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Was tun nach einer Exmatrikulation (Arbeitslosigkeit etc.)

Soll, soll, soll..................

Weißt was mal auf deinem Grabstein stehen wird?

Sein Leben gefiel allen.....nur ihm nicht.

Wie gesagt, zieh es in Betracht, dass du deine Familie hinter dir läßt.
Wenn du soweit bist, alle Brücken abbrechen und mit deinem Gefährten ins Ausland gehen.

Therapie wäre vielleicht dann schon angesagt, schon um mit diesen Selbstvorwürfen umzugehen, die du dir machst, weil du nur immer gemacht hast, was andere von dir wollten und dich dabei total vergessen hast.

Gruß Jim
 
Selbst, wenn ich auslernen würde und eigenes Geld verdienen würde, was soll dann anders sein? Ich muss trotzdem heiraten und mit meinen eltern irgendwie leben. Glaub ja nicht, dass nur weil ich jetzt Jurist bin mir erlauben kann 100 m weit wegzuziehen oder so.

Meine Eltern können bei sowas wirklich ziemlich engstirnig sein. Ich hatte diesen Kampf früher schon sehr oft, ich hatte nämlich oft die Möglichkeit mich von denen zu distanzieren aber hatte bisher keinen Erfolg. Es heißt dann immer "Das ist respektlos", "Willst du uns verlassen?" oder "Ok, dann bekommst du von uns keine Unterstütznug mehr" und mit der Familie - das weißt du sicher - sollte man es sich nicht verscherzen.

Mit der Familie sollte es man sich nicht verscherzen?

Ich hab den totalen Kontaktabbruch zu meiner Familie als Konsequenz aus der Vergangenheit vor einiger Zeit durchgezogen, glaub mir, das geht.
 
Mit der Familie sollte es man sich nicht verscherzen?

Ich hab den totalen Kontaktabbruch zu meiner Familie als Konsequenz aus der Vergangenheit vor einiger Zeit durchgezogen, glaub mir, das geht.

Es klingt doof, aber ich glaube ich kann das nicht machen. Sonst hätte ich mich doch schon längst geoutet. Ich habe mir immer gesagt: WENN ich eine Sicherheit habe, dann oute ich mich (oder auch nicht) und verschwinde irgendwie.
Nun habe ich eine Sicherheit, aber es klappt einfach nicht. Die Angst ist zu groß.

Selbst mein Freund sagt, ich soll das nicht machen. Er ist selbst nicht geoutet, aber das ist bei ihm auch nicht wild, denn er ist vollkommen selbstständig, sein Vater lebt nicht mehr und er steht auch nicht unter der Fuchtel von irgendwelchen Traditionen. Bei ihm wäre das auch egal, ob er sich outet. Krasse Nachteile hätte er davon nicht.

Und so eine Drama-Story mit mir will er auch nicht unbedingt haben, selbst wenn er sagt, dass er immer hinter mir steht.

Ich weiß, das klingt alles sehr paradox - weshalb dann dieser Thread? Ich weißt es ist auch nervig, weil ich immer das Gleiche schreibe aber nie was dagegen tue.

Mein Vater meinte heute, wenn mir etwas passiere, würde er das nicht verkraften und "weg sein". Wenn ich gehen würde und nicht mehr zurückkommen würde, das würden die gar nicht packen. Und wer will sowas bitte? Dann bist du dein ganzes Leben mit einem schlechten Gewissen unterwegs.

Ich lebe halt in der Hoffnung, dass ein Wunder passiert. Mir wurde letztens wieder klargemacht, dass ich heiraten ähm... muss. Allein schon um unser Erbe zu schützen.
Ich meinte dann so spaßhalber "Ja, Kind ok, aber Frau? Naja" dann meinte meine Mutter nur "Wie Michael Jackson..?"

Meine Eltern wissen, dass ich "anders" bin, sie akzeptieren auch ein paar Eigenheiten, aber ich glaube die Homosexualität ist für die 1 Nummer zu groß.
 
Du hast einen Freund und willst ausziehen. Du bist hier in D aufgewachsen, hast deutsche Freunde etc.. Die Kultur Deiner Eltern ist nicht mehr die Deine. Das tut weh, aber das müssen beide Seiten verstehen, wenn Du glücklich werden willst. Zu Hause zu wohnen, eine Familie mit einer Frau zu gründen, macht nur einen Teil Deiner Person aus. Der ganze Rest ist auch noch da und den hat Deine Familie auch lieb.
Noch mal:
wenn Du es schaffst, finanziell unabhängig zu werden, wird es leichter, merkt man schon an dem von Dir zitierten "dann unterstützen wir Dich finanziell nicht mehr". Du schaffst Dir da Deine Hölle selbst.... und es ist NICHT der Koran. Der hat daran keine Schuld.

