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Warum läuft in meinem leben soviel schief?

  • Starter*in Starter*in Gast
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Indem man mit Menschen spricht, die selbst so gemeine Erfahrungen machen mußten und gelernt haben, was dieses für sie und ihr weiteres Leben wirklich bedeutet hat.
Indem man durch diese Gespräche auch darüber nachdenkt, welches Gift durch den Mißbrauch, die Verlogenheit, die Erniedrigung, den Schmerz, die Demütigung ( um nur einiges zu nennen ) in den Korper und die Seele des Kindes injiziert wird, welche Verzweiflung, Hilflosigkeit, Wehrlosigkeit dadurch fortgesetzten Bestand hat.

Es ist Mord an dem Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.
Das Kind lernt, daß das Falsche richtig sein soll. Das Kind lernt, daß der andere etwas Schlimmes macht,von dem keiner was wissen darf, und daß es selbst auch noch die Schuld ( sprich Verantwortung ) aufgebürdet bekommt.
Das Kind lernt niemandem zu vertrauen. Das Kind lernt eine verkehrte Welt.
WIE SOLL ES DA LERNEN, ENTSCHEIDUNGEN, UND DANN AUCH NOCH DIE RICHTIGEN ZU TREFFEN.

Dazu kommt bei dir auch noch ein Familienmilieu, das einem die Sprache verschlägt.

Nicht DU bist der wertlose Mensch, sondern du bist bei Menschen ohne Werte und Anstand aufgewachsen.
Man kann die Vergangenheit niemals ungeschehen machen, man kann sie nur anders bewerten.
Dazu muß man den Mut haben, genau hinzusehen, was du ja wohl tust.
Daß du deine Tochter nicht schützen konntest, dramatisiert die Lage zusätzlich, weil du dich als Mittäter fühlst.

Wenn du den Mut zu einer dritten Therapie aufbringen kannst, solltest du das unbedingt machen.
Ganz wichtig ist aber, daß man weiß, daß man nicht allein ist damit, sondern daß es andere gibt, die auch solche fürchterlichen Dinge erlebt haben. Die wissen, wie lange man damit zu kämpfen hat, die einem das Gefühl geben, daß einem zugehört und daß man ernstgenommen wird mit seinem Leid . Und die einem helfen können, einen Weg daraus zu finden.
Ich glaube nicht, daß es ein Rezept für alle gibt nach dem Motto: man nehme.
Aber ich glaube, daß sich in der Reflektion und in der Kommunikation mit anderen Betroffenen Wege eröffnen, die man allein - in tiefster Verzweiflung gefangen - nicht sehen kann.
GLG Wapiti🙂

hallo mittendurch

ich trau mir (momentan) keine weitere therapie zu.
das kommt vielleicht auch daher daß ich schon2 hinter mir habe.
dann die 2 selbsthilfegruppen und die therapieangebote für meine tochter.
und das waren auch einige angebote.

sie war ja noch recht jung (das war passiert bevor sie in die 1.klasse kam)
und bei ihr war es (zum glück)nicht ganz so schlimm wie bei mir.
er hat ihr immer einen waschlappen auf die augen gelegt.....als ich davon erfahren habe,mußte ich alle waschlappen die ich hatte wegschmeißen. sie hatte immer angst vor waschlappen und ich konnte mir nicht erklären warum.....
naja....dann hab ichs verstanden.
sie hat mich dann mal gefragt vorm schlafen gehen:"mama hattest du auch mal einen bösen mann?"
ich stand unter schock....und sagte nur:"du mußt jetzt schlafen." und sie schlief ein.
dann fragte sie mich später nochmal:"mama.sag mal hattest du auch einen bösen mann?"
ich sagte ihr ehrlich:"ja." mehr bekam ich nicht raus.....
darauf sagte sie:"mama,dann weiß du ja wie das weh tut....."
ich antwortete nur:"ja."
und dann hab ich irgenwie geschafft uns abzulenken.
ich habe alles versucht ihr zu helfen, da ich ja keine hilfe hatte.....

man warf mir vor, meine tochter sei über-therapiert.
ich sagte dann unter schock:"was ist denn daran falsch wenn ich die hilfsangebote in anspruch nehme?"
"ja sie sei schließlich noch ein kind"
und ich sagte"klar ist sie ein kind aber ich will alles versuchen damit sie eine einigermaßen normale kindheit hat."
als antwort bekam ich nur:"naja ich bin die mutter und ich müßte ja wissen was meinem kind am besten tut."

ich kann nur hoffen daß meine tochter nicht mal das mit ihrer tochter durchmachen muß wie ich.
 
