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Was tun wenn man alt und einsam ist und relativ arm

freivogel

Mitglied
Eigentlich war ich immer kontaktfreudig, hatte lange eine große Familie und einen großen Freundeskreis, ich habe viel gearbeitet und erlebt, und auch im Ausland gelebt.
Ich nähere mich der 70, bin relativ fit, schaffe es aber nicht mehr aus meiner Einsamkeit herauszukommen.
In Cafes oder Restaurants sitze ich alleine, früher ging ich auch mal zum Tanzen, traf dort aber nur Abenteurer.
In ehrenamtlichen Tätigkeiten kommt man nur zusammen, tut seinen Dienst und dann laufen alle schnellst möglich nach Hause, alle haben volle Terminkalender und keine Zeit.
Leider bin ich nicht religiös, wenn es Gott gibt, dann will ich ihn nicht anlügen. Ich passe nicht in kirchliche Gemeinden, empfinde Kirchen als Machtorganisationen, und vieles darin als sehr scheinheilig.
Ich lebe in einem kleinen Dorf und kann mir Reisen, Theater oder ähnliches nicht mehr leisten.
Ich habe an Gesprächskreisen und anderen Akttivitäten teilgenommen, habe 5 Frauen in meinem Alter näher kennengelernt, alle hatten Alkohol und Drogenprobleme woran inzwischen 3 verstorben sind und von den beiden anderen habe ich mich zurückgezogen weil sie link wurden. Die waren auch alle einsam und haben sich ihrerseits an mich gehängt.
In die kleinbürgerliche Gesellschaft in Norddeutschland ist eine geschlossene Gesellschaft, mir wurde mehrmals von Eingeborenen gesagt dass die Frauen alle Angst davor haben dass eine andere, allein lebende Frau ihnen den Mann wegnehmen könnte.
7 Jahre lang suchte ich einen neuen Lebensprtner, eine neue große Liebe stellte sich nach 1 Jahr Fernbeziehung als Abenteurer heraus, und eine zweite vorsichtigere Beziehung entpuppte sich nach 3 Jahren Fernbeziehung als menschlicher Problemfall, der Bindung sucht und Nähe nicht erträgt. Viel andere die ich nur kurz kontaktierte hatten ebefalls Alkoholprobleme oder waren sehr krank. Fast alle suchten unverbindlichen Sex und (Geld-)Geschenke.
Diese Suche habe ich vor 1 Jahr aufgegeben.
 
Ich frage mich ehrlich: was ist aus uns Deutschen geworden? Ein Teil der Menschen, die gebunden sind, haben so ihre Problemchen, der andere Teil... deren Probleme schilderst Du.
Da werden sich all jene vermutlich freuen, die den Untergang unserer Art und Denkweise ersehnen.

Es fehlt der Gemeinschaftsinn, der zielgerichtet kaputtgemacht wurde.
Tut mir leid freivogel, ich denke mal (etwas bösartig leider), daß auch Du Deinen Anteil in der Vergangenheit dazu beigetragen hast. Entschuldige, es heißt: kleine Sünden bestraft der liebe Gott gleich, größere etwas später.

Nein, freilich trägt jeder mit an der Entwicklung bei, aber im großen Ganzen ist es die Politelite, die die Richtung vorgibt und steuert.

Es fühle sich mit Dir verbunden:wein:
Gelinda
 
Sponny - ist doch kein Einzelfall, im Gegenteil.

Nachtrag: in den Niederlanden haben die Grünen in einem Papier vorgeschlagen, Rentnern den Freitod zu finanzieren. Finanziert werden soll das Vorhaben durch eine Lebenslotterie. 🙄:daumen: - - - (Der Grinser mit den Daumen nach oben ist zynische Satiere) :unschuldig:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist auch keine Frage des Alters.

Ich habe auch insgesamt nicht soooo wahnsinnig viele Kontakte und habe zeitweise auch immer mal gar keinen.

Bin 29.
 
