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Was tun wenn man alt und einsam ist und relativ arm

Spoony, du haust mir aber auch jede sprachliche Ungenauigkeit auf die Nase oder?

Da die TE eine Frau ist dachte ich an eine Frauen Wg.
Gemischte WGs geben denke ich Ärger...

Also ich hätte auch schreiben können Männer/Frauen... also lass doch diese Genderisierung😀

Wär sie ein Mann hätte ich von einer Männer WG gesprochen.
Aber solche Anzeigen habe ich noch nicht gelesen...
 
Hallo TE,

ich denke, Einsamkeit kommt in jedem Alter und bei älteren Leute ist es noch schwerer, weil die Gesellschaft da sich meines Erachtens nicht mehr so viele Sorgen macht. Die älteren haben ihr geeignetes Frensehprogramm, sind doch froh wenn sie laufen könnenund spazieren gehen. Es wird von Gott und der Welt angenommen, sie hätten Enkel, Ehemänner oder irgendwie ihren Seelenfrieden gefunden, sodass sie schon die verbliebenen Jahre gut bewältigen können.

Ich glaube auch, dass Leben überall stattfindet. Vielleicht wäre ein erster Schritt auch, nicht mehr in diesem Dorf zu leben, wo jeder jeden kennt und die Leute sich so aneinander festhalten, dass jemand, der aus dieser Gemeinschaft aus irgendwelchen Gründen raus ist, misstrauisch beäugt wird. Ich würde bestimmte Möbelstücke verkaufen und mir eine kleine Wohnung in der nächstgelegenen Stadt suchen. Etwas im Erdgeschoss und mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Dann suchst du dir ein paar nette Dinge in Sozialkaufhäusern zusammen, wo man keine Bescheinigung braucht oder du mietest möbliert.

Wie wäre es mit Sport für Senioren in einem Verein? Wanderverein? Chor? Ich denke, dass die Deutschen ein Volk sind, die nicht so diese Einladungskultur haben. Vielleicht solltest du deine Kochkünste mal wieder testen und bei neugewonnenen Kontakten in oben genannten Treffpunkten einladen? Zur Not Treffpunkt Cafe?

Vielleicht suchst du mal nach ner Brieffreundin in der Zeitung und erbittest dir nur weibliche Zuschriften.Männer sortierst du dnn aus.
 
Hallo Rascas!
Ich habe mir das auch überlegt, was mache ich wenn...

Das ist eine schwere Entscheidung, weil ich in meiner Kindheit/Jugend - weil meine Eltern zu früh verstorben waren - im Heim gelebt habe. Nie wieder - habe ich mir gesagt.

Aber Wohngemeinschaft ist ja kein Heim. Man kann sich aber da in die Nesseln setzen, wen man nicht auf einer Wellenlänge liegt. Jedes und alles kann zum Problem werden, gerade, daß mit dem zusammen Einkaufen und Essen, was ja schon in einer Familie zum Problem werden kann, wo es ja eigentlich keine Finanzierungsprobleme gibt, wer was bezahlt, wer wieviel ißt udgl.. Man müßte sich die Leute suchen, wie den Ehegesponst.
Deshalb hatte ich an meine Freundin aus Kindertagen gedacht oder eben bei meinen Kindern, die ja auch beide (4 mit Partner) nicht abgeneigt schienen. Wer weiß, wie es kommt, wenns auf der Tagesordnung steht! Und dann noch: bestimmt nicht mehr gesund ist, das käme dazu im Alter. Kann ja auch Junge treffen- freilich.

Das Leben ist nicht einfach.

FG

Das finde ich auch schrecklich, diese unüblichen Unterscheidungen und falschen inhaltlichen Veränderungen unserer Sprache, was ja auch auf den Einfluß des englischen herrührt. o.Graf Lambsdorf hat ja vorgeschlagen, daß englisch Amtssprache wird- toll grrrrr!!! Es wird uns schon so immer eingeredet, was wir gar nicht meinen.

Dieses -Innen! grrr... überhaupt war ist es im Deutschen so, daß die männliche Form für die weibliche gilt- logisch sind beide gleichberechtigt, es sei im konkreten Fall nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist aus Deiner großen Familie geworden? Und Deinen Freunden? Kannst Du da nicht mehr anknüpfen?

