Deine Fragen: Ist das nicht ein großes Wunder? Kann man als gläubiger Mensch nicht auch sagen: Wahnsinn, Gott hat so ein Wunder wie die "Evolution" ins Leben gerufen?
Hallo Violetta Valerie,
um Deine Fragen – sieh oben – zu beantworten: Natürlich ist die Natur mit allen Erscheinungsformen ein großes Wunder. Und dafür danke ich auch Gott.
Zu Deiner Frage 2:
Wenn „Evolution“ für Dich ganz neutral nur „Entwicklung“ bedeutet, kommen wir uns näher. Deinen obigen Satz kann ich ohne Veränderung nicht sagen, denn viele Menschen verstehen „Evolution“ als eine Selbstorganisation der Natur – die einen Schöpfergott – und sei es nur bei der ersten Zelle – ausschließt. Zu Recht müßte ich mir Unlogik vorhalten lassen, dass ich jemandem danke, der (Kraft Definition) auf Grund von Selbstorganisation der Natur garnicht daran beteiligt war und schon garnicht die Voraussetzung für unser Leben, für die Natur, ist.
Meine Frage an Dich: Spielt Gott in Deiner Vorstellung von „Evolution“ eine Rolle oder beinhält der Begriff „Evolution“ die Selbstorganisation, also Entwicklung ohne Gott?
Und zur Forschung: Am Beispiel Cern (siehe meinen Beitrag Nr.145) wird deutlich, dass auch Forschung, die keine ethische Grenzen kennt, aus dem Ruder läuft.
Wir stehen weltweit vor riesigen Klima-Katastrophen. Rationale Optimisten (also keine Kreationisten) argumentieren, dass sich schon frühere Untergangsszenarien als falsch erwiesen haben, nicht zuletzt, weil es uns dank unserer Intelligenz und unseres Einfallsreichtums noch jedesmal gelungen ist, mittels neuer Technologien einen Ausweg aus dem Problem der Bevölkerungsexplosion zu finden. (Beispiel grüne Revolution im letzten Jahrhundert)
Fakt ist doch, dass wir uns durch neue Erfindungen erst in diese Misere hineintechnologisiert haben.
Angesichts unserer Misere erscheint mir ein Loblied auf unsere Wissenschaft als völlig fehl am Platze.
Es sind mir 5 Vorschläge (Ideen) bekannt, die zwecks Rettung der Menschheit auf dem Tisch liegen:
1. Grüne Energie ; 2. Kernkraft , 3. Entsalzung , 4. Geoingeneering , 5. Eine zweite gründe Revolution.
Auf alle diese Ideen trifft zu: Die Nachteile der einen Idee überwiegen deren Vorteile, man steht noch am Anfang und weiss nicht, wie man diese Idee umsetzen könnte, von „heute“ auf „morgen“ ist keine Lösung zu schaffen , (und wir brauchen „heute“ bzw. sehr kurzfristig eine Lösung und nicht erst in 30 Jahren oder noch später!), oder ganz einfach: Ausser Diskussion passiert nichts von Bedeutung. Diesbezüglich sind unsere Politiker ein Teil des Problems, nicht deren Lösung.
Ein falsches Wissenschaftsverständnis, eine falsche Vorstellung von Ethik und ein falsches Verständnis von Freiheit und Selbstverwirklichung waren und sind die Basis für unsere heutige katastrophale Situation.
Die Evolutionstheorie ist nur ein Punkt von vielen, diese vorgenannte Basis anzugreifen. Aber ein wichtiger Punkt.
LG, Nordrheiner