Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was stimmt nicht mit mir?

StarkeFrau86

Neues Mitglied
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin 39 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern im Grundschulalter und habe eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Seit dem Abschluss meiner Ausbildung konnte ich all die Jahre jedoch nie richtig Fuß fassen in meinen Jobs und bin seit Tagen am Ende. Es hat wieder nicht geklappt und ich verstehe einfach die Welt nicht mehr.

Es heißt immer wieder "zu langsam, zu still, dann wieder zu forsch, optisch passe es nicht, ältere Kollegen fühlten sich von mir zu wenig gewürdigt/ich wolle deren Hilfe nicht, dann war es wieder zuviel gefragt, passe nicht ins Team, zu eigenwillig, zu viel Engagement und Eigeninitiative... uvm...

Immer wieder das Gleiche. Nun war die Einarbeitung in ein für mich völlig neues Aufgabengebiet für den Arbeitgeber viel zu langsam. Man könne keine bessere Einarbeitung bieten und die Mitarbeiter hätten auch keine Zeit. Außerdem denke ich, dass die ältere Kollegin wieder ein Problem mit mir hatte.

Immer habe ich Probleme mit Kolleginnen. Ich bin eben nicht so pingelig und hyperkorrekt. Manche Frauen finde ich einfach nur total ätzend.

Ständig falle ich auf die Nase, kann mich wieder bewerben und mich erklären. Es ist mir einfach nur noch zu blöd. Vielleicht passe ich einfach nicht ins Büro?

Aber wohin sonst...?

Innerhalb der letzten 3 Jahre hatte ich nun schon 4 neue Arbeitgeber und muss mir nun schon wieder einen neuen Job suchen.

Es wird nun wieder heißen "Was ist mit dir nicht in Ordnung? Du machst alles falsch und bist schuld. Geh mal zum Arzt."

Ich habe einfach keine Lust mehr. Dabei finde ich mich mit meinen Ecken und Kanten ganz in Ordnung. Wahrscheinlich ist es aber genau das. Man darf sich nicht mögen mit seinen Schwächen und Stärken. Denn das ist gegen den Zeitgeist.

Oder was könnte mein Pferdefuss sein? Ich will dem endlich ein Ende setzen!

Wer hat Anregungen und Tipps für mich?

Viele Grüße
 
Herzlich willkommen im HR!

Zuhören, statt reden, geduldig sein, nicht ungeduldig.
Freundlich aufgeschlossen, auch gegenüber Menschen, die man nicht mag.
Dabei bricht man sich keinen ab, man verbiegt sich auch nicht.
Du möchtest so akzeptiert werden, wie Du bist?
Dann akzeptiere bitte auch andere, wie sie sind.

Man muss/sollte sich nicht alles gefallen lassen.
Aber gerade wenn man neu ist, sollte man erst einmal etwas zurückstecken.
Ein gut gemeinter Rat ist meist eine Freundlichkeit, die man annehmen sollte, auch wenn man den Rat nicht unbedingt benötigt.

Vielleicht liege ich falsch, aber denke bitte mal darüber nach.
 
Hallo, danke für deine Rückmeldung.

Ich habe mir wirklich extrem Mühe gegeben und bin auf die Kollegen zugegangen, habe mit ihnen Unterhaltungen geführt, um Rat gebeten, mich für ihre Hilfe bedankt, extra betont, dass die Kollegin ja viel Wissen hat und mir daher sicherlich das ein oder andere gut erklären kann, war freundlich und habe auch gefragt, wenn ich etwas nicht wusste. Hab mich extra im Hintergrund gehalten und auch mal länger gemacht und gezeigt, dass ich arbeiten möchte.
Smalltalk gehalten habe ich selbstverständlich auch.

Diesmal habe ich extra auf sämtliche Kritikpunkte geachtet und wirklich versucht mich anders zu verhalten als oft davor.
 
Vielleicht sollte man dazu wissen, dass ich mich schwertue mit dem Unterordnen unter jedermann. Besonders, wenn ich jemanden vor mir habe, der mir erklärt ich solle nicht denken, sondern machen und man erledige Dinge seit Menschengedenken so und nicht anders. Das wäre halt so. Warum? Keine Ahnung. Ist halt so.
Kurzum: Ich hätte gern mehr Raum für Eigeninitiative und Ausprobieren neuer Wege.

