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Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

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Ich mag hier kaum mehr lesen, denn ich sehe, es ist nicht anders als in der Gemeinde, die Sarah und ihre Eltern verurteilt wegen dieses Suizids....Nur auf anderer Ebene....:wein:

Was mir bei alledem immer mehr fehlt, ist das, was Jesu Wesen ausmachte und was er predigte und lebte und was er noch heute für uns ist: Barmherzigkeit und VERGEBUNG.

Denn dafür kam er, dafür litt er unsagbare Qualen und dafür ist er auferstanden.


Guten Morgen Christa, ich kann deine Betroffenheit gut verstehen, du bist mit deiner Frage zu einem konkreten Anliegen an das Forum herangetreten und siehst hier verschärft das widergespiegelt, was dich auch im Zusammenhang mit Sarahs Tod so betroffen gemacht hat.

Vielleicht tröstet es dich ein wenig, daß diese Art von Konflikten schon zu Jesu Zeiten aktuell waren, vielleicht war ja genau das auch Jesu Anliegen, als er die Frage nach dem höchsten Gebot (er stellte die Nächstenliebe als gleichwertig neben die Gottesliebe) beantwortet hat. Ich finde, daß im Matthäus-Evangelium Kapitel 7 alles wesentliche dazu steht. Hat mir immer am besten gefallen. Vielleicht gehören solche Auseinandersetzungen ja zum Menschsein dazu, sie zeigen im Grunde ja nur, daß jeder versucht, seine eigene Position zu finden und zu vertreten. Ist halt nur schmerzhaft wenn man das Gefühl hat, daß "korrekte Auslegung" der Schriften oft wichtiger scheint als die einfache Frage, wie es dem Nächsten geht, nicht?
 
Mit meinem Glauben geht es mir durchaus gut, denn wie ich schon sagte, würde ich ohne Jesus und meinen Glauben an ihn nicht mehr leben... Und Er ist meine Hoffnung, meine Gewissheit in Ewigkeit. Ich freue mich auf Ihn.

Und sagte unser Herr nicht selbst: "In der WELT habe ihr Angst"?

Womit es mir nicht gut geht, sind diese ständigen massiven Attacken von BEIDEN Seiten wegen - ja, wegen WAS??? Ich verstehe es einfach nicht....🙁😱
 
Danke für den ersten Satz. Er bestätigt genau das, was ich seit Beginn sage.

Was für Attacken? Du stellst ein Thema ein, zu dem Du ganz sicher sehr verschiedene Ansichten bekommen wirst.
 
Wenn du mit Widersprüchen glücklich bist, dann ist doch gut.

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Wo ist da ein Widerspruch?

Ich glaube an den dreifaltigen Gott und nicht an den Teufel und nicht an die Hölle oder ein ewiges Feuer! Ich glaube an Jesus Christus und seine Heilsbotschaft und einen barmherzigen Gott. Das Credo der Kirche ist für mich Richtschnur, wo keine Hölle vorkommt.

Die Hölle mit dem ewigen Feuer, woran manche in der Kirche, so auch das KKK festhalten, weil in ihnen mittelalterliches Denken noch fortwirkt, das ist es was ich beanstande und ablehne.

Wo ist da ein Widerspruch?


.
 
Manche müssen sich vielleicht wirklich so "austoben" fritzie - okay, dann muss ich das hier wohl hinnehmen, auch wenn es mir um Sarahs Willen weh tut.

MEINEN Glauben kann und wird nichts und niemand erschüttern, dafür habe ich schon zuviel mit und durch unseren Herrn erfahren und - s. Signatur.
Er ist die einzige Sicherheit und Gewissheit in meinem chaotischen Leben, die nicht mehr ins Wanken gerät, das durfte ich inzwischen schon oft erfahren.

