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Warum werden Kinder von Akademikern meistens auch Akademiker ?

Ich komme aus einer Akademikerfamilie, und wurde auch ständig dazu gedrängt dass ich doch studieren müsse. Nun mit 25 Jahren stehe ich vor einem Scherbenhaufen.

Das Abitur habe ich mir ja noch aufschwatzen lassen, vorm Studium konnte ich mich aber noch retten. Nur finde ich nun leider keine Ausbildungsstelle, weil es den Leuten komisch vorkommt, wenn sich jemand mit Abitur auf 'niedere' Arbeitsstellen bewirbt. Bei meinem letzten Gespräch wurde ich auch gefragt, wieso ich wenn ich Abitur habe mich für so einen niedrigen posten bewerben würde.

Hätte ich mal früher den Mund aufgemacht, dann wäre vielleicht alles anders gekommen. Aber in einem kleinen Dorf als 10 jähriger denkt man nochnicht an sowas...
 
Das ist auch so, dass man z.B. mit Abi oder eben auch Studienabschluss dann oft komisch angeguckt wird, wenn man sich auf andere Sachen bewirbt. Ich musste mich nach meinem Studienabschluss gezwungenermaßen auch erst mal auf andere Jobs bewerben und es hagelte nichts als Absagen und meine Bewerbungsunterlagen sind sehr gut (von mehreren Leuten geprüft - auch vom JC).

Es kam bei mir auch schon bei einem Möbelverkaufsladen, was ich denn da wolle. Die hatten mich eingeladen zum Gespräch. Erst wollten sie mich nehmen und dann bekam ich dennoch eine Absage.

Die Einzigen, die mich jetzt quasi genommen haben, sind ein Reiseunternehmen, die Behinderten- und Schülerbeförderungen auf Kleinbusbasis organisieren. 😉 Das ist de facto das Einzige, wo man mich quasi sofort genommen hat, ohne großartiges Procedere... ansonsten habe ich sogar bei Supermärkten ne Absage bekommen.

Als Student irgendwo was zu kriegen, ist wohl noch mal ne andere Schiene, weil sie die halt gut beschäftigen können und die Abgaben ne so krass sind...
 
Ich stamme auch nicht aus einer Akademikerfamilie und meine Schwester und ich haben es bis auf die Uni geschafft.
Unsere Eltern haben uns aber auch gefördert und unterstützt.
Meiner Meinung nach ist das der Schlüssel zum Erfolg. Wenn die Eltern die Begabungen ihrer Kinder nicht fördern, dann wird das auch nichts!
Davon mal abgesehen muss auch nicht jeder Akademiker werden.
 
Meiner Meinung nach ist das der Schlüssel zum Erfolg. Wenn die Eltern die Begabungen ihrer Kinder nicht fördern, dann wird das auch nichts!
Davon mal abgesehen muss auch nicht jeder Akademiker werden.
Würde ja nicht funktionieren gesellschaftlich, aber die Kluft generell ist viel zu groß, nicht nur finanziell, auch was Reputation anbelangt, zwischen Akademikern und Nichtakademikern.

Kann fatal sein, wenn Eltern wegschauen, was Begabungen anbelangt, vor allem wenn Sohnemann so gar nicht zum Handwerker taugt oder Töchterchen nicht ins Büro etc.
 
Bei vielen spielt der Migrationshintergrund eine Rolle. Siehe PISAStudie.

Das Schlimme ist, dass diese Kinder oft nicht verstehen WER ihnen diesen Mist ( Chancenlosigkeit, schlechte Bildung ) eingebrockt hat, nämlich die eigenen Eltern,
die werden dann immer noch hochgehalten , obwohl sie sie nächste Generation Hartz4-er gezeugt haben.

schlimm, dass man die Kinder einfach nicht aus diesem Umfeld herausbekommt oder sie zum Umdenken bringen kann...ich kenne selbst eine Familie mit diesem Hintergrund und die Kinder sind alle nichts geworden ( noch nicht mal eine Ausbildung !!), aber die würden nie zu ihren Eltern gehen und sie für ihr Versagen rasieren.

Aber die Eltern kennen es auch nicht anders, insofern können sie den Kindern auch nichts bieten....die Kinder selbst haben ( wie bei meinen Bekannten ) wirklich besch....ne Vorbilder gehabt. Was soll dabei herauskommen ????????

Janina
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin sehr stolz auf meine Tochter dass sie ihr Abitur gut bestanden und nun einen gesicherten Job bei der Stadt hat.
Ich habe ihr damals wegen des Abis völlig freie Wahl gelassen,wollte sie nicht unter Druck setzen.

Sie kommt aus keiner Akademikerfamilie,auch auch nicht unterste Gosse😉


Das ist für mich auch so das Idealbild. Ich hoffe, dass ich es bei meinem Kind auch so hinbekomme.
. Es muss nicht unbedingt ein akademischer Abschluss sein, aber eben ein gesicherter gutbezahlter Job, am liebsten verbeamtet🙄 dann kann nicht mehr allzuviel passieren. Es ist zumindest eine gute Basis vorhanden.....