Wie ist Dein Verhältnis zu Kindern? Viele Familien suchen Kontakt zu einer Leihoma. Wär das was?

Ich lese aus Deinem Beitrag viel Enttäuschung, weil deine Bemühungen Freundschaften zu schließen, nicht den von Dir erwünschten Erfolg gebracht haben. Und die Menschen Dir andere Seiten gezeigt haben als Du erhofft hast.

Du suchst viel Ergänzung und Anregung im Außen. Das macht Dich bedürftig und abhängig von äußerer Stimulanz und Gesellschaft.
Auch das ehrenamtliche Engagement hatte vielleicht in erster Linie nicht den Dienst am Nächsten, sondern die erhofften Kontakt im Fokus. Es ist nicht ungewöhnlich, daß sich dann Enttäuschung einstellt. Wenn die anderen alle einen vollen Terminkalender haben, dann schaff Dir den doch auch.

Es hilft aber auch, das Alleinsein zu akzeptieren und die Zeit mit sich zum eigenen Selbstausdruck zu nutzen. Und zur eigenen Weiterentwicklung. Dann bist Du immer noch allein. aber wahrscheinlich nicht mehr so schmerzhaft einsam. Selbstgenügsamkeit.
 
es war auch nur eine Idee von mir.
Das man dazu tolle Menschen braucht ist klar.

Ich habe aber echt viele Anzeigen in unseren Sadtblättchen gesehen. Anscheinend ist das nicht nur eine Idee von mir gewesen.

Wenn ein Mann mit 3 Frauen wohnt oder andersrum, dann stelle ich mir schon wieder die Eifersüchteleien und das Gezicke vor..dann lieber gleichgeschlechtlich..

Denn man will ja lange zusammen wohnen und nicht.....😱
 
Hallo Freivogel,

wenn ich das lese, muss ich unwillkürlich an meine "alte Dame", also meine Mutter denken, mit der ich vorhin noch telefonierte.
Mutter ist inzwischen 88. 2001 starb mein Vater, Mutter verkaufte unser Elternhaus und zog weit weg in die Nachbarschaft meiner Schwester. Da war Mutter 75, kannte außer der Familie meiner Schwester dort niemanden.
Nach einiger Suche schloss sie sich einem altersgemischten Wanderverein an und seitdem zieht sie jeden Sonntag Morgen los. Die Wanderfreunde machen einen ordentlichen Marsch, pausieren mittags wieder in einem Lokal und nehmen dann den Weg zurück. Bisher plante Mutter sogar die einzelnen Touren, bestellte das Mittagessen für ihre Wanderfreunde. Dieses Amt gibt sie zum Ende des Jahres auf, ist sie doch der berechtigten Ansicht, jetzt sollten sich die Jüngeren mal kümmern.
Mutters Rente ist nicht sonderlich groß. Vielen ihrer Mitstreiter/innen aber geht es nicht anders. Auf diese Weise aber besteht auch nicht die Gefahr, dass sich die alten Herrschaften gegenseitig mit teuren und aufwändigen Einladungen übertrumpfen.
Vielleicht denkst Du mal in diese Richtung. Es gibt viele alleinstehende Männer und Frauen, die auch nicht mit Reichtümern gesegnet sind und die gleichwohl dabei nicht vereinsamen.
Ich zum Beispiel lade gerne und lasse mich auch gerne mal zu einem gemeinsamen Frühstück einladen. So etwas ist allemal erschwinglich und auch ein gemeinsam geplantes und zubereitetes Essen muss nicht teuer sein.
Mach einfach mal den Versuch!

Burbacher
 
Erst mal danke an alle die versuchen etwas hilfreiches zu meinem Problem beizutragen. Bei einigen bedanke ich mich in den nächsten Tagen noch persönlich
Ich hätte früher nie gedacht dass mir so etwas passieren würde.

