Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

  • Starter*in Starter*in +Atsirhc*
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hallo blackjack, du hast mir eine (grüne) nachvollziehbare Erklärung über Art und Wesie von Usern gegeben und wie du damit umgehst, aber die Frage (braun) selbst ist damit noch nicht beantwortet, die mich interessiert hätte. Vielleicht gehst du noch mal auf die Frage direkt ein, geht auch als PN, falls OT-Gefahr, weil wir ja doch abgeschweift sind. Mich würde eine ehrliche Antwort, deine Meinung interessieren.


Glaubst du, dass man die Bibel für sich sehen kann und dann etwas daraus gutheißen oder angreifen kann oder glaubst du, dass jeder, auch du sie nur auslegt und man die Bibel selbst gar nicht angreifen kann, weil man eigentlich nur immer die Auslegung des Lesers angreift?



Sigi, für mich ist Bibel und Gläubige zwei verschiedene paar Schuhe. Mit jedem Gläubigen diskutier ich nicht über die Bibel, sondern über das was der Gläubige glaubt. Ich muss mit jeder Diskussion die Bibel neu kennenlernen, in einer Weise wie mein gegenüber die Bibel versteht. Anders kommt man zu nichts.

Leider ist dies aber auch problematisch weil Aussagen und Interpretationen des Gläubigen meist so schwammig sind und sich im Laufe der Diskussionen ändern können, das es schwierig ist eine gemeinsame Diskussiongrundlage zu finden um sich zu verstehen bzw. überhaupt nachzuvollziehen an was der Gläubige glaubt.

Was Diskussionen mit Gläubigen betrifft, so gehe ich schon lang nicht mehr mit eigenem Standpunkt in die Diskussion weil das sowieso zu nichts führt. Gläubige sind nicht Einsichtig was ihren Glauben betrifft und hinterfragen nicht, deswegen zählen bei ihnen andere neue Ansichten nicht und denken darüber auch nicht nach.

Also muss man sie mit eigenen Mitteln versuchen zuschlagen und die Widersprüche in ihrem eigenen Glauben ihnen vorzuhalten. Ich lass mir eigene Definitionen von Begrifflichkeiten erklären, nur ändern sich diese im Laufe der Debatte immer wieder gern mal.

Genau dieses schwammige kaum nachzuvollziehende Weltbild macht die ganze Sache so ärgerlich. Mir sind dann doch Gläubige lieber die sich darüber bewusst sind ihren Glauben nicht wirklich begründen zu können. Das sind meist dann auch die Gläubigen die darauf Wert legen was sie aus ihrem Glauben ziehen können und nicht darauf behaaren die Wahrheit zu kennen.
 
Ja, damit kann ich leben.
Es gibt und gab übrigens im Christentum diverse Meinungen, ob man das fünfte Gebot denn nur für andere oder auch sich selbst befolgen soll. Geschichtlich betrachtet gab es ja sowieso einige Christen, die davon nicht sonderlich viel hielten (Kreuzzüge etc.). Dazu kommen die ganzen Märtyrer und selbst Jesus hätte nicht am Kreuz sterben müssen. Heutzutage aber scheinen die meisten Kirchen von der unverletzbarkeit des eigenen Leben überzeugt.
 
Und ich wollte mit meinem thread eigentlich nur auf das Wesentliche hinaus, das, das auch das AT vom NT trennt (bzw. das NT eine Weiterentwicklung des ATs sein lässt), was mit Jesus in die Welt kam und was unsere Sünden nicht auslöscht im Sinne von "egal" oder "nicht geschehen", aber sie getilgt hat, weil Er sie trug und uns damit frei macht, wenn wir glauben und bereuen:

VERGEBUNG.


Stattdessen haben wir hier nun ein "Schlachtfeld" - wieder einmal....😱
 
Stattdessen haben wir hier nun ein "Schlachtfeld" - wieder einmal....😱


Ah, nein, Christa, kein Schlachtfeld 🙂

Hätte Jesus einen Anlaß gehabt, Nächstenliebe, Verzeihung und Verständnis für andere zu leben und zu predigen, wenn wir Menschen so lebten, wie er es angeregt hat?

