In unserer 11 jährigen Beziehung (wir waren nicht verheiratet), war es nicht so. Ich bin seit Ihrem heimlichen Abgang ein völlig anderer Mensch. Traurig/depressiv/kaum Selbstwertgefühl. Ich verstehe, dass ein normaler Mensch sicherlich Schwierigkeiten hat, mich nachzuvollziehen. Ich denke so oft, wie es passieren konnte, dass es mir so geht. Es ist nicht direkt Selbstmitleid, denn ich versuche sehr viel um diese Depression wieder weg zu bekommen.
Du brauchst dich doch nicht immer wieder zu rechtfertigen dafür. Ich finde es ziemlich verständlich, dass du in so eine Krise gerutscht bist und psychisch völlig down warst. Dafür kannst du ja nichts, und vielen anderen wäre es möglicherweise ähnlich gegangen in so einer Situation.
Und außerdem ist es nun sowieso, wie es ist. Es nützt dir nichts, dich damit gedanklich immer wieder zu beschäftigen, damit zu hadern... damit verschwendest du nur deine Zeit. Du investiert deine Energie viel besser, indem du dich anstrengst, zukünftig solche Fehler zu vermeiden. Und da sehe ich dich aktuell eigentlich auf einem sehr guten Weg. 👍
Falls doch irgendwann noch einmal so ein Einbruch kommen sollte: Es wäre gut, wenn dann eine klare Kommunikation deinem Kind gegenüber stattfinden würde: "Papa denkt an dich, er wäre gerne bei dir, im Moment geht es ihm nur leider nicht gut, deshalb kann er sich gerade nicht oft melden oder zu Besuch kommen, er setzt aber alles daran, möglichst bald wieder gesund zu werden, damit es bald wieder viel mehr Kontakt geben kann."
Und so weit wie möglich solltest du natürlich auch in so einer Phase mit entsprechender Unterstützung des Klinikpersonals die Verbindung zu deinem Sohn aufrecht erhalten, zum Beispiel durch Telefonate und/oder Briefe.
Aber ich hoffe, das ist und bleibt Vergangenheit, und es geht jetzt stetig aufwärts bei dir! 🍀