Hallo freivogel,

mir geht es sehr ähnlich. Habe gerade die zweite Hälfte des UHU- Baseins begonnen und habe leider dieses Jahr in allen Bereichen die A-Karte gezogen.
Leider wohne ich zu weit weg (Nordwesten von RPfz), sodass ein persönliches Kennenlernen schwierig würde.
Ich wäre aber gerne deine Gesprächspartnerin, um über alles und nichts, über Nöte und Sorgen, das Alleinsein an Feiertagen und vieles mehr zu schreiben evtl. auch zu reden 🙂
Ich wünsche dir viel Zuspruch und Kontakt mit netten Leuten, mit denen man Pferde stehlen könnte, wäre es nötig. 🙂
 
Es wird vielen ähnlich wie dir ergehen.

Du könntest doch hier im Forum die Möglichkeit nutzen, Kontakte in deiner Umgebung zu knüpfen.
 
Hallo,
ich lenke mich von meinen Kümmernissen am besten ab, wenn ich mich um den Kummer anderer Menschen kümmere. 🙂 Vielleicht wäre ein Ehrenamt im Kindergarten als Vorleserin schön. Oder als Besuchsdame im K`haus. Auch Tierheime suchen immer wieder "Katzenstreichler".
Im Rahmen solcher Tätigkeiten lernt man dann auch ähnlich gestrickte Menschen kennen. Und wenn mal gar nichts geht - hier findest du immer ein offenes Ohr!
 
Da merke ich wieder, wie froh ich sein kann. Ich lebe ja auch alleine, aber bin Gott sei Dank nicht einsam, obwohl ich wenig unternehmen kann. Aber ich habe auch meine Kinder und meine Eltern noch.
Was ich aber besonders schön finde, das ich seid vielleicht zwei Jahren hier am Ort in eine Freikirche gehe. Also in anderen Freikirchen bin ich schon seid über dreißig Jahren, nur jetzt direkt am Ort wo ich wohne.
Das kann ich dir auch nur empfehlen. Du mußt dafür ja nicht religiös sein um einfach mal Probeweise Sonntags zu einem Gottesdienst zu gehen.
Urteile da mal nicht darüber bevor du nicht da warst. Eine Freikirche kannst du kaum mit einer Kirche vergleichen.



Liebe Grüsse
Lena
 
Hallo liebe TE,

darüber habe ich neulich auch schon nachgedacht. Es betrifft mich zwar nicht, dazu bin ich zu jung, aber in dem Zusammenhang das ich wahrscheinlich kinderlos bleibe werde, kam mir auch dieser Gedanke.
Obwohl auch viele Eltern einsam sind weil die Kinder 600km wegwohnen.

Ich dachte mir, wenn du keine Kontakte hast wo du jetzt bist, dann bist du ja ortsungebunden.
Du kannst umziehen.

Bei uns im kleinen Städchen gibt es immer mehr anzeigen von 50+ Damen die in eine WG ziehen wollen. Sogar 35+ Wgs.
Und damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wenn man zu dritt oder viert das Geld für Wohnen zusammenwirft, dann kann man sich meist eine wirklich tolle Wohnung, die auch sehr gross ist, für wenig Geld leisten.
Denn zwei Zimmer kosten 600 EUR warm, aber 6 Zimmer als Beispiel kosten 1200 EUR warm, bzw ein schönes Haus.
Das sind dann nur noch 300 EUR pro Person. Ist jetzt nur ein Rechenbeispiel, bitte nicht auf den Zahlen festnageln.

Zudem ist man nicht mehr so einsam, weil man mit 3 anderen Damen in genau derselben Situation zusammenwohnt.
Also Einsamkeit angehakt und das wenige Geld auch.

Wenn wenn man zusammen einkauft und kocht dann wird auch das erheblich billiger...und macht mehr Spass.

Wenn der eine mal nicht kann, dann macht der andere was und andersrum.

Was meint ihr dazu?

Rascas
 

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