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Warum werden Kinder von Akademikern meistens auch Akademiker ?

Man sollte kein Kind drillen und zum Lernen triezen. Wichtig ist Interesse an deinem eigenen Kind. Meine Eltern haben uns vorgelesen uns für die Welt interessiert. In Museen mitgenommen, Ausflüge gemacht und die Interessen, die wir hatten gefördert. Kinder wollen lernen und sie wollen ihre Neugier befriedigt haben und Dinge erklärt bekommen. Das kannst du nutzen. Und beobachte, wofür es sich interessiert. Wenn du merkst, dein Kind ist an Musik interssiert, dann kannst du dein Kind ein Instrument lernen lassen. Wenn es eher ein Bücherwurm ist, dann lässt du es lesen oder ermunterst es selber zu schreiben. Da ist auch jedes Kind sehr unterschiedlich. Und wichtig ist Schwächen in der Schule zu erkennen und da auch zu helfen. Ich konnte nie Mathe aber ich habe dann halt auch Hilfe bekommen.
Das Schlimmste ist einfach Gleichgültigkeit dem eigenen Kind gegenüber.

Ganz genauso ist es. Bei vielen Familien ist die Welt eben sehr klein. Da fehlt nicht nur das Geld, sondern die Kinder kennen teilweise ihre Möglichkeiten auch einfach gar nicht. Kinder leben gerne das, was ihnen gezeigt wird. Sind die Eltern nicht vielseitig interessiert und weltoffen, woher sollen die Kinder es dann lernen?
 
ein Mix aus vielem:
- Begabungen vererben sich. Natürlich kann auch ein Kind aus einer sozial schwachen Familie ein Überflieger sein. Verallgemeinern kann man also nicht. Dennoch sollte man genetische Einflüsse nicht ausschließen.
- die Lebensbedingungen. Eine Familie, die den ganzen Tag vorm TV hängt, lebt dem Kind nicht vor, dass es schön sein kann etwas zu leisten.
- je höher die gesellschaftliche Schicht, desto größer die Chance auf ein eigenes Zimmer. Und damit Ungestörtheit. Hilft bei den Hausaufgaben mehr als ein Zimmer, das man sich mit zwei Geschwistern teilt und in dem die Teletubbies laufen.
- der Druck vieler Eltern, das ihre Kinder ihnen (auch) beruflich ähneln sollen. Ein Kind aus einer Arbeiterfamilie, das Arzt werden will, macht sich dadurch nicht selten zum Rebellen. Genauso wie ein Kind aus einer Akademikerfamilie, das ein Handwerk erlernen möchte.
- mehr Geld für Nachhilfe in Akademiker-Familien. Und mehr Bereitschaft Geld für Nachhilfe auszugeben.
- unbewusst glauben viele Kinder, dass sie ihren Eltern von ihren Fähigkeiten her ähnlich sind. Deshalb lassen sie sich beruflich von den Eltern inspirieren.
 
Aus meiner Sicht ist eines der Hauptprobleme (seltene Ausnahmefälle ausgeschlossen): Hartz IV Familien fühlen sich nicht so als Versager, wenn Sie sich mit anderen Leuten umgeben, die ebenfalls auf ihrem Niveau sind oder besser noch - weitere Probleme haben. Wären Sie regelmäßig unter Menschen, die vollzeit arbeiten gehen und auch ansonsten etwas zur Gesellschaft beitragen, könnten sie es sich nicht mehr so schön reden.

Ein Problem, weshalb man seine Kinder daher nicht förder (neben der Tatsache, dass man selbst gar nicht über ausreichend Bildung verfügt), ist auch die Angst davor, dass das Kind sich "auf die andere Seite schlägt", wenn es die Chance dazu hat und unter Umständen dann auf Abstand von der Familie geht. Außerdem ist es ja auch einfacher alles aufs System zu schieben, statt auf die eigene Unzulänglichkeit.

Gesetzt der Fall ein Kind aus einer bildungsfernen Familie ist fleißig und ehrgeizig und talentiert genug, es alleine zu schaffen. Orientiert sich in seinen Zielen und Wünschen nach oben statt nach unten, dann wird es wohl von Lehrern gefördert und unter Umständen fühlt es sich zu anderen Kindern und Familien hingezogen, wo man sich mit Mathematik etc beschäftigt und nicht den ganzen Tag RTL läuft. Das Kind würde sich also möglicherweise in anderen Kreisen bewegen und die Eltern mehr und mehr in den Hintergrund rücken, da diese nicht zu der Klientel gehören, die man zur Grillfeier einlädt.

