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Was stimmt nicht mit mir?

Kurzum: Ich hätte gern mehr Raum für Eigeninitiative und Ausprobieren neuer Wege.

Außerdem würde ich gern meinen Arbeitstag freier gestalten können und besonders meine Arbeitszeiten mehr an mein Leben anpassen können.

Kann ich gut verstehen, aber das ist eher nichts für die Probezeit. Da macht man es besser so wie alle anderen.

Änderungen kann man dann später versuchen.

Ich habe mir wirklich extrem Mühe gegeben und bin auf die Kollegen zugegangen, habe mit ihnen Unterhaltungen geführt, um Rat gebeten, mich für ihre Hilfe bedankt, extra betont, dass die Kollegin ja viel Wissen hat und mir daher sicherlich das ein oder andere gut erklären kann, war freundlich und habe auch gefragt, wenn ich etwas nicht wusste.

Da hast du dich wirklich bemüht, aber vielleicht kam es nicht wirklich authentisch rüber. Dafür kannst du aber nichts. Ist halt nicht dein Ding.

Meine Eltern haben "zu Motivationszwecken" gemeine Sprüche gebracht und mich regelmäßig niedergemacht.

Sowas ist übel und hängt einem leider sehr lange nach.

Ich glaube, du bist einfach kein Mensch, der in so eine 08/15-Routine passt. Vielleicht wäre ein Start-Up was für dich, wo deine Ideen und Vorstellungen mehr Anklang finden.
 
Wer hat Anregungen und Tipps für mich?
Das Muster ist zu eindeutig, um es nur mit „schwierigen Kolleginnen“ oder Pech zu erklären. Vier Arbeitgeber in drei Jahren mit sehr ähnlichem Feedback heißt, dass es einen konstanten Faktor gibt. Der bist leider du – nicht als Mensch, sondern in deinem Arbeitsverhalten im klassischen Bürosetting.

Ein paar klare Punkte, die aus deinem Text sehr deutlich werden:
  1. Du willst Autonomie, Gestaltungsspielraum und Sinn – bekommst aber wiederholt Rollen, die Anpassung, Geduld und Hierarchieakzeptanz verlangen. Das ist kein Charakterfehler, sondern ein massiver Fehlfit.
  2. Du sagst, du kannst Kritik annehmen – aber nur, wenn sie für dich nachvollziehbar ist. Im Arbeitsalltag heißt das oft: Du akzeptierst sie nur, wenn du sie teilst. Das wirkt auf andere schnell als Widerstand oder Besserwisserei, auch wenn Du es so nicht meinst.
  3. Du bemühst dich sozial sichtbar sehr stark. Das Problem: Anpassung „auf Knopfdruck“ wirkt oft angestrengt und nicht authentisch. Kollegen spüren das latent.
  4. Dein Satz „Ich tue mich schwer mit dem Unterordnen“ ist der eigentliche Kern. In vielen Büros ist genau das aber Grundvoraussetzung – besonders in der Einarbeitung.
  5. Eigeninitiative ist nur dann erwünscht, wenn sie im Rahmen der bestehenden Logik passiert. Wer früh Strukturen infrage stellt, wird nicht als engagiert, sondern als anstrengend wahrgenommen.
Die unangenehme Wahrheit:
Du passt sehr wahrscheinlich nicht ins klassische Büro mit festen Abläufen, impliziten Machtstrukturen und wenig Zeit für Erklärungen. Und nein, das liegt nicht am „Zeitgeist“, sondern daran, dass diese Systeme schon immer so funktioniert haben.

Was jetzt sinnvoll erscheint:
  • Hör auf, dich weiter in Jobs zu bewerben, die genau das verlangen, was du nicht leisten willst oder kannst.
  • Prüfe ernsthaft Alternativen:
    • Tätigkeiten mit klaren Ergebnissen statt Dauerabstimmung
    • Projektarbeit, befristete Rollen, Solo-Selbstständigkeit, Backoffice ohne Teamzwang
    • Bereiche mit echter Ergebnisverantwortung statt Prozessgehorsam
  • Wenn du bleiben willst im Angestelltenverhältnis: Dann brauchst du keine weitere Verhaltensanpassung, sondern externe, professionelle Rückmeldung (Coaching, Arbeitspsychologie). Nicht zur „Reparatur“, sondern zur sauberen Einordnung deiner Stärken und Grenzen.
Du kämpfst gegen Arbeitsrealitäten, die nicht zu dir passen – und wunderst dich, dass du verlierst.

Versuch bite mal, nüchtern zu sortieren:
Was kannst du gut?
Was willst du nicht mehr?
Und welche Arbeitsformen passen realistisch dazu?
 
Ich begrüße dich erstmal

Ja ich erkenne da auch ein Muster,dass ist keine Kritik sondern eine sachliche Feststellung.

Du bist eine starke und dominante Frau,dass kommt so bei mir an.

Aber man kann nicht immer sein eigenes Ding durchziehen,man muss auch auf Menschen zugehen können,dass habe ich hier gelernt.

Deswegen bist du hier gut aufgehoben denn die User sind offen und manche auch Direkt.

Überdenke deine Handlungen und wie du auf diese Menschen wirkst???
Du bist bestimmt ein. guter Mitarbeiter aber manchmal ist auch Teamarbeit gewünscht.
Gute Nacht 🌙
 
Ich war sofort bei ganz ähnlichen Gedanken wie @Sonate.

Dir helfen wahrscheinlich keine Ratschläge in Form "Tu dies, lass das."

Zeit, den Mut zu finden, ganz neue Wege zu gehen. Dorthin, wohin Du passt, wo Du mit all Deinen Eigenschaften willkommen bist. Um da Anregungen zu geben, erzählst Du zu wenig über Dich. Büro ist so ein Allerweltsding. Was kannst Du, was liebst Du, worin bist Du geschickt?
 
Ich habe einfach keine Lust mehr. Dabei finde ich mich mit meinen Ecken und Kanten ganz in Ordnung.
Das ist schwierig zu sagen, denn dazu müsste man dich persönlich kennen und mit dir zusammenarbeiten.

Aber das was ich zitierte behauptet auch ein LKW Fahrer von uns. Und er ist mit diesen "Ecken und Kanten" bei allen anderen so beliebt wie ein Fall von Gelbfieber. Liegt halt im Auge des Betrachters.
Das du das toll findest, diese vermeintlichen Charakterschwächen die es höchstwahrscheinlich nun mal sind, verbessert deine Situation bestimmt nicht. Sich ausreichend reflektieren wäre wichtiger.
 
Ich hätte gern mehr Raum für Eigeninitiative und Ausprobieren neuer Wege.

Außerdem würde ich gern meinen Arbeitstag freier gestalten können und besonders meine Arbeitszeiten mehr an mein Leben anpassen können.
Wäre Selbstständigkeit was für Dich? Du könntest es in Deinem eigenen Unternehmen so machen, wie Du es möchtest

Ich kenne es auch: beim Einarbeiten weiss die neue Kollegin alles besser. Man erklärt den Hintergrund, weswegen sich diese Methode besonders bewährt hat, aber nein, die neue Kollegin weiß es besser. D.h das Arbeitsabläufe "gestört" werden.

Wenn Du es besser weißt, nehme die Eigenständigkeit in die Hand. Ich bin nebenberuflich selbständig und es macht auch Spaß

Kolya
 
Hallo starke Frau,
da Du gefragt hast, gebe ich jetzt einfach wieder,was ich bei deiner Selbstbeschreibung empfunden habe.
Du nennst dich ,starke Frau,was in vielen Punkten bestimmt wahr ist.Doch ich beziehe es mehr auf den Kampf,den Du mit dir selbst führst und der heißt : Anpassung. All die Kritikpunkte der Arbeitgeber,wie Du sie beschrieben hast, lesen sich für mich so,dass Du innerlich schwer damit kämpfst,zu genügen und es dir irgendwann zu viel wird,dann gehst Du auf Gegenwehr und die anderen verstehen es in dem Moment nicht. Da die Ursache bei dir liegt,im Inneren. Ein Jobwechsel wird dies nicht ändern. Ich selbst bin auch jemand,der immer Verantwortung übernehmen wollte, Arbeitsvorgänge verbessern wollte, mit Frauen im Job nicht klar komme. Hatte Glück und durfte oft schnell eigenständig Verantwortung übernehmen,suchte mir Job mit hauptsächlich männlichen Kollegen. Aber ich wurde von vielen gemocht,starke Frauen mochten mich auch. Rücksicht nehmen,viel mir nie schwer. Heute bin ich selbständig,aber auch hier ,muss ich Rücksicht nehmen,nicht jeder Kunde ist gleich oder einfach.
Ich denke,dass Du wirklich mal abklären solltest,ob Du im Autismusspektrum bist,da Du den Hinweis gegeben hast,dass deine Eltern,deine Persönlichkeit nicht akzeptierten. Ich habe in den letzten Jahren,drei Menschen damit kennengelernt und ihre Art der Probleme ähnelt stark dem,wie Du deine empfindest. Die die es nicht akzeptieren wollte,ähnelte deiner Selbstbeschreibung. Sie machte sich deshalb selbständig,aber das brachte nichts,da sie den Kern nicht erfasste. Die,die es wusste,arbeitet im Büro und kann damit umgehen,auch wenn so mancher sie als merkwürdig ansieht,der es nicht weiß. Ich würde dir raten,dies abzuklären denn es könnte auch einfach daher rühren,dass Du nicht verarbeitet hast,was deine Eltern taten. Und die Stärke ist nur deine Schutzmauer. Aber dann weißt Du es.
Alles gute dir
 
@StarkeFrau:
Bleib bloß, wie du bist! Auch wenn es dir im Leben Schwierigkeiten bereitet. Denn du bist so, wie ich dich hier lese, voll okay!
Du findest deinen Weg - vielleicht mit einigen Hindernissen, aber du findest ihn.
 

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