Du überlässt ihm aber doch die Entscheidung. Statt zu erkennen, dass er eine solche noch gar nicht alleine für sich treffen kann, sondern er euch Erwachsenen dafür braucht, um eine für ihn gute und richtige Regelung zu finden.
Wobei du ja außerdem noch nicht mal weißt, sondern lediglich mutmaßt, was er denn eigentlich wirklich gerade selber will.
Jetzt mal im Ernst - empfindest du das als die richtige Handlungsweise eines verantwortungsvollen Vaters?
In meinen Augen lässt du dein Kind vielmehr im Stich, wenn du dich jetzt allein aufgrund der vagen Vermutung zurückziehst, dass für ihn wohl alles prima ist und er dich nicht mehr braucht.
Aus psychologischer Sicht wird die Beziehung von Kindern zu ihren leiblichen Eltern für essenziell wichtig gehalten. Es ist vorrangiges Ziel, diese Beziehung auch nach einer Trennung der Eltern zu ermöglichen, aufrecht zu erhalten und zu fördern, wie es nur geht. Um so mehr, wenn die Eltern gleichzeitig, so wie in deinem Fall, die nächsten Bezugspersonen des Kindes sind und bereits von Geburt an eine enge Bindung zu ihnen besteht.
Unabhängig davon kann eine Patchworkfamilie auch gut funktionieren, bereichernd sein usw.. Aber sie kann nicht ein Elternteil ersetzen.