Daher wird da schon ganz oft von Anfang an ein Riegel vorgeschoben um dem möglicherweise talentierten Kind zu verstehen zu geben, dass "wir" das ja nicht brauchen. Kinder wollen von Haus aus ihre Eltern nicht enttäuschen und werden möglicherweise dann klein beigeben und trotz Gymnasialempfehlung auf die Hauptschule gehen und anschließend ohne Ausbildung irgendwelche Jobs machen. Die wenigen die es dennoch schaffen, müssen damit klar kommen, dass ihre Familie sehr schlecht reagiert und als junger Mensch ist das nicht leicht sich neben dem Schulstoff auch noch dauernd solchen Auseinandersetzungen stellen zu müssen.
 
Dazu mal eine Frage : WIE kann ich ein Kind fördern, damit es später mal einen beruflich guten Weg geht ??? Ich meine jetzt auch nicht , dass man Kinder drillen sollte und zum Lernen zwingen sollte, aber WAS genau kann man tun, um eben ein Kind sinnvoll zu fördern ?
Man kann ja nicht den ganzen Tag aus dem Lexikon vorlesen ?🙂
Das ist mal eine schöne Frage, finde ich. 🙂
Eine der wichtigsten Dinge ist Selbstvertrauen. Und das bekommt ein Kind am ehesten durch bedingungslose Liebe. Das mit der bedingungslosen Liebe ist zwar für uns Menschen nicht so einfach, aber man kann sich bemühen sein Kind für die Person zu schätzen, die es es ist, sowie einfach dafür, dass es da ist.
Manche Kinder sind begabter und aufnahmefähiger als andere. Viele Eltern denken ja, die Welt geht unter, wenn ihr Kind nicht aufs Gymnasium kommt oder dort scheitert. Doch in Wirklichkeit gibt es viele verschiedene schulische Wege, die in einer erfolgreichen Karriere münden können (Gesamtschule, Realschule und Fachabi danach, oder eben ein ganz normaler Schulabschluss mit einer anschließenden Ausbildung, die dem Kind entspricht).
Es gibt Kinder, die tun so als ob sie faul sind, nur damit ihre Eltern nicht denken, sie seien dumm. Das habe ich damals auf dem Gymnasium auch gemacht. Ich war überfordert und hatte Angst, das zu zeigen.
Es ist wichtig, dass Eltern zuhause für eine Atmosphäre sorgen, in denen ihr Kind das Gefühl hat sich öffnen zu können und sich seiner Schwächen nicht zu schämen braucht. Die "Schwächen" sind für die Berufswahl -neben den Stärken- nämlich wichtig.
Ich denke, vieles erkennt man, indem man sein Kind einfach Dinge ausprobieren lässt. Hat zB der Onkel eine Tischlerei? Prima. Vielleicht kann das Kind/Teenager dort mal mit anpacken, und der Onkel gibt danach sein Feedback dazu, ob er den Nachwuchs für talentiert hält.
Manche Kinder sind eher die Theoretiker, andere eher praktisch oder künstlerisch veranlagt.
Gespräche mit dem Kind sind natürlich auch wichtig. Welches sind seine Lieblingsfächer und warum? Lassen seine Antworten tatsächlich auf eine Begabung schließen oder ist die Eins in Englisch eher das Resultat davon, dass sich der/die Tochter/Sohn in die/den Lehrer(in) verliebt hat und ackert wie verrückt? 🙂