Und so kann ich nur sagen: NEIN, Lilli, NICHT ICH bin meine Gewissheit, denn da wäre absolut NICHTS. Sondern Gott und Seine Zusage, dass ER zu uns steht. Nimms einfach in als MEINEN Glauben, MEINE Gewissheit, MEINE Hoffnung in Ewigkeit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
Ich finde nicht, dass sie zu weit geht. @fritzie

Vieles im Forum spiegelt für mich die Realität wieder, wie sich Christen auch dort verhalten, nett solange man ihre Meinung teilt, aber wehe man stellt ihren Glauben in Frage oder hat überhaupt mal eine andere Ansicht. intoleranz war ja DAS Mittel, warum diese Religion so groß werden konnte, das selbe gilt für den Islam.
Es gibt natürlich andere Christen, aber ich kann es schon längst nicht mehr nachvollziehen wie selbstgefällig hier manche (nicht Christa in dem Fall) von ihrem GOTT sprechen.

Die Frage war auch an Atheisten oder Agnostiker, somit impliziert das auch eine Debatte, was man von der überholten Himmel-Hölle (und der mittelalterlichen Erfindung, dem Fegefeuer) zu halten hat. Und der von vielen Christen daraus gelebten Moral-Intoleranz.
Ein duales Weltbild; "Sei mit uns, oder gegen uns" dazwischen gibt es nichts, und das sind keine Klischees, auch wenn mir das sicher einige unterstellen, es spiegelt die Realität auch heute noch in vielen Teilen wieder.
Ich habe in schon viel Gewalt erlebt, durch Christen nicht nur am eigenen Leib, auch an anderen beobachtet vor allem in meiner Kindheit aber in einzelfällen auch später- mir ist nochnie ein Christ untergekommen, der sich mal nicht leicht jähzornig oder ausfallend verhalten hätte, wenn ihm mal was bezüglich seines Glaubens nciht passt, und man spürt regelrecht die Ketten und die Intoleranz, wenn man sich in einer Gruppe bestimmter gläubiger bewegt, die Erfahrung habe ich gemacht zumindest.

Und ich finde, wenn jemand bestraft wird oder ein Mensch die hinterbliebenen geächtet, wegen einer Religion ist das einfachnur wiederlich. Dieses einfache "gut-böse, schwarz-weiss" Denken erstickt oftmals förmlich die Menschlichkeit und Toleranz, aber dieses Weltbild ist wohl bei vielen Christen die Grundlage für solches Verhalten. Und führt zu dem Gegenteil, dass das Christentum eigentlich aussagen wollte/sollte, nämlich Menschlichkeit und Nächstenliebe, so habe ich es zumindest gelernt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das erinnert mich an meine Art Kuchen zu essen.

ich mag bei einer Sahnehimbeertorte nur die Sahne und die Himbeeren, aber nicht den Kuchen.
ich suche mir dann jemanden, der den Kuchen nimmt, aber das ist eher selten selten selten ..... und wenn ich alles übrig lasse ist es eher peinlich peinlich.

so kommt es mir hier vor - man sucht die netten Teile heraus und den Rest lässt man liegen.

ABER es geht hier um Belohnung und Strafe, um die Allmacht von Gott, die man eben nur mit Belohnung und Bestrafung umsetzen kann.
.... also ich werde heute eine Sahnehimbeertorte essen und jemanden suchen, der den Kuchen nimmt, weil ich will nur den Belag die Sahne und die Himbeern.

.

Ist es für dich so undenkbar, dass die Kirche mit Ihrer Unfehlbarkeit den Kuchen über Jahrhunderte gebacken hat. Schuld- und Sünden-Denken zu ihrer Maxime erhob. Aus der Frohbotschaft eine Drohbotschaft machte.

Jesus warnt die Menschen in der Sprache und im Weltbild seiner Zeit vor der Hölle. Manche in der Kirche haben das kräftig ausgeschmückt.




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@Lili Marleen, du bist in deinem "Glauben" bzw. Nichtglauben zu ähnlichen Ergebnissen gekommen wie ich.