Er stellt mit seinem Wirken ein Ideal dar, dem wir nachstreben können. Hat nicht gerade Jesus besonders viel Sympathie für diejenigen gezeigt, die kämpfen, fehlbar sind, auch "sündigen"? Selbst dieser Begriff kann unterschiedlich aufgefaßt werden. Sünde kann durchaus auch als schädliches Handeln gegen sich selbst verstanden werden, das impliziert dann nicht "Bösesein", sondern die Aufforderung, der "Verdammnis" in Form von Kummer und Verzweiflung durch sorgsames Handeln für sich selbst und andere entgegenzuwirken.

Durch diesen Thread habe ich etliche Anregungen bekommen, auch und gerade in der Auseinandersetzung mit den Beiträgen, die mir nicht 'schmecken'.

Tuesday erwähnte weiter oben, daß (Personalpronomen?) sich nicht vorstellen könne, wie es sich anfühlt, nicht zu glauben. Ich weiß, wie es sich anfühlt, Jesus als ständige Präsenz zu empfinden, ich weiß auch, wie es sich anfühlte, diese Präsenz zu verlieren - es war, als hätte man mir einen Großteil meines Ichs amputiert. Dieses Gefühl des Verlusts und der Unvollständigkeit dauerte lange Zeit an. Heute fühle ich mich ohne Glauben gut und stimmig, ich merke jetzt, daß ich mich ohne Schmerzen den für alle Religionen wichtigen Fragen nach dem Wesen des Menschen und seiner Sehnsucht nach spiritueller Erweiterung zuwenden kann.

Menschen sind nicht schlecht, sie haben ein unglaubliches Potential an Mitgefühl und Liebe in sich. Auch dann, wenn sie scheinbar mitleidlos handeln so wie diese Gemeindemitglieder. Ich denke, Jesus wußte das und hat durch sein Leben gezeigt, daß wir die Möglichkeit haben, diese Potentiale auch zu nutzen. Das tat er sicher nicht, weil er der Meinung war, daß wir in unserer Fehlerhaftigkeit es nicht wert wären.
 
Zitat Landkaffee:

Interessanter Beitrag, Mikenull.

Und was soll nur unter anderem (gibt ja hier viele Leser und Lesarten) mir das sagen?

Ich dacht´ich frag´´mal. 😱

Und wo lebst Du jetzt?
Oder, ja, leben auch aus der Geschichte heraus und da auch ´´mal hingucken.
Finde ich auch. 🙂
---------------------------------------------------------------------------------

Der Beitrag war nicht von mir, sondern von Seth.


Wir haben keine Schlachtfelder, sondern einfach verschiedene Meinungen dazu.
 
Tuesday erwähnte weiter oben, daß (Personalpronomen?) sich nicht vorstellen könne, wie es sich anfühlt, nicht zu glauben. Ich weiß, wie es sich anfühlt, Jesus als ständige Präsenz zu empfinden, ich weiß auch, wie es sich anfühlte, diese Präsenz zu verlieren - es war, als hätte man mir einen Großteil meines Ichs amputiert. Dieses Gefühl des Verlusts und der Unvollständigkeit dauerte lange Zeit an.


Warum, fritzie, bittest du Jesus nicht wieder zurück in dein Leben? Er ist für ALLE da und vor allem für die, die Ihn suchen. Irgendetwas in dir, dazu erwähnst du es zu oft, scheint dieses Empfinden von einst immer noch zu vermissen - aber Jesus geht nicht einfach "verloren". Lad Ihn ein in dein Leben und Er kommt! 🙂
 
Weil ich sein Wirken und das, wofür sein Leben steht, immer stärker als positiven Leitfaden empfinde. Weil ich "ihn" bzw. Gott nicht als personifizierte Wesenheit empfinde. Ich habe auch nicht mehr das Bedürfnis danach. Wie könnte ich jemanden bitten, in mein Leben zu treten, an dessen Existenz (i.S.v. spiritueller Präsenz) ich nicht glaube?

Es ist gut so wie's ist, für mich. Und es ist gut so, wenn jemand Kraft im Glauben findet.

Ungut wird's immer erst, wenn man denkt, der eigene Weg müßte für andere auch der richtige sein. Vielleicht liegt darin die größte Gefahr der monotheistischen Religionen: wenn man den "Auftrag", Gottes Wort zu verbreiten und die Erlösung der Seele nach dem Tod allen Menschen zugänglich zu machen, aus tiefstem Glauben ernst nimmt, dann muß die Vorstellung, daß andere Menschen dieser Erlösung nicht teilhaftig werden, fast unerträglich sein. Und man möchte sich als gläubiger Mensch vielleicht auch nicht schuldig machen, indem man nicht alles versucht, um andere Seelen zu erretten.

Hat Jesus aber nicht getan. Er hat sich und seinen Weg angeboten. Deshalb verstehe ich oft die Verbissenheit nicht, mit der manche (nicht du, Christa) ihren Glauben zu verteidigen suchen. Das wirkt dann manchmal so kleingläubig auf mich, so als hätten die Betreffenden nicht genug Vertrauen in Gott.
 
Und wenn ich die Aussagen von Gläubigen hier lese, sorry, dann denke ich, dass vieles damit auch zu tun - dass man unglücklich ist, unzufrieden, unsicher - in sich - und sucht Halt beim Glauben

Du sagst es. Viele suchen Halt im Glauben. Sicher finden sie diesen nicht in der Drohbotschaft.
Drohungen geben keinen Halt, stärken den Glauben nicht, bringen eher auf Distanz zum Glauben.

In der Pädagogik hat man längst erkannt hat, dass Drohungen kein gutes Erziehungsmittel sind!
Die Kirche hat Jahrhunderte sich der Schwarzen Pädagogik verschrieben.
Sie hat geängstigt, aber eigentlich wäre sie und die Heilsbotschaft Christi dazu da, zu entängstigen!

Das Glück auf eine Zeit nach dem Tod zu vertagen, finde ich echt gesagt, fürn Ar***
weil man nichts davon hat - und weil man das Leben nicht mehr lebt, sondern sich vertrösten lässt.


Umso mehr sind Drohungen mit der Hölle, die uns nach dem Tod erwartet - wenn wir nicht ..... - echt gesagt fürn Ar***
Angstmache ist kein guter Ratgeber für das Glück.

"Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben" hat Jesu gesagt. Und das ist keine Vertröstung nur auf die Zeit nach dem Tod. Es soll uns Menschen, Kraft und Mut geben, schon im Hier und Jetzt zu bestehen. Dass das Leben an Sinn zunimmt schon im Diesseits, nicht erst im sogenannten Jenseits.


Deine Bäcker- und Kuchengeschichte, Marleen, ist zwar sehr originell, geht aber am Kern der Sache vorbei. Es geht nicht darum sich einen anderen Bäcker zu suchen oder sich am Kuchen nur die Rosinen herauszupicken. Warum sollte man sich gleich eine andere Kirche suchen, wenn man feststellt, dass der Kuchen versalzen ist, die Kirche fehlerhaft ist?
Es gibt nicht wenige heutzutage die die Kirche lieben und gleichzeitig an ihr leiden. Man wünscht sich keine andere Kirche, aber diese Kirche manchmal anders!
Die katholische Kirche wird sich auf Dauer Reformen nicht verschließen können.

Kirchliche Bürokraten haben die Botschaft Christi oft auf eine moralistisch-moralinsaure Sittenlehre verkürzt und die Frohbotschaft zu einem immer längeren Katalog von Geboten und Verboten pervertiert. Und oft auch zur Höllenbotschaft.

Einzig beim Selbstmord konnte die Kirche nach langem Ringen sich der eindeutigen Erkenntnisse der Medizin nicht verschließen, und ist von der Todsünde abgerückt.
Die Hölle, der Teufel und das ewige Feuer ..... na ja, da gibt's halt keine wissenschaftlichen Erkenntnis. So kann man dabei bleiben.



.
 
