Ich weiss nicht wie ich die guten von den schlechten unterscheiden soll, die Menschen bohren immer so lange bis ich mich ein bisschen öffne und dann kommt die Klatsche.
Leider ist es so, dass man sich öffnen muss, wenn man neue, und für einen selbst gute, Leute ins Leben bekommen möchte. Sonst ist man ja nur mit dem Kopf dabei und nicht auch mit dem Gefühl. Mehr als vorsichtig sein, geht nicht, und rechtzeitig die Reißleine ziehen, wenn es sich in die falsche Richtung entwickelt.
Ich mache es schon immer so (ich rede vom "echten Leben"), dass ich, wenn ich wo dazukomme (z. B. zu einer Hobbygruppe), erst mal beobachte und gut zuhöre. Da allein kristallisiert sich schon viel heraus. So bleiben dann ein paar Leute übrig, mit denen es dann einen (kleinen) Schritt weitergeht, und auch nach dem Schritt muss nicht sofort der nächste kommen. Ich lasse das dann erst mal wirken und schaue, wie es weiter ist. Ich finde bewusste Pausen dazwischen immer sehr hilfreich. Dadurch öffne ich mich langsam und werde nicht so verletzt, wenn es dann doch auseinandergehen sollte.
Ich muss aber vielleicht auch dazu sagen, dass ich über feste Bezüge meine Freunde finde, also über Hobbygruppen z. B. D. h. dort sieht man sich automatisch oft und lernt sich so langsam kennen, bekommt einen guten Eindruck über die Zeit.
Die Leute, die dann wirklich auch zu besten Freunden werden könnten, denen man alles anvertraut, die da sind, wenn man sie braucht, und für die man da ist, wenn man gebraucht wird, findet man nicht so oft. Viele sind in einem gewissen Alter eben auch in ihren festen Kreisen. Andere finden sich (leider) irgendwann auf der Suche wieder, z. B. durch Todesfälle im Freundeskreis. Sich gut passend zusammen zu finden, ist nicht so einfach... Meine Erfahrung.