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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was haben die beiden Aussagen zu bedeuten?

Auf Grund ihrer doch häufigen banalen Fragen zeigt aber auch das sie vielleicht Welt aber nicht Wortgewandt ist, das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Beide haben nichts mit Intelligenz zu tun, nicht das einer meint ich wolle der TE Dummheit unterstellen.

Zudem gibt es da die gute alte Tante Google die doch schon viele Begriffe deren Bedeutung jemanden nicht so geläufig sind schlüssig und verständlich zu erklären. Damit ließe sich so einiges vermeiden.

Das ist nicht als Beleidigung der Person zu werten sondern vielmehr als guter Ratschlag gedacht, eine (meine) Meinung, keineswegs aber eine Bewertung der Person.
 
Die Aussage des Patienten ist frech und übergriffig. Du bist als Pflegekraft dazu da, ihn zu pflegen und zu umsorgen und den sozialen Kontakt herzustellen. Du musst ihn nicht unterhalten oder gar andere Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Ein Mehr ist immer freiwillig. Einem Menschen, dem mangelnde Weltgewandtheit zugeschrieben wird, fehlt eine gewisse Mischung aus Erfahrung, Bildung, Offenheit und sozialer Kompetenz, die nötig ist, um sich sicher und wirkungsvoll in der Welt zu bewegen.

Wenn du pfiffig hättest reagieren wollen, hättest du einfach sagen können "Es kann eben nicht jeder so weltgewandt sein wie Sie, lieber Herr xy. Dafür hab ich das Herz am rechten Fleck und sage bestimmte Dinge nicht, die andere Menschen verletzen. Ist das nicht viel wichtiger in unserem Miteinander hier?"

Ich würde das nicht überbewerten. Wahrscheinlich brauchte der Mann das, um sich besser zu fühlen. Über das hingehaltene Stöckchen brauchst du aber nicht gleich zu springen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Marika,
hat dir mal irgendwer zu verstehen gegeben, dass du dumm bist?
Eltern? Mitschüler? Lehrer?

Es gibt so eingepflanzte Glaubenssätze. Das ist, wenn dir in deiner Kindheit Leute öfters gesagt haben z. B. "du bist dumm", und zwar so oft, dass man es selber irgendwann glaubt.
Im späteren Leben hat man dann oft Angst, andere Menschen könnten einen auch für dumm halten, auch wenn das ganz unbegründet ist.

Vielleicht hast du solche falschen Glaubenssätze ja im Kopf und darum treffen und verunsichern dich solche Äußerungen dann.
Die erste Bemerkung finde ich ziemlich rüpelhaft bzw von oben herab.
Die hätte der Mensch sich echt verkneifen können.

Ich finde übrigens nicht, dass du zwangsläufig falsch im sozialen Bereich bist. Ich denke, viele Menschen dort schätze auch deine feinfühlige Art und es braucht dort auch Menschen wie dich.
 
Das stimmt.
Ich weiß, dass ich an meinem Selbstbewusstsein arbeiten muss, um nicht mehr so unsicher aufzutreten. Doch "wenig weltgewandt" hat ja nichts mit dem Selbstbewusstsein zu tun, sondern damit ist wohl eher mangelnde Bildung gemeint.

Diesen Spruch "du MUSST an deinem Selbstbewusstsein arbeiten" mag ich persönlich nicht.
Weiß nicht, wie es dir da geht, aber ich verbinde sowas mit Druck und auch einem mehr oder weniger versteckten Vorwurf.
Also du MUSST es nicht. Schon gar nicht um andere Menschen zufrieden zu stellen.
Wenn dann solltest du es machen, wenn du es FÜR DICH SELBER willst. Um DIR das Leben etwas leichter und schöner zu machen.
 
Hallo Marika, es wird immer Menschen geben, die einen nicht mögen. Es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrungen gemacht hast und dich nicht ernst genommen fühlst. Ich glaube, dass dein generelles Problem dich schon auch belastet.
Ich kenne dieses Gefühl der starken Verunsicherung durch Menschen von früher.
Wir alle sind fehlerhafte Menschen. Ich genauso. Und wir Menschen verletzen uns leider gegenseitig. Ob wir das planen oder nicht.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass du trotzdem in deinem Job viel Freude hast und sich die Situation als nicht so schlimm herausstellt, wie du befürchtet hast und dass es generell mit deinen eigentlichen Beschwerden besser geht. Es muss nicht alles immer so bleiben, wie es ist.

P.S.: Du kannst mir auch gerne jederzeit schreiben, wenn was ist.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für eure mutmachenden Antworten.

Dann war die Aussage des Bewohners wohl übergriffig. Ich bin froh, dass ihr das auch so seht. Kolleginnen haben mir schon vorgeworfen, dass ich oft zu empfindlich bin. Bei einigen Bewohnern kann ich ja auf Durchzug schalten, wenn gemeine Bemerkungen kommen. Eine alte Dame hat mich mal als "Schlaftablette" bezeichnet und hat dann noch - an andere gewandt - gesagt: "Wie konnten die nur so jemanden einstellen?" Boshaftigkeiten hinzunehmen fällt mir bei dem einen leichter, bei dem anderen schwerer.

Ich denke auch, dass ich nicht für andere Menschen mehr Selbstbewusstsein erlangen sollte. Doch für mich wäre es auf jeden Fall hilfreich, um besser durchs Leben zu kommen und verbale Tritte und Schläge besser abwehren zu können.

Wie du @Kylar schon richtig vermutet hast, hängen meine heutigen Selbstwertprobleme und Selbstzweifel zu einem großen Teil mit meiner Vergangenheit zusammen. Für meine Eltern war ich dumm und ungeschickt, für viele Mitschüler und Lehrer galt dasselbe. Während meiner Ausbildung im Büro musste ich mich einem psychologischen Test beim Arbeitsamt unterziehen. Von dem Ergebnis hing ab, ob ich die Ausbildung in dem Betrieb beenden durfte oder nicht. Das war so demütigend für mich. Ich darf gar nicht mehr an das Gespräch mit dem Amtspsychologen nach dem Test denken! Der wollte tatsächlich von mir wissen, wann ich meine erste Periode hatte und ob ich einen Freund habe. 😳

Danke für eure Meinung, dass ich im sozialen Bereich nicht zwangsläufig falsch bin. Ich empfinde das auch nach 8 Jahren noch so. Ich habe zwar meine Defizite, bin aber im Job empathisch und geduldig. Das zählt mit Sicherheit mehr als gute Bildung und Intelligenz.

Das ist auch ein Grund, warum ich die 100-jährige liebe Bewohnerin so mag. Sie schätzt mich wert und sagte mir, dass ich in dem Job auf jeden Fall an der richtigen Stelle sei. Zuletzt lobte sich mich mit den Worten "Sie machen Ihre Arbeit hervorragend". Ich nehme es ihr ab, dass sie das ehrlich meinte, auch wenn meine Vorgesetzten weniger begeistert von mir zu sein scheinen.

Meine Eltern hadern übrigens damit, dass ich in einem Pflegehelferjob "hängenbleibe". Sie vergessen nie, hin und wieder zu betonen, wie stolz sie wären, wenn ihre Tochter Ärztin oder Anwältin geworden wäre.
 

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