Vor zwei Tagen hatte ich eine Lebensbeschreibung mit den wichtigsten Eckpunkten verfasst weil ich dachte dass niemand ohne eine kurze Biographie etwas verstehen kannn, aber die verschwand im Netz. Vielleicht wäre so etwas auch zu persönlich und zu umfangreich.

Meine Familie ist schon lange ausgestorben, mein 2. Mann mit dem ich 32 Jahre zusammen gelebt habe war alkoholabhängig und die letzten 20 Jahre lang schwer krebskrank, er starb vor 3 Jahren. Er war aber in den letzten 5 Jahren zu einer anderen Frau gezogen die ihm viel mehr in besonderer Hinsicht bieten konnte. Damals wandte sich seine große Familei von mir ab.
Meine einzige Tochter starb vor einigen Wochen, sie war schwer Medikamentenabhängig und bekam bei einer OP MRSA. Ihr Vater, mein erster Mann, starb 3 Wochen später auch er war Alkoholabhängig.
Ich bin mehr als 40 Mal umgezogen, da verlieren sich auch gute Freundschaften.
Natürlich bin ich nicht schuldlos, ich habe mich nicht verkauft, nicht geduckt und mich oft nicht demütigen lassen, und ich war in vielem zu offen und zu ehrlich, und oft auch zu gutgläubig.
Obwohl ich in meinem Beruf viel geleistet habe habe ich wenig verdient und daher eine geringe Rente.
(Entweder tanken oder essen.🙁 )
Ich habe in meiner ersten Ehe 8 Jahre in Frankfurt /M gelebt, auch damals waren wir sehr einsam, aber zu zweit.
Trotzdem will ich hier wegziehen, habe aber zwei Katzen die raus wollen, das macht es nicht einfacher, aber ohne sie würde ich es wohl nicht packen.
 
Hallo freivogel,
es tut mir sehr Leid, dass du deine Tochter vor Kurzem verloren hast. Mein aufrichtiges Beileid.

Wir haben wirklich sehr viel ähnliche Erfahrungen gemacht. Bis auf die Anzahl der Katzen , habe noch 5. Da eigenes altes Haus mit viel Garten, können die auch raus, Feldhamster , Mäuse und Hermeline fangen. Letzteres kämpfte aber zu sehr, sodass ich
ihn wieder herausgesetzt habe. Ein junges, schönes Tier und unverletzt. Denke, meine Katze hatte Glück, ein junges Tier gefangen zu haben. Ja, die Natur ist hier vor der Tür. Strauchnattern wurden auch schon vor die Tür gelegt.
Auch diese wurde weiter unten im Wald wieder ausgesetzt.
So, genug von meinen Katzen und mir.
Habe auch schon daran gedacht, eine kleine WG zu eröffnen, bin aber noch zu sehr mit Altlasten beschäftigt.
Aber da du ortsungebunden bist, würde es sich für dich doch auch als Vorteil erweisen, wenn du solch eine in der Stadt, in die du ziehen wolltest, finden würdest.
Überlege es dir doch mal und suche dir eine Stadt oder Gegend aus, die dir gefallen würde.
Ich wünsche dir viel Freude bei der Suche und noch eine schöne Zeit.
 
Mensch Freivogel, das ist aber auch heftig, was sich in letzter Zeit bei Dir ereignet hat. Diese vielen Todesfälle. Mein Beileid zum Tod Deiner Tochter. Das muß auch erst mal verkraftet werden. Ich verstehe jetzt viel besser, daß Du Dich so allein gelassen fühlst. Es tut mir so leid.

Schön, daß Du Deine Katzen hast. Die tun Dir sicher gut. Aber ich verstehe, daß Dir menschliche Nähe fehlt.

Ich finde Burbachers Vorschlag mit der Wandergruppe gut. Dabei kannst Du Bewegung, Naturerlebnis und Gemeinschaft verbinden. Alles drei tut ja gut.

Was mir an Deinen Beiträgen auffällt, ist die Häufung von Sucht um Dich herum Medikamentenabhängigkeit, Alkoholsucht und Drogenprobleme bei fast allen von Dir genannten Familienmitgliedern und Freundinnen. Ich finde diese Häufung sehr ungewöhnlich. Kannst Du Dir das erklären?
 

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