Übrigens habe ich schon ein paar Kinder und es würde mich wundern, wenn Deine Eltern nicht wüssten, dass Du schwul bist. Man kennt doch seine kids.....
 
Du hast einen Freund und willst ausziehen. Du bist hier in D aufgewachsen, hast deutsche Freunde etc.. Die Kultur Deiner Eltern ist nicht mehr die Deine. Das tut weh, aber das müssen beide Seiten verstehen, wenn Du glücklich werden willst. Zu Hause zu wohnen, eine Familie mit einer Frau zu gründen, macht nur einen Teil Deiner Person aus. Der ganze Rest ist auch noch da und den hat Deine Familie auch lieb.
Noch mal:
wenn Du es schaffst, finanziell unabhängig zu werden, wird es leichter, merkt man schon an dem von Dir zitierten "dann unterstützen wir Dich finanziell nicht mehr". Du schaffst Dir da Deine Hölle selbst.... und es ist NICHT der Koran. Der hat daran keine Schuld.

Übrigens habe ich schon ein paar Kinder und es würde mich wundern, wenn Deine Eltern nicht wüssten, dass Du schwul bist. Man kennt doch seine kids.....

Es ist doch eigentlich egal, wie ich es mache. Ein richtig unabhängiges Leben hätte ich doch so oder so nicht. Wenn ich das Studium durchziehe, habe ich lediglich eigenes Geld - ja. Und was ist mit den anderen Dingen? Der Job ist doch nur ein Teil des Lebens, das hat doch mit dem Privatleben nichts zu tun. Soll ich jetzt mein ganzes Leben darauf pochen, dass ich irgendwann mal eine eigene Wohnung haben werde in der Hoffnung, mit meinem Freund irgendwie mich treffen zu können?
Sobald das Studium fertig ist und ich ein bisschen reingearbeitet habe wird die nächste Baustelle kommen: Heiraten und was willst du da bitte für Argumente bringen? Wie lang soll das noch rausgeschoben werden? Nach dem Studium kommt nix mehr, hinter dem man sich verstecken kann.

Ok, gut ich mach mich finanziell unabhängig und gehe dann auf Abstand - ist jetzt auch nicht besser. Sie meinten auch, dass wenn ich so einen Job bekomme die sich ein Haus kaufen werden und ich praktisch da mitzahle... wenn ich Pech habe, werde ich nicht mal eine eigene Wohnung haben können.
Ich kenne auch keinen Türken, der unverheiratet ausgezogen ist ohne Grund - außer sie sind etwas "speziell"

Ich habe nach der Ausbildung gesagt, dass ich eine Wohnung in der Nachbarstadt gesehen habe wo ich gerne einziehen würde, ich hätte es mir sogar finanzieren können, allerdings wollten das meine Eltern halt nicht. Die sind dann gleich mit der Respektlos-Schiene gekommen und das ginge gar nicht... als ich in eine fremde Stadt zum Studieren gezogen bin hat meine Familie in der türkei auch schon voll Zoff gemacht, was das solle etc. wieso ich meinen "vater verlassen" würde... richtig krank.
Hier kann ich mich ausleben... aber ich bin halt nicht zum Spaß hier sondern zum Studieren. Und jetzt wo ich das gefunden habe was ich immer wollte, eine vielversprechende Beziehung, merke ich dass ich eig total gefangen bin. Die Dinge sind leider nicht immer so einfach wie man es gerne haben möchte. ich vergesse oft dass ich nur temporär hier bin.

Es ist irgendwie egal, wie man es dreht und wendet. Ohne ein vernünftiges Outing wird da kein Weg dran vorbei führen es werden immer mehr Steine in den Weg gelegt werden.
Das was mir die meisten Leute raten ist einfach nur abhauen oder auf unbestimmte Zeit schieben... das habe ich aber schon lange Jahre gemacht.

Ich verstehe aber was du mir sagen möchtest.
Naja Studium zu ende bringen, durchziehen, auch wenn es mir überhaupt nichts bedeutet und dann halt mal gucken...
 
Ein outing hat nur sekundär was mit der Familie zu tun;
das einzige, wo es "helfen" könnte wäre, dass Du sofort verstoßen wirst, dann bist Du frei. Ich denke aber, das wäre too much. Versuche es lieber über den Weg, dass Du Deine Unabhängkeit von den alten Familientraditionen willst, also eigene Wohnung etc.., ich denke, bei Sexualität kommst Du nicht weiter.
 
Übrigens habe ich schon ein paar Kinder und es würde mich wundern, wenn Deine Eltern nicht wüssten, dass Du schwul bist. Man kennt doch seine kids.....

Mein Vater ist nicht so "open-minded" ich glaube er weiß gar nicht, was Homosexualität bedeutet. Er kennt so die große weite Welt nicht.
Meine Mutter ist da etwas "moderner", sie hat mich mal erwischt, wie ich mit einem Telefoniert hab und hat auch gleich verstanden. Sie meinte in einem freundlichen Ton "Ich weiß, was du da machst. Hör auf damit, tu das deinem Vater jetzt nicht an" (Er ist krank).

Mein Cousin ist auch so offiziell-inoffiziell schwul und lebt das halt auf seine Art aus. Seine Eltern sehen das aber alles gechillt. Dass sein "bester Kumpel" immer mit dem zusammen ist und auch mit ihm Urlaub macht, scheint sie wohl nicht so zu stören.
Meine Mutter sagt oft "Guck, Gott hat ihn Schwul gemacht" oder "Du bist ja nicht so wie der..."

Ich bin halt echt geschockt von ihr, weil sie auch überhaupt nicht so aussieht, als sei sie so drauf. Sie ist eigentlich eine sehr herzliche Person, die auch sehr emotional ist. Als Conchita Wurst gewonnen hatte, hat sie nach ihrer Dankesrede auch genickt und gemeint "Wow, endlich sagts mal jemand". Das war so ein Moment, wo ich irgendwie dachte, sie würde diese Welt verstehen... aber nein. Der eigene Sohn soll es bitte nicht sein!

Ich habe leider keine Freunde (mehr). Ich hatte ein paar Leute, mit denen ich wa sunternommen habe, auch depressive, schwule und halt verhaltensaufällige. Das ist ja in unserer Welt so, dass man nicht ganz normal ist.
Meine Mutter hat alles niedergemacht
"Was? Der arbeitet bei der altenpflege? Das machen doch nur schwuchtel"
"Was? Der hat Depressionen? Gib dich nicht mit so Psychopathen ab"
oder wenn ich von irgendeinem random Kommilitonen erzähle, ist die erste Frage gleich "Ist der schwul?"
und wenn ich mal probleme habe dann heißt es gleich "Jaaa hast dir was von deinen freunden ins ohr labern lassen"
 
Großstadtlegende,
Das ist ein echtes Dilemma. Deine Mutter kann anscheinend auch nicht über ihren Dünkel der Vorurteile rüber zuspringen.
Und dadurch ist sie keine Vertrauensperson zu dir.
Dein Vater ist krank und darf nicht aufgeregt werden.
Was für eine große Last, welche die beiden auf deine Schultern legen, das ist nicht fair.
Es ist schon verständlich das deine Seele sich mit Depression wehrt, anders geht es gar nicht.


Du bist eingeschränkt in der Auswahl deiner Berufe weil es ihnen nicht paßt oder eben weil es Jobs für Schwule sind.
Deine Eltern nehmen dir viel Freiheit. Auch viel Freiheit im Denken.
Aber unsere Gedanken sollten frei sein. Deine Gedanken gehören nur dir. Break Free, Freddy Mercury, hat dieses Lied nicht umsonst geschrieben, damals.
Mir schwingt das die letzte Zeit dauernd durch den Kopf. Die Message passt zu Allen die sich mal etwas frei machen sollten.

Einen Job und wenn es an einer Tanke ist, oder als Produktionshelfer, in einer anderen Stadt. Neu anfangen und nicht sagen wo du hingehst.

Nur das wird dich frei machen. Deine Eltern lassen dir keine Luft zum Atmen. Sie haben immer Gründe und Argumente, mit denen sie dich knebeln werden. Oder es zumindest versuchen.

Werde autenthisch, lass dich nicht in eine Form pressen. Je mehr du dich selbst finanzierst, desto freier wirst du, und kommst deinen Wünschen und Vorstellungen näher. Dann wird es dir besser gehen. Und immer ein bischen besser.
 
Das hört sich so an, als ob Deine Mutter es weiß. ich habe auch Söhne, die Frequenz, mit der sie Dich auf das Thema Homosexualität anspricht, ist zu hoch, als dass da nichts dahinter steckt. Wieso sollte man sonst als Mutter mit den kids ständig daüber reden (wollen).
Sie redet aber Dir und sich selbst ein, dass es nicht so ist.
Wäre es nicht möglich, dass Du mal bei einem ruhigen Spaziergang mit ihr redest?
 

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