Hallo LVchen!
Hm, das ist harter Tobak, den du da besprechen möchtest. Ich glaube, man muss sich, wie Tine schon sagte, schützen. Jeder muss das auf seine eigene Art und Weise tun. Ich habe in einem anderen Thread schon mal geschrieben, dass ich eher zur Ausnutzerfraktion widerwillen gehöre, da ich sonst psychisch wohl ziemlich auf dem Bauch gelandet wäre. Damit habe ich vermutlich vielen geschadet und viele fühlen sich betrogen, aber ich sage mir, vielleicht hatten diese Menschen ein wenig Stabilität, was ich von mir leider nicht behaupten kann. Gerade bin ich an so einem Wendepunkt in meinem Leben und werde vermutlich bald auf die Hilfe anderer verzichten können. Für mich hört sich das traurig an, wenn ich sogar dazu sage, es wird sich auch das wackelig anfühlen, aber irgendwie freue ich mich auch drauf, weil angenommene Hilfeleistung einen abhängig macht und andere Leute dazu verleitet wie ein Geldeintreiber an deiner Haustür zu stehen und ihren Teil einzufordern. Ich hätte ziemlich viel für die Leute gemacht, die mir geholfen haben, aber sie brauchten mich nicht. Einmal hab ich meinen Fernseher abschaffen wollen und da ich wusste, dass meine Mitbewohnerin echt abhängig war von dem Teil und sie keinen hatte, sonst immer ne Liebe war, wollte ich ihr den Kasten schenken. Die hat vielleicht geguckt, wollte mir Geld dafür geben, aber ich hatte halt kein Problem damit den herzugeben. Wenn einer von meinen Helfern vor meiner Tür stehen würde nachts um drei und mir sagen würde, er hat kein Dach überm Kopf, kein Essen etc. ich würde sagen..be my guest!! Tja, wenn die Hilfe von Ausnutzern nicht gebraucht wird, endet es eben zwangsläufig mit Vorwürfen.
Ich glaube, man sollte sich da nichts einreden lassen und die Leute einfach sein lassen, auch wenn man einige durchschaut. Es gibt so Leute, die werden sich nie bei mir melden, auch wenn sie es versprechen etc. Wenn man weiß, wie die Leute reagieren werden in etwa, dann muss man sich einrichten und sich eben seins bei denken. Wenn man dann so reagiert wie es sozial erwartet wird und Freundschaften bloß nicht zu ernst nimmt, sich aber selbst vornimmt, so wenig wie möglich ne Sau zu sein und seine Ideale zu leben, dann passt das schon...Ich find das immer schrecklich, wenn einem so die Schuld eingeredet wird und man es sich auch noch zu Herzen nimmt. Ja, man muss sich schon mal in andere hineinversetzen, aber wo es mir meinen eigenen Charakter zerlegt, geht es einfach zu weit. Und ja, wahrscheinlich hab iich verdammt noch mal Unrecht ziemlich oft, aber ich bin so wie ich bin und ich darf auch meckern und andere blöd finden. Als würden sich so viele Leute wirklich darüber Gedanken machen, wie sie sich verhalten haben. Da denkt doch jeder, er hat recht...na denn, ist es halt so...man sollte Freunde finden. Wenn man die hat, können einen die anderen Leute doch mal...Alles irgendwie vorbeiziehen lassen...das schafft man nicht 100 Prozent, aber man muss es sich vornehmen..sonst wird man vor Moralapostelei wahnsinnig...