meine Meinung
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Wir sollten schon unterscheiden, ob vor uns ein lyrisches Gedicht über eine Rose liegt, oder ein biologischer Text. Im Gedicht darf die Rose als "Königin" bezeichnet werden, vielleicht sogar als "unsterblich". Für die Biologie machen diese Aussagen keinen Sinn: Sie sind schlichtweg falsch. Aber bedenken wir die Aussageabsicht und Methode des Textes, klärt sich der Widerspruch als Missverständnis auf.
Aber auf der anderen Seite kann man Theologie und Naturwissenschaft eben nicht gegeneinander immunisieren: Denn das würde bedeuten, dass die Naturwissenschaft unabhängig von der Theologie alles mögliche entdecken kann und die Theologie dazu nur die Achseln zuckt - und umgekehrt die Theologie sich einen Dreck um die Erkenntnisse der Naturwissenschaft kümmern braucht, weil sie ja doch einen anderen Blickwinkel hat. Ein berühmter deutsche Theologe hat diese gegenseitige "Nicht-Einmischung" folgendermaßen umschrieben: «Theologie und Naturwissenschaft können grundsätzlich nicht in einen Widerspruch untereinander geraten, weil beide sich von vornherein in ihrem Gegenstandsbereich und ihrer Methode unterscheiden.» (Karl Rahner)
Eine solche vollständige Disjunktion der Methoden übersieht, dass beide (Theologie und Naturwissenschaft) eben doch die gleiche Wirklichkeit beschreiben. (Im Rosen-Gedicht-Beispiel gilt ja auch: Ein Gedicht, das von der Rose als "Pflanze der Wüste" spricht - oder von "der Königin, die nur des nächtens blüht" - oder "der ersten Botin des Frühlings, schon blühend in des Eises Winter" redet, erzählt Unsinn. Wenn das Gedicht über die Rose sämtliche Erkenntnisse der Rosen-Biologie ignoriert, dann stimmt entweder mit dem Gedicht oder mit der Biologie etwas nicht!)
Aber auf der anderen Seite kann man Theologie und Naturwissenschaft eben nicht gegeneinander immunisieren: Denn das würde bedeuten, dass die Naturwissenschaft unabhängig von der Theologie alles mögliche entdecken kann und die Theologie dazu nur die Achseln zuckt - und umgekehrt die Theologie sich einen Dreck um die Erkenntnisse der Naturwissenschaft kümmern braucht, weil sie ja doch einen anderen Blickwinkel hat. Ein berühmter deutsche Theologe hat diese gegenseitige "Nicht-Einmischung" folgendermaßen umschrieben: «Theologie und Naturwissenschaft können grundsätzlich nicht in einen Widerspruch untereinander geraten, weil beide sich von vornherein in ihrem Gegenstandsbereich und ihrer Methode unterscheiden.» (Karl Rahner)
Eine solche vollständige Disjunktion der Methoden übersieht, dass beide (Theologie und Naturwissenschaft) eben doch die gleiche Wirklichkeit beschreiben. (Im Rosen-Gedicht-Beispiel gilt ja auch: Ein Gedicht, das von der Rose als "Pflanze der Wüste" spricht - oder von "der Königin, die nur des nächtens blüht" - oder "der ersten Botin des Frühlings, schon blühend in des Eises Winter" redet, erzählt Unsinn. Wenn das Gedicht über die Rose sämtliche Erkenntnisse der Rosen-Biologie ignoriert, dann stimmt entweder mit dem Gedicht oder mit der Biologie etwas nicht!)