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Warum sollten wir gute Arbeit erbringen?

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Es ist eine typisch deutsche Unart, von einem verdammt hohen Niveau herab zu jammern, weil man nicht von Staats wegen jeden Schwachsinn auf den Hintern gepampert bekommt, weil man sich ja dank Fernsehen ständig mit irgendwelchen Stars oder Reichen vergleicht und nicht mit dem Otto Normalverbraucher von nebenan.
Mir gefällt die Idee, im Rahmen eines staatlichen Personenaustauschs (oder so) für jeden eingewanderten indischen IT-Spezialisten oder somalischen Asylanten einen Deutschen, dem das deutsche System nicht gefällt, für ein paar Jahre nach Indien oder Somalia zu schicken, damit sie mal zwangsweise sehen (müssen), wie gut ihnen die Systeme dort gefallen. Dann gäb´s bestimmt ziemlich schnell kein Gejammer mehr...


Ich vergleiche mich nicht mit irgendwelchen Stars. Fakt ist, dass wir hier auch Baustellen haben in Sachen Altersarmut, Kinderarmut. Probleme mit den Renten. Dass die Arbeitslosenquote gesunken ist liegt daran, dass es Leiharbeit und Zeitarbeitsfirmen gibt. Sonst sehe die Quote ganz anders aus. Es ist ein westlicher europäischer Staat und deswegen steht Deutschland wirtschaftlich gut da, aber ob jeder davon profitiert? Dass ist eine andere Frage.
 
In keinem Staat der Welt geht es ALLEN gut.

Aber hier geht es den meisten vergleichsweise gut.
 
Es ist eine typisch deutsche Unart, von einem verdammt hohen Niveau herab zu jammern, weil man nicht von Staats wegen jeden Schwachsinn auf den Hintern gepampert bekommt, weil man sich ja dank Fernsehen ständig mit irgendwelchen Stars oder Reichen vergleicht und nicht mit dem Otto Normalverbraucher von nebenan.
Mir gefällt die Idee, im Rahmen eines staatlichen Personenaustauschs (oder so) für jeden eingewanderten indischen IT-Spezialisten oder somalischen Asylanten einen Deutschen, dem das deutsche System nicht gefällt, für ein paar Jahre nach Indien oder Somalia zu schicken, damit sie mal zwangsweise sehen (müssen), wie gut ihnen die Systeme dort gefallen. Dann gäb´s bestimmt ziemlich schnell kein Gejammer mehr...


Das ist keine deutsche Unart.
Das Streben nach mehr, nach Perfektion ist in uns allen verankert.
 
Das ist keine deutsche Unart.
Das Streben nach mehr, nach Perfektion ist in uns allen verankert.
Das Streben nach mehr, wenn es nichts kostet oder jemand anders die Drecksarbeit machen muß, dann ja. Sonst nicht zwangsläufig, weil dann oft die Faulheit und Bequemlichkeit obsiegt.
In Afrika z. B. gibt es in manchen Ländern ein ausgeprägtes Schmarotzersystem, wo jeder, der einen der seltenen bezahlten Arbeitsplätze findet, postwendend den ganzen Familienklan mit durchfüttern und finanzieren muß. Und dieser Familienklan denkt dann natürlich gar nicht daran, sich selber Bildung und Arbeit zu suchen. Wer es wagt, den Schmarotzern die kalte Schulter zu zeigen, ist beim gesamten Klan unten durch und braucht sich in dem Dorf nie wieder blicken zu lassen, da wird also konkret massiver sozialer Druck ausgeübt.
Arbeitgeber, insbesondere europäische Investoren, haben in diesen Gegenden natürlich schweres Spiel, wenn bei Einstellung einer einzigen Arbeitskraft auf die Befindlichkeiten von vielleicht hundert oder zweihundert weiteren Personen Rücksicht genommen werden soll - die alle von der einen Arbeitskraft leben (sprich schmarotzen) wollen. Einige Arbeitgeber lösten das Problem durch eine rigorose Umquartierung, indem der Arbeiter von seinem schmarotzenden Klan kurzerhand getrennt wurde, indem er in einem weit entfernten anderen Teil des Landes eingesetzt wird und nur einmal pro Halbjahr (oder so) zu Besuch zuhause vorbeischauen darf. Die Chinesen, die sich in letzter Zeit in Afrika breitmachen wegen der Rohstoffe, machten das Spiel gar nicht mit, die holten sich eigene pflegeleichtere Arbeitskräfte aus Indien und anderswo, weil bei den Chinesen die Afrikaner sowieso als chronisch faul gelten. (Und die Schmarotzer bestätigen dieses Vorurteil ja auch.)
Was die genannten Afrikaner vom Europäer unterscheidet, ist das Maß an Arbeitsethos, und das hängt wiederum ab vom --- Klima. Ja, richtig gelesen.
Die Europäer sind seit Besiedlung des Kontinents dazu gezwungen, in der warmen Jahreszeit zu säen und zu ernten, weil der nächste Winter gnadenlos kommt, und wer dann keine Vorräte hat, der verhungert und erfriert einfach. Südländer mit ihrem dauerhaft milden Klima haben dieses Problem nicht, da kann das ganze Jahr über gesät und geerntet werden, anstelle von Kälte hat man allenfalls eine befruchtende Regenzeit.

