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Was stimmt nicht mit mir?

humptydumpty

Mitglied
Hallo,

ich habe diesen Text eigentlich nur für mich geschrieben, aber weil ich ein bisschen verzweifelt bin, habe ich mir gedacht, ich poste ihn mal hier. Vielleicht kann mir jemand helfen oder fühlt sich ähnlich.

Ich versuche jetzt einfach ohne nachzudenken niederzuschreiben was in meinem Kopf vorgeht. Oder einfach zu erklären warum es mir schlecht geht. Manchmal zumindest, manchmal mehr und manchmal weniger. Mein Kopf ist irgendwie immer voll. Er ist voll mit Sorgen, Schuldgefühlen, Wissbegierigkeit, Langeweile/Eintönigkeit, Streben nach Mehr, Alltagsstress usw. Ich will das alles irgendwie ordnen und mein Leben im Griff haben, aber ich habe das Gefühl dass ich das nicht schaffen kann. Ich kann mich nie richtig konzentrieren, ich vergesse ständig Dinge und alles überfordert mich so schnell. Wenn ich morgens aufwache und denke „Ich sollte lernen. Ich sollte generell so viel für mein Studium tun, um mich richtig auszukennen, um hinterherzukommen. Ich muss mich bemühen.“, schwanke ich zwischen Motivationsschüben und Beklemmung, weil ich weiß, dass ich es dann kognitiv eh wieder nicht schaffe. Weil mein Kopf einfach nicht mitmacht. Ich funktioniere nicht mehr. Und ich weiß nicht warum. Ich habe mich gerade hingesetzt und versucht eine Bewerbung zu schreiben. Schon nach dem Erstellen meines Bewerberaccounts, eine Arbeit von 5 min., kommt mir das alles anstrengend vor. Ein Foto machen. Eine Bewerbung schreiben. Ein Motivationsschreiben erstellen. Und das alles während in meinem Kopf unaufhörlich Druck und geistige Leere herrscht. Ich merke mir nichts, deshalb weiß ich fast nichts, oder zumindest viel weniger als ich gerne wissen würde, ich kann Gesprächen nicht richtig folgen beziehungsweise erfordert es viel Anstrengung das zu tun, ich fühle mich nutzlos und verloren. Ich weiß nicht wo ich hingehöre, ich habe das Gefühl nirgends hineinzupassen und durch diese Frustration bin ich unleidlich und für Mitmenschen schwer zu ertragen. Ich weiß nicht wo ich ansetzen soll, alles macht mir irgendwie Angst, und ich schaff es nicht alleine. Aber wie soll einem jemand helfen, wenn man selbst die Wurzel des Problems nicht kennt? Mir geht es schon so lange immer wieder schlecht, und das obwohl in meinem Leben NICHTS schiefgelaufen ist. Ich bin behütet aufgewachsen, in stabilen familiären und finanziellen Verhältnissen, hatte immer alle Möglichkeiten, werde geliebt, bin körperlich gesund … Und trotzdem funktioniere ich psychisch nicht. Irgendwas stimmt nicht mit mir, und ich weiß nicht was es ist. Ich will es wissen, ich will wissen was ich tun kann, ich will normal sein, ich will glücklich sein. Wieso kann ich das nicht? Und ich möchte meine geistigen Fähigkeiten wieder haben … Was ist da passiert? Wieso kann ich mich nicht mehr konzentrieren, nicht mehr richtig denken? Das belastet mich jeden Tag. Ich vergesse wo ich vor 10 Sekunden hingegangen bin. Ich nehme nicht mehr richtig auf. Merke mir Dinge wie Namen, Abläufe in Filmen/Serien nicht, lese nicht mehr, weil ich vergesse was 3 Zeilen zuvor geschrieben wurde, die Uni fällt mir schwer … Was soll ich machen wenn das nie wieder besser wird? Wer bin ich dann überhaupt noch?
