Glauben

Einen Kommentar zu dem witzigen "es gibt keine Atheisten", erspare ich mir hier mal, schließlich ist heute Sonntag... 😉

Amen! 😀
 
Religiowisschenschaftler......Ich bin anerkannter Elfenforscher und kann wissenschaftlcihe Aussagen über die Farbe von Elfenflügeln machen! ( erstaunlich das Nordrheiner trotz der abgekriegten massiven Brettern immer noch nicht genug hat )
 
zu Beitrag 766:

Tja, bei dem Link Wikipedia zu Glauben habe ich folgendes gelesen:

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Du hast wohl geglaubt, das wäre ein guter Link..
😀 Schönen Sonntag noch.

Falls man englisch kann hier genauer:
https://en.wikipedia.org/wiki/Belief
 
Die Aussage “es gibt keine absolute Wahrheit“ kann ich nicht treffen.
Hallo Nordrheiner. Das würde ja heißen, du hast dich noch nie getäuscht. Das heißt, alles was du jemals als absolute Wahrheit angenommen hast, hat sich auch bis heute nicht verändert? Nicht mal stückchenweise?

Wie kann man etwas als absolut annehmen, was durch das Wissen anderer entstanden ist? Ich halte es persönlich für unmöglich etwas/jemanden als absolut Wahr anzusehen.

Für mich existiert nur eine zeitgemäße/angenommene Wahrheit, die immer subjektiv und nur durch die Wahrnehmung, das eigene Weltbild geformt wird. Um die absolute Wahrheit zu erfahren, musst du schon ziemlich nahe an die Realität kommen - wer schafft es denn von uns?
 
Dann sind deine Sicht bzw. Deutung eben falsch. Wissenschaft - ich nehme mal an hier soll die Naturwissenschaft gemeint sein - arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, es geht grundsätzlich nicht um eine unumstössliche Wahrheit sondern um Falsifizierung, also um das bemühen, etwas (eine Hypothese, ein Modell...) nach Möglichkeiten zu widerlegen. Gelingt dies nicht, ist dieses (eine Hypothese, ein Modell, etc.) aus aktueller Sicht bis auf Weiteres "wahr".

Wissenschafft vermittelt also ein flexibles Weltbild was sich den neusten Erkenntnissen anpasst, Glaube und Religion dagegen vermitteln ein unumstössliches Weltbild, die Letztbegründung auf alles und jede Frage ist immer "Gott" - wobei hoffentlich vielleicht auch der letzte Hinterweltler mal kapiert dass so ein Gott gar nix beantwortet.

Hallo Dr. Rock,
Deine Ausdrucksweise „Hinterwäldler“ ist herabsetzend. Wenn Du nicht so bezeichnet werden möchtest, empfehle ich, auch andere Menschen nicht so oder anders respektlos zu bezeichnen.
Und wenn Du mit „Gott“ nichts anzufangen weisst, muss es anderen nicht genauso gehen. Da stellt sich die Frage, wer hier nicht versteht. Den Ausdruck „kapiert“ will ich auch nicht verwenden.

LG, Nordrheiner
 
Nun ja, ich bin diesen "Kampf" Glaube gegen Wissenschaft wirklich leid.

Der "Behälter" Glaube beinhaltet etwas, was der Wissenschaft in keinster Weise klar ist.

---

Sehen wir mal beispielsweise das Phänomen partnerschaftlicher und/oder allumfassender Liebe, von dem wir doch recht stark zehren. Glaube, Wissenschaft?
 
Zuletzt bearbeitet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Glauben

Einen Kommentar zu dem witzigen "es gibt keine Atheisten", erspare ich mir hier mal, schließlich ist heute Sonntag...
Du bist wohl auch ein Wiki-Kind? Schön das du ein "Glauben-Link" mir schickst, demnach glaubst du das bei Wiki nur Wahrheit steht? 😀

Schon mal daran gedacht dir selbst Wissen anzueignen?

Glaube ist letztendlich Selbstbetrug, durch Glaube nimmt man sich selbst die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine faktisch belegte und begründete Antwort auf (s)eine Frage zu bekommen und zu verstehen.
Genau hier liegt dein Denkfehler! Eine Antwort kannst du nur finden, wenn du wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfst und ggf. durch den Glauben deinen letzten Puzzle findest. Wie willst du eine Antwort finden ohne offen genug zu sein? Wie willst du etwas verstehen, wenn du von vornerein etwas ausschließt? Schon mal daran gedacht? Ich denke, du lässt eher dir die Antworten präsentieren, als selber zu suchen! Da wären wir wieder bei WIKI..
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nordrheiner. Das würde ja heißen, du hast dich noch nie getäuscht. Das heißt, alles was du jemals als absolute Wahrheit angenommen hast hat sich auch bis heute nicht verändert? Nicht mal stückchenweise?
Ich verstehe schon „absolute Wahrheit“ als eine Wahrheit, die nicht abhängig von unserem Erkennen derselben ist. Natürlich habe ich mich schon oft getäuscht. Aber das, was ich als „absolute Wahrheit“ erkannt habe, hat sich tatsächlich nicht verändert. Oder besser: hat sich verstärkt und nicht verringert.