LG Janina
 
Ich stamme auch nicht aus einer Akademikerfamilie und meine Schwester und ich haben es bis auf die Uni geschafft.
Unsere Eltern haben uns aber auch gefördert und unterstützt.
Meiner Meinung nach ist das der Schlüssel zum Erfolg. Wenn die Eltern die Begabungen ihrer Kinder nicht fördern, dann wird das auch nichts!
Davon mal abgesehen muss auch nicht jeder Akademiker werden.

Dazu mal eine Frage : WIE kann ich ein Kind fördern, damit es später mal einen beruflich guten Weg geht ??? Ich meine jetzt auch nicht , dass man Kinder drillen sollte und zum Lernen zwingen sollte, aber WAS genau kann man tun, um eben ein Kind sinnvoll zu fördern ?
Man kann ja nicht den ganzen Tag aus dem Lexikon vorlesen ?🙂

LG Janina
 
Würde ja nicht funktionieren gesellschaftlich, aber die Kluft generell ist viel zu groß, nicht nur finanziell, auch was Reputation anbelangt, zwischen Akademikern und Nichtakademikern.

Klar, heutzutage wird irgendwie gefordert, dass jeder studiert und eine Ausbildung nicht "gut genug" sei und das ist sehr schade! Andereseits ist es auch so, dass wie Monarose sagte, mittlerweile jeder auf die Unis geht. Es ist nichts tolles mehr zu studieren. Und die Studiengänge sind überlaufen insbesondere BWL und Co.
Die neuen Abschlüsse haben auch keinen guten Ruf weg, von daher würde ich eher nicht sagen, dass ein Studium sooo super angesehen ist und man jetzt als Bachelor oder Master of ... ein so super ansehen hat.
Gut, die Arbeitslosenzahl ist bei Akademikern geringer aber wenn man einen Abschluss in so einem "Massenstudiengang" hat oder etwas völlig exotisches studiert hat, dann steht man auch vorm Jobcenter. Ich kenn auch die ganzen "Wie, was willst du den damit machen?"-Sprüche und verwirrte Blicke, wenn ich sage, was ich studiere und ich mache jetzt nochnichtmal etwas sooooo abwegiges.


Kann fatal sein, wenn Eltern wegschauen, was Begabungen anbelangt, vor allem wenn Sohnemann so gar nicht zum Handwerker taugt oder Töchterchen nicht ins Büro etc.

Ja das ist halt wirklich so. Seit ich Nachhilfe gebe, kenne ich viele Kinder, die zu Hause nur von Konsole und TV erzogen werden und denen Fantasie oder Engagement ehe abgehen. Die haben keinen Bock und das ist alles anstrengend und die Eltern kümmern sich auch nicht vielleicht mal die Kinder zum Lesen zu animieren oder für Wissen zu begeistern. Ich kann mich an einen Grundschüler erinnern, dessen Eltern wir im Nachhilfeinstitut nahegelegt haben, das Kind auf Lese- Rechtschreibschwäche zu testen und es ist monatelang nicht geschehen außer "Ja, ja machen wir mal"... .
Als meine Schulpsychogin mir Dyskakulie diagnostiziert hatte haben meine Eltern sich gekümmert mich zu entsprechenden Therapeuten etc.pp. zu schicken und nicht einfach gar nix zu machen und ich muss zusehen wie ich klarkomme.
Eine Studienkollegin erzählt mir öfter von der ihres Vaters auf der Hauptschule und wie frustrierend das ist, weil in vielen Familien den Kindern mit völliger Gleichgültigkeit begenet wird und da alles was die Kinder an Talenten besitzen verkümmern.
Das finde ich so furchtbar bitter. :/
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu mal eine Frage : WIE kann ich ein Kind fördern, damit es später mal einen beruflich guten Weg geht ??? Ich meine jetzt auch nicht , dass man Kinder drillen sollte und zum Lernen zwingen sollte, aber WAS genau kann man tun, um eben ein Kind sinnvoll zu fördern ?
Man kann ja nicht den ganzen Tag aus dem Lexikon vorlesen ?🙂

LG Janina


Man sollte kein Kind drillen und zum Lernen triezen. Wichtig ist Interesse an deinem eigenen Kind. Meine Eltern haben uns vorgelesen uns für die Welt interessiert. In Museen mitgenommen, Ausflüge gemacht und die Interessen, die wir hatten gefördert. Kinder wollen lernen und sie wollen ihre Neugier befriedigt haben und Dinge erklärt bekommen. Das kannst du nutzen. Und beobachte, wofür es sich interessiert. Wenn du merkst, dein Kind ist an Musik interssiert, dann kannst du dein Kind ein Instrument lernen lassen. Wenn es eher ein Bücherwurm ist, dann lässt du es lesen oder ermunterst es selber zu schreiben. Da ist auch jedes Kind sehr unterschiedlich. Und wichtig ist Schwächen in der Schule zu erkennen und da auch zu helfen. Ich konnte nie Mathe aber ich habe dann halt auch Hilfe bekommen.
Das Schlimmste ist einfach Gleichgültigkeit dem eigenen Kind gegenüber.
 

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