Ich merke es jetzt gerade wieder. Ich habe wirklich wichtige Dinge zu erledigen. Für die Uni. Aber ich drücke mich davor, denke an 1000 andere Dinge. Arzttermin ausmachen. Lebensmittel kaufen. Wohnung putzen. Mit dem Hund raus und bald mal zum Tierarzt. In der Wohnung endlich Dinge erledigen die schon lange gemacht sein sollten. Am Ende des Tages mache ich nichts oder sehr wenig von all dem, und auch nichts für die Uni. Ich lade meinen Kopf mit Dingen voll, für deren Erledigung es mir an Energie fehlt. Ob geistig oder körperlich, was wohl eh ein Wechselspiel ist. Zwischendurch reiße ich mich dann zusammen, versuche meine Gedanken zu ordnen, und mache kurz etwas Produktives. Dann habe ich wieder ein bisschen Hoffnung, dass das alles irgendwann besser wird, und ich lernen werde, die Dinge richtig im Griff zu haben. Dann stürzt wieder alles ein. Ein ständiges hin und her. Bin ich vielleicht eine Borderlinerin? Oder bipolar? Vielleicht ist das eh dasselbe, auf jeden Fall schließe ich mittlerweile nichts mehr aus. Ich könnte natürlich abermals eine Psychotherapie anfangen, aber ich zieh sie dann nicht durch. Sobald es mir ein bisschen besser geht, geh ich nicht mehr hin. Als ob eine Depression (oder was auch immer die Scheiße ist) die mittlerweile über mehr als 10 Jahre immer wieder auftaucht – oder mal stärker und mal schwächer ist – innerhalb von ein paar Therapiesitzungen weg ist.
Auch ein Punkt: Ich versuche ständig Menschen zu gefallen, die mir scheißegal sind. Wieso bitte ist das so? Wieso interessiere ich mich dafür, was x-beliebige Leute über mich denken? Manchmal habe ich Angst, dass ich gar nicht mehr merke, wie selten ich wirklich ICH bin, weil ich mich so oft verstelle und/oder einfach meinen Mund halte. Ich war doch nicht immer so? Früher haben mich Leute dafür bewundert, dass ich immer meine Meinung gesagt habe und niemand mich mundtot bekommen hat. Ich hatte so viel Energie und Tatendrang in mir, größtenteils aus meinem Weltschmerz entstanden, und ich war bei den Dingen die mir wichtig waren zu 10000% dahinter. Das war alles was für mich wichtig war, und ich hätte nie ein Blatt vor den Mund genommen, nur weil mir bewusst war, dass Leute das, was ich zu sagen habe, nicht hören wollen. Diese Energie ist irgendwie weg. Irgendwann habe ich das verloren, diese Verbissenheit. Das Selbstbewusstsein, dass ich alles schaffen kann, was ich mir vornehme, weil mein Herzblut darin steckt. Dass ich Prinzipien habe und Überzeugungen, die mir niemand nehmen kann, und die ich bis ich sterbe vertreten werde. Kann man das wieder zurückbekommen?
Und: Ich kann mit meiner Vergangenheit nicht abschließen. Damit meine ich nicht die jüngste Vergangenheit, sondern mit meiner Kindheit und Jugend. Mir ist vieles peinlich, mein Verhalten damals, mein Aussehen usw. Und ich habe das Gefühl, dass einen diese Vergangenheit immer wieder einholt. Meistens in Form von Personen von früher, die vor anderen plötzlich über diese Zeit zu reden beginnen. Und wieder mal jemand weiß, was für ein komisches Kind man im Kindergarten/in der Volksschule war, oder dass man mal wesentlich mehr gewogen hat. Ich schäme mich wirklich sehr für diese Zeit, weil es mir das Gefühl gibt, dass ich noch nie ‚normal‘ war. Noch nie richtig reingepasst habe. Und ich auch niemals reinpassen werde, weil Dinge von früher immer wieder aufkommen werden, und Menschen mich dann wieder, auch wenn ich mich versuche anzupassen, als ‚das komische Mädchen‘ sehen. Vermutlich ist es ziemlich kindisch und unreif von mir, nicht zu meinem kindlichen/jugendlichen Ich stehen zu können, aber ich kann es eben nicht.