Außerdem würde ich gern meinen Arbeitstag freier gestalten können und besonders meine Arbeitszeiten mehr an mein Leben anpassen können.

Durchgehender Kontakt zu Kollegen muss nun auch nicht unbedingt sein. 😛

Kritik ist völlig ok für mich, wenn sie angemessen geäußert wird und für mich nachvollziehbar ist. Schließlich kann ich daraus lernen und wachsen.

Wahrscheinlich bin ich halt einfach nicht Everybodys Darling...
 
Immer wieder das Gleiche.

Dann würde ich tatsächlich annehmen, dass es nicht nur im Außen, bei anderen, begründet liegen kann, sondern das durchaus etwas mit mir und meiner Persönlichkeit zu tun hat.

Wie sieht es denn mit privaten Kontakten aus, Freundschaften?

Wie war deine Kindheit?

Hast du mal über Coaching, Psychotherapie nachgedacht, um dem auf die Spur zu kommen, was und vielleicht auch warum es nicht gut läuft?

Immer habe ich Probleme mit Kolleginnen. Ich bin eben nicht so pingelig und hyperkorrekt. Manche Frauen finde ich einfach nur total ätzend.

Du siehst andere Frauen ziemlich negativ.

GIbt es dazu evtl. eine Geschichte aus deiner Vergangenheit?

Vielleicht passe ich einfach nicht ins Büro?

Möglich.
Vielleicht tust du dir auch in einem anderen Arbeitsumfeld schwer mit Frauen.

Vielleicht bist du langsam.

Vielleicht strahlst du etwas aus, hast ein Verhalten an dir, dass ein Miteinander schwierig macht oder andere herausfordert.

Aber wohin sonst...?

Was machst du gerne?
Was kannst du gut?

Hast du mal über Selbständigkeit nachgedacht?

Es wird nun wieder heißen "Was ist mit dir nicht in Ordnung? Du machst alles falsch und bist schuld. Geh mal zum Arzt."

Wer sagte das zu dir?

Dabei finde ich mich mit meinen Ecken und Kanten ganz in Ordnung.

Das ist nicht schlecht, doch herauszufinden, was es dir so schwierig macht, wäre auch gut, oder?
An einigen Ecken etwas zu feilen muss nicht gleichbedeutend mit verbiegen sein.

Wahrscheinlich ist es aber genau das. Man darf sich nicht mögen mit seinen Schwächen und Stärken. Denn das ist gegen den Zeitgeist.

Du scheinst wenig von anderen Menschen zu halten.

Du darfst dich mögen.
Doch was ändert das daran, dass du mit anderen immer wieder nicht klarkommst?
Man kann sich mögen und an sich arbeiten.

zu forsch, optisch passe es nicht, ältere Kollegen fühlten sich von mir zu wenig gewürdigt/ich wolle deren Hilfe nicht, dann war es wieder zuviel gefragt, passe nicht ins Team, zu eigenwillig, zu viel Engagement und Eigeninitiative...

Dieser ganze zwischenmenschliche Kram scheint in mancher Hinsicht ein Rätsel für dich zu sein. Du versuchst es richtig zu machen, findest aber die richtige Balance nicht.

Vielleicht wäre es eine abzuklärende Überlegung, ob das etwas mit dem Autismusspektrum zu tun haben könnte.
 
Immer habe ich Probleme mit Kolleginnen. Ich bin eben nicht so pingelig und hyperkorrekt. Manche Frauen finde ich einfach nur total ätzend.
Das merken die Kolleginnen halt und finden dich dann auch ätzend. Wenn du neu in eine Firma kommst musst du dich freundlich und aufgeschlossen zeigen und nicht nur deine Ecken und Kanten präsentieren sondern auch die der anderen akzeptieren. Wer schon lange dort arbeitet weiß es eben besser als eine Neue ,das solltest du annehmen.
Auf unkorrektes Arbeiten stolz sein, und andere als pingelig zu bezeichnen ist auch daneben.
Ich weiß nicht ,ob Büroarbeit generell nichts für dich ist, aber anderswo hat man auch Kollegen.
Mich würde interessieren , ob du auch außerhalb der Arbeit Probleme mit den Mitmenschen hast?

