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Dr. Rock
Gast
Halte ich aus meiner Sicht nicht ganz für richtig. Es hört sich so an als würde die Wissenschaft die Wahrheit produzieren und die Religion eine Illusion.
Dann sind deine Sicht bzw. Deutung eben falsch. Wissenschaft - ich nehme mal an hier soll die Naturwissenschaft gemeint sein - arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, es geht grundsätzlich nicht um eine unumstössliche Wahrheit sondern um Falsifizierung, also um das bemühen, etwas (eine Hypothese, ein Modell...) nach Möglichkeiten zu widerlegen. Gelingt dies nicht, ist dieses (eine Hypothese, ein Modell, etc.) aus aktueller Sicht bis auf Weiteres "wahr".
Wissenschafft vermittelt also ein flexibles Weltbild was sich den neusten Erkenntnissen anpasst, Glaube und Religion dagegen vermitteln ein unumstössliches Weltbild, die Letztbegründung auf alles und jede Frage ist immer "Gott" - wobei hoffentlich vielleicht auch der letzte Hinterweltler mal kapiert dass so ein Gott gar nix beantwortet. Wo kommt so ein Gott her? Wie und warum hat Gott es gemacht? Was ist Gott überhaupt? 😕
Wer sich mit Gott als Letztbegründung zufriedengeben will, soll dies gerne tun. Glaube ist letztendlich Selbstbetrug, durch Glaube nimmt man sich selbst die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine faktisch belegte und begründete Antwort auf (s)eine Frage zu bekommen und zu verstehen. Sieht man ja hier ständig im Forum, wenn eine Antwort auf eine Frage, in der Gott nicht vorkommt, natürlich nicht akzeptiert werden kann... 🙄
Alles beruht auf einem Glauben (es gibt keine Atheisten!) und es existiert keine absolute Wahrheit, sondern nur eine zeitgemäße/angenommene Wahrheit.
Hier sei - obwohl es natürlich wie immer für die Katz´ ist - noch einmal darauf hingewiesen, dass es einen gravierenden Unterschied gibt in der Bedeutung des Wortes "Glauben".
https://de.wikipedia.org/wiki/Glauben
Einen Kommentar zu dem witzigen "es gibt keine Atheisten", erspare ich mir hier mal, schließlich ist heute Sonntag... 😉
Amen! 😀