Und wenn ich mir das alles so durchlese, kommt es mir einfach so vor, als würde ich mit dem Leben nicht klar kommen. Also mit den alltäglichsten, normalen Dingen nicht fertig werden.

Sorry falls das alles ein bisschen wirr klingt. Ich hoffe irgendjemand kann dem folgen.

Danke an Jeden, der sich die Zeit nimmt, das zu lesen.

Lg
 

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marota

Aktives Mitglied
Hallo humptydumpty,

ich kenne dieses Gefühl. Das hin- und hergerissen sein. Auf der einen Seite ist da das Wollen, das Streben nach etwas. Auf der anderen Seite ist die fehlende Motivation, fehlende Energie oder was auch immer.

Vielleicht ein kleiner Tipp von mir. Setze dir immer ganz kleine Teilziele, die du dann erreichen kannst und versuche nicht, alles auf einmal zu erledigen.

Was meinst du denn damit, das "komische Mädchen" zu sein? Ich denke, jeder hat so seine Macken und Eigenarten. Genau diese machen ja schließlich jeden Menschen zu einem Individuum.

Ich hoffe, ich konnte dir schon einmal ein klein wenig helfen.

Viele Grüße
marota
 

humptydumpty

Mitglied
Danke für deine Antwort, marota.

Eigentlich versuche ich immer, mir alles gut aufzuteilen. Vor allem auf der Uni, da mein Studium in der momentanen Phase sehr lernintensiv ist, und ich sonst wohl am Ende des Semesters vollkommen aufgeschmissen wäre. Das Problem ist nur, dass meine kognitive Leistung auch für diese kleinen Stückchen nicht mehr reicht. Ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal wirklich konzentriert war. Ich habe dieses Problem jetzt seit ca. 2 Jahren, und es wird nicht mehr besser. Ich war auch schon mehrmals deswegen beim Arzt, da konnte nix festgestellt werden. Deshalb denke ich, dass es psychischer Natur ist..

Naja, ich war in meiner Kindergarten- und Volksschulzeit ziemlich schwierig. Ich habe viel gelogen (manchmal ziemlich heftige Lügen), war teilweise aggressiv und hysterisch. Meine Eltern haben mir oft erzählt, dass sie damals nicht mehr weiter wussten, und es ist mir wie gesagt schon 2-3 mal passiert, dass mich ehemalige Klassenkameraden darauf angesprochen haben, was mir extrem peinlich war. Sie meinten es wohl eher lustig, ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Ich weiß nicht ob es normal ist, dass einem so etwas so unangenehm ist, aber naja.. ist nun mal so. Ich bin das zweite Kind meiner Eltern, und mein älterer Bruder war ein unkompliziertes, normales Kind (bis auf die Dinge, die eben jedes Kind so anstellt) .. deshalb waren meine Eltern wohl noch überforderter, als ich plötzlich so wurde.Und auch heute habe ich das Gefühl, nirgends wirklich reinzupassen. Ich habe ständig Angst, dass Menschen mich nicht mögen, wie vorher schon geschrieben verstelle ich mich oft, sage meine Meinung zu Dingen nicht mehr, weil ich nicht wieder anecken möchte. Ich habe seit Jahren keine neuen Freunde mehr gefunden, an der Uni finde ich gar keinen haltenden Anschluss (was vllt auch daran liegt, dass ich Pendlerin bin).. Mittlerweile geht das so weit, dass ich nicht mehr so gern rausgehe. Ich habe zwar 2,3 Freunde, davon 1 sehr enge Freundin, aber außerhalb dieses Kreises fühle ich mich unwohl, richtig fehl am Platz.

Lg
 

marota

Aktives Mitglied
Danke für deine Antwort, marota.

Eigentlich versuche ich immer, mir alles gut aufzuteilen. Vor allem auf der Uni, da mein Studium in der momentanen Phase sehr lernintensiv ist, und ich sonst wohl am Ende des Semesters vollkommen aufgeschmissen wäre. Das Problem ist nur, dass meine kognitive Leistung auch für diese kleinen Stückchen nicht mehr reicht. Ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal wirklich konzentriert war. Ich habe dieses Problem jetzt seit ca. 2 Jahren, und es wird nicht mehr besser. Ich war auch schon mehrmals deswegen beim Arzt, da konnte nix festgestellt werden. Deshalb denke ich, dass es psychischer Natur ist..

Naja, ich war in meiner Kindergarten- und Volksschulzeit ziemlich schwierig. Ich habe viel gelogen (manchmal ziemlich heftige Lügen), war teilweise aggressiv und hysterisch. Meine Eltern haben mir oft erzählt, dass sie damals nicht mehr weiter wussten, und es ist mir wie gesagt schon 2-3 mal passiert, dass mich ehemalige Klassenkameraden darauf angesprochen haben, was mir extrem peinlich war. Sie meinten es wohl eher lustig, ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Ich weiß nicht ob es normal ist, dass einem so etwas so unangenehm ist, aber naja.. ist nun mal so. Ich bin das zweite Kind meiner Eltern, und mein älterer Bruder war ein unkompliziertes, normales Kind (bis auf die Dinge, die eben jedes Kind so anstellt) .. deshalb waren meine Eltern wohl noch überforderter, als ich plötzlich so wurde.Und auch heute habe ich das Gefühl, nirgends wirklich reinzupassen. Ich habe ständig Angst, dass Menschen mich nicht mögen, wie vorher schon geschrieben verstelle ich mich oft, sage meine Meinung zu Dingen nicht mehr, weil ich nicht wieder anecken möchte. Ich habe seit Jahren keine neuen Freunde mehr gefunden, an der Uni finde ich gar keinen haltenden Anschluss (was vllt auch daran liegt, dass ich Pendlerin bin).. Mittlerweile geht das so weit, dass ich nicht mehr so gern rausgehe. Ich habe zwar 2,3 Freunde, davon 1 sehr enge Freundin, aber außerhalb dieses Kreises fühle ich mich unwohl, richtig fehl am Platz.

Lg
Wie du im ersten Teil schreibst, hast du extreme Probleme, dich überhaupt konzentrieren zu können. Dann kann ich mir auch vorstellen, dass Vorlesungen/Seminare o.ä. dir sehr schwer fallen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, im Studium etwas kürzer zu treten, um die Belastung etwas zu verringern.

Das Kinder bzw. Jugendliche manchmal schwierige Phasen durchleben, ist ganz normal. Eigentlich macht es mich traurig, dass du denkst, niergendwo reinzupassen und dich in einer anderen Gemeinschaft unwohl fühlst. Ich möchte nun nicht zu viele Vermutungen anstellen, da ich dich ja nicht kenne. Du fühlst dich aber geringwertiger als du es wirklich bist. Vielleicht verstehst du es, wie ich das meine. Du hast sicherlich positive Dinge an dich, die in einer Gemeinschaft angenommen werden. Versuche dir diese Dinge vor Augen zu halten und dann kann es dir vielleicht leichter fallen, Anschluss an andere zu finden.
 

humptydumpty

Mitglied
Ja, das mit dem kürzer treten wurde mir von meinem Arzt auch schon empfohlen, ich habe daraufhin sowohl beruflich als auch im Studium runtergeschraubt. Zwischendurch gab es sogar Semester, an denen ich kaum an der Uni war. Trotzdem hat es nicht wirklich geholfen. Und irgendwann musste dann halt auch alles wieder wie gewohnt weiter gehen, man muss ja Rechnungen bezahlen und mein Studium ist mir sehr wichtig. Es so schleifen zu lassen, hat mich psychisch mehr be- als entlastet.

Du hast Recht, das mit dem geringen Selbstwertgefühl ist eigentlich eines meiner Hauptprobleme. Ich versuche auch stetig daran zu arbeiten, aber diese negativen Gedankengänge gegen mich selbst sind wohl schon ziemlich gefestigt. Es gibt Phasen in denen es mir dahingehend besser geht, aber oft reichen Kleinigkeiten und alles ist wie zuvor.
 

marota

Aktives Mitglied
Ja, das mit dem kürzer treten wurde mir von meinem Arzt auch schon empfohlen, ich habe daraufhin sowohl beruflich als auch im Studium runtergeschraubt. Zwischendurch gab es sogar Semester, an denen ich kaum an der Uni war. Trotzdem hat es nicht wirklich geholfen. Und irgendwann musste dann halt auch alles wieder wie gewohnt weiter gehen, man muss ja Rechnungen bezahlen und mein Studium ist mir sehr wichtig. Es so schleifen zu lassen, hat mich psychisch mehr be- als entlastet.

Du hast Recht, das mit dem geringen Selbstwertgefühl ist eigentlich eines meiner Hauptprobleme. Ich versuche auch stetig daran zu arbeiten, aber diese negativen Gedankengänge gegen mich selbst sind wohl schon ziemlich gefestigt. Es gibt Phasen in denen es mir dahingehend besser geht, aber oft reichen Kleinigkeiten und alles ist wie zuvor.
Also ich hatte einen Kommilitonen, der dann ein Urlaubssemester beantragt hatte und sich in diesem halben Jahr sehr gut erholen konnte. Dann ist er gestärkt wieder zurückgekommen. Ja, das leidige Thema der Studenten mit dem Geld. Das belastet die meisten Studenten mehr als der Leistungsdruck oder irgendetwas anderes. Das dein Studium dir wichtig ist, ist doch schön. Darauf kannst du doch auch aufbauen und vielleicht neue Kraft schöpfen.

Du scheinst überhaupt nicht gefestigt zu sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst, damit dich deine negativen Gedankengänge nicht zu sehr belasten und vielleicht sogar nach einer Zeit komplett verschwinden. Das ist dann ein schwieriger Schritt, aber er kann im Nachhinein sehr positiv auf dich wirken. Dann wird es nämlich auch die Phasen, in denen es dir besser geht, wieder deutlich mehr und deutlich länger.
 

zazou

Mitglied
Wie die anderen schon sagten teilweise. Eine Psychotherapeut ist eine gute Wahl bei Fällen wie dem deinen. Es ist nicht zwingend notwendig aber ich kann mir vorstellen dass du dort schnell vorankommen wirst. Dann fällt mir noch ein die innere Unruhe zu bekämpfen. Beispielsweise durch Meditation, Entspannung nach Jakobsen, Progressive Muskelentspannung, Pranayama (Atemübungen) und leichten Sport. Merk dir diese Stichworte alle mal und google später danach, oke? Dann fällt mir noch ein dass du einen starken Vitalstoffmangel haben könntest. Achte die nächste Zeit also besonders auf deine Ernährung und einer ausgewogenen Verteilung aller wichtigen Stoffe/Vitamine/Minerale. Dann könnte es noch sein dass du eine "Winterdepression" hast. Da helfen sogenannte Tageslichtlampen, welche einem Licht im "originalem Frequenzspektrum" nachempfunden ist. Also der Sonne. Daher wird durch das "sonnen" unter einer solchen Lampe auch die Vitamin D Produktion angeregt, die gegen diese Art von Depression hilft. Die Sonne ist natürlich viel effektiver, aber die kann man eben net immer haben während dieser Winterzeit, ;)

Vielleicht hast du aber auch nur noch jede Menge "Demotivation" "Undiszipliniertheit" und "innere Verletzlichkeit" aus früheren, unglücklicheren Tagen mitgenommen und bist sie noch nicht ganz losgeworden? Da würde auch nur der Therapeut helfen können. Oder eben intensives meditieren. Das hab ich lange Zeit gemacht und es hilft wirklich beinah gegen alles. Wer selbst schon mal längere Zeit meditiert hat, wird wissen was ich meine. Meditieren macht aus den Menschen, eine bessere, stabilere Version ihrer selbst.