Wie kann man etwas als absolut annehmen, was durch das Wissen anderer entstanden ist? Ich halte es persönlich für unmöglich etwas/jemanden als absolut Wahr anzusehen.
Gute Frage. Andere Menschen können mich ggf. auf das Bestehen einer absoluten Wahrheit aufmerksam machen, jedoch ist es schon riskant, Wahrheit – relativ oder absolut – von der Erkenntnis und dem Wissen anderer Menschen abhängig zu machen.
Für mich existiert nur eine zeitgemäße/angenommene Wahrheit, die immer subjektiv und nur durch die Wahrnehmung, das eigene Weltbild geformt wird. Um die absolute Wahrheit zu erfahren, musst du schon ziemlich nahe an die Realität kommen - wer schafft es denn von uns?

Guter Beitrag, vor allem der letzte Absatz.
Wer schafft das von uns? = Gute Frage!!
Zum Einen ist das Sich-auf-die-Suche-begeben nach meiner Meinung meistens Voraussetzung. Wer nicht sucht, wird ggf. auch nicht finden. Zum Anderen kennen wir Menschen nur relative Wahrheiten, denk ich jedenfalls. Wir kennen nur die Welt, die wir mit unseren Sinnen erfassen und beschreiben können. Das sagt aber nichts darüber aus, dass es eine Welt gibt, die wir eben nicht erfassen und beschreiben können, die sogenannte transzendente Welt. Wir schaffen es nur, bis an die Grenzen unseres Verstandes zu gelangen, wenn wir uns bemühen. Aber an der Grenze ist stopp. An der Stelle benötigen wir, dass aus der transzendenten Welt die Hilfestellung zum Erkennen und Verstehen kommt. Also Hilfe „von außen“. Das wird in den Religionswissenschaften „Offenbarung“ genannt.

Offenbarung wieder kann nach meiner Meinung individuell sein, also nicht auf andere Menschen übertragbar und auch allgemein, also mehreren Menschen, zugänglich sein.

LG, Nordrheiner
 
Nordrheiner, ich denke, dass man sich eher in der Großheit verliert, als man es in der Kleinheit tut. Insofern gibt es Galaxien und Quanten - fair enough.

Wenn es aber um die Kleinlichkeit des Menschen geht, dann gibt es eine Menge Vorgehensweisen. Deine Vorgehensweise dürfte mir so fremd erscheinen, wie meine dir. Meine Lehrer waren anders als deine.

Also hielt ich es mit Thoreau: Ich ging hinaus in den Wald, um für mich alleine zu sein und das Mark des Lebens zu kosten. Und sollte ich feststellen, dass der Kern des Lebens schlecht ist, dann möchte ich schlecht sein.
 
Dieser Thread lässt einen tief in menschliche Abgründe blicken und ist zu einer Bühne der Märtyrer und der von sich besessenen geworden.

Das einzigste was hier klar wird ist, dass es einen psychologischen Mechanismus geben muss der einem sagt, auch wenn Alle, die Vernuft, die Mehrheit, die Tatsachen und die Argumente gegen deine Auffassung sprechen, dann zeigt das nur wie du im Recht bist, dass es gut ist stur und unverrückbar zu bleiben. Es muss etwas mit narzisstischer Grandiosität zu tun haben. Es hat etwas von Besessenheit.

Ansonsten könnte man hier vom rechten Glauben an die Menschen abfallen und wenn man es nicht besser wüsste würde man glauben, dass die Menschen nicht mit der Erbsünde belastet sind, sondern dass Gott den Menschen Grosskotzigkeit, Besserwisserei und schleimige Selbstlobhudelei als Last mit auf den Weg gegeben hat.

Interressant ist auch zu beobachten wie sich andere Leichtgläubige leichtgläubig um einen ach so geschunden geglaubten Märtyrer scharen.

Immerhin, der Mensch ist ein soziales Wesen und egal um was es geht, Hauptsache es ist was los und es ist feucht und warm. Hurra, Amen, Quark und Quak, Quak!
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben