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Was stimmt nicht mit mir?

Hallo an alle,

erstmal schonmal danke für die zahlreichen Antworten.

Ich habe viel nachgedacht über eure Antworten und ihr habt wohl Recht, dass hier ein Muster vorliegt und nein,es sind nicht immer nur die Anderen schuld.
Der größte Brocken liegt bei mir. An meiner Persönlichkeit und an meinem Arbeitsverhalten.

Meine Ausbildung werde ich aus Eigenschutz nicht verraten. 🙂

Ich werde wohl einen Psychologen kontaktieren, nur werde ich natürlich bis zu anderthalb Jahren Wartezeit in Kauf nehmen müssen, um dort einen Termin zu bekommen. So hörte ich zumindest.

Alleine und ohne Hilfe komme ich meiner Selbstsabotage nicht bei.

Ich weiß für mich, dass ich eher der langsamere und ruhigere Typ bin. Ich beobachte erstmal gern andere und höre zu. Dinge merken kann ich mir am besten schriftlich und bei direkter, ruhiger Ansprache. Mir im Vorbeigehen Dinge mitteilen im Job, das geht ins Auge, weil... dann vergessen oder nicht richtig gehört.

Ich kann auch nicht unendlich viel Input auf einmal aufnehmen... Irgendwann ist einfach mein Akku leer im Kopf.

Die Sache mit den Kolleginnen scheint einige regelrecht angepickst zu haben. Ich habe mittlerweile so viele zickige und gemeine Frauen getroffen, die mich ab Tag 1 gemein behandelt haben (natürlich war auch die ein oder andere nette Frau dabei), dass ich mir mittlerweile einfach denke "Das lasse ich mir nicht mehr bieten."
Als Sündenbock missbraucht werden möchte ich halt auch nicht mehr und Frauen als Vorgesetzte... Gott bewahre.
Auch alteingesessene Damen in Unternehmen haben mich mit ihrer Art und Weise so sehr auf die Palme gebracht... Mit den Jüngeren kam ich komischerweise immer ziemlich gut klar.

Ja, ich denke halt nach über die Sinnhaftigkeit meines Tuns und kann nicht einfach ohne Nachdenken irgendwo mittanzen, weil man es halt so macht. Weil es alle tun. Weil es halt so ist. Ich frage auch ab und an gerne mal die Kollegen, warum gewisse Abläufe so sind, wie sie sind. Wenn sie logisch und sinnig sind, die Arbeit erleichtern, oder anderes, dann ist das auch völlig okay für mich.

Ich bin kein Mensch, der einfach mitläuft und stumm alles tut und macht. Vielleicht bin ich deswegen ja manchen auch zu anstrengend...?

Auch privat diskutiere ich gern Themen auf tiefergehendem Niveau und spreche auch gern unbequeme Dinge an. Kommt auch nicht immer gut an.

Manchmal mag ich auch zu direkt sein, denn hintenrum oder durch die Blume mag ich nicht. Leute, die hinterrücks sind oder nur ihren Vorteil suchen, finde ich eher... zensiert. Ist sicherlich auch nicht für jeden Menschen was mit mir.

Gerade arbeite ich schon fleißig an meinem Organisationsverhalten. Ordentlicher werden, Termine besser planen, besser Zeit abschätzen lernen, pünktlicher werden... Das war ein Neujahrsvorsatz und bisher bin ich tatsächlich ganz zufrieden mit mir in der Umsetzung.

Die Sätze aus meiner Kindheit spielen sicherlich mit eine Rolle, nur bin ich eine erwachsene Frau und möchte diese nicht als Entschuldigung für mein Leben nehmen. Denn ich kann was ändern, ich kann es anders machen und ich habe gelernt gut zu mir selbst zu sein. Nicht immer, aber immer besser. Kindheit hin, Kindheit her, ich lasse meine Kindheit dort, wo sie hingehört. In der Vergangenheit. Was war, ist gewesen. Es gilt im hier und heute das Beste draus zu machen.

Ich liebe Museen, lese unglaublich gerne, mag gute Musik, intensive Gespräche, kluge und reflektierte Menschen, bin interessiert an Themen wie Psychologie, Geschichte, Politik und Sprachen, engagiere mich ehrenamtlich.

Ich bin gerne Mutter und stolz auf meine beiden Kinder. Auch bin ich stolz, dass ich es geschafft habe Liebe, Zuwendung und Nähe in ihr Leben zu lassen, hier mal eine Umarmung, da mal ein "Hab dich lieb" und ein Da sein, wenn ich gebraucht werde. Und siehe da... Sie vertrauen mir und kommen zu mir, wenn etwas ist. Anders als Zuhause früher.

Ich weiß, wer ich bin und was nicht. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass ich gewisse genannte Punkte abstellen kann, damit ich eine Stelle behalten kann.

Und ja, auch ich verstelle mich auf der Arbeit. Das wird jedoch wahrscheinlich bei mir nicht authentisch wirken. 😛
 
Mal schauen, was Psychologen sagen... Natürlich finde ich es nicht gut, dass mir meine Persönlichkeit im Wege steht eine Stelle zu behalten. Ich arbeite ja schon, wie oben beschrieben, an meinem Ordnungssinn, Pünktlichkeit und Zeitempfinden. Mich nervt es ja auch selbst.

Vielleicht strahle ich nach außen etwas aus, was ich selbst nicht so wahrnehme...?

Was ich gut kann?
Ich kann gut schreiben, dichten, mich hochkonzentriert mit spannenden Themen beschäftigen, Träumen und kreativ sein, mich selbst aus tiefsten Tälern wieder herausziehen und aufrichten in Krisenzeiten, mit anpacken, zuhören, Bücher verschlingen, die Familie zusammenhalten, geduldig mit den Kindern sein, ich mag die Arbeit am Empfang sehr gerne, telefonieren ist prima, begeisterungsfähig, offen für Neues, fühle mich geistig jünger als ich bin, uvm...

Das war es zu mir.

Weitere Fragen und Anregungen gern an mich.

Liebe Grüße
StarkeFrau86
 
Ich werde wohl einen Psychologen kontaktieren, nur werde ich natürlich bis zu anderthalb Jahren Wartezeit in Kauf nehmen müssen, um dort einen Termin zu bekommen. So hörte ich zumindest.

Man kann solche Wartezeiten überbrücken, indem mal als Selbstzahler einen Therapeuten bucht (es gibt auch welche, die keinen der zu wenigen Kassensitze bekamen) gut mit Beratungsstellen und probatorischen Sitzungen überbrücken.
Schwieriger ist es bei speziellen Tests (z. B. ADHS), Wartezeiten zu umgehen geht da kaum.
 
Hallo starke Frau,
deine Antwort war sehr reflektiert ,daher vermute ich,dass Du einfach Narben behalten hast,die Spuren hinterlassen. Du klingst sehr sympatisch und zeigst,dass dein Wille nach Wahrhaftigkeit stärker ist,als bei manch anderen. Mir half Selbstakzeptanz weiter, um meine Narben weicher zu machen. Ich sehe meine Narben und bin dafür dankbar, dass sie mich so gemacht haben,wie ich heute bin. Dadurch wurde ich anderen gegenüber weicher. Ich merke,wo es sich lohnt Energie reinzugehen oder nicht.
Mir half ein Satz weiter,den ein Therapheut mir sagte. " Wer lernen musste,Menschen einzuschätzen und sich selbst gut einschätzen kann,hat eine große Gabe,die Therapheuten erst lernen mussten. Aber sie konnten auch lernen,mit dem Widerspruch des Menschen in sich umzugehen. Das ist der Schlüssel."
Du bist stark genug,um das zu können.
 
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin 39 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern im Grundschulalter und habe eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Seit dem Abschluss meiner Ausbildung konnte ich all die Jahre jedoch nie richtig Fuß fassen in meinen Jobs und bin seit Tagen am Ende. Es hat wieder nicht geklappt und ich verstehe einfach die Welt nicht mehr.

Es heißt immer wieder "zu langsam, zu still, dann wieder zu forsch, optisch passe es nicht, ältere Kollegen fühlten sich von mir zu wenig gewürdigt/ich wolle deren Hilfe nicht, dann war es wieder zuviel gefragt, passe nicht ins Team, zu eigenwillig, zu viel Engagement und Eigeninitiative... uvm...

Immer wieder das Gleiche. Nun war die Einarbeitung in ein für mich völlig neues Aufgabengebiet für den Arbeitgeber viel zu langsam. Man könne keine bessere Einarbeitung bieten und die Mitarbeiter hätten auch keine Zeit. Außerdem denke ich, dass die ältere Kollegin wieder ein Problem mit mir hatte.

Immer habe ich Probleme mit Kolleginnen. Ich bin eben nicht so pingelig und hyperkorrekt. Manche Frauen finde ich einfach nur total ätzend.

Ständig falle ich auf die Nase, kann mich wieder bewerben und mich erklären. Es ist mir einfach nur noch zu blöd. Vielleicht passe ich einfach nicht ins Büro?

Aber wohin sonst...?

Innerhalb der letzten 3 Jahre hatte ich nun schon 4 neue Arbeitgeber und muss mir nun schon wieder einen neuen Job suchen.

Es wird nun wieder heißen "Was ist mit dir nicht in Ordnung? Du machst alles falsch und bist schuld. Geh mal zum Arzt."

Ich habe einfach keine Lust mehr. Dabei finde ich mich mit meinen Ecken und Kanten ganz in Ordnung. Wahrscheinlich ist es aber genau das. Man darf sich nicht mögen mit seinen Schwächen und Stärken. Denn das ist gegen den Zeitgeist.

Oder was könnte mein Pferdefuss sein? Ich will dem endlich ein Ende setzen!

Wer hat Anregungen und Tipps für mich?

Viele Grüße
Konzentriere dich auf Jobs die zu deinen Stärken passen und lass dich nicht von Meinungen anderer kleinmachen. Schreib auf was du gut kannst und was dir Spaß macht und nutze das in Bewerbungen und Interviews. Setze klare Grenzen im Umgang mit Kollegen und konzentriere dich auf konkrete Erfolge statt auf Perfektion. 🙂
 
Was ich gut kann?
Ich kann gut schreiben, dichten, mich hochkonzentriert mit spannenden Themen beschäftigen, Träumen und kreativ sein, mich selbst aus tiefsten Tälern wieder herausziehen und aufrichten in Krisenzeiten, mit anpacken, zuhören, Bücher verschlingen, die Familie zusammenhalten, geduldig mit den Kindern sein, ich mag die Arbeit am Empfang sehr gerne, telefonieren ist prima, begeisterungsfähig, offen für Neues, fühle mich geistig jünger als ich bin, uvm...
Aufgaben am Empfang, kreative Projekte (für Freelancer) oder Tätigkeiten mit Organisation und Kommunikation, könnte ich mir gut vorstellen bei dir.

Hebe in Bewerbungen und Gesprächen unbedingt deine Belastbarkeit, Geduld und Kreativität hervor.

Notiere dir vor jedem Vorstellungsgespräch ein paar konkrete Beispiele, wie du Probleme gelöst oder Verantwortung übernommen hast. Prüfe auch, welche Firmenkultur zu dir passt und konzentriere dich auf Arbeitgeber, die deine Persönlichkeit schätzen. Du kannst konkret auch nach Unternehmen suchen, die Familienfreundlich sind. https://news.kununu.com/ranking-familienfreundlichste-arbeitgeber/
 
Ich könnte mir vorstellen, dass der Bereich, in welchem das Unternehmen angesiedelt ist, eine große Rolle für dich spielen könnte.
Ein Themenfeld wie Kunst im weitesten Sinne z. B. könnte dich möglicherweise begeistern.
Ein kleines Theater, ein Startup, etwas, wo du auf abwechslungsreiche Aufgaben triffst, Lebendigkeit, dich mit deinen Talenten einbringen kannst, das stelle ich mir sehr motivierend für dich vor.
 
Vielleicht hilft auch eine andere Sichtweise: Sich in der Arbeit unterzuordnen oder zu Kollegen freundlich und "zensiert" zu sein, hat nichts damit zu tun, dass man sich verstellt. Man wird einfach für ein bestimmtes Verhalten bezahlt. Ähnlich wie eine Servicekraft im Idealfall immer freundlich bleibt, obwohl jeder weiß, dass sie den Gast vielleicht gerade abmurksen will. Das ist Professionalität.
 
Sehe ich auch so du solltest dich professionell verhalten, und z. B.auch deine Vorurteile gegen ältere Kolleginnen nicht rauslassen. Die sind sowieso nicht alle gleich. Wenn die dich von Anfang an ablehnen, wirst du ihnen auch entsprechend entgegengekommen sein, aufgrund deiner Pauschalisierung von früheren Erfahrungen. Wahrscheinlich würdest du schon die Krise kriegen, wenn bei einem neuen Job dich wieder eine ältere Kollegin einarbeiten soll. Teamfähigkeit ist auch ein wichtige Qualität.
Es kommt etwas rüber, dass du dich für was besonders hälst und etwas besserwisserisch. Dass kommt nicht gut an, die anderen Frauen haben den selben Job wie du und sehen sich bestimmt auch als starke Frauen.
Ist nicht böse gemeint aber dir nur nach dem Mund zu reden hilft dir auch nicht weiter einen Job zu behalten.

Sicher kannst du versuchen, eine Firma zu finden, wo mehr Männer arbeiten, obwohl die auch unangenehm sein können, oder nur junge Menschen, wo Kreativität gefragt ist, aber so wunschgemäß findet man es oft nicht. Ich nehme an du bist auf dein Gehalt für dich und deine Kinder angewiesen.

Kritik und Verbesserungsvorschläge kannst du machen, wenn du dich etabliert hast und die Abläufe beherrscht, nicht in der Probezeit. Auch wenn dir was nicht gleich ganz einleuchtet, kannst du freundlich nachfragen oder es auch mal hinnehmen, dass du als Neue nicht alles schon durchschaust und die Kolleginnen vieles tatsächlich besser wissen als du.
 

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