Deswegen sind Südländer generell "relaxter", was "Perfektion" oder "streben nach mehr" angeht, weil bei ihnen eben nicht im Erbgut drin steckt, daß jemand, der weniger hat als die anderen, deswegen gleich verhungern könnte. Wo doch das ganze Jahr hindurch die Früchte einfach in die Hand hinein wachsen, oder so...
und deshalb regiert auch in Sachen "Perfektion" eher mal das Laissez-faire, sprich die Faulheit, das "laß doch die anderen machen".
Hochkulturen bildeten sich in der Vergangenheit immer da, wo das Leben nicht ganz so einfach ist. Ägypten zum Beispiel, im jährlichen Wechselspiel von Fruchtbarkeit (Nilüberschwemmung) und Wüstendürre, analog zum europäischen Winter. Genauso wie in Mesopotamien, zwischen Fluß-Fruchtbarkeit und umliegenden kargen Hochlandgebieten. Oder die amerikanischen Hochkulturen. Wo das Leben zu einfach ist und die Früchte direkt ins Maul wachsen, entwickeln sich keine großartigen Kulturen, weil sie einfach nicht gebraucht werden. Wo es dauerhaft zu schwer ist, übrigens ebenso nicht (Indianer Patagoniens).

Deswegen würde ich Dich berichtigen, HESBACK: nicht das Streben ist verankert, sondern nur der Wunsch. Streben bedeutet nämlich, daß man sich selber anstrengen müßte - oder einen Dummen findet, der die Arbeit macht. Wer das erste nicht will und das zweite nicht kann, bleibt auf seinem Wunsch sitzen und schaut Löcher in die Luft.
Könnte natürlich jetzt sein, daß Du Dich selber damit angesprochen fühlst... 🙄
 
Super Beitrag Daoga. Ans alte Ägypten habe ich während des Lesens deines Beitrages schon gedacht, bevor du es geschrieben hattest. 😀

Es ist wahr, dass die Notwendigkeit oft die Triebfeder des menschlichen Tuns ist. Wer keine Jahreszeiten kennt, muss auch keinen Kalender erfinden. 😉

Arbeiten muss niemand, der auch so Lohn und Brot erhält. Wobei für mich "gute Arbeit" auch Freiheit bedeutet. So paradox das auch klingt, weil andere Arbeit als Zwang empfinden (ja ich manchmal auch 😉), so muss ich sagen: Arbeit macht mich frei von sozialem Mitleid/Hilfe. Ich muss mich nicht auf ein Sozialsystem verlassen. Ich kann Geld für schlechte Zeiten zurücklegen, ich habe mehr als ich zum Existieren brauche, ich muss mich keiner Kritik stellen warum ich arbeitslos bin, ich kann abends auch vorm Fernseher sitzen, die Füße hochlegen und es mir gut gehen lassen mit dem guten Gefühl es verdient zu haben.

Der Wunsch -wie du es so schön formulierst- ist in uns allen verankert. Und jeder hat seine eigenen Wünsche, Geld, Freiheit, Macht, Liebe, Lust, Anerkennung uvm.
 
Es ist doch im Grunde vollkommen klar, warum wir gute Arbeit erbringen sollten.

Wer will denn schon, dass der Chirurg, der Arzt, der Anwalt, der Bauingenieur, der Handwerker, der Hausmeister, der Kundensachbearbeiter, der Kundenbetreuer oder irgendwer schludert?
 
In Bezug auf Hochkulturen und Klima, was ist denn eigentlich mit den Griechen los?

Ich glaube, da kann man sehr lange drüber philosophieren. Ich denke die Schieflage Griechenlands hat viele Ursachen.

Negative Handelsbilanz - Griechenland führt viele Waren ein aber exportiert nur wenig - und das sind oft "nur" Rohstoffe und Lebensmittel

Diese eher günstigen Waren bei gleichzeitig aber vergleichbar hohen Produktionskosten/Löhnen führt zum nächsten Problem, der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit Griechenland ist nicht auf Augenhöhe mit Deutschland und co.

EU Beitrittslüge und Verschuldung - Es war politisch gewollt dass Griechenland in die EU kommt und da wurde schon mal ein Auge zugedrückt. Irgendwann platze aber die Blase der vermeintlich tollen Griechischen Wirtschaft, Investoren zogen ihr Geld wieder ab, die Kredite für Griechenland wurden teurer und irgendwann konnte das Land nicht mehr alle Geldgeber mit den hohen Zinsen bezahlen. An die 10% mussten die Griechen für ihre Kredite zahlen...

ineffiziente Steuerpolitik und Schwarzarbeit - Bei all den Problemen half herzlich wenig, dass die Griechen, die Arbeit hatten, auch noch gerne Steuern hinterzogen, weil sie nicht hinter ihrer Regierung standen.

Denn diese hatte nicht nur viel falsch gemacht, sondern war geprägt von Korruption und Vetternwirtschaft. Die Griechen wurden hier fertig gemacht, es wurden die Plakate von Nazi-Merkel gezeigt, aber ich kann manche Griechen sogar verstehen. Der kleine Grieche kann gar nichts für die Lage.

Griechenland, die EU, die Geldgeber, alle haben sich sehr verrechnet. Und profitiert haben im Grunde nur die Hedgefondsmanager und andere Kredithaie, die auf den Untergang Griechenland setzten.

Die Moral von der Geschicht: Lass dich nicht von der allgemein guten Stimmung mitreißen, überschulde dich nicht - auch wenn die Gelegenheit günstig erscheint. Sorge für ein gerechtes System, denn nur dafür zahlen Menschen bereitwillig Steuern. Fixiere dich nicht auf ein Ziel, sondern schau welches realistisch ist und wie du langsam aber sicher dort hin kommst. Krisen kommen garantiert immer wieder, sei vorbereitet.
 
Die Banken- alleine in Italien sollen +300 Milliarden Euro an faulen Krediten angehäuft haben. Dort gehts dann vermutlich erst mal weiter...werden unsere Steuern gebraucht.

"faule Kredite" habe ich nie so ganz verstanden.

Risiko und Rendite sind untrennbar verbunden. Kredite mit hohem Ausfallrisiko, haben also auch hohe Zinsen. Mit anderen Worten: Die Banken verdienen gut daran. Ausfälle einzelner Kredite sind für große Banken kein Problem.

Falls jetzt durch eine Wirtschaftskrise faule Kredite reihenweise ausfallen, ist dies das Wirtschaftsrisiko der Bank und allen ihren Geldgebern inklusive Kunden. Die Rettung der Banken auf Staatskosten ist doch der genau falsche Weg. Es macht den Banken klar: Ihr dürft in guten Zeiten abkassieren und braucht keine Angst vor Krisen haben, da rettet euch der Staat. Das ist doch keine freie Marktwirtschaft! Die Bäckerei um die Ecke wird auch nicht vom Staat gerettet wenn Kunden ausbleiben.

Und warum werden Banken gerettet, wegen den Kunden?
Eigentlich muss das jedem Anleger längst klar sein. Für deutsche Staatsanleihen über 10 Jahre bekommt man keine Zinsen mehr, für allzeit verfügbares Tagesgeld bei Banken bekommt man noch 0,X Prozent. Muss doch jedem der rechnen kann klar sein, dass Geld bei der Bank VIEL unsicherer ist als Oma und Opa glauben - trotz Einlagengarantie durch Staat wohlbemerkt! Ja die Deutschen und ihr Festgeld, eine Liebe ohne wenn und aber 😉
 
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