Man darf sich nicht mögen mit seinen Schwächen und Stärken. Denn das ist gegen den Zeitgeist.

Das ist Unsinn du darfst dich mögen so wie andere sich auch mögen dürfen. In einer Arbeitsituation möchte man jetzt nicht gleich deine Schwächen kennenlernen, sondern erwartet , dass du dich einfügst und lernbereit zeigst.
Vielleicht wäre es besser du suchst dir was ,wo du im homeoffice arbeiten kannst, oder eine Stelle mit möglichst wenig Kollegen?
 
Hallo liebe StarkeFrau, mir scheint, das sind eigentlich nur Hinweise, dass du dich um den verkehrten Job bemühst, der scheint dir nicht zu liegen.
Ich finde, auf das muss man hören. Gehts einfach, leicht von der Hand, dann ist das deins, sperrt es sich, ist es nicht deins.

Genau so ist es auch mit Zugang zu Gruppen, zu Menschen an sich- nichts weiter brauchts, als herauszufinden, passen wir...? Man merkt das. Ich höre da drauf und nehme das nicht persönlich.

Das heißt, du bist okay, die anderen sind es, aber die Kombination passt nicht.

Mein Lebenslauf hat auch aufgezeigt, bestimmte Anforderungen kann ich unmöglich decken, andere wieder sehr wohl. Es brauchte eine Zeit, bis ich kapierte, auch das, was leicht fällt kann man zu Geld machen, auch das kann man als "Arbeit" einstufen, was man eher als Ehrenamt macht, nebenher, weil es eben wie ein Kinderspiel gelingt.

Im Grunde brauchst du nur Zusatzgeld, um abzudecken, was du brauchst. Die anderen brauchen Mithilfe, selbst, wenn es nur einfache Handgriffe sind, es wird sicher in so manchen Branchen genau das gebraucht, was du kannst.
 
Ich bin eben nicht so pingelig und hyperkorrekt.
Kann das das Kernproblem sein? Ein Arbeitnehmer der qualitativ unzureichende Ergebnisse erzielt, verursacht tatsächlich mehr Schaden als alles andere. Die eigenen Ergebnisse müssen stimmen, man muss sich permanent selbst überprüfen. Irren kann sich jeder, aber in einem Bürojob, wo eigentlich alles klar definiert sein sollte, sollte das nur absolute Ausnahme darstellen.

Arbeit muss vollständig und fehlerfrei erbracht werden. Bei Unsicherheiten sind die entsprechend notwendigen Informationen einzuholen, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

Wenn Du die Arbeit qualitativ und quantitativ nicht im entsprechend erwartetem Umfang erbringen kannst, dann würde ich, aufgrund der Tatsache, dass dies nun mehrfach wiederholt stattzufinden scheint, das Problem nicht in den anderen suchen. Vielleicht passt Deine Art und auch Deine eigene Erwartungshaltung einfach nicht zu dem Job, den Du ausübst?

Wenn Deine Ecken und Kanten nicht zum Job passen, solltest Du Dir überlegen, welcher Job dazu passen könnte. Außerdem gibt es für mich auch ein "privates" und ein "berufliches Ich". Ich denke, das geht vielen so, dass man im Berufsleben nicht 100%ig sein Privatdasein auslebt und umgekehrt.
 
Im Jobcenter gibt es sicher Hilfe für dich- Programme, gezielte Fragen und Aufgabenstelllungen, wo man herausfiltert, wo deine Stärken sind. Mach das einmal, rein um dich zu freuen, wozu du alles fähig bist.
Hast du so etwas schon mal probiert?
Wie gesagt, es gibt Tätigkeiten, die anderen schwer fallen, dir aber nicht, also schnuppere dich durch und mach dir nichts draus, wenn vieles nicht klappt. Woran erkennt man, dass es falsch ist..? Indem es nicht funktioniert, auch wenn man sich sorgfältig bemüht. Akzeptieren und weiter suchen..
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
S Viel Geld oder Spaß, was ist euch wichtiger? Beruf 30
G Plötzlich finanziell frei - was nun? Beruf 47
S Teamleiter planlos was tun Beruf 20

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben