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Was soll ich über meine Schwester noch denken?

Und gleich noch ein paar Fragen mehr 😉

Ist deine Schwester vielleicht die Lieblingstochter deiner Mutter? Und eventuell auch die deines Vaters? Wie wichtig ist für deine Eltern Leistung und "Perfektion"? Haben deine Eltern generell Verständnis für Probleme und Schwächen?
 
Hallo,
Nein du erschlägst mich gar nicht mit deinen fragen🙂
Ich hab mich auch schon gefragt ob meine Schwester depressiv sein könnte. Aber kann man sich als depressiver so gut verstellen, dass man plötzlich wieder wie die perfekte Tochter wirkt?
Meine Eltern legen eigentlich keinen übersteigerten Wert auf Leistung oder gar Perfektion. Meine schwester macht sich den Druck ganz allein. Selbst meine Mutter sagt manchmal dass es gut wär wenn meine Schwester auch mal lockerer wäre, sich selbst zuliebe. Sie ist auch nicht zur lieblingstochter geworden deshalb zumindest kommt es mir nicht so vor.
Meine Schwester ist schon 5 Jahre mit ihrem Freund zusammen und der Kerl ist echt in Ordnung. Er würde alles für sie tun und wenn Einer dominant ist wär's in jedem fall meine Schwester und nicht er.
Unsere andere Schwester ist vor 7 Jahren verunglückt. Es war ein harter Schlag für uns alle und es hat die ganze Familie verändert. Ich bin eine Weile später für 2 Jahre ins Ausland gegangen was mir wirklich sehr geholfen hat. Meine Schwester hat dass nicht gemacht. Ich hab auch viel mit meinen Freunden geredet aber meine Schwester hat eben keine Freunde. Ich hab auch viel mit meiner Schwester geredet. Leider können in der Familie nur noch meine Schwester und ich über unsere Schwester reden weil meine Mutter darüber nicht mehr reden will, zu hart für sie. Für mich und meine Schwester ist dass zeitweise echt schwer und unverständlich. Leider redet meine Schwester mit mir jetzt auch nicht mehr mit mir darüber. Deshalb weiß ich nicht wie sie zur zeit damit umgeht.
Eigentlich dachte ich ich hätte ihr immer zugehört aber irgendwie scheint sie mir ja nicht mehr zu Vertrauen. :-( also hab ich wohl was falsch gemacht....
 
Hallo Gast,
wer so richtig depressiv ist, aber noch vor dem Zusammenbruch steht, der reißt sich fast übermenschlich zusammen. Normalerweise kriegt die Umwelt das jahrelang nicht mit, dass derjenige depressiv ist. Er reißt sich vor anderen so zusammen, bis er irgendwann gar nicht mehr kann und dann zusammenbricht.
Der "klassische" Leidensweg einer major depression verläuft so: Das Kind ist sehr sensibel und anfällig für Depressionen. Es wächst in einer Familie auf, in der seine normalen kindlichen Bedürfnisse nicht oder nur eingeschränkt erfüllt werden (z. B. es darf nicht anlehnungsbedürftig und schwach sein, es bekommt zu wenig Liebe und Zärtlichkeit, muss schnell selbstständig werden, Tränen oder Wut sind nicht erlaubt etc.) Jemand von den Eltern oder beide sind von irgendwas chronisch überfordert, das Kind kriegt mit, dass es den Eltern eigentlich zu viel ist. Daher versucht es, ganz lieb und brav zu sein u. alles zu tun, damit die Eltern mit ihm zufrieden sind. Wenn es besonders viel leistet, wird es gelobt, ansonsten wird es übersehen. Also leistet es mehr, um zumindest mehr Aufmerksamkeit und Lob zu bekommen - was natürlich keine Liebe ist, aber wenigstens irgendwas. Das Kind zeigt niemandem oder kaum jemandem mehr, wie es sich wirklich fühlt, traurig, schwach, minderwertig. Das darf auf gar keinen Fall sein, denn es hat Angst vor Kritik und Ablehnung. Das einzige, was so ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener kennt, ist eben, dass Leistung und Perfektion belohnt werden. Also macht es mit dem überzogenen Leistungsstreben weiter, wird aber immer schwächer, also trauriger und antriebsloser, weil es eh nie bekommt, was es sich wünscht: echte Liebe, also Annahme als diejenige, die sie wirklich ist, mit allen Schwächen. Dieses Denken: Ich bin nur "gut genug", wenn ich perfekt bin, ist sowas wie eine Gehirnwäsche. Deswegen kommen die Leute, die mittendrin stecken, auch nie auf die Idee, dass sie anderen erzählen könnten, wie es ihnen wirklich geht oder dass sie ihre Anforderungen an sich selbst zurückschrauben könnten. Der Teufelskreis ist perfekt, diese Leute vereinsamen immer mehr, haben immer weniger Energie, und je weniger Energie sie haben, je depressiver sie werden, desto minderwertiger und unliebenswerter fühlen sie sich. Also muss die Mauer zwischen ihnen und dem Rest der Welt erstrecht stehen bleiben. Meist endet dieser Teufelskreis erst mit einem Zusammenbruch, also ganz schwerer Depression, bei der man nicht mal mehr aufstehen kann, oder es stellen sich andere schwere Symptome ein.
Einiges von dem, was du über deine Schwester schreibst, passt zu diesem Krankheitsbild: Sie wirkt über lange Zeit sehr niedergeschlagen, hat keine Freundinnen, bemüht sich um Perfektion, ist extrem leistungsorientiert, erzählt nie wirklich, wie es ihr geht, gibt widersprüchliche Signale. Viele Depressive pflegen eine Kommunikation des Widerspruchs: "Komm her - bleib weg". Denn wenn sie dir erzählen würde, wie schlecht es ihr wirklich geht, könntest du dich von ihr abwenden - glaubt sie.
Aber du schreibst auch, dass deine Eltern eigentlich nicht so auf Perfektion und Leistung aus ist. War das immer schon so?
Dass niemand außer dir bemerkt, dass es deiner Schwester schlecht geht, spricht nicht gerade dafür, dass es in der Familie wirklich warm und herzlich zugeht und dass es zumindest bis in die frühe Jugend klar war, dass man mit seinen Problemen zu deinen Eltern kommen konnte. Ich finde es übrigens echt toll, dass du dich so bemühst zu verstehen, was mit deiner Schwester eigentlich los ist! Du lässt nicht locker, obwohl sie sich dir gegenüber so seltsam verhält. Finde ich echt schön von dir. 🙂
Deine Eltern müssten doch gemerkt haben, dass deine Schwester nie auf den Putz gehauen hat. Oder dass sie keine Freundinnen hat! War das auch schon immer so?
Sie war 16, als eure kleine Schwester ums Leben kam, vielleicht hat sie sich deshalb nicht getraut, mal Ärger zu machen. Weil eure Eltern eh schon total fertig waren. War deine Schwester vor dem Tod eurer kleinen Schwester auch so kontrolliert und leistungsorientiert? Hat sie viel um ihre kleine Schwester geweint? Könnte es sein, dass sie zu wenig geweint hat und ihren Schmerz vielleicht mit Leistung betäubt?
Vielleicht ist das auch mit ein Grund, weshalb sie eure Mutter schont und ihr die problemlose Tochter vorspielt. Zu dir hatte sie ja lange Zeit eine gute Beziehung, d. h. dir hat sie vermutlich einige ihrer Probleme anvertraut. Habt ihr auch öfter darüber gesprochen, wieso sie keine Freundinnen hat?

Vielleicht spielen in ihrem Verhalten dir gegenüber auch noch ganz andere Dinge eine Rolle. Du bist die ältere Schwester, vermutlich hat sie dich immer bewundert - zumindest teilweise. Du hattest Freundinnen und hast dich ins Ausland getraut, sie nicht. Vermutlich bist du deutlich selbstsicherer als sie, oder? Und fröhlicher sowieso. Vielleicht hat sie dir gegenüber Minderwertigkeitsgefühle, von denen sie dir nie erzählt hat. (Ich hab mal eine junge Frau kennengelernt, die hatte eine absolut toughe Fassade, hat jahrelang in ihrer Szene die Harte gespielt. Bis sie dann in die psychosomatische Klinik kam...) Und vielleicht sieht sich deine Schwester - auch, aber nicht nur - in der Rivalität zu dir? Evtl. ist das einer der Gründe, weshalb sie so leistungsorientiert ist - sie will wenigstens etwas sein und haben, was du nicht hast oder kannst. Und fängt dann an, mit ihrem Uni-Wissen anzugeben ...
Auf der anderen Seite war es wohl eine Katastrophe für sie, als du ihr mitgeteilt hast, dass ihr wegzieht. Und deine Schwangerschaft könnte für sie noch etwas sein, was dich von ihr trennt - vermutlich hat sie Angst, dass sie dann völlig abgemeldet ist, wenn dein Kind da ist.

Ob du irgendwas falsch gemacht hast - keine Ahnung. Aus dem, was du geschrieben hast, kann ich nichts dergleichen erkennen.

Als sie auf dich losgegangen ist, ging es da nur darum, dass sie Angst hatte, dass du sie anlügst und sie in Wirklichkeit gar nicht einladen willst? Oder kamen auch andere Dinge zur Sprache?

Macht das irgendwie Sinn, was ich geschrieben hab?
 
Sie ist noch mit ihrem Freund zusammen, habt ihr nicht mal versucht bei ihm nachzuhaken und nach dem Grund zu fragen? Wenn dich das so belastet und du nicht an sie rankommst, hilft nur beim Freund zu Fragen und die Sorgen dort gut begründen. Wieso sollte er dir dabei nicht helfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr Freund da keinen Einblick hat! Ich hätte es versucht, auch wenn du deine Schwester dabei übergehst..

Grüße
 
Liebe Kaela,
Vielen dank für deine ausführliche Antwort. Ja, und es macht Sinn was du geschrieben hast. Du hast mir damit sehr geholfen. Vieles könnte tatsächlich auf meine Schwester zutreffen.
Ja, und du hast recht, in meiner Familie geht es derzeit tatsächlich nicht sehr warmherzig zu. Über Probleme oder gar Gefühle wird in meiner Familie nicht gesprochen. Dass war aber nicht immer so, es hat sich erst im laufe der Jahre so entwickelt, zumindest glaube ich dass.
Unsere Eltern waren eigentlich noch nie auf Leistung oder Perfektion aus. Natürlich haben sie darauf geachtet, dass wir in der Schule einigermaßen klarkommen aber nicht mehr als andere Eltern auch.
Meine Schwester war eigentlich schon immer so ehrgeizig. Dass hat schon in der 1. klasse angefangen bei ihr. Während meine Mutter dauernd aufpassen musste dass meine Anderen Geschwister oder ich überhaupt Hausaufgaben machen irgendwann musste sie zu meiner Schwester oft sagen dass sie doch mal raus zum spielen soll. Meine Schwester hat auch schon in der Kindheit nie widersprochen, sie war immer die mit Abstand brävste von uns allen und hat uns sogar oft noch verpetzt.
Ja, und meine Schwester hat sehr viel um unsere andere Schwester geweint. In der zeit und durch diesen Unfall sind wir uns eigentlich noch viel näher gekommen weil wir irgendwie zusammen durch diesen Albtraum gegangen sind. Meine Eltern haben sich danach in ihre Arbeit gestürzt und so ist es bis heute geblieben.
Leider ist es tatsächlich so dass man als Kind von meinen Eltern meinen könnte dass sie sich kaum für dich interessieren. Man kann mit ihnen beim Abendessen sitzen und meinen die Welt geht unter und sie merken es nicht mal.
Man kann ihnen auch sagen dass man eine wichtige Prüfung gut bestanden hat, und viel mehr als toll, schön kommt da nicht.
Meine Eltern haben mich in der Hinsicht wirklich oft enttäuscht. Seitdem ich in dieser Hinsicht einfach gar nichts mehr erwart geht's mir viel besser. Vielleicht ist meine Schwester nie darauf gekommen und wird immer noch oft enttäuscht. Allerdings war sie schon immer so ehrgeizig und meine Eltern waren früher nicht so. Es ist irgendwie so dass meine Schwester wirklich extrem unserer Mutter nacheifert. Sie studiert das gleiche, achtet genau wie meine Mutter voll auf ihre Figur und die Klamotten.
Wir haben bis sie so komisch wurde viel zusammen geredet, auch manchmal darüber dass sie keine Freundinnen hatte. Sie sagte immer dass sie selber nicht weiß wieso. Ich könnte mir vorstellen dass sie für ihr alter einfach zu ehrgeizig und ernst und brav ist.
Ja, und es stimmt ich bin wirklich fröhlicher als sie.
Eigentlich kann ich mir absolut nicht vorstellen dass sie mich bewundert oder sogar konkurrenzdenken da ist. Auf den ersten Blick bin ich viel fehlerhafter als sie, sie hat mich was die Schule betrifft überholt etc. Allerdings hat mein Mann vor kurzem dass gleiche gesagt. Woher kommt sowas?
Bei dem Streit ging's nur darum. Mein Bruder sagte danach auch dass sie wohl Angst hatte dass ich nicht will dass sie kommt weil sie sonst nix hat. Aber woher kommt plötzlich so eine Angst?
Es war für sie wohl tatsächlich ein Schock dass wir weggezogen sind aber wenn sie noch normal wäre könnten wir jeden Tag telefonieren und sie könnte viel öfter hierherkommen. Durch ihr verhalten haben wir jetzt geradetatsächlivh keinen Kontakt mehr. Eigentlich liebt sie auch Kinder, deshalb kann Inch es einfach nicht mehr nachvollziehen.
Und irgendwie sollte sie doch auch wissen dass sie bei mir nicht perfekt sein muss, sie weiß nämlich ganz genau dass ich selbst auch alles andere als perfekt bin. Wie eben fast alle Menschen.
Oje, wieder sehr viel geschrieben:-0 aber ich mach mir echt langsam sorgen und in meiner Familie ist jeder nur mit sich selbst beschäftigt. Irgendwie hab ich mich bisher nicht getraut mit ihrem Freund zu reden . Ich könnte mir vorstellen dass sie endgültig ausrastet wenn sie dass mitkriegen würde.
 
Lieber Gast,

ich schreib dir in den nächsten Tagen eine "richtige" Antwort auf deinen Beitrag.

Ich würde mich nicht an ihren Freund wenden und sie übergehen. Das wäre wieder ein Schlag für sie. Ich würde folgendes vorschlagen - vielleicht gefällt dir die Idee: Der schweizer Psychotherapeut Josef Giger-Bütler hat mehrere Bücher über Depression geschrieben. Er hatte in seiner Praxis sehr oft depressive Leute und hat die klassische Depression (es gibt auch andere Formen und Ursachen) nicht nur therapiert, sondern auch genauer erforscht. Daher weiß er m. E. besser Bescheid über die Ursachen als andere Therapeuten. In dem Buch "Sie haben es doch gut gemeint. Depression und Familie" geht es um die Ursachen der major depression, u. a. beschreibt er mehrere psychosoziale Familienkonstellationen, die Kinder depressiv machen können. Es ist leicht zu lesen und der Autor ist sehr einfühlsam. Das, was ich dir geschrieben hab, hab ich aus diesem Buch. Wenn es dir nicht zu teuer ist, dann könntest du es ihr schicken, mit ein paar Zeilen. Dann merkt sie, dass du ihr „Spiel“ durchschaut hast und dass es keinen Sinn macht, noch weiter zu leugnen, dass es ihr schlecht geht. Und dass sie wegen ihrer Depressionen kein wertloser Mensch ist (was sie dir im Stillen vermutlich erstmal nicht glauben wird).

Und dass du dich freuen würdest, wenn sie anrufen und ihr darüber reden könntet.
 
Hoffentlich glaubst du jetzt nicht, dass ich mit dem Buch irgendwie Geld verdiene! Ich hab nichts damit zu tun; du könntest dir das Buch natürlich auch ausleihen u. die wichtigsten Kapitel für deine Schwester kopieren. 😉
 
Liebe Kaela,
Nein ich hab jetzt nicht geglaubt dass du mit dem Buch geld Verdienst🙂
Vielen dank für den Tipp, ich werd mir das Buch auf jeden fall holen. Solche Themen interessieren mich generell sehr.
Ob ich es am Ende meiner Schwester Schick oder es einfach selbst behalt weiß ich jetzt noch nicht. Ich bin gerade hin und hergerissen ob es meiner Schwester wirklich so schlecht geht oder ob sie sich nicht doch auf einem persönlichen Rachefeldzug mir gegenüber
Befindet. Sie verhält sich gegenüber dem Rest meiner Familie ja praktisch normal, auf ihre "perfekte" Art eben.
Und dieses komische verhalten fing ungefähr zu der zeit an, als ich angefangen hab mir ein neues leben aufzubauen. Vielleicht ist es tatsächlich einfach nur Neid weil sie einfach nicht locker sein und auch mal lachen kann. Vielleicht legt sie mir gegenüber seit neuestem auch einfach nur konkurrenzdenken an den Tag weil sie ja immer perfekt und die beste sein will. Vielleicht war ich einfach nur blind und doof.
Mein Mann hat mir schon prophezeit dass das nächste Drama mit meiner Schwester beginnen wird wenn sie erfährt dass ich schwanger bin. Und genau dass passiert jetzt wohl wieder. Ich hab ihr sogar nochmal geschrieben ob alles in Ordnung ist und sie hält's nicht mal für nötig zu Antworten.
Ich weiß auch nicht im Moment bin ich einfach sauer. Vielleicht nehm ich zu meiner Schwester jetzt erstmal einen großen Abstand um meiner Nerven Willen🙂
Aber das Buch hol ich mir trotzdem.
 
Nein. Ihre Reaktionen deuten ganz klar auf eine Depression hin. Wenn sie mit deiner Familie ganz normal umgeht, also du kein Unterschied zu früher siehst. Dann liegt das Problem ganz sicher bei euch beiden.

Es kommt nicht selten vor, dass sich Schwestern, den Ehemann der Schwester auswählen. Kann es vielleicht daran liegen? Solche Dramen sind keine Seltenheit. 😀 Nach dem Muster war es leider meine erste Vermutung, nachdem ich Eingangs dein Text gelesen habe.
 
Lieber Gast,

das eine schließt das andere nicht aus. Sie kann eine Depression haben und gleichzeitig neidisch auf dich sein bzw. hin- und hergerissen. Wenn jemand wirklich ausgeglichen ist, wenn es jemandem wirklich gut geht, dann hat er es nicht nötig, neidisch zu sein und sich anderen gegenüber kalt oder widersprüchlich zu verhalten.

Und zu den anderen in der Familie hat sie anscheinend nie so enge Kontakte gehabt wie zu dir. Offenbar zieht sie dort wie schon lange ihre Show ab ("mir gehts glänzend").

Vielleicht lässt es sie ja nachdenken, wenn du erstmal auf Abstand gehst.

Zur Entstehung des Perfektionsstrebens: Evtl. ist das Muster nonverbal entstanden; deine Schwester hat einfach mitgekriegt, was deiner Mutter wichtig ist (Figur, Klamotten, Studium) und versucht, ihr auf diese Weise näher zu kommen.

Es ist schon traurig, wie du deine Familie beschreibst - dass ihr Kinder für die Eltern einfach nicht wirklich interessant ward.
Darf ich fragen, wieso du deinen Vater noch nicht explizit erwähnt hast?
 

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