Grüße
 
G

Gast

Gast
Hallo, hab das Gefühl das du noch kein wirkliches Ziel hast und noch wirklich Erwachsen geworden bist.
Als Kind ist ja alles toll, keine Verantwortung, da ist jemand der mir sagt wo langgeht, geht was schief, ziehen meist die Eltern den Karren aus dem Dreck.
Die wenigsten lernen im Elternhaus Verantwortung zu übernehmen, das Fehler machen Konsequenzen hat, die man tragen muß wenn an volljährig ist....
Dann für sich und sein tun " selbst " geradestehen muß.
Können wir das nicht werden immer unzufriedener mit der Gesamtsituation , fühlen uns ohnmächtig , weil wir unser Leben nicht selbst in die Hand zu nehmen.
Das bedeutet für mich du bist noch auf dem Weg, und möchtest diesen Weg noch für dich auskosten.
Um dein Handeln aber wirklich zu verändern, ist es zielführender zu sagen:
Ich bin schon erwachsen!
Das die Welt heutzutage mehr Angst macht, weil sie unübersichtlicher ist, sollte dich nicht abschrecken.
Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft, ihren Job zu verlieren, keinen Job zu bekommen, vor Veränderungen, vor dem Ungewissen-
Reizüberflutung führt kurzfristig zu Streß, Hektik, aggressives Verhalten und schneller Erschöpfung.
Die innere Übereinstimmung mit dem, was wir tun, ist uns verloren gegangen.
Meine Gefühle, Gedanken wahrzunehmen und meine Realität selbst zu gestalten, ist ein erster Schritt!
Was ist meine Aufgabe/Berufung hier in dieser Welt?
Welche Werte sind mir wichtig? Welchen Sinn hat mein Leben? wollen beantwortet werden.
 

humptydumpty

Mitglied
Wie die anderen schon sagten teilweise. Eine Psychotherapeut ist eine gute Wahl bei Fällen wie dem deinen. Es ist nicht zwingend notwendig aber ich kann mir vorstellen dass du dort schnell vorankommen wirst. Dann fällt mir noch ein die innere Unruhe zu bekämpfen. Beispielsweise durch Meditation, Entspannung nach Jakobsen, Progressive Muskelentspannung, Pranayama (Atemübungen) und leichten Sport. Merk dir diese Stichworte alle mal und google später danach, oke? Dann fällt mir noch ein dass du einen starken Vitalstoffmangel haben könntest. Achte die nächste Zeit also besonders auf deine Ernährung und einer ausgewogenen Verteilung aller wichtigen Stoffe/Vitamine/Minerale. Dann könnte es noch sein dass du eine "Winterdepression" hast. Da helfen sogenannte Tageslichtlampen, welche einem Licht im "originalem Frequenzspektrum" nachempfunden ist. Also der Sonne. Daher wird durch das "sonnen" unter einer solchen Lampe auch die Vitamin D Produktion angeregt, die gegen diese Art von Depression hilft. Die Sonne ist natürlich viel effektiver, aber die kann man eben net immer haben während dieser Winterzeit, ;)
danke für deine vielen tipps! den nährstoffmangel kann ich ausschließen, aber sonst werd ich mir das alles zu herzen nehmen und mich mal ein bisschen über solche methoden informieren. Danke!
Vielleicht hast du aber auch nur noch jede Menge "Demotivation" "Undiszipliniertheit" und "innere Verletzlichkeit" aus früheren, unglücklicheren Tagen mitgenommen und bist sie noch nicht ganz losgeworden? Da würde auch nur der Therapeut helfen können.
da ist bestimmt was wahres dran. ich habe in letzter zeit viel reflektiert, und versucht, unbewusste verhaltensmuster meinerseits aufzudecken. mir ist da sehr stark aufgefallen, dass ich dazu neige, negative dinge (aussagen von anderen, erfahrungen, was auch immer) abzuspeichern. die brennen sich richtig in mein gedächtnis, und in dunklen phasen hol ich die immer wieder hervor, steigere mich da richtig hinein, bis ich mich vollkommen wertlos fühle und sogar selbstmordgedanken habe. die positiven sachen, die mir passieren oder gesagt werden, vergesse ich hingegen sofort oder nehme sie gar nicht erst an. als wäre mein hirn auf "negativ" programmiert.
 

humptydumpty

Mitglied
Hallo, hab das Gefühl das du noch kein wirkliches Ziel hast und noch wirklich Erwachsen geworden bist. Als Kind ist ja alles toll, keine Verantwortung, da ist jemand der mir sagt wo langgeht, geht was schief, ziehen meist die Eltern den Karren aus dem Dreck.Die wenigsten lernen im Elternhaus Verantwortung zu übernehmen, das Fehler machen Konsequenzen hat, die man tragen muß wenn an volljährig ist....Dann für sich und sein tun " selbst " geradestehen muß. Können wir das nicht werden immer unzufriedener mit der Gesamtsituation , fühlen uns ohnmächtig , weil wir unser Leben nicht selbst in die Hand zu nehmen.Das bedeutet für mich du bist noch auf dem Weg, und möchtest diesen Weg noch für dich auskosten. Um dein Handeln aber wirklich zu verändern, ist es zielführender zu sagen:Ich bin schon erwachsen!Das die Welt heutzutage mehr Angst macht, weil sie unübersichtlicher ist, sollte dich nicht abschrecken.Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft, ihren Job zu verlieren, keinen Job zu bekommen, vor Veränderungen, vor dem Ungewissen-Reizüberflutung führt kurzfristig zu Streß, Hektik, aggressives Verhalten und schneller Erschöpfung.Die innere Übereinstimmung mit dem, was wir tun, ist uns verloren gegangen. Meine Gefühle, Gedanken wahrzunehmen und meine Realität selbst zu gestalten, ist ein erster Schritt!Was ist meine Aufgabe/Berufung hier in dieser Welt? Welche Werte sind mir wichtig? Welchen Sinn hat mein Leben? wollen beantwortet werden.
Danke für deine antwort!
ich muss dir aber widersprechen. ich habe schon sehr lange ein konkretes ziel vor augen, woraus ich auch immer wieder kraft schöpfe. mit meinem studium mache ich genau das, was ich liebe und was mich hoffentlich irgendwann genau dort hin bringt, wo ich hin will. angst vor der zukunft habe ich also eher nicht. wovor ich allerdings angst habe, ist mein leben zu vergeuden. das heißt, wenn ich merke, dass ich in alltagsarbeit ersticke oder meine wochenenden nicht für etwas "aufregendes" oder "außergewöhnliches" nutze, habe ich das gefühl, mein leben zieht an mir vorbei und in lähmender routine festzustecken.

Ich würde mich auch als ziemlich erwachsen bezeichnen. mir wurde schon seit meiner frühen jugend oft gesagt, dass ich gleichaltrigen um einiges voraus bin, und mich deswegen mit leuten, die ein paar jahre älter als ich sind, viel besser verstehe. ich übernehme verantwortung für mein leben, finanzielle unterstützung von meinen eltern (was ja als studentin leider manchmal unumgänglich ist) ist mir unangenehm. das einzig kindliche an mir ist wohl, dass ich mit kritik schlecht umgehen kann. ich glaube aber, dass das eher an meiner psychischen konstitution als an meiner reife liegt.

bezüglich reizüberflutung gebe ich dir vollkommen recht. die macht mir oft genug zu schaffen, und ich verspüre immer häufiger den drang, mein handy aus dem fenster zu werfen und das internet auszumachen. ich schätze aber mal, da geht es vielen heute so :)

LG
 

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