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Was macht man eigentlich, wenn man nicht mehr arbeitet?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 56262
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G

Gelöscht 56262

Gast
Hallo Liebes Forum!

seit einiger Zeit arbeite ich nicht mehr. Anfangs habe ich das Ausschlafen genossen und bin auch aus Langeweile erst gegen Mittag aufgestanden, weil ich dachte, gibt es doch eh nichts zu tun. Dann hat sich mein Schlafrhythmus geändert und ich versuche wieder zu normaler Zeit zu schlafen.

Aber diese viele Zeit, die man alleine daheim abhängt, und das an einem neuen Ort, wo ich niemanden kenne und die Aussicht jemand neues kennen zu lernen ist auch sehr niedrig für einen Erwachsenen, das lässt mich manchmal verzweifeln.

Den ganzen Tag stricken, häckeln und TV gucken, einmal die Woche in den Supermarkt gehen, alle 14 Tage darauf warten, dass mein Kind mich besucht kann es doch nicht gewesen sein im Leben.

Habe auch schon recherchiert, was man ehrenamtlich hier machen kann aber da ist auch das richtige nicht dabei gewesen.

Was macht ihr so, also die Jenigen unter euch, die nicht arbeiten und keine Kinder zu versorgen haben? Wie verbringt ihr euren Tag?
 
Sportverein?
Aktivität in der Kirche? (mit Kindern? Senioren? usw)
Mitsingen in einem Chor?
Wenn man noch fit ist und Lust darauf hat, einen 400Eurojob annehmen?
Kurse bei der VHS machen?
Je nachdem, was man beruflich gemacht hat evtl auch Kurse, oder Nachhilfe GEBEN?
Leihoma werden?
Haustiere?
In einem Tierheim helfen?
Irgendeine Vereinstätigkeit? (Trachtenverein? Heimatverein? Skatclub? ....)
Ein Schrebergarten?
Theater spielen?
Sich künstlerisch betätigen?
Eine Fremdsprache lernen?

Also das ist mir jetzt grad nur spontan eingefallen! Wichtig ist, dass man nie aufhört, neues auszuprobieren!
 
Als Info fände ich vorab wichtig, warum Du nicht arbeitest. Rente, Krankheit, Arbeitslosigkeit? Und ob Du nur vorübergehend nicht arbeitest. Denn das hat ja Einfluß auf die Art der möglichen Tätigkeiten. Wenn du z.B. nur vorübergehend nicht arbeitest, würde ich nicht dazu raten, ein Haustier spez. einen Hund anzuschaffen, nur um den Tag zu füllen. Denn wenn Du dann doch wieder arbeitest, wärst Du in Schwierigkeiten im Hinblick auf Betreuung des Tieres.
 
Danke an alle, die sich für meine Einsamkeit interessieren.

Ich bin Anfang 40 und habe aufhören müssen, wegen Abbau.

Haustiere kommen leider nicht in Frage, weil ich eine Tierphobie habe 😱

Freunde habe ich hier am neuen Wohnort auch keine. Am alten Wohnort kannte ich eigentlich auch nur ein paar Arbeitskollegen. Aber keiner ist so allein wie ich von denen. Alle haben Familie.

Meine einzige Familie (Kind) lebt beim Vater.

Ich habe null Motivation raus zu gehen, weil wozu? Wer möchte denn alleine in einem Cafe sitzen. Für irgendwelche Hobbys müsste ich in die nächste Großstadt fahren, was wieder Spritkosten bedeutet. Hier bei uns läuft nicht viel. Ok vielleich VHS Sprachkurs aber habe ich die Sicherheit, dort Leute kennenzulernen?

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Leben ohne eigene Familie nicht viel Sinn macht :wein:
 
Ich bin gerade im Studium, da habe ich massig Zeit.

Und ich bin ganz ehrlich, hätte ich die Wahl, dann würde ich auch keine Arbeit aufnehmen. Die Zeit die ich mit mir selbst verbringen darf, ist die schönste Zeit, die ich mir vorstellen kann.

Ich bilde mich weiter, bringe mir verschiedene Sachen bei (im Selbststudium, etwa: Instrumente, Software, Fotografie u.ä.), häufe Wissen an, philosophiere und denke viel nach, über mich und meine Umwelt, reflektiere meine Emotionen, gehe in mich, meditiere oder kurz: Ich mache ein besseres Ich aus mir.

Du lebst in einem der reichsten Länder der Erde. Nutze deine Chance! DU hast die Freiheit und den Zugang zu Kultur und Bildung. Du kannst alles lernen, was du möchtest. Das ist ein Privileg und dafür solltest du dankbar sein.

Es ist für mich unvorstellbar, dass andere Menschen nichts mit ihrer freien Zeit anzufangen wissen. Du hast Internetzugang. Finde etwas, das dich glücklich macht.
 
Ich bin gerade im Studium, da habe ich massig Zeit.

Und ich bin ganz ehrlich, hätte ich die Wahl, dann würde ich auch keine Arbeit aufnehmen. Die Zeit die ich mit mir selbst verbringen darf, ist die schönste Zeit, die ich mir vorstellen kann.

Ich bilde mich weiter, bringe mir verschiedene Sachen bei (im Selbststudium, etwa: Instrumente, Software, Fotografie u.ä.), häufe Wissen an, philosophiere und denke viel nach, über mich und meine Umwelt, reflektiere meine Emotionen, gehe in mich, meditiere oder kurz: Ich mache ein besseres Ich aus mir.

