Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was sind Safe Space und Angsträume für euch? Triggerwarnung

Ich habe zwar keine Ängste, aber ich mag es absolut nicht, wenn zuviele Menschen um mich herum sind und es hektisch und unübersichtlich ist. Das überfordert mich und sorgt für einen Overload und schlimmstenfalls sogar für einen Meltdown. Orte wie große Einkaufscenter oder Bahnhöfe, volle Züge/Busse, Jahrmärkte zur Hauptbesuchszeit und ähnliches meide ich deswegen auch.

Meine Safespaces sind unsere Wohnung und unser Garten, aber auch die Natur und der Strand, bzw. das Watt (zumindest, wenn da nicht zuviele Menschen sind; Strand während der Touristenhauptzeit geht z.B. gar nicht). Besonders in unserer Wohnung und unserem Garten fühle ich mich total sicher und geborgen. Das ist mein absoluter Safespace. Da kann ich so sein, wie ich bin und muss mich weder anpassen noch verstellen. Da kann ich tun und lassen, was ich will und wann ich will. Da kann ich einfach ich sein und niemand sagt mir, dass ich mich anstellen würde, ich komisch sei oder so.
 
Mein sicherster Raum ist mein Zuhause, ansonsten fühle ich mich auch sehr sicher, wenn ich in der Stadt spazieren gehe, irgendwo im öffentlichen Raum bin, ein wenig untergehe, zwischen all den anderen Menschen und der Umgebung. Sicher fühle ich mich auch im Wasser, meistens zumindest, ich schwimme gerne in Seen. Aber ob ich mich am Strand sicher und wohl fühle, hat viel mit den anderen Menschen um mich herum zu tun. Angst vor Ansteckung habe ich am See keine, höchstens die Sorge, in irgendwas schmerzhaftes zu treten oder so. Passiert mir aber nicht oft.

Ein unsicherer Ort ist für mich zB die Ubahn, da bin ich oft angespannt. Bahn fahren hingegen mag ich, da fühle ich mich meistens entspannt. Auf eine andere Art unsicher fühlt sich auch mein Fitnessstudio für mich an, dort fühle ich mich (noch?) sehr gestresst und unsicher.

Und ja, ich kenne es auch, dass sich verschiedene Orte zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich anfühlen können. Auch mein Zuhause kann zB ein unsicherer Ort sein, wenn ich gerade große Probleme mit dem alleine sein habe. Dann fühlt es sich eher wie ein Gefängnis an, beklemmend und eng.
 
Hi @_Phoenix2_, hm, also erstmal aufgrund komplexem Trauma gibt es eigentlich keine Sicherheit für mich. Ich hab aber ein Stück Sicherheit weil Geborgenheit und Zuhause bei meinem Partner gefunden, also die Partnerschaft.
Dann, weil mein Zuhause bedroht war, real und psychisch oder 1 von dem, ist für mich mein Zuhause, meine 4 Wände eine Burg, in der ich meine Sicherheit gewährleisten muss. Wenn ein Mensch in meienr Wohnung etwas tut oder sagt, wodurch ich mich nicht mehr sicher fühle, tu ich alles, dass dieser Mensch meinen Schutzraum Wohnung nie mehr betritt.
Eine gewisse Sicherheit vielleicht, aber eher ein Fluchtraum ist der Schlaf. Und komischerweise ist es dabei auch egal, ob ich Albträume habe. Nur wenn ich aus den ganz harten Albträumen aufwache, dann fühlt es sich manchmal sehr ungut an.
Deswegen ist mein Schlaflager (hab kein Bett, schlafe auf Matratze auf dem Boden, eine Art Schutzort. Besonders das auf dem Boden liegen gibt mir auch ein Gefühl von Sicherheit.
.
Eine Zeit lang, als ich wiederholt teilstsationär oder stationär in Therapie war, war das für ich auch ein Schutzraum. Vor allem da ich da immer mit Problemen zu jemandem gehen konnte, konnte ich dort zwischenmenschliches wagen, was ich ohne Rückendeckung im Alltag nicht kann, weil zu unsicher.
 
Für mich ist mein Zuhause auch der sicherste, geborgenste Ort und ich schätze das Privileg es zu haben so sehr, weil ich viele Jahre lang erlebt habe, wie es ist, wenn man keines hat.

Zuhause ist vor allem der Hühnerstall der Ort, an dem ich mich besonders sicher fühle - was die meisten Menschen nicht verstehen. Es ist vor allem in der warmen Jahreszeit ziemlich stickig, riecht nach einer Mischung aus Holz, Heu und Hühnerkacke, dazu ist es mit all dem Federvieh ziemlich wuselig. Aber ich mache die Tür zu und lasse für eine Weile den Alltag mit allen Problemen und Struggels draußen. Ich bin unter so vielen kleinen(tierischen) Persönlichkeiten und deswegen nicht einsam, aber doch für mich und ohne andere Menschen.
Neben dem Hühnerstall aber auch die Küche, in der sich ein großer Teil unseres Familienlebens abspielt, der Garten, mein Bett, die Badewanne (- sofern ich sie für mich alleine habe).

An der Nordsee fühle ich mich auch sehr sicher. Da, wo ich oft bin, sind kaum andere Menschen und es gibt für mich wenig Beruhigenderes als auf's Meer zu schauen und alles, was es uns bringt, die salzige Luft, das Tosen der Wellen, die Farben, das Glitzern, in mir aufzunehmen.