Christa, es gibt wirklich Menschen, die keinen Glauben haben und auch keinen brauchen.
Deswegen sind sie nicht schlechter.
Ich kann sehr gut mit dem Gedanken leben, daß es kein Jenseits, keine Erlösung und kein ewiges Leben gibt.
Für mich gibt es ein Leben hier und jetzt, eben vor dem Tod, und das versuche ich so zu leben, daß es einerseits mir und den Meinen gut geht, und andererseits so, daß ich keine Erlösung brauche.
Nach den Kriterien, die EuFrank immer so gerne Moral nennt ( ich mag diesen Begriff nicht, er läuft zu schnell Gefahr, ins Moralinsaure abzugleiten ); ich bevorzuge den Begriff Ethik.
Das verspricht keine Belohnung von einer " höheren Instanz.
 
Weil ich sein Wirken und das, wofür sein Leben steht, immer stärker als positiven Leitfaden empfinde. Weil ich "ihn" bzw. Gott nicht als personifizierte Wesenheit empfinde. Ich habe auch nicht mehr das Bedürfnis danach. Wie könnte ich jemanden bitten, in mein Leben zu treten, an dessen Existenz (i.S.v. spiritueller Präsenz) ich nicht glaube?

Es ist gut so wie's ist, für mich. Und es ist gut so, wenn jemand Kraft im Glauben findet.

Ungut wird's immer erst, wenn man denkt, der eigene Weg müßte für andere auch der richtige sein. Vielleicht liegt darin die größte Gefahr der monotheistischen Religionen: wenn man den "Auftrag", Gottes Wort zu verbreiten und die Erlösung der Seele nach dem Tod allen Menschen zugänglich zu machen, aus tiefstem Glauben ernst nimmt, dann muß die Vorstellung, daß andere Menschen dieser Erlösung nicht teilhaftig werden, fast unerträglich sein. Und man möchte sich als gläubiger Mensch vielleicht auch nicht schuldig machen, indem man nicht alles versucht, um andere Seelen zu erretten.

Hat Jesus aber nicht getan. Er hat sich und seinen Weg angeboten. Deshalb verstehe ich oft die Verbissenheit nicht, mit der manche (nicht du, Christa) ihren Glauben zu verteidigen suchen. Das wirkt dann manchmal so kleingläubig auf mich, so als hätten die Betreffenden nicht genug Vertrauen in Gott.



Da schätzt du mich vielleicht falsch ein, fritzie. Ich leide Höllenqualen, wenn ich weiß, dass ein Mensch ohne Gott gestorben ist...(damit meine ich NICHT Sarah - noch immer denke ich, dass Jesu Erbarmen da größer war, denn sie kannte und liebte Ihn).

Aber ich habe - nicht zuletzt auch hier - im Laufe der Zeit vielleicht gelernt, dass ich niemanden "glauben machen" kann und dass DAS auch nicht meine Aufgabe als Mensch ist.

Ich soll erzählen (leider ist mein Leben selbst durch meine Krankheit nicht das Zeugnis für Jesus, das es eigentlich sein sollte...😱), soll zu meinem Herrn stehen und tue es gern und aus Überzeugung - und das andere, das ist dann Gebet und wirklich GOTTES Sache.

Aber ich bin total traurig, wenn ich hier so kostbare Menschen erlebe und gleichzeitig aushalten muss, dass sie ganz klar sagen: Gott bedeutet mir nichts...😱

Dass sie deswegen nicht schlechter sind, wie wapiti sagt, ist ein ganz anderes Thema und steht außer Frage (s. auch meinen thread: Geh mir einer weg mit Christen). Doch es geht einfach um mehr.....Um mehr als nur um dieses irdische kurze Dasein.

Und mit "Drohbotschaft", wie Lilli meint, hat das zumindest für mich überhaupt nichts zu tun - sondern mit einer Botschaft, die Hoffnung und Freude und Freiheit in Ewigkeit bietet. Gott droht mir nicht, er befreit zu einem neuen Leben, in dem ich endlich das Tal der Tränen und der Not für immer verlassen darf. Wenn DAS keine Hoffnung ist....
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben