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Warum sind so viele Menschen unglücklich?

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Hast Du wenigstens Liebe von innen?
Die es nicht gibt. Die Fähigkeit dazu wird immer von außen gestiftet. Man kann zu der Problematik nicht bei irgendwelchen 5 Punkte Rezepturen stehen bleiben. Obwohl das alles wissenschaftlich abgesichert ist, läuft auch diese Diskussion wieder einmal unter der Prämisse "Über den Start ins Leben und die berühmt/berüchtigten ersten drei Jahre reden wir nicht".

Was verständlich ist, weil da wirds kompliziert. Wie sollten wir Probleme diskutieren, für die unsere Sprache nicht ausreicht, weil es um bildhafte Erfahrungen des Kleinkindes geht, die unser ganzes Leben an uns wirksam bleiben.

Nur auf dieser bildhaften und gefühlsbetonten Ebene unseres damaligen Erlebens könnten wir uns helfen und dann endlich wachsen.

Das glückliche Kind exploriert und erschrickt nicht vor Werners drohendem Wecker. Es freut sich auf den Tag, der Mühen bringt, die es bestehen wird. - weil es von seinen Eltern geliebt und freisinnig motiviert wurde.

So manche(r), der schon den nächsten "5-Punkte-Plan" auf Amazon bestellen möchte, sollte darum
inne halten und erst einmal diese innere Liebe am inneren Kind in ihm aufwärmen.

Der Mensch entwickelt sich wie ein Baum in Ringen, die alle gleichzeitig vorhanden sind. Unsere
einzelnen Lebensphasen/Ringe sind ständig präsent - auch das Kleinkind in uns ist immer noch da.
Scheiterst du überall, fürchtest du dich vor dem Wecker, steigt Frust hoch - nimm das Kleinkind in dir in den Arm. Gib ihm Liebe und Trost. Immer wieder. Denn es ist nicht der ausgewachsene Mensch, der vor Werners Wecker erschreckt. Es ist das kleine Kind in uns. Auch wenn einem das zunächst blöd vorkommt, dass mit uns im Bett erwachte kleine Kind in uns sollte getröstet werden. Mit einer Übung kann man es auch aus sich heraustreten und neben sich ans Bett setzen lassen (soviel Esoterik ist erlaubt) und dann erklärst ihm was ihr heute vorhabt. Wir werden zischenden Maschinen begegnen (aber du Kleiner musst nicht erschrecken), vielleicht werden wir angebrüllt (aber nicht du) - ich werde hart arbeiten (du machst dein Schläfchen) - nach Feierabend will ich ganz für dich da sein.
Und dann lass es wieder heraustreten, setze es zu Dir auf die Couch und gib ihm das, was es, also Du
nicht bekommen hast, von Deinen Eltern. Tröste dein inneres Kind, spiele mit ihm, bringe Euch beide zum lachen und lasse es Dir zu einer Aufgabe werden, die das graue Tagewerk mit Sinn überstrahlt. Ob man daneben noch zwei richtige Kinder hat, stört diese stille Übung nicht.

Damals waren wir ausgeliefert, aber heute können wir bis zu einem gewissen Grad selber unser Vater und unsere Mutter sein. Und wenn wir es mit unserer/m Kleinen richtig machen, dann kann er/sie immer noch werden!

Wird noch länger dabei bleiben müssen, weil der Staat nach wie vor kein Interesse an den 1-3jährigen hat und in dieser entscheidendsten Lebensphase auf Kontrollmöglichkeiten verzichtet.
"Angschaut" werden sie erst wieder im Kindergarten (üblicherweise) aber dann sind sie schon fertig.
Die Geburt liegt allen am Herzen und der Eintritt in den Kindergarten. Dazwischen gibt es ein schwarzes Loch in der Familienpolitik. Ich meine aber nicht Krabbelstuben als Lösung. OMG das bestimmt nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun ja, da wir wohl gerade bei Liebe sind, poste ich einfach mal einen meiner Lieblingsbeiträge:

(Liebe und Beziehungen)

Vielleicht weil sie unser ganzes Leben in einer kürzeren Zeitspanne repräsentieren, die Geburt, das Aufwachsen, das "Hineinwachsen", die Hoffnung, die Zuversicht, die Überforderung, das Älterwerden, das Loslassen und auch das Sterben. Vielleicht ist jede Liebe wie ein kleines Leben, das das große Rahmenleben vorantreibt, als würde man durch die Gänge eines Hauses streifen.

Vielleicht ist eine Beziehung dafür da, uns neu zu erschaffen im Angesicht unseres Gegenübers. "Das Ich entsteht aus dem Du", sagte einst ein Philosoph.

Und vielleicht lieben wir auch, um die Welt eines anderen zu erweitern. Um ihn zu erweitern, zu erhöhen und ihn gleichzeitig auch seiner eigenen Macht und Kraft bewusst zu machen.

Vielleicht müssen wir auch deswegen manchmal einander verlassen: Um dem anderen die Möglichkeit zu geben, aus Verzweiflung "neu" zu werden, sich neu zu erschaffen. Ihn zu einer Morphose zu zwingen.

Aber vielleicht ist das auch großer Unsinn, vielleicht ist alles nur biologischer Unfug (der aber relativ effizient arbeitet, wenn man sich die Welt mal so anschaut) oder vielleicht wollen wir auch alle einfach nicht alleine sein, nicht alleine stehen in diesem Leben.

Es gibt viele Gründe, und gar keine.

Alles Gute, in welchem Stadium ihr euch auch befindet.

yyyyyy


P.S.

Vielleicht ist die Frage "Wofür ist die Liebe gut?" auch grundsätzlich falsch. Vielleicht steht es nicht in unserer Befähigung und in unserer Befugnis, dies zu fragen. 1. Weil die Liebe eine übergeordnete Macht ist und 2. weil wir sowieso nicht ändern können, wenn sie uns "geschieht"... somit ist die Frage, ob sie "gut" (ein sehr dehnbarer Begriff) ist, nichtig...

Die Liebe wählt uns manchmal aus, und das sollten wir schätzen, schon den Umstand an sich. Und sollten unserem Herz Mut zusprechen, dieser Liebe mit offenem Gesicht zu begegnen und zu sagen: Hier bin ich!

Wahrscheinlich haben wir gar keine Wahl, was die Liebe mit uns macht. Das Thema "Beziehung" steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, das anders behandelt werden muss.

Ob es "gut" oder "schlecht" ist, zu lieben, steht meiner Meinung nach außer Frage. Es ist wie ein Kind, das einem in kalter Winternacht vor die Tür gelegt wird. Es stellt sich dann nicht die Frage, ob es gut oder schlecht ist, dass da ein Kind vor der Tür liegt, sondern es stellt sich die Frage, wie man nun mit dieser Aufgabe umgehen sollte.

Denn das ist die Liebe: Eine Aufgabe, die uns jemand zutraut. Die Liebe ist eine Ehre und eine Anerkennung unseres Tuns, sie ist eine Herausforderung und eine Belohnung. Sie ist ein Gast, der freundlich bewirtet werden sollte.

Meine Liebe ist mein Schnee und mein Frost, meine Liebe ist meine Jacke und meine Schuhe. Die Liebe ist mein Schmerz und meine Erlösung. Die Liebe ist mein Gegenüber, und die Liebe ist in mir. Wenn ich der Liebe ins Gesicht schaue, dann schaue ich in mich.

Die Liebe wird uns anvertraut, wir werden uns selbst anvertraut mit der Botschaft: Sei gut zu dir.
 
Ganz ehrlich? Die Frau ist jetzt wohl in Rente, aber wenn sie es wollte, könnte sie wahrscheinlich jeden von euch gnadenlos abziehen.
 
Meine Ansicht dazu:

Viele sind einfach frustriert, unglücklich etc. weil ihnen teilweise die Lösung für Probleme fehlen, sie das Gefühl haben sich nicht frei entfalten zu können.
Oft herrschen in ihnen bewusste und unbewusste Blockaden die sie hindern das Leben so zu führen wie sie eigentlich wollen.
Manche ärgern sich auch über sich selbst nicht das zu tun, was sie eigentlich möchten oder ihnen der Mut fehlt für sich einzustehen und ihren eigenen Weg zu gehen.
Viele lassen sich zu sehr von anderen beeinflussen.

"Fehler" werden einem nicht zugestanden, anders denkende bzw. lebende Personen verurteilt.
Oft ist es einfacher bei anderen vor der Haustür zu kehren als bei sich selbst.
Neid spielt auch eine Rolle, oft wird die Butter auf dem Brot der anderen nicht gegönnt, da sie ggf. an das erinnert werden "was ich nicht erreicht habe".

Viele machen sich unnötig selbst schlecht = falsche Glaubenssätze.

Die Liste ist lang und für jeden individuell.

Wenn manche sich mal daran erinnern würden das es an jedem selbst liegt, was man erreichen kann oder nicht, wäre es vielleicht für den einen oder anderen leichter.
Grenzen entstehen im Kopf.

Wer sich frei macht von Blockaden und selbstbestimmt lebt kann glücklich(er) sein.

Liebe Grüße
PsychoSeele
 
Es ist hart, das alles ist wirklich hart.

Na ja, ich bin wirklich nicht per se für Gott, aber es ist aus meiner Sicht ein schönes Lied:

 
Viele machen sich unnötig selbst schlecht = falsche Glaubenssätze.

Kein Mensch kommt irrtümlich auf falsche Glaubenssätze. Das kommt von den Eltern und wird nicht frei gewählt. Dementsprechend schmäler ist auch jenes "Verdienst", dass die "Glücklichen" sich gerne an die Fahnen heften. Sie hatten einfach Glück mit ihren Eltern.

Alles spielt eine Rolle, in den ersten drei Jahren.

Beispiel: Kind wird von der Mutter fürs Schuhe binden gelobt

Ums Eck stehend beklagt sich die Mutter halbernst zur Freundin "Ach, meine Kleine kanns noch immer nicht"

Schon ist die Verwirrung da und eine ambivalente Botschaft verankert. Kinder hören bekanntlich ALLES um sich herum. Da gehts nie um einen Fehler, sondern um einen Grundtonus. Die Mutter wird sich immer so verhalten.

Später glaubt sie dem Chef sein Lob nicht und hält es für eine zynische Bemerkung. Logisch, dass einem dann alles über die Ohren wächst, bis man sich vor dem Wecker fürchtet. Frustration entwickelt. Man muss an die Ursprünge ran. Vielleicht muss m an nicht alles aufarbeiten. Aber ohne Bewusstsein für die Kausalkette kann ich mir das nicht vorstellen. Man kann solche Diskussionen nicht bei Glaubenssätzen eines 23jährigen beginnen, den er in einem ideologischen Kaugummipapier gelesen hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Schlimmste ist vielleicht, dass man sich hilflos, machtlos, ohnmächtig fühlt, in Anbetracht anstehender Aufgaben oder Bedrohungen, die man gerne bewältigen möchte.

~~~

Mehr oder weniger im Kontext ein Zitat:

Wer sein Leben als Aufgabe sieht, wird es nicht aufgeben.

~~~


Im Grunde ist es ja "relativ einfach". Mal angenommen, es gehe im Leben darum, möglichst glücklich zu sein, und möglichst wenig unglücklich, was dann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ja, um die Fadenfrage ganz persönlich und kurz zu beantworten:

Mich macht es unglücklich, nicht die Fähigkeiten zu haben, die ich gerne hätte.

~~~

Nun könnte man natürlich mir oder sich selbst die Frage stellen: Welche Fähigkeiten, und was würdest du damit machen wollen?
 
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