Hat das Kind das Interesse an Naturwissenschaften verloren, weil der Physiklehrer eine Katastrophe ist, oder liegt es doch eher an anderen Faktoren (wenig angeborener Begabung, zum Beispiel).
Offene Kommunikation ist da sehr wichtig.
Und was die Sache mit den Lexika betrifft: jeden Tag vorlesen. Oh je. 🙂 Ansonsten HAT diese Idee durchaus etwas. Einfach mal ein Lexikon auf dem Tisch liegen lassen und schauen, ob das Kind darin liest und vor allem, WAS es dort nachschlägt, und sich darüber unterhalten. Wobei es jedoch auch zu Phasen im Leben eines Kindes oder Teenagers kommen kann, in denen er/sie sich betont desinteressiert zeigt.
Sehr wertvoll können Praktika sein. Viele Teenager haben da ja so ihre Traumberufe (Tierarzthelferin, künstlerischer Bereich, Krankenschwester,...) und stellen dann nach dem Praktikum fest "war gar nicht so toll". Und bei den Gedanken an typische Büroberufe langweilen sich viele erst einmal und sind nach einem Praktikum ganz überrascht, dass es doch Spaß gemacht hat. Und auch ein solider Handwerksberuf hat nach wie vor seine Berechtigung, sofern Interesse/Talent vorhanden ist.
Ein Studium natürlich auch. 100prozentige berufliche Sicherheit gibt es sowieso nicht.
Ich denke, eine sinnvolle Förderung beinhaltet
1.sein Kind so anzunehmen wie es ist.
2. etwas über die Stärken und Schwächen seines Kindes herauszufinden. Und das eigene Wunschdenken soweit zurück zu stellen wie man kann. Wenn man ein Fach studiert, für das zwei Drittel aller Kommilitonen begabter sind als man selbst, wird man es im Studium und Berufsleben schwer haben. Schulische Nachhilfe kann hilfreich sein bei Problemen mit einem Fach. Doch nicht um sein Kind zum Mathe-Ass hoch zu puschen, damit es später Mathe studieren kann.
3. sich fragen, welche Persönlichkeit man braucht, um in dem Beruf, der einer bestimmten Ausbildung/Studium folgt, zu bestehen. Und schauen, ob diese mit dem Kind übereinstimmt. Ein extrovertiertes, temperamentvolles Kind wird in anderen Berufen glücklich werden als ein introvertiertes Kind.
4. der Charakter des Kindes ist für die Berufswahl mindestens so wichtig wie akademische Begabungen.
5. wenn das Kind unbedingt Schauspieler werden will, dann kann man nichts daran ändern. (nichts gegen diesen Beruf, aber es ist eben ein hartes Brot). Manchmal muss man loslassen können.
6. wenn man selber über Kontakte verfügt, kann das dem Kind bei der Suche nach Ausbildungs-und Praktikumsplätzen sehr helfen. Der Vater oder die Mutter im lokalen Schützenverein, Volleyballclub oder Kirchenchor...hat schon mehreren Kindern zu Praktikumsplätzen verholfen.
7. Ein Hobby kann dem Kind natürlich auch dann helfen, wenn es ihm selber nachgeht. Vor allem, wenn es sich im sozialen Bereich engagiert. Das macht sich gut im Lebenslauf und eröffnet dem Kind vielleicht sogar neue Berufsfelder. Und selbst wenn nicht: wenn ein Hobby das Leben bereichert, ist es etwas Schönes.
8. Bei der Berufsberatung können sich Jugendliche testen lassen.
...das wäre das, was mir im Moment so einfällt.
 