Christas Frage aber zielte auf weit mehr als "nur" Glauben ab, denn ich habe bei Christa schon den Eindruck, daß sie sehr wohl weiß, worauf sie vertraut und was ihr Halt gibt. Was ich in diesem Thread lese ist ein weiterer dieser mühsamen Rechthaber-Dispute, der zweifellos an anderer Stelle auch anregend und inspirierend sein könnte.

ABER: woran Christa und ich und viele andere immer wieder an ihre Grenzen stoßen ist das, was andere im Bemühen, unbedingt ihre klugen Erkenntnisse verteidigen zu müssen, offenbar übersehen. Nämlich, daß ein religiöser Glaube eine unendlich tiefe Dimension haben kann, die weit über das hinaus geht, was hier diskutiert wird. Daß er Halt, Trost und spirituelle Erweiterung des Selbst sein kann, und daß die Erschütterung oder der Verlust dieses Glaubens eine so große Verlassenheit und Leere zur Folge haben kann, die nicht durch "Such dir halt mal Leute, die für dich da sind" aufgefangen werden kann. Glaub mir ruhig, daran sind Menschen schon zerbrochen!

Was willst du Christa eigentlich beweisen, daß ihr Glaube an Jesus Christus Käse ist? Für sie ist er Trost und bietet Beständigkeit und eine Perspektive, die weit über das hinaus geht, was sie bisher in ihrem christlichen Umfeld erfahren durfte. Weil nicht "die Christen" und deren Tun Inhalt des Glaubens sind, sondern die Botschaft von Jesus, die da sagt: verzweifle nicht an den Menschen, verzage nicht, wenn du siehst, daß sie sich nicht so verhalten, wie du dir das von einem guten Menschen wünschst, versuche auf deinem Weg der Nächstenliebe und der Fürsorge und des Vertrauens zu bleiben, weil Gott ist und bleibt und dich auch dann nicht fallen lassen wird, wenn du in dieser Welt leidest.

Auch wenn mir dieses Gottvertrauen schon lange nicht mehr gegeben ist, ich weiß noch sehr gut, was für eine bodenlose Leere ich empfand als ich erkannt habe, daß mir dieses Vertrauen fehlte. Hätte mich damals nicht "mein" Jesuitenpater in vielen seelsorgerlichen Gesprächen aufgefangen und mir vermittelt, daß er auf menschliche und verstehende Weise für mich da war, ich hätte mich vermutlich umgebracht.

Ich verstehe sehr gut, Christa, wie man durch Depressionen und die Erfahrung, wie wenig Menschen im Grunde bereit sind, für einen da zu sein, leidet. Ganz besonders, wenn das, was sie verbinden sollte, nicht wirklich gelebt wird, sondern nur als bloße Klugscheißerei zur Schau getragen wird (entschuldige meine drastische Ausdrucksweise). Diese Haltung ist nicht nur bei Christen präsent, sie ist mir von klein auf begegnet und ich habe von klein auf deshalb darunter gelitten, weil ich als Zögling eines SOS-Kinderdorfs immer vermittelt bekam, wie dankbar ich für Spenden, Wohltätigkeit, Güte und was-weiß-ich sein müßte. Die Menschen dahinter waren selten das, wofür sie sich ausgaben.

Es ist gut, daß du dich in deinem Glauben nicht erschüttern läßt, und ich meine gelesen zu haben, daß es vereinzelt Menschen gibt, die dir immer wieder auch zeigen, daß du als Mensch, der menschlich handelt und fühlt, nicht alleine stehst.
 
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Ich glaube an den dreifaltigen Gott und nicht an den Teufel und nicht an die Hölle oder ein ewiges Feuer! Ich glaube an Jesus Christus und seine Heilsbotschaft und einen barmherzigen Gott. Das Credo der Kirche ist für mich Richtschnur, wo keine Hölle vorkommt.

Die Hölle mit dem ewigen Feuer, woran manche in der Kirche, so auch das KKK festhalten, weil in ihnen mittelalterliches Denken noch fortwirkt, das ist es was ich beanstande und ablehne.

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Den Widerspruch findest Du in der Bibel!
 
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