Oh, und im Auto auf langen Fahrten fühle ich mich auch sehr sicher (- als Beifahrerin). Während mich kurze Strecken und vor allem Stadtverkehr total stressen und ich das gar nicht mag, liebe ich längere Roadtrips. Wir haben einen großen Bus, der mir vor allem nachts und auf leeren Autobahnen oder Landstraßen vorkommt wie ein Schiff, das uns sicher durch die Welt bringt. Es gibt Musik oder Podcasts oder Hörbücher, manchmal eines davon für alle zusammen oder jeder hört mit Kopfhörern, was er (sie) mag, wir haben viel Essen und Snacks und Kaffee und Tee und Kakao dabei und Kissen und die Katze. Dazu Schlafanzughosen oder andere kuschelige Sachen an. Es ist einfach die Definition von Gemütlichkeit und ich habe das (subjektive) Gefühl, dass uns nichts passieren kann.

Bücher sind für mich auch wichtige Safe Spaces, wenn ich mich richtig in einer Geschichte verlieren und stark damit identifizieren kann.

Angsträume sind für mich vor allem Orte, die mich auf Grund ihrer (- oft auch nur situativen) Gegebenheiten an schlechte Erfahrungen erinnern. Kellerräumlichkeiten finde ich unter bestimmten Umständen schwierig, generell kleine, dunkle, fensterlose Räume, in denen sich viele Menschen aufhalten. Krankenhäuser, Schulen, Ämter und andere behördliche Einrichtungen auch, weil ich sie mit einem Gefühl von Ausgeliefertsein verbinde.
 
Ich weiß jetzt nicht,ob ich das richtig verstanden habe,wie du die Wörter nutzt.

Safe Space : wo ich mich wohl und sicher fühle?
Zu Hause
Am Meer
In der Natur ( meist zumindest...wenn es nicht zu einsam ist und ggfs dunkel)
Bei Freunden

Angsträume : wo ich mich unsicher fühle?
Überfüllte Straßenbahnen,U Bahn oder Bus
Menschenmengen allgemein

Genau so, wie du es verstanden hast, nutze ich sie in diesem Thread. Mir ist aufgefallen, dass das Wort „Safe Space“ mehr deutig sein kann. Das Wort „sicherer Ort“ kann das aber auch. Wie soll man es also nennen?

Überfüllte Straßenbahnen und U-Bahnen hasse ich auch.

Ich mag auch auch das Meer und bei Freunden. Die Natur? Kommt darauf an. Wenn es zu einsam ist, im Wald, fürchte ich unter anderem Wildschweine.

Eigentlich aber mag ich die Natur.
 
Angstträume habe ich keine Safe Space:
Zuhause
Bei Menschen, bei denen ich mich wohl fühle
Bett ( bester Rückzugsort)
Natur

Wo ich mich unwohl und erdrückt fühle: große Menschen Ansammlungen, in der Dunkelheit alleine draußen, wenn ich bei jemanden auf Besuch wäre und wir nicht die Basis haben ( auch verschiedene Verwandtschaftsbesuche) , komme ich imner allein und mit Auto um eine Fluchtmöglichkrit zu haben ( weiß jetzt nicht, ob das auch gemeint ist).

Ich empfinde Besuche bei Verwandten zwar nicht als Angstraum, aber sie können mich stressen. Dies war insbesondere früher der Fall, wo ich aufgrund von unbehandelten Erkrankungen mich sehr oft total müde gefühlt habe und am Abend durch war… und stand trotzdem unter Zwang auch abends höflich, interessant und amüsant zu sein bei einem Verwandtenbesuch… und das zu einer Uhrzeit, wo ich im Bett sein will.
 
Mein sicherster Raum ist mein Zuhause, ansonsten fühle ich mich auch sehr sicher, wenn ich in der Stadt spazieren gehe, irgendwo im öffentlichen Raum bin, ein wenig untergehe, zwischen all den anderen Menschen und der Umgebung. Sicher fühle ich mich auch im Wasser, meistens zumindest, ich schwimme gerne in Seen. Aber ob ich mich am Strand sicher und wohl fühle, hat viel mit den anderen Menschen um mich herum zu tun. Angst vor Ansteckung habe ich am See keine, höchstens die Sorge, in irgendwas schmerzhaftes zu treten oder so. Passiert mir aber nicht oft.

Ein unsicherer Ort ist für mich zB die Ubahn, da bin ich oft angespannt. Bahn fahren hingegen mag ich, da fühle ich mich meistens entspannt. Auf eine andere Art unsicher fühlt sich auch mein Fitnessstudio für mich an, dort fühle ich mich (noch?) sehr gestresst und unsicher.

Und ja, ich kenne es auch, dass sich verschiedene Orte zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich anfühlen können. Auch mein Zuhause kann zB ein unsicherer Ort sein, wenn ich gerade große Probleme mit dem alleine sein habe. Dann fühlt es sich eher wie ein Gefängnis an, beklemmend und eng.
Schade, dass du dich im Fitnessstudio nicht sicher fühlst. Für mich ist das gerade ein Safe Place. Was genau macht das Fitnessstudio für dich zu einem Angstraum? Kannst du das in Worte fassen?
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben