Zitat:
Und jetzt frage ich dich zum dritten Mal, unter welchen Voraussetzungen gehst du davon aus, dass Selbstmörder nicht krank sind?
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Ich habe weder gesagt, daß Selbstmörder immer krank sind, noch das sie immer nicht krank sind.
Mich hat ein anderer Aspekt interessiert, auf den du leider nicht eingehst.
Die Diskussion, die du hier anstrengst, ist für mich bereits erledigt und beantwortet. Aber trotzdem Danke für die Antwort.
das ist eine Abhängigkeit, die Leben einschränkt, die Leben nicht besonders lebenswert macht, wenn man in solcher Form abhängig ist, dass er der Grund für dein Leben ist
Du entscheidest aber nicht, wessen Leben aus welchen Gründen lebenswert ist. Oder?
Nur mir scheint da jede andere Therapie sinnvoller, wenn ich deine Selbstzweifel, deine Beiträge lese - und ich möchte sie nur dahingehend bewerten, dass er dir da nicht viel geholfen hat!
Das sehe ich anders. Aus ihren Beiträgen lese ich, dass Gott für Christa die Hand in ihrem Rücken ist, die sie aufrecht hält. Dass ihr das Aufrechtstehen sehr schwer fällt, liegt nicht an der helfenden Hand.
und Attacken - vielleicht kannst du dich mit mir einigen, dass es keine Attacken sind, sondern Beiträge in einem Forum, in dem Meinungsfreiheit herrscht.
Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man anderen Menschen nicht ihre Wahrnehmung abspricht?!
ICH an Stelle der Leute mal darüber nachdenken, ob ich möchte, dass meine Beiträge so wahrgenommen werden und wenn nicht, dann würde ich an meinem Ton arbeiten. Aber jedem das Seine.
Ich verstehe sehr gut, warum die Beiträge bei einigen als Attacke ankommen. Es gibt eine Reihe von Leuten, die glauben, sie hätten das bessere Leben, wären glücklicher, irgendwie auch vernünftiger und ihre Vorstellungen vom Leben müssten darum auch für andere gelten.
Nur dass Christa und andere ihren Glauben gar nicht aufgeben wollen - egal, wie glücklich sie damit sind - und eigentlich wollen sie verschiedene Themen auf der Grundlage ihres Glaubens behandeln und nicht darüber diskutieren, ob sie überhaupt einen Glauben haben sollen/dürfen. Ihre Grundlage für die Diskussion wird aber in Frage gestelt und damit wird sie ihnen gänzlich unmöglich gemacht, weil sie stetig ihren Glauben verteidigen müssen.
Das ist mühseelig, das ist nervig, das geht dann schon auch mal an die Nerven.
Und WIR sind verantwortlich für dein Wohlbefinden, weil wir feststellen,. dass dein Herr mit seiner ALLMACHT kein Bock auf Selbsttötung hat, weil das gegen seine MAchtbefugnis ist?
Verantwortlich seid ihr dafür, dass ihr sie und andere beständig nervt, indem ihr sie immer wieder in eine Diskussion über ihren Glauben zwingt.
und es ist nunmal Fakt, dass diese Gottgläubigen mit Selbsttötung ihr Problem haben - und das auch bei deiner Beeerdigung sehr deutlich ausdrücken - da bekommt jeder noch eins aufs Dach, wenn sich einer umgebracht hat - selbst wenn er beerdigt wird.
und das soll man für gut befinden?
Nein, das sollt ihr nicht für gut befinden. Aus Christas Eingangsbeitrag lässt sich auch sehr genau lesen, dass sie selbst dieses Verhalten ablehnt.
Ihre Frage drehte sich nun darum, ob das Verhalten der Gemeinde dem Willen Gottes entspricht. Und ob es Hinweise gibt, dass Gott das anders sehen könnte.
Eure Antwort darauf lautete, alle Christen handeln so, wie die Leute aus der Gemeinde und darum ist Gott doof. Meiner Meinung nach haarscharf am Thema vorbei.
so kommt es mir hier vor - man sucht die netten Teile heraus und den Rest lässt man liegen.
Und wenn? Entscheidest du, wer welchen Teil des Kuchens essen muss?
Was die Gemeinde präsentiert, ist ein mit Lebensmittelfarbe gefärbter, grüner Kuchen. Ich denke, es ist legitim zu fragen, ob Kuchen wirklich grün ist und ob man diese Teile mitessen muss. Es ist auch legitim zu fragen, welche Vorstellungen andere Menschen von dem Kuchen haben.
Es ist nicht wirklich befriedigend, wenn einem Leute dann antworte: "Wenn du Himbeer-Sahne willst, friss den verdammten grünen Kuchen und überhaupt ist nur meine Käsesahnetorte das einzig Wahre."
Christa will aber keine Käse-Sahnetorte. Auch dann nicht, wenn sie viel leckerer ist und keine Bauchschmerzen hervorruft. Wo ist denn da euer Problem?
ABER es geht hier um Belohnung und Strafe, um die Allmacht von Gott, die man eben nur mit Belohnung und Bestrafung umsetzen kann.
Genau das ist die Frage. Kann man das nur mit Bestrafung umsetzen? Lässt sich aus der Bibel aber auch aus dem Leben ableiten, dass Gott auch anders motivieren kann als über Strafe?
Jedes Mal, wenn jemand den Ansatz macht, eine andere Seite von Gott aufzuzeigen und man sich darüber unterhalten will, ob das so ist, kommen Leute wie du und hauen dazwischen mit einem "Gott ist böse und Strafe muss sein". Das ist das Ende jeder Diskussion.
und wenn es keine Hölle gibt, dann gibt es auch keinen Himmel - ohne Kuchen keine Sahne.
und dann wird hier je nach Gutdünken verbogen und verdreht.
Hier wird nichts verbogen und verdreht. Hier vertreten nur Menschen, für die der Glaube eine entscheidende Rolle in ihrem Leben spielt, eine andere Meinung als du, Mike oder Blackjack. Eure Toleranz dieser anderen Meinung gegenüber ist umwerfend!
Christas Frage aber zielte auf weit mehr als "nur" Glauben ab, denn ich habe bei Christa schon den Eindruck, daß sie sehr wohl weiß, worauf sie vertraut und was ihr Halt gibt. Was ich in diesem Thread lese ist ein weiterer dieser mühsamen Rechthaber-Dispute, der zweifellos an anderer Stelle auch anregend und inspirierend sein könnte.
Nämlich, daß ein religiöser Glaube eine unendlich tiefe Dimension haben kann, die weit über das hinaus geht, was hier diskutiert wird. Daß er Halt, Trost und spirituelle Erweiterung des Selbst sein kann, und daß die Erschütterung oder der Verlust dieses Glaubens eine so große Verlassenheit und Leere zur Folge haben kann, die nicht durch "Such dir halt mal Leute, die für dich da sind" aufgefangen werden kann. Glaub mir ruhig, daran sind Menschen schon zerbrochen!
Danke erst mal für den ganzen Beitrag, Fritzie. Der ist wirklich sehr gut!
Ich möchte ergänzen, dass der Glaube nicht aus dem Studium der Bibel besteht und damit zu einem Ende kommt. Glaube ist Erfahrung, Leben, Gefühl, innere Haltung.
Wenn Leute wie Blackjack immer wieder die Bibel anführen, so decken sie damit nur einen sehr geringen Teil des Glaubens ihres Gesprächspartners ab. Und dann wundern sie sich, dass sie zu einem anderen Ergebnis kommen und dass sie ihr Gegenüber nicht verstehen.
Ich habe nun lange im Ausland gelebt. Obwohl ich die Sprache fließend spreche, kam es trotzdem immer noch manchmal zu Missverständnissen. Es spielt keine Rolle, wie viel wir über das Leben des Anderen wissen, wie sehr wir uns in ihn hinversetzen können, ein Teil wird uns immer fremd bleiben. Ganz verstehen können wir nur die Menschen mit gleichem Hintergrund.
Was willst du Christa eigentlich beweisen, daß ihr Glaube an Jesus Christus Käse ist?
Ich fürchte fast, die Antwort darauf ist ja.
Meiner Beobachtung nach herrscht eine gewisse Eindimensionalität der Gedanken.
Ich persönlich kann mir zum Beispiel überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, ohne Glauben zu sein. Etwas in mir strebt immer nach Glauben und mir würde es leichter fallen, an die berühmte Teekanne im Universum zu glauben als Atheist zu sein. Ich weiß und fühle es auch, dass es nach dem Leben weitergeht.
Aber so wenig ich Atheismus nachvollziehen kann, ich akzeptiere, dass es eine andere Grundlage geben muss und ich habe gelernt, bei manchen Dingen einfach den Mund zu halten. Ich kann zum Beispiel nicht mal den Atheismus ohne Gott sehen. Für mich ist das einfach ein Leben, das der Erfahrung dient, wie es ist, ganz entfernt von Gott zu sein. Aber ich würde keinem Atheisten sagen, mach dein Ding, ist eh egal, am Ende landest auch du bei Gott. Ich akzeptiere, dass auch ich derjenige sein könnte, der sich irrt.
@ Christa
Mir ist aufgefallen, dass man in die Überlegungen darüber, welche Folgen ein Selbstmord für unser jenseitiges Leben haben kann, erweitern muss auf den Aspekt der Fairness.
Sarah war noch relativ jung. Sie hat noch nicht viele Erfahrungen mit dem Leben und natürlich auch mit ihrem Glauben machen dürfen. Wenn man schon öfter entdeckt hat, dass Gott einem beisteht, auch wenn man ihn nicht fühlt, dann betrachtet man den nächsten Schicksalsschlag natürlich unter dieser Prämisse. Diese Chance hatte Sarah aber nicht.
Mir kam dann das Leben der Amish in den Sinn. Die Selbstmordrate der Jugendlichen dürfte in dieser Gemeinde sehr gering sein. Das liegt eben daran, dass sie in einer völlig stabilen Umgebung aufwachsen. Es gibt in den Gemeinden keine Menschen, die an Gott zweifeln. Würde das jemand tun, würde er die Gruppe verlassen, denn das von ihm abverlangte Leben wäre unerträglich.
Na ja, es ist eben wesentlich leichter ein guter Christ zu sein, wenn ich in eine Amish-Gemeinde geboren werde als wenn ich zum Beispiel als Jude geboren werde. Hatte Sarah denn wirklich alle Möglichkeiten zu Jesus zu finden? Und wenn nicht, müsste sie dann nicht auf der anderen Seite ihre Chance bekommen?
Mir will es nicht in den Kopf, dass Gott eines seiner Menschenkinder im hintersten südamerikanischen Urwald ins Leben wirft, wo man an Schlangengötter und die Geister der Ahnen glaubt und dann wachsam vor dem Tor zum Paradies steht mit einem trotzigen "hier kommen nur die rein, die Jesus gefolgt sind".
Darum glaube ich nicht, dass eine Kirche für sich in Anspruch nehmen kann, die einzige Erlösung zu sein. Aber der christliche Weg, das Prinzip der Nächstenliebe, das ist universal. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob ich die Bibel als Grundlage nehme oder Darwins Evolutionslehre. Beides ist von Liebe durchzogen und beides lässt sich gründlich falsch verstehen.
Für mich ist es immer tröstlich, wenn man sich Gottes große Schöpfung anschaut - oder wenn man naturwissenschaftlich reden möchte, die Evolution -, dann hat alles seinen Sinn und ein Puzzlestück passt ins andere. Die Erdumlaufbahn zum Beispiel, einige Mililmeter nebendran und die Erde wäre eine völlig andere. Es gibt also einen Grund, warum wir existieren. Ob das nun durchdacht und ausgeklügelt ist oder alles einem Zufall unterliegt, wir sind jedenfalls am richtigen Ort. Dieses Prinzip zieht sich durch die komplette Natur. Damit hat es für mich auch einen Einfluss auf unser Leben.
Und ja, ich glaube, wenn es Gott gibt, dann haben er und Sarah, so wie Momo es schrieb, eine eigene Abmachung. Es ist, wie es ist und wie es ist, ist es gut.
Tuesday
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