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Warum werden Kinder von Akademikern meistens auch Akademiker ?

Kevins sind sicher nicht chancenlos, weil die Lehrer sie nicht hinreichend fördern.

Sondern, weil Ma und Pa häufig einfach keinen Bock auf ein "Gymnasiumskind" haben, denn da müssten sie ja ECHT MAL zum Elternsprechtag hin.

Ganz einfach.
 
Das ist dann ebenso hemmend wie altvertrautes Arbeitergedöns.

Eltern wollen oft ganz einfach nicht, dass ihre Kinder sie bildungsmäßig überholen.

Höchstens so Sachen wie: "Nicht mehr Putzfrau, sondern Gebäudereinigerin!"

Oder: "Ich war Tanke nachts, er ist Kassierer Netto!"

Steigerung in Maßen und überschaubar.
 
Das ist richtig...

Der ökonomische und kulturelle Hintergrund wird oft über die Generationen vererbt. Kann man bei Bourdieu und vielen anderen nachlesen.

gibt allerdings Leute, die es durchbrechen. 🙂
Ich z.B. 😀
Bei mir hat keiner nen Realschulabschluss in der Familie. Ich habe einen akademischen Abschluss. 🙂

P.S. Allerdings habe ich heute Abend keine Lust, das sprachlich zu demonstrieren... XD
 
Wo ist hier Schuld?

Muss jeder studieren oder was?

Wer das Zeug dazu hat und im Leben intellektuell unterversotgt wurde, merkt das gemeinhin. Irgendwann.

Und hat heute Trillionen von Möglichkeiten, "studieren zu gehen".
 
Wo ist hier Schuld?

Muss jeder studieren oder was?

Wer das Zeug dazu hat und im Leben intellektuell unterversotgt wurde, merkt das gemeinhin. Irgendwann.

Und hat heute Trillionen von Möglichkeiten, "studieren zu gehen".
So gesehn bin ich auch studiert. 😛

Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, hätte mein Kind total unterstützt, hätte es die Chance erhalten , würde ich von allen Eltern erwarten.
 
Ede, ich weiß, das du so bist.

Aber vielen Eltern macht es Angst oder Unbehagen oder schlichtweg Unbequemlichkeit,

Ist (leider) so.

Ich hatte unheimliches Schwein, weil mein Grundschullehrer meine Eltern tatsächlich zuhause aufgesucht hat und sie vollquatschte, bis sie einfach nicken mussten....

Ich weiß aber auch, dass Eltern es WIRKLICH nicht wollen.

Dennoch ist unser Bildungssystem mittlerweile recht durchgängig.

Mittlerweile kann man OHNE Abi studieren! 😱

Zu meiner Zeit anno Tubak unvorstellbar. 🙂
 
Hallo Gast (TE),

nennen wir es einfach das Trägheitsgesetz 🙂. Was läuft, ändert man nicht einfach. Denn Änderungen sind anstrengend. Wer einmal Anwalt wurde, greift auf Erfahrungen zurück, die man leichter an seine Kinder weitergeben kann. Die Erfahrungen anderer Berufsgruppen sind dabei auch bei einem Anwalt nicht so ausgeprägt.

Hinzu kommt im Hinblick auf eine akademische Karriere bei Arbeiterkindern, dass natürlich auch gewisse finanzielle Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Wer sich in einem bestimmten Umfeld bewegt (gesellschaftlich, psychologisch, sozial etc.), der hat die Tendenz, sich auch weiter in diesem Bereich aufzuhalten. Ähnliches gilt z. B. auch für Frauen, die es in der Regel (etwas) schwerer haben, typisch männliche Berufe zu ergreifen (z. B. KFZ-Handwerker).

Im Zweifel verfahren die Menschen nach dem Grundsatz: alles soll so bleiben, wie es ist.
 

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