meine Arbeitszeit zähle ich zum Leben nicht wirklich dazu, es ist nur Warten auf Feierabend
Wir haben die Wahl und müssen nicht machen, was uns schlimm vorkommt. Für jeden Topf gibts einen passenden Deckel.
Ich finde das sehr rücksichtslos dir gegenüber, dass du dich nicht nach etwas anderem umschaust und obwohl es dir sehr ekelt, das weiter "isst", was du hast. Es wird sicher Geldbringende Tätigkeiten geben, die dir Spaß machen und wo du gern hingehst, weil es dir nicht wie arbeiten vorkommt.
Ich habe so einen Job, wo ich mir denke, jedesmal, den könnte ich bis an mein Lebensende machen, der fühlt sich an wie ein Urlaub. Ich arbeite selbstständig, richte entlegene Almhütten her für Gäste, nehme mir immer Kaffee und Jause mit, den Hund, keiner redet mit drein, ich komme an die schönsten Orte der Welt, es ist einfach traumhaft, ein Hochgenuss, den ich in aller Bedächtigkeit und Langsamkeit zelebriere. Für meine Natur, wie ich gebaut bin, ist das ideal. Mir kommt wirklich nie vor, dass ich arbeite, es ist etwas machen, das zu schön ist, um damit je aufhören zu wollen. Derzeit habe ich Nebensaison, es ist der Geldhahn nicht abgedreht, ich habe das so geregelt, dass ich ein halbes Jahr mehr leiste, das wird dann aufgeteilt aufs ganze Jahr. Wir haben doch nicht zufällig jeder unsere Vorlieben und Geschmäcker, das sind Hinweise, wo man auch Geld damit machen kann.
So wie du bist, bist du richtig für diesen oder jenen Job- den musst DU machen, denn dir fällt er leicht, anderen fällt ein anderer Job leichter, der mir wieder schrecklich weh täte, würde ich dort eingesetzt sein.
Was nicht richtig ist, fühlt sich nicht gut an. Und umgekehrt. Ihr hört seit Ewigkeiten: nein, das mag ich nicht und macht es trotzdem weiter. Folge: grausliges Fühlen, Leid, Trauer.
Ich glaub schon, dass das mit dem zu tun hat, wie man sich bettet, so liegt man.