Das ist mal eine schöne Frage, finde ich. 🙂
Eine der wichtigsten Dinge ist Selbstvertrauen. Und das bekommt ein Kind am ehesten durch bedingungslose Liebe. Das mit der bedingungslosen Liebe ist zwar für uns Menschen nicht so einfach, aber man kann sich bemühen sein Kind für die Person zu schätzen, die es es ist, sowie einfach dafür, dass es da ist.
Manche Kinder sind begabter und aufnahmefähiger als andere. Viele Eltern denken ja, die Welt geht unter, wenn ihr Kind nicht aufs Gymnasium kommt oder dort scheitert. Doch in Wirklichkeit gibt es viele verschiedene schulische Wege, die in einer erfolgreichen Karriere münden können (Gesamtschule, Realschule und Fachabi danach, oder eben ein ganz normaler Schulabschluss mit einer anschließenden Ausbildung, die dem Kind entspricht).
Es gibt Kinder, die tun so als ob sie faul sind, nur damit ihre Eltern nicht denken, sie seien dumm. Das habe ich damals auf dem Gymnasium auch gemacht. Ich war überfordert und hatte Angst, das zu zeigen.
Es ist wichtig, dass Eltern zuhause für eine Atmosphäre sorgen, in denen ihr Kind das Gefühl hat sich öffnen zu können und sich seiner Schwächen nicht zu schämen braucht. Die "Schwächen" sind für die Berufswahl -neben den Stärken- nämlich wichtig.
Ich denke, vieles erkennt man, indem man sein Kind einfach Dinge ausprobieren lässt. Hat zB der Onkel eine Tischlerei? Prima. Vielleicht kann das Kind/Teenager dort mal mit anpacken, und der Onkel gibt danach sein Feedback dazu, ob er den Nachwuchs für talentiert hält.
Manche Kinder sind eher die Theoretiker, andere eher praktisch oder künstlerisch veranlagt.
Gespräche mit dem Kind sind natürlich auch wichtig. Welches sind seine Lieblingsfächer und warum? Lassen seine Antworten tatsächlich auf eine Begabung schließen oder ist die Eins in Englisch eher das Resultat davon, dass sich der/die Tochter/Sohn in die/den Lehrer(in) verliebt hat und ackert wie verrückt? 🙂
Hat das Kind das Interesse an Naturwissenschaften verloren, weil der Physiklehrer eine Katastrophe ist, oder liegt es doch eher an anderen Faktoren (wenig angeborener Begabung, zum Beispiel).
Offene Kommunikation ist da sehr wichtig.
Und was die Sache mit den Lexika betrifft: jeden Tag vorlesen. Oh je. 🙂 Ansonsten HAT diese Idee durchaus etwas. Einfach mal ein Lexikon auf dem Tisch liegen lassen und schauen, ob das Kind darin liest und vor allem, WAS es dort nachschlägt, und sich darüber unterhalten. Wobei es jedoch auch zu Phasen im Leben eines Kindes oder Teenagers kommen kann, in denen er/sie sich betont desinteressiert zeigt.
Sehr wertvoll können Praktika sein. Viele Teenager haben da ja so ihre Traumberufe (Tierarzthelferin, künstlerischer Bereich, Krankenschwester,...) und stellen dann nach dem Praktikum fest "war gar nicht so toll". Und bei den Gedanken an typische Büroberufe langweilen sich viele erst einmal und sind nach einem Praktikum ganz überrascht, dass es doch Spaß gemacht hat. Und auch ein solider Handwerksberuf hat nach wie vor seine Berechtigung, sofern Interesse/Talent vorhanden ist.
Ein Studium natürlich auch. 100prozentige berufliche Sicherheit gibt es sowieso nicht.
Ich denke, eine sinnvolle Förderung beinhaltet
1.sein Kind so anzunehmen wie es ist.
2. etwas über die Stärken und Schwächen seines Kindes herauszufinden. Und das eigene Wunschdenken soweit zurück zu stellen wie man kann. Wenn man ein Fach studiert, für das zwei Drittel aller Kommilitonen begabter sind als man selbst, wird man es im Studium und Berufsleben schwer haben. Schulische Nachhilfe kann hilfreich sein bei Problemen mit einem Fach. Doch nicht um sein Kind zum Mathe-Ass hoch zu puschen, damit es später Mathe studieren kann.
3. sich fragen, welche Persönlichkeit man braucht, um in dem Beruf, der einer bestimmten Ausbildung/Studium folgt, zu bestehen. Und schauen, ob diese mit dem Kind übereinstimmt. Ein extrovertiertes, temperamentvolles Kind wird in anderen Berufen glücklich werden als ein introvertiertes Kind.
4. der Charakter des Kindes ist für die Berufswahl mindestens so wichtig wie akademische Begabungen.
5. wenn das Kind unbedingt Schauspieler werden will, dann kann man nichts daran ändern. (nichts gegen diesen Beruf, aber es ist eben ein hartes Brot). Manchmal muss man loslassen können.
6. wenn man selber über Kontakte verfügt, kann das dem Kind bei der Suche nach Ausbildungs-und Praktikumsplätzen sehr helfen. Der Vater oder die Mutter im lokalen Schützenverein, Volleyballclub oder Kirchenchor...hat schon mehreren Kindern zu Praktikumsplätzen verholfen.
7. Ein Hobby kann dem Kind natürlich auch dann helfen, wenn es ihm selber nachgeht. Vor allem, wenn es sich im sozialen Bereich engagiert. Das macht sich gut im Lebenslauf und eröffnet dem Kind vielleicht sogar neue Berufsfelder. Und selbst wenn nicht: wenn ein Hobby das Leben bereichert, ist es etwas Schönes.
8. Bei der Berufsberatung können sich Jugendliche testen lassen.
...das wäre das, was mir im Moment so einfällt.

Hier kann man ja nicht danke sagen, aber der Beitrag und für mich gut und recht vollständig.
 

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