Du lebst in einem der reichsten Länder der Erde. Nutze deine Chance! DU hast die Freiheit und den Zugang zu Kultur und Bildung. Du kannst alles lernen, was du möchtest. Das ist ein Privileg und dafür solltest du dankbar sein.

Es ist für mich unvorstellbar, dass andere Menschen nichts mit ihrer freien Zeit anzufangen wissen. Du hast Internetzugang. Finde etwas, das dich glücklich macht.


Du sprichst vom Lernen. Aber ich bin mit Anfang 40 nicht mehr so voller Elan wie du. Mein Kopf nimmt nicht mehr soviel auf und meine Erfahrungen im Leben sind mir auch ganz schön an die Substanz gegangen, da ist man froh einfach nur noch ein normales Leben haben zu dürfen.

Irgendwelche Kurse belegen, wo ich wieder Termine einhalten muss und haufen Kursgebühr bezahle, nur damit ich statt auf der Couch irgendwo auf einem Holzstuhl sitze nur mit der Hoffnung vielleicht nette Leute kennenzulernen
ist nicht motivierend genug.

Echt jetzt, gibt es unter euch 40+ jährigen niemanden, der einsam und allein und ohne Arbeit ist? WAS MACHT IHR den lieben langen Tag?
 
Ich habe grade auch keine Arbeit.

Ich organisiere die Pflege und das Leben meiner dementen Schwiegermutter bzw. gehe mit ihr zu den Arztbesuchen und Fußpflege usw. und springe ein, wenn wieder was schief läuft.

Daneben gebe ich grade für die Kinder einer Freundin Nachhilfe und lerne selber nochmals Englisch bzw. wiederhole nochmals den ganzen Wortschatz.

Ansonsten ist noch der Haushalt da und die Freunde und meine Familie in der Nähe.

Ich treffe mich mit Freunden oder es kommen auch öfters welche hier vorbei.

Mein Mann und ich verreisen dann dieses Jahr öfters als sonst und ich werde mich bei einem Sprachkurs anmelden.

Diverse Geburtstage stehen auch noch ins Haus. Und die guten alten Bücher gibt es ja auch noch.

Dann bin ich noch im Turnverein und Schriftführer eines anderen Vereins.

Und jemand muss bzw. kann ja auch noch unseren Schriftkram, Banken, Einkäufe und sonstige Erledigungen übernehmen.

Das bin in dem Fall ich, weil ich ja Zeit habe.
 
Du sprichst vom Lernen. Aber ich bin mit Anfang 40 nicht mehr so voller Elan wie du. Mein Kopf nimmt nicht mehr soviel auf und meine Erfahrungen im Leben sind mir auch ganz schön an die Substanz gegangen, da ist man froh einfach nur noch ein normales Leben haben zu dürfen.

Irgendwelche Kurse belegen, wo ich wieder Termine einhalten muss und haufen Kursgebühr bezahle, nur damit ich statt auf der Couch irgendwo auf einem Holzstuhl sitze nur mit der Hoffnung vielleicht nette Leute kennenzulernen
ist nicht motivierend genug.

Echt jetzt, gibt es unter euch 40+ jährigen niemanden, der einsam und allein und ohne Arbeit ist? WAS MACHT IHR den lieben langen Tag?
Wenn Du gar nichts tust, dann wird es auf jeden Fall langweilig bleiben und Du wirst auch niemanden kennen lernen.
 
Ich habe grade auch keine Arbeit.

Ich organisiere die Pflege und das Leben meiner dementen Schwiegermutter bzw. gehe mit ihr zu den Arztbesuchen und Fußpflege usw. und springe ein, wenn wieder was schief läuft.

Daneben gebe ich grade für die Kinder einer Freundin Nachhilfe und lerne selber nochmals Englisch bzw. wiederhole nochmals den ganzen Wortschatz.

Ansonsten ist noch der Haushalt da und die Freunde und meine Familie in der Nähe.

Ich treffe mich mit Freunden oder es kommen auch öfters welche hier vorbei.

Mein Mann und ich verreisen dann dieses Jahr öfters als sonst und ich werde mich bei einem Sprachkurs anmelden.

Diverse Geburtstage stehen auch noch ins Haus. Und die guten alten Bücher gibt es ja auch noch.

Dann bin ich noch im Turnverein und Schriftführer eines anderen Vereins.

Und jemand muss bzw. kann ja auch noch unseren Schriftkram, Banken, Einkäufe und sonstige Erledigungen übernehmen.

Das bin in dem Fall ich, weil ich ja Zeit habe.

Du hast einen Mann, eine Schwiegermutter, eine Freundin...😕 ich suche nach Ähnlichkeit aber finde ich keine zu mir.

Ich bin auch im Vorstand eines Vereins als Kassenwart tätig aber dieser Verein ist an meinem alten Ort. Ich mach halt die Buchhaltung, z.B. gestern mehrere Stunden, da hatte sich aber auch einiges angesammelt und die Unterlagen müssen ja für den Steuerberater fertig gestellt werden. Im Verein selbst kann ich nichts machen, da ich eben umgezogen bin.

Als ich meine kranken Eltern gepflegt habe, da habe ich mich gebraucht gefühlt, die sind aber nicht mehr am Leben. Habe das Gefühl, dass mich niemand braucht. Partnerschaften, wenn ich denn mal jemanden kennenlerne, halten nicht, Freunde sind kaum zu finden (ich meine erst mal jemanden finden, dann muss es auch funken, funken ist wirklich wichtig)
 

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