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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was haben die beiden Aussagen zu bedeuten?

Ich halte dich für sehr bequem und du willst aus der comfort zone nicht raus. Dann arbeite nicht an deinem Selbstvertrauen, wenn die das zu anstrengend ist, dann wundere dich aber auch nicht, wenn du ständig in die gleichen Situationen kommst.

Du kommst unsicher rüber, auch hier. Und von einer erwachsenen Frau kann man schon mehr erwarten.

(...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Eltern hadern übrigens damit, dass ich in einem Pflegehelferjob "hängenbleibe". Sie vergessen nie, hin und wieder zu betonen, wie stolz sie wären, wenn ihre Tochter Ärztin oder Anwältin geworden wäre.

Das ist ziemlich mies.
Du hast auf jeden Fall allen Grund stolz auf dich zu sein. Als Pflegekraft hast du einen sehr wichtigen Job und auch einen ziemlich anstrengenden, sowohl körperlich als auch psychisch. Das kriegt bei weitem nicht jeder hin. Und gerade so Leute wie du, die das mit Herzblut machen, die kann es gar nicht genug geben.
 
Ja, es gibt Menschen, die einem die eigenen Selbstzweifel spiegeln.
Meine Cousine hat man auch so behandelt, ihr gesagt sie sei dumm und so von klein auf. Sie arbeitet jetzt als Krankenpflegerin.
So was ist nicht richtig, ein Kind so zu behandeln. Teilweise sind das ja auch überzogene Erwartungen, die Eltern an einen stellen können. Jedenfalls ist sie ein herzensguter Mensch.
Weißt du, es gibt unendlich viel Wissen auf der Welt und niemand weiß alles.
Solange du weißt, wo deine Stärken liegen und wie du sie einsetzen kannst, das ist schon viel wert.
 
Liebe Community,

ich bin gerade wieder etwas verunsichert.

Letzte Woche hat mich die Aussage eine Bewohners getroffen, der mir sagte, ich sei nicht gerade weltgewandt. Ich fragte nach, was genau er damit meine und seine Antwort war: "Du hast von vielen Dingen keine oder nur wenig Ahnung". Da es mich beschäftigt hat, habe ich mich einer Kollegin anvertraut. Sie meinte, die Aussage des Bewohners finde sie ziemlich frech. Er habe ihr auch mal gesagt, dass er seine ehemalige Bezugspflegekraft vermisse.
Vielleicht war sie "weltgewandter"? Jedenfalls komme ich mir jetzt wieder dumm und ungebildet vor.

In dem Zusammenhang muss ich auch an die Aussage eines Professors in einer psychiatrischen Klinik denken, wo ich vor einigen Jahren zwecks einer ambulanten ADS-Diagnostik war. Ich habe es so empfunden, dass ich sehr flüssig gesprochen habe und meine Probleme/Defizite sehr klar und detailliert zur Sprache gebracht habe.
Am Ende des Gesprächs beurteilte mich der Professor mit: "Ihre Schilderungen klangen für mich nicht unbedingt kindlich, aber doch sehr jugendlich".
Was bedeutet das? Habe ich einfach nur schüchtern gewirkt oder eher dümmlich?

Wie würden solche Aussagen auf euch wirken?

Es grüßt euch

Marika
Hi Du,
zuerst einmal fällt mir auf, dass Du solche Aussagen aufnimmst, und Dich aufgrund der Aussagen anderer selbst hinterfragst. Das Problem hatte ich auch. Wurde mir in der Therapie abtrainiert, denn was jemand sagt, hat zuerst einmal und am meisten mit demjenigen selbst zutun.
Heutzutage kann ich mir daher überlegen, ob ich überhaupt über die Aussage eines anderen nachdenken will, und diese an mich ran lassen.
Als nächstes fällt mir auch auf, dass natürlich gerade Aussagen mich auch nach wie vor sehr treffen, wo entweder was wahres dran ist, oder aber ein Urteil versteckt ist, dem ich nicht zum ersten Mal begegne. Solche Aussagen machen mir auch sehr zu schaffen.
Ja,
und dann... weltoffen ist für mich erstmal kein wertender Begriff sondern meint eher sowas wie, ist interessiert an anderen Kulturen, an Vielfältigkeit, Verschiedenheit. Was allerdings der Typ damit meint, weiß ich nicht. Jeder denkt sich ja oft sein eigenes bei einem Wort.
Und dann zur wertenden Rückmeldung des Psychiaters, kindlich, jugendlich. Ich würde mich dadurch tatsächlich als Erwachsener auch degradiert fühlen. Rein von der Wortbedeutung her werted es einen erstmal aber nicht ab. Es transportiert dass z. Bsp. Deine Ausdrucksweise etwas junges hat.
Bei mir ist es z. Bsp. mein Gesichtsausdruck. Obwohl man mittlerweile auch Spuren meines Alters in meinem Gesicht sieht, ist da immer dieser ,,kindliche" Gesichtsausdruck. Hat mich lange gestört.
Hoffe, meine Gedanken sind ein bisschen irgendwie hilfreich für Dich. LG
 
Liebe @Marika46,

ich glaube, du bist einfach zu gutmütig und akzeptierst (im Sinne von "schluckst") zu viel, statt mal (d)eine rote Linie deutlich zu machen, indem du sie mit einem "Halt!" aussprichst. Dass du schon merkst, dass bestimmte Bemerkungen nicht in Ordnung sind, zeigt sich ja daran, dass du die Fälle hier thematisierst.

Was hindert dich eigentlich daran, solchen Menschen zu sagen "Sie vergreifen sich da gerade im Ton!" wie beim Fall der Schlaftablette oder "Das geht Sie nun wirklich nichts an" bei der Frage nach Periode und Freund. Dafür muss man auch nicht schlagfertig sein, sondern kann sich das so abspeichern.

Du musst so etwas nicht erdulden, zumal es Menschen gibt, die dann in dir das willkommene Opfer sehen, um ihre Bösartigkeit auszuleben. Vielleicht nimmst du dir vor, ab jetzt mal klare Kante zu zeigen. Selbst von Vorgesetzten muss man sich nicht alles gefallen lassen, und noch einmal weniger, da du in einer Branche tätig bist, in der Arbeitskräfte rar und kostbar sind und der nächste potenzielle Arbeitgeber dich mit Kusshand nehmen würde.

Deine Eltern haben sicherlich großen Anteil an deinen Selbstzweifeln. Denen könntest du zu allererst mal stecken, dass sie dir nichts Gutes damit tun, wenn sie dir immer den Eindruck vermitteln, dass es nicht reicht, was du tust und wer du bist. Sie sollten dich lieber stärken und wertschätzen.
 

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