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Was tun nach einer Exmatrikulation (Arbeitslosigkeit etc.)

Meine älteste Tochter hat sich auch exmatrikuliert.
Sie hat dann eine Ausbildung als Erzieherin begonnen, und ist jetzt in ihrem Anerkennungsjahr. Sie hatte auch eine verkürzte Ausbildung, irgendwas wurde ihr angerechnet.
Und nächstes Jahr wenn sie fertig ist verdient sie gut Geld. Sie ist in einer Inobhutnahmestelle von Jugendlichen.

Zu welcher Arbeitsrichtung fühlst du dich denn hingezogen.
Deine frühere Ausbildung magst du nicht mehr?

Du kannst auch noch ein soziales Jahr machen, vom Alter her.
Es gibt noch so viele Möglichkeiten für dich. Vielleicht einen Beruf/Ausbildung die auf das Wissen aus deinem Studium zurückgreift!
 
Wenn die Gefahr bestehen würde, dass da dann irgendjemand an Ehrenmord denkt, nur wegen einer sexuellen Orientierung, dann würde ich mich auch weigern, mich bei solchen Menschen zu outen.
 
Warum so aggressiv?
Ist doch klar, dass man daneben argumentiert, wenn man wichtige Infos nicht hat.
Ich glaube, ich kenne den Koran wohl besser als Du, denn er ist Teil meines Jobs.

Ich sehe Dein Problem.
Du bist schwul. Das ist ein Greuel im Islam (und Christentum) , per se dürfte es Dich nicht geben. Das weißt Du. Aber Du hast einen Freund, also ist es Dir schon ein Stück weit voll egal, ob es Dich nicht geben darf, die Frage ist, warum Du da nun auf halbem Wege die Bremse reinhaust.
Die hat meiner Ansicht nach nichts mit Koran / Religion zu tun, sondern mit Deiner kollektivistischen Familienstruktur. Dachte es mir schon, als Du meintest, Dein Vater bringt Dich in seiner Firma unter, das ist eine typische Aussage von jemanden mit Migrationshintergrund. Oder dass sie lieber Urlaub gemacht haben, statt dass Du Dich immatrikulieren konntest.
Du musst aber auch sehen, dass Dich diese Familienstrukturen ausbremsen, das mit der Sexualität kommt erst an zweiter Stelle. Verlass die Hängematte "Familie", wenn Du nicht ewig im Familienunternehmen ungelernt bleiben möchtest.
und bei uns bestimmte Dinge anders laufen als bei Deutschen.

auch Deutsche können Moslem sein.
 
Hi
Ja der Islam. Diese Religion ist in dieser Sache leider intolerant.

Du gibst leider nur stückchenweise notwendige Infos raus. Das erschwerrt es schon, dass man dir eine Rat geben kann.

Bist du sehr gläubig und verurteilst du dich selbst wegen deiner sexuellen Orientierung oder fürchtest du nur die Verurteilung durch deine Familie?

Dann wäre noch wegziehen in einen andere Stadt eine Option, kompletter Kontaktabbruch usw.

Das kannst nur du entscheiden.

Gruß Jim

Ich find's halt immer so blöd, wenn dann irgendwelche User auf oberschlau machen und so tun, als würde ich mich nur rausreden wollen. Ach eigenes Geld verdienen und ausziehen? Erkenntnis des Jahrhunderts...
Natürlich möchte ich Verantwortung übernehmen, natürlich möchte ich arbeiten und mich von meinen Eltern lösen - aber das ist alles nicht so möglich wie ich es gerne hätte.

Bei uns ist Kultur sehr wichtig, Ehre, Tradition, Respekt. Bei uns gibt's sowas net, dass ein Sohn mit 18 oder so einfach so auszieht und auf eigenes Leben macht. Ich bin Einzelkind, meine Eltern sind Türk-Araber. Zwar recht modern in vielen Bereichen, aber in bestimmten Bereichen auch toternst.
Homosexualität ist eines der größten Sünden im Islam und wird mit dem Tode bestraft - normalerweise. Da wo ich herkomme, wird man nicht getötet, zumindest nicht offiziell. Aber glaub mir, das willst du nicht durchmachen.

Ich bin aber auch kein Typ, der seinen Eltern den Rücken zukehrt. Ohne den Segen deiner Familie wirst du ein ganz mieses Leben haben.

Ich bin mir darüber bewusst, dass ich Schwul bin ich verurteile das auch nicht. Ich fürchte mich nur vor der Verurteilung meiner Familie. Es stecken ja nicht nur meine Eltern drin sondern auch die ganze Sippschaft aus Türkei, Arabien etc.
Meine Eltern wissen doch gar nicht dass ich schwul bin, woher sollen sie dann au wissen dass ich bereits einen Freund habe, mit dem ich mir ein Leben vorstellen kann?
Ich will nicht dieses typische Bilderbuchleben à la Studium, Heiraten, Haus bauen. Ich werde den Rest meines Lebens unglücklich sein... ach keine Ahnung jetzt habe ich irgendwie den Faden verloren.
 
Was mir gerade noch so in den Sinn kommt ist, dass du dir vielleicht die Motivation für dein Studium daraus ziehen könntest, wenn du es als Möglichkeit siehst, dass du damit dann irgendwo einen Neuanfang beruflich weit weg machen könntest, der dir dann auch erlaubt deine sexuelle Neigung ohne die Verurteilung durch eine Familie oder eine Religion ausleben zu können.
Denn dann wäre mein Rat an dich, zieh es durch und versuch das abzuschließen.
Und ich glaube, dass du das auch abschließen könntest, denn du weißt dann auch, wofür du das alles schließlich machst.
Gruß Jim
 
wenn dann irgendwelche User auf oberschlau machen und so tun, als würde ich mich nur rausreden wollen. Ach eigenes Geld verdienen und ausziehen? Erkenntnis des Jahrhunderts...

Auf jemanden einzuprügeln, der Dir nur helfen will und Dir seine Zeit opfert, ist nicht besonders fair. Vor allem, wenn er nicht in Deinen alten Beiträgen rumschnüffelt, sondern die Dinge so nimmt, wie Du sie schreibst.
 
Ach je, wenn ich darf nehm ich dich jetzt mal virtuell in den Arm, ich möchte dir gerne Trost zuflüstern.
Fass wieder Mut. Schau nach einer Arbeitsstelle oder Ausbildung, welche dich aus den ganzen familiären Verzwickungen herausführt.
 
Meine älteste Tochter hat sich auch exmatrikuliert.
Sie hat dann eine Ausbildung als Erzieherin begonnen, und ist jetzt in ihrem Anerkennungsjahr. Sie hatte auch eine verkürzte Ausbildung, irgendwas wurde ihr angerechnet.
Und nächstes Jahr wenn sie fertig ist verdient sie gut Geld. Sie ist in einer Inobhutnahmestelle von Jugendlichen.

Zu welcher Arbeitsrichtung fühlst du dich denn hingezogen.
Deine frühere Ausbildung magst du nicht mehr?

Du kannst auch noch ein soziales Jahr machen, vom Alter her.
Es gibt noch so viele Möglichkeiten für dich. Vielleicht einen Beruf/Ausbildung die auf das Wissen aus deinem Studium zurückgreift!

Danke Pecky für deine Antwort.

Ich weiß halt nicht, wohin das alles führen soll. Ich habe keinerlei Perspektiven. Wenn du immer nur das machst, was andere von dir erwarten und dich nie traust, dein eigenes Ding durchzuziehen dann machst du einfach emotionslos irgendwas. Und irgendwnan kommt der Punkt, wo es heißt "So! Jetzt mach mal was draus" und du denkst dir nur "Aus was?"

Ich habe eine Wirtschaftskarriere gestartet, alles was ich gemacht habe war auf Bürokram gerichtet. Nach dem Studium soll aus mir ein Wirtschaftsjurist werden. Wow, ok... keine Interesse. Ich weiß nicht mal ob ich überhaupt fähig bzw. kompetent bin diesen Job auszuführen. Interesse kann man sich einbilden ja, aber das geht nicht lange gut.

