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Warum wird Schüchternheit als Schwäche angesehen??

Ich stelle mir gerade vor, dass fünf "negative" Menschen extrem extrovertiert auftreten und 95 schüchterne schweigen zu diesem negativen Verhalten ...

Es reicht nicht immer, sich nur eine Meinung zu bilden. Man sollte gegebenenfalls gelegentlich auch praktische Konsequenzen aus seiner Position ziehen. Und dazu gehört es gelegentlich auch, diese öffentlich zu machen, indem man z. B. sagt, dass man ganz anderer Meinung ist. Sonst wird Schweigen in der Tat als Zustimmung gewertet. Und die Frechen und Negativen siegen.
 
Ich stelle mir gerade vor, dass fünf "negative" Menschen extrem extrovertiert auftreten und 95 schüchterne schweigen zu diesem negativen Verhalten ...

Es reicht nicht immer, sich nur eine Meinung zu bilden. Man sollte gegebenenfalls gelegentlich auch praktische Konsequenzen aus seiner Position ziehen. Und dazu gehört es gelegentlich auch, diese öffentlich zu machen, indem man z. B. sagt, dass man ganz anderer Meinung ist. Sonst wird Schweigen in der Tat als Zustimmung gewertet. Und die Frechen und Negativen siegen.

Das sehe ich schon auch so, aber ich denke nicht, dass alle 95 aus dem Beispiel wirklich schweigen würden...ich denke, es käme auf das Verhalten der "negativen" Menschen an, ich meine was jetzt genau sie sagen oder tun. Womöglich dauert es einen Moment, aber ich bin sicher es würden nicht alle schweigen. Ich denke mal es kommt immer auf die Person und Situation an. Schüchterne sind ja nicht STUMM, sie KÖNNEN ja reden. 🙂
Wenn man eine Meinung hat, dann soll man dazu auch stehen, das sehe ich auch so. Aber meiner Erfahrung nach ist das auch so, auch bei stilleren Menschen. Da sind dann nur manchmal die anderen überrascht 🙂 weil sie das so nicht kennen von der Person.
 
Und wer im rechten Moment die Klappe nicht auf bekommt, der ist entweder mit dem Geschehen einverstanden, oder es ist ihm gleichgültig was geschieht, oder er kann halt einfach nicht anders - und das ist, insbesondere wenn Jemand darunter leidet "unerhört" zu bleiben, definitiv eine Schwäche.

Dazu hätte ich mal eine Frage, oder vielleicht einen Rat. Was ist denn wenn jemand der eher zurückhaltend ist (und schon dafür bekannt) dann aber nicht gleichgültig ist, seine Meinung vertritt und auch belegt wieso das so oder so besser ist, also durchaus stichhaltig argumentiert und dann trotzdem "ignoriert" wird? Irgend einen Vorschlag was man da machen kann? Also ich hatte das schon mal, allerdings waren die Personen welche daran beteiligt waren glaub ich echt zu blöd und unreif in dem Moment, es war auch nicht wirklich bedeutsam...dennoch, ich fand es irgendwie ärgerlich. Und ich hatte nicht das Gefühl das ich gegen die hätte anreden können, mit Argumenten kam man denen nicht bei, was soll man tun, die verprügeln 😀 Is ja vielleicht auch ein blödes Beispiel, aber würd mich mal interessieren.
 
Vielleicht bist du ja HSP´ler. Informiere dich dahingehend bitte mal mit diesem Link.

Beratung bei Hochsensibilität

Und Schüchternheit wird als Schwäche gedeutet. Ja. Aber nur von verblendeten, intoleranten empathielosen Menschen, also so 90% der Welt. 😀

Mein Beispiel dazu:

Öfters verarschen mich Leute oder wundern sich über meine Introversion etc. Ich lasse das alles völlig an mir vorbeiziehen, denn ich weiß für mich selbst genau, falls ich das Bedürfnis verspüre, diese Leute nachhaltig psychisch zu diskriminieren um damit einen Erziehungseffekt zu erzielen oder sie zu meinen Freunden zu machen, dann tue ich es einfach. Weil ich es kann.

Damit will ich sagen es kann dir egal sein, wo wie was gedeutet oder missverstanden wird, solange du weißt dass dich deine Empfindsamkeit den anderen genaugenommen sogar überlegen macht.
Einfach in deiner Mitte bleiben mithilfe des Wissens, dass die Meinung der anderen dich nichts anzugehen hat!! Lebst du für dich, oder für andere?
 
Dazu hätte ich mal eine Frage, oder vielleicht einen Rat. Was ist denn wenn jemand der eher zurückhaltend ist (und schon dafür bekannt) dann aber nicht gleichgültig ist, seine Meinung vertritt und auch belegt wieso das so oder so besser ist, also durchaus stichhaltig argumentiert und dann trotzdem "ignoriert" wird? Irgend einen Vorschlag was man da machen kann? Also ich hatte das schon mal, allerdings waren die Personen welche daran beteiligt waren glaub ich echt zu blöd und unreif in dem Moment, es war auch nicht wirklich bedeutsam...dennoch, ich fand es irgendwie ärgerlich. Und ich hatte nicht das Gefühl das ich gegen die hätte anreden können, mit Argumenten kam man denen nicht bei, was soll man tun, die verprügeln 😀 Is ja vielleicht auch ein blödes Beispiel, aber würd mich mal interessieren.

Das ist leider eine Situation, mit der Du immer wieder konfrontiert sein wirst, weil die Menschen die Wirklichkeit nun mal in unterschiedlichster Weise wahrnehmen und dementsprechend verschieden auf sie reagieren,
Letztlich kannst Du in solch einem Fall andere Menschen nur durch Dein Tun überzeugen - aber halt auch nur Jene, die bereit sind hin zu schauen und in der Lage sind Dein Tun zu erkennen und sich überhaupt dafür interessieren, was Du tust.
 
Ich stelle mir diese Frage schon lange...
Es fängt ja schon in der Schule an, wenn Lehrer erklären wie ihre Zeugnisnote zustande kommt. Oftmals wird dann 70/30 bewertet (70% mündlich, 30% schriftlich)... Das ist für jeden schüchternen eine Benachteiligung,

Sich nicht zu melden ist nicht einfach Schüchternheit.
Schüchternheit ist nicht dasselbe wie Zurückhaltung. Schüchternheit kann krankhaft sein. Weshalb meldet man sich nicht? Weil man Angst hat etwas falsch zu machen, resp. falsches zu sagen, das ist keine gesunde Schüchternheit, oder Distanz, das ist Druck der entsteht wenn man denkt, man würde nur geliebt wenn man alles richtig macht.
 
Heutzutage kommt es mir auch so vor, als wuerde ich manchmal aufgrund meiner ruhigen Art unterschaetzt oder mir nicht viel zugetraut werden.
Zu schulzeiten war das aber noch nicht so. Die mitschueler und lehrer wussten dass mehr in mir steckt, als ich nach aussen zeige.
Damals fuehlte ich mich nicht benachteiligt...obwohl ich mich oft nicht getraut habe mich zu melden wenn ich mir der richtigen antwort nicht 100% sicher war und mich hinterher oft sehr darüber geaergert hab.
Das erstemal so richtig im weg stand mir meine schuechternheit als ich den wunsch hatte Journalistin zu werden und mir von verschiedenen seiten gesagt wurde dafür sei ich zu schüchtern, da man ja auch Interviews fuhren und mit vielen Leuten reden muesste.
Heute weiss ich dass ich das trotzdem geschafft haette. Wenn es einen (beruflichen) grund gibt mit leuten zu reden ist das naemlich ploetzlich kein problem mehr fuer mich,
 
Öfters verarschen mich Leute oder wundern sich über meine Introversion etc. Ich lasse das alles völlig an mir vorbeiziehen, denn ich weiß für mich selbst genau, falls ich das Bedürfnis verspüre, diese Leute nachhaltig psychisch zu diskriminieren um damit einen Erziehungseffekt zu erzielen oder sie zu meinen Freunden zu machen, dann tue ich es einfach. Weil ich es kann.

Kannst du garnicht wissen, ob du es kannst, wenn du es nicht tust. Wehrt man sich länger nicht so kann es passieren, dass man in dieser Rolle verharrt.

Woher willst du wissen, dass ich das nicht schon etliche Male gemacht habe? Erst denken, dann schreiben!

Dieses "Instrument", meine Empfindsamkeit, hats mir früher schwer gemacht, aber heute bin ich den meisten gegenüber in Sachen Empathie, Auffassungsgabe, Soziale Verhaltensweisen und deren Auswirkungen etc. bevorteilt. Ich geb zu, mein Leben krieg ich trzdm nicht alleine auf die Reihe. Man möge mich ruhig als schwach bezeichnen. Mein Gespür für andere Menschen, gibt mir die Mölichkeit, sie psychisch anzugreifen, weil ich deren "wunde Punkte" sofort spüre! Oder sie zu guten Freunden zu machen, wenn das Bedürfnis dazu besteht. Das ohne mich von mir selbst zu entfernen oder eine Maske aufzusetzen. 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich halt einfach so grausam finde ist: Ich stell mir vor, dass z.B. ein Kind zu Hause missbraucht oder geschlagen oder ähnliches wird. Und wenn dann das Kind aufgrund von psychischen Problemen sich nicht melden kann weil es eben so schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat bekommt es vielleicht obwohl es nur 1en schreibt eine 4 im Zeugnis, weil es sich nie gemeldet hat.

Wie muss ein Kind sich da fühlen??? Das muss doch denken: "Ich werde doppelt bestraft. Ich muss ja wirklich total scheiße sein, wenn meine Eltern mich so behandeln und die Lehrer das auch noch bestätigen indem sie mir eine 4 geben obwohl ich nur 1en schreibe. Was muss ich für ein schlechter Mensch sein?"

Oder Kinder die z.B. an Mobbing leiden und sich deshalb nicht mehr trauen sich zu melden. Die frechen, brutalen Kinder die die Klappe aufreißen kriegen die guten Noten. Früher konnte man sich als Mobbingopfer noch trösten: Der Mobber wird immerhin später mal nen schlechten Beruf haben, weil er in der Schule nicht gut ist. Aber heute ist es genau andersrum. Heute kriegen diese Kinder dann auch noch die besseren Noten weil sie die größere Klappe haben.

Dazu ist die mündliche Note total subjektiv. Der eine Lehrer mag keine Ausländer, der andere bevorzugt Mädchen. Der nächste wiederrum bevorzugt Jungs, weil er die Bevorzugung von Mädchen immer so gehasst hat usw. usw.

Also ich finde die mündliche Note sollte so gemacht werden, dass sie höchstens bei Schülern auf der Kippe eingesetzt werden darf. D.h. wenn jemand eine 3,5 hat aber gut mitgearbeitet hat bekommt er eine 3. Ansonsten ist die mündliche Leistung irrelevant.

So fänd ich es am gerechtesten.
 
Was ich halt einfach so grausam finde ist: Ich stell mir vor, dass z.B. ein Kind zu Hause missbraucht oder geschlagen oder ähnliches wird. Und wenn dann das Kind aufgrund von psychischen Problemen sich nicht melden kann weil es eben so schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat bekommt es vielleicht obwohl es nur 1en schreibt eine 4 im Zeugnis, weil es sich nie gemeldet hat.

Wie muss ein Kind sich da fühlen??? Das muss doch denken: "Ich werde doppelt bestraft. Ich muss ja wirklich total scheiße sein, wenn meine Eltern mich so behandeln und die Lehrer das auch noch bestätigen indem sie mir eine 4 geben obwohl ich nur 1en schreibe. Was muss ich für ein schlechter Mensch sein?"

Oder Kinder die z.B. an Mobbing leiden und sich deshalb nicht mehr trauen sich zu melden. Die frechen, brutalen Kinder die die Klappe aufreißen kriegen die guten Noten. Früher konnte man sich als Mobbingopfer noch trösten: Der Mobber wird immerhin später mal nen schlechten Beruf haben, weil er in der Schule nicht gut ist. Aber heute ist es genau andersrum. Heute kriegen diese Kinder dann auch noch die besseren Noten weil sie die größere Klappe haben.

Dazu ist die mündliche Note total subjektiv. Der eine Lehrer mag keine Ausländer, der andere bevorzugt Mädchen. Der nächste wiederrum bevorzugt Jungs, weil er die Bevorzugung von Mädchen immer so gehasst hat usw. usw.

Also ich finde die mündliche Note sollte so gemacht werden, dass sie höchstens bei Schülern auf der Kippe eingesetzt werden darf. D.h. wenn jemand eine 3,5 hat aber gut mitgearbeitet hat bekommt er eine 3. Ansonsten ist die mündliche Leistung irrelevant.

So fänd ich es am gerechtesten.

Also ich finde es gut, dass man sich mit mündlicher Beteiligung einen Teil seiner Note erkämpfen kann. Das muss mit Frechheit und "großer Klappe" auch nichts zu tun haben. Leute, die sich engagiert in den Unterricht einbringen wollen, die werden auch die Möglichkeit der mündlichen Beteiligung dafür gerne nutzen. Und ich finde Schüler gut, die sich konstruktiv in den Unterricht auf mündliche Weise einbringen wollen.

Übrigens finde ich im Berufsleben auch Leute gut, die sich per Gespräch konstruktiv in den Arbeitsprozess einbringen wollen. Durch Schweigen geht das nicht immer so gut. Und wer schweigt, wird oft zum Befehlsempfänger. Kommunizieren und Reden ist eine Kunst, die durchaus auch ihren Wert hat.
 

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