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Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

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Liebe Claudia,

ich hatte lediglich einen Satz hervorheben wollen zum besseren Verständnis.

Abendtau sagt nämlich nicht, alle Christen haben einen an der Waffel.
Abendtau sagt, er denkt, dass manche Christen einen an der Waffel haben.


Vielleicht verstehst du den Unterschied.

Lieben Gruß

Ja, sehe ich.🙂


Na dann denke ich mal, daß manche Atheisten hier ganz schön einen an der Waffel haben!
(es ist schön, das mal so offen sagen zu können!😉)

Danke!
 
Wenn ein Christ Suizid begeht, ist es das gleiche, wie wenn ein Atheist Selbstmord begeht. Er ist dann tot.
Möglicherweise hat er vorher mehr mit sich gerungen eben wegen seines Glaubens.
Und in der Hoffnung, daß er Verständnis vor dem Angesicht seines Gottes findet, diesen für ihn letzten Ausweg genommen.
Ich denke, wer diesen Weg wählt, dem sollte man den nötigen Respekt zukommen lassen, dazu gehört nämlich Mut.
Und wenn der Rest der christlichen Gemeinschaft damit nicht umgehen kann, dann wird es den Toten nicht stören.
Wenn der Christ seinen Frieden mit Gott gemacht hat ist es doch gut.
 
Dem widerspreche ich, Zebaothling. Nahezu jeder Mensch hinterläßt mit seinem Leben Spuren. Er hinterläßt Verwandte, Freunde, vielleicht auch Feinde, Bekannte - wen auch immer. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Verbindungen, die er in Form von Beziehungen hinterlassen hat, noch da.
Sie sind wie begonnene Gespräche, die abrupt beendet wurden, aber noch nicht zu Ende geführt worden sind.

Ich weiß ja nun nicht, was du so lapidar als "Totenverehrung" bezeichnest - auf mich wirkt dein Einwurf wie ein kaltes, unstimmiges Etikett, das vielleicht auf eine öffentliche Person wie Lenin oder Johannes Paul II. zutrifft.

Wenn aber eine Tochter, ein Bruder, die Mutter gestorben ist, dann ist es gut und notwendig, daß die Hinterbliebenen den begonnenen "Dialog" innerlich weiterführen, vielleicht auch zu Ende führen können, um sich letztendlich verabschieden zu können.Da hast Du recht , denke ich , manchmal ist es in der Tat notwendig sich mit der Trauer und dem Schmerz durch den Verlust eines lieben Menschen auseinanderzusetzen .
Das ist nichts, das man mit der Bestattung abschließt.

Na schon bei dem ganzen Brim Bam Borium das man ums Verbuddeln macht beginnt für mich der Totenkult bzw. die Totenverehrung.

Das ist mit Kummer, mit Erinnerungen, vielleich auch mit Klärung offener Konflikte verbunden. Einen Toten ehren bedeutet, seinem Leben und dem, was er für die Hinterbliebenen bedeutet hat, anzuerkennen.

Nö das bedeutet es nicht , einen Toten zu ehren bedeutet einen Toten zu ehren .
Das von einem Mensche Geschaffene und Gebliebene anzuerkennen dürfte nicht schwer fallen, denn es ist ja da . Anerkennung des Geschaffenen ist für mich keine Verehrung .



Wäre dem nicht so, gäbe es keine Religionen, die alle an eine unsterbliche Seele glauben und letzten Endes auch keine Menschen, die Mitgefühl und Glaubenskonflikte miteinander teilen und austragen.


Menschen die Glaubenkonflikte miteinander teilen oder auch austragen gibt es in dem Moment wo zwei Menschen etwas anderes glauben und zur Konfliktschaffung bereit sind .

der Unterschied im Glauben ist nämlich nicht zwingend die Notwendigkeit oder das auslösende Moment für einen Konflikt .

Wie wäre es mit Akzeptanz und Toleranz , wenn einer etwas anderes glaubt? Dem Austausch über das weshalb er das tut , dem Hinterfragen sozusagen ohne Konfliktschaffung .

Wäre wohl ne friedlichere Variante .
 
Ich glaube nicht, daß ihr paar so dermaßen feindlich gesiinnte Atheisten für DIE Atheisten sprecht. Das wäre eine Beleidigung für viele Atheisten!
Paar Extreme gibts halt leider überall..

Feindlich, nur weil ich eine eigene Meinung habe?😕 Bitte, wenn Du meinst! Wir haben verschiedene Sprachen, das ist alles. Da ich die Bibel nicht auswenig kenne/kann, werde ich nie verstehen können. Wie auch, wenn es die Bibelfreunde selber nicht wirklich können. Einfach weil es nicht geht. Aber auch das ist meine Meinung. Welche daraus resultiert, dass Gott unendlich ist. Wenigstens das habe ich begriffen, stell Dir das mal vor!😎
 
Wie auch, wenn es die Bibelfreunde selber nicht wirklich können.