Ich wollte während der Ausbildung "etwas mit Medien machen", Mediengestalter, Designer - da hieß es "Nee zu unsicher, lern was gescheites, das machen doch nur Schwuchtel" (Zitat: Mutter).
Und irgendwann ist es zu spät nochmal alles umzuschmeißen.

So nun bin ich mittem im Studium und denk mir wtf hast du überhaupt getan?
Das einzige was ich bereue ist, dass ich nicht von Anfang an den Mut hatte, eigene Wege zu gehen.

Während dem Studium habe ich jemanden kennengelernt, mit dem ich jetzt seit über 1 Jahr zusammen bin.
Ein Leben mit ihm zusammen würde meine Freiheit bedeuten. Er lebt gut, ich kann mir bei ihm erlauben, auch nicht gut bezahlte Jobs anzunehmen und könnte einfach das tun, was ich will, ohne Versteckspielchen. Aber dies ist nicht möglich weil es nicht für mich vorgesehen ist.
Ich soll ein Studium machen (auch wenn ich es abbrechen würde), ich soll heiraten, ich soll für nachfolger sorgen, ich soll lebenslänglich mit Eltern zusammenleben, weil bei uns ist das so, dass das Brautpaar bei den Eltern des Ehemanns lebt. Nicht irgendwo in Amerika, sondern wenn möglich nebendran.

Das bedeutet für mich: keine Privatsphäre, ein Leben nach Muster und keine realisierbaren Wünsche.

Selbst WENN ich das Studium durchziehen würde, und eigenes Geld verdienen würde. Wer garantiert mir, dass ich dann mein Leben leben könnte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum so aggressiv?
Ist doch klar, dass man daneben argumentiert, wenn man wichtige Infos nicht hat.
Ich glaube, ich kenne den Koran wohl besser als Du, denn er ist Teil meines Jobs.

Ich sehe Dein Problem.
Du bist schwul. Das ist ein Greuel im Islam (und Christentum) , per se dürfte es Dich nicht geben. Das weißt Du. Aber Du hast einen Freund, also ist es Dir schon ein Stück weit voll egal, ob es Dich nicht geben darf, die Frage ist, warum Du da nun auf halbem Wege die Bremse reinhaust.
Die hat meiner Ansicht nach nichts mit Koran / Religion zu tun, sondern mit Deiner kollektivistischen Familienstruktur. Dachte es mir schon, als Du meintest, Dein Vater bringt Dich in seiner Firma unter, das ist eine typische Aussage von jemanden mit Migrationshintergrund. Oder dass sie lieber Urlaub gemacht haben, statt dass Du Dich immatrikulieren konntest.
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auch Deutsche können Moslem sein.

Selbst, wenn ich auslernen würde und eigenes Geld verdienen würde, was soll dann anders sein? Ich muss trotzdem heiraten und mit meinen eltern irgendwie leben. Glaub ja nicht, dass nur weil ich jetzt Jurist bin mir erlauben kann 100 m weit wegzuziehen oder so.

Meine Eltern können bei sowas wirklich ziemlich engstirnig sein. Ich hatte diesen Kampf früher schon sehr oft, ich hatte nämlich oft die Möglichkeit mich von denen zu distanzieren aber hatte bisher keinen Erfolg. Es heißt dann immer "Das ist respektlos", "Willst du uns verlassen?" oder "Ok, dann bekommst du von uns keine Unterstütznug mehr" und mit der Familie - das weißt du sicher - sollte man es sich nicht verscherzen.
 
Auf jemanden einzuprügeln, der Dir nur helfen will und Dir seine Zeit opfert, ist nicht besonders fair. Vor allem, wenn er nicht in Deinen alten Beiträgen rumschnüffelt, sondern die Dinge so nimmt, wie Du sie schreibst.

Das tut mir leid. Ich nehme es dann zurück.
Bin davon ausgegangen weil du das mit dem Suizid erwähntest dass du meine älteren Beiträge wohl gelesen haben musstest.

Klar schätze ich deine Antwort und du hast mit dem was du sagst natürlich au nicht ganz unrecht.
 

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