Wenn Interesse besteht, bin ich jederzeit bereit, mir die Zeit zu nehmen, Dir es zu erklären, was Du wissen möchtest.
 
Ach weißt Du, ihr unterscheidet erst bevor ihr denkt, oder wie soll ich das verstehen?
Denn ich habe ja, eben weil ich Atheist bin, eh schon einen an der Waffel. Da muß ich ja nichmal was gesagt haben. 😎 Genau so kommst Du rüber! Aber fühle Dich deshalb nicht angegriffen! Es ist nur mein Empfinden! Nicht mehr! Ich kenne Dich nicht. Wir reden hier um eine Sache! In diesem Fall um den Tot eines Menschen.

Obwohl ich Atheist bin, halte ich den Glauben als solches für fähig dynamisch zu sein und zu bleiben. Istrumentalisiert wird er vom Menschen seit eh und jeh.
Und wenn nachbars Kind sich umbrachte, dann stellt sich für mich die Frage; Wo war Gott in den schwersten Stunden vor dem Tode des Kindes? Oder eben: wo waren die Christen und deren Barmherzigkeit um diese zu vermeiden? Ich denke, diese Fragen sind durchaus berechtigt.

Was ist wenn ein Atheist selbstmord begeht? Wie wenig oder wie viel bekommt er von Dir? Hast Du Dich das mal gefragt?




Wo Gott war? Bei diesem Kind, dem "verirrten Schäfchen", wie es die Eltern in der Traueranzeige ausdrückten. Und er litt mit diesem Kind, denn er kannte seine Not und Seinen Schmerz, weil er ihn selbst getragen hat, als er in dieser Welt war.

Wo die Menschen waren - ich weiß es nicht. Ich glaube nicht, dass man immer rund um die Uhr auf einen Menschen aufpassen kann, selbst wenn man weiß - wussten sie es? So gut kenne ich diese Gemeinde nicht, um zu wissen, was im Vorfeld war - , wie es seelisch um einen Menschen bestellt ist.
Würde ich es merken bei meinen Kindern? Manchmal ahne ich es und dann versuche ich zu handeln, aber es ist schwer bei bereits "erwachsenen" jungen Menschen...😱

Mich erschüttert mehr, was im Nachhinein passierte und ich habe Sorge, dass man nicht sehr viel daraus gelernt hat in dieser Gemeinde, denke ich an die Zuschreibungen mir gegenüber (NACH Sarahs Tod...)

Und noch etwas, abendtau: Sollte es tatsächlich so angekommen sein, dass ich denke, hier hätten Atheisten "einen an der Waffel", tut es mir Leid, denn dem ist absolut nicht so.
Ich versuche auf sachliche oder auch emotionale threads (wie z.B. die mich sehr berührenden von Mikenull) völlig ernst einzugehen.

Vielleicht ist es aber auch so, dass man quasi automatisch davon ausgeht, dass Christen sich über andere "erheben" und sie als "minderwertig" betrachten...?
Manchmal kommt mir dies so vor...
Falls ja, dann bitte dieses Denken wieder einstellen, denn das entspricht in keiner Weise der Realität.
 
Möglicherweise hat er vorher mehr mit sich gerungen eben wegen seines Glaubens.

An diesem Punkt möchte ich widersprechen. Ich denke das jeder Mensch in gleicher Weise mit sich ringt, obgleich der Inhalt seiner Zweifel unterschiedlich sein mag. Die Vorstellung vom Tod hat sicherlich nicht den signifikanten Einfluss darauf wie sehr jemand an seinem Leben hängt. Entscheidender sind wohl vordergründig die Umstände die erst dazu führen aus dem Leben scheiden zu wollen.
 
An diesem Punkt möchte ich widersprechen. Ich denke das jeder Mensch in gleicher Weise mit sich ringt, obgleich der Inhalt seiner Zweifel unterschiedlich sein mag. Die Vorstellung vom Tod hat sicherlich nicht den signifikanten Einfluss darauf wie sehr jemand an seinem Leben hängt. Entscheidender sind wohl vordergründig die Umstände die erst dazu führen aus dem Leben scheiden zu wollen.

Ich sagte , möglicherweise.
Wir haben in der Regel nicht sehr viel Einblick in das Seelenleben eines Selbstmörders vor seinem Tod.
Der Nichtgläubige braucht zumindest keine Überlegung in Hinsicht auf das jüngste Gericht anzustellen, kann diesen ganzen Themenkomplex, wie Gott deswegen über ihn richten wird, unbeachtet lassen.
 
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