@ Gast
es ist echt schwer sich jemanden anzuvertrauen.
und wenn man sich öffnet, mekt man:du wirst gar nicht ernst genommen.
da kommen dann so sprüche wie: deine kindheit ist vorbei....
klar ist sie vorbei (Gott sei Dank!!!)

Liebe Gast,
das sind echt die blödesten Sprüch, sie kommen oft von Menschen, die entweder selbst nichts erlebt hatten, oder aber es selbst versuchen zu verdrängen.
Bevor ich mich erinnerte, dass auch meine Mutter mit dem Missbrauch etwas zu tun hatte, erzählte ich ihr von der Erinnerung an die Vergewaltigung durch den Nachbarn. Ein paar Tage später kam sie auch zu mir, um mit mir darüber zu reden; doch das was sie sagte war: "Am besten du vergisst alles wieder, so wie ich vergessen habe, dass Oma mich mit dem Feuerhaken geprügelt hatte." Nichts hatte sie vergessen. Sie wollte es vergessen, doch sie konnte es nicht. Da sie sich aber nie mit ihrer Vergangenheit auseinander gesetzt hatte, konnte sie auch nichts tun....
Du aber siehst deine Vergangenheit, du aber willst etwas ändern und weil du es willst, ist es alles soooooo schwer.
Du möchtest dich und deine Tochter aus diesen Situationen befreien, doch es hat dir nie jemand gezeigt, wie du es tun kannst. Du trägst diese ganzen Erfahrungen in dir. Das kleine Kind in dir will gesehen werden, es ist auch da, es schreit. Doch es gibt nicht viele außer dir, die es hören können. nur wenige Menschen sind in der Lage es zu sehen, wie es in dir aussieht.
Ich hatte es erst vor kurzem, ein Chaos in mir drin, ich dachte nur wenn es doch nur die anderen auch mal hören und sehen würden. Es war ein Geschrei ein Zank kaum auszuhalten. Ich musste raus, spazieren, endlich konnte ich mal wieder draußen die Diskussion in mir, kaum auszuhalten. Ich hatte Teddys dabei und hielt sie und tröstete, wo ich nur konnte. So viele Meinungen auf einmal und jedes hatte recht, aus seiner Sicht. Doch jedes sah es anders.
Ja ich habe ein wenig gelernt mit ähnlichen Situationen umzugehen, aber so viele auf einmal, das war fast zu viel. Heute geht es mir wieder besser, doch auch ich sollte noch einmal eine Therapie machen, zu viel Schmerz ist noch innen drin.

aber es ist gar nicht so leicht sich selber zu finden.

Versuche den Kontakt zu dieser kleinen zu finden, versuche mit ihr zu sprechen, sie in den Arm zu nehmen, sie ist gut. Du bist gut. (Solltest dir das Wort gut Angst machen, gib bescheid, dann such ich ein anderes)
Wir werden dich suchen und wir werden dich finden, denn wir möchten dass du hier bei uns bleibst. Ich habe noch einen großen Wunsch für dich, es soll dir bald gut gehen.

ich habe auch schon 2 selbsthilfegruppen ausprobiert aber die waren nur von kurzer dauer weil sich viele schnell zurückgezogen haben.ich denke mal das hat zu sehr geschmerzt.
mir schmerzt das alles auch.aber warum nimmt man denn hilfe in anspruch?damit man unter anderem auch selber damit besser klar kommt.oder sehe ich das falsch?
Selbsthilfegruppe, ich war auch in mehreren, die eine tat mir wirklich gut. Wir unterstützten uns, wo es ging, doch leider ging sie dann doch auseinander, das war die erste Gruppe, entstanden aus dem Notruf für Frauen mit einer kurzen Einführungsphase, in der wir Unterstützung hatten, durch eine Frau, die weiter war als wir. Sie war die ersten Male mit dabei und gab uns Tips auf was wir achten sollten. In dieser Gruppe (es war eine geschlossene Gruppe) war sehr viel Offenheit, selbst dass was ein akut nicht schlafen lies, konnte gesprochen werden. Es war wirklich hilfreich. In der Klinik, die Selbsthilfegruppen, diese waren offen und es war nur Vorraussetzung, das man an dem Hauptthema arbeitete, da war es dann auch sehr unterschiedlich, je nachdem, wer da war. Doch auch hier war es oft gut und unterstützend. Später nach der Klinik und nachdem sich meine Gruppe aufgelöst hatte, war ich bei der Gründung einer neuen Gruppe dabei, doch mir wirklich wichtige Themen konnte ich hier oft nicht ansprechen, ich fühlte mich oft nicht verstanden. Nur mit einer aus der Gruppe habe ich heute noch Kontakt,wir hatten thematisch die meisten Berührungspunkte.
Ja Hilfe suchte ich auch, um besser damit leben zu können, denn uns bleibt da nichts anderes über, als mit dieser Vergangenheit und dem Schmerz daraus zu leben und damit umgehen zu lernen. Der Schmerz aber schreibe ich dir, der wird weniger. Je mehr ich, das was getan wurde angenommen hatte, je mehr ich den Schmerz, der dadurch entstanden war annehme, auch die Angst, die Hilflosigkeit.... annehme, desto besser geht es mir.
Ich muss mir auch heute immer wieder für die kleinen in mir drin Zeit nehmen und ihnen versprechen, dass ich auf sie auf passen werde.
Gestern war so ein Tag, an dem ich ihnen besondere Aufmerksamkeit geben musste und das obwohl ich mir was leisten musste... Gestern wäre der Geburtstag meiner Mutter gewesen, in den letzten Jahren ein Tag an dem oft plötzlich nichts mehr ging, bis ich das Datum bewusst wahrnahm und mich beruhigen konnte. Aber ich habe den Tag gut überstanden und nicht nur das!! Ich hatte Hilfe hier im Forum für den Kauf, um das zu sehen, warum ich nicht kaufen darf.

mir zerreißt es auch das herz wenn ich an all die sachen denke.
(wenn ich böse war bekam ich nichts zu essen...."das hast du dir nicht verdient.du gehst heute abend ohne abendessen ins bett.....") und dieses muster hab ich heute noch. wenn ich mal was falsch gemacht habe, dann denke ich:"du hast mist gebaut.du hast dir jetzt kein essen verdient. das essen hat es nicht verdient jetzt in deinem scheiß körper zu kommen."

Zu essen bekam ich, aber ich sollte froh sein zu essen und zu trinken zu haben und auch ein Dach über den Kopf, dafür aber durfte jeder mit mir tun was ihm beliebt.
Ich wollte nicht essen und nur wenig trinken, alles nur so viel das es zum Leben reichte. War froh als ich eine Kammer bekam, eiskalt und ohne Strom. Doch in dieser Kammer da war ich sicher. Ich konnte sie schließen, sie lag zumTreppenhaus eines Mehrfamilienhausen, deshalb konnte und durfte ich schließen. Ich schloss nie auf,egal wer da war, denn ich tat als schliefe ich, hatte das Schlüsselloch zugehängt und hielt die Luft an bis draußen keiner mehr war.
Doch nun zu dir, es ist falsch was gesagt wurde. Du warst sicher mehr als lieb (Wort?).
Versuch dieses Muster was du hast aufzubrechen, ich weiß leichter gesagt als getan. Du darfst essen, du musst es sogar, denn es ist wichtig für dich. Versuch dies in kleinen Portionen, esse lieber einmal mehr ein wenig, als es mit zu viel auf einmal zu versuchen. Betrüge dich da ruhig eine Zeit lang selbst. Tu dir nur wenig auf und überzeuge dich. Versuch dies ein paar mal am Tag. Mach dir das was du glaubst was geht. Du darfst jeder Zeit essen. Überzeuge dich. Versuch auch die kleine in dir was gutes zu geben, sprich mit ihr.
Dein Körper, der braucht dich und du brauchst ihn. Der Körper wäre auch gern fortgegangen, hätte gern dir flucht ergriffen. der Körper, ja der wurde benutzt, gegen seinen und deinen Willen. Der Körper, er wurde manipuliert, er hätte dir gern mehr Schutz gegeben. Dein Körper auch er kann nichts dafür.

es gibt oft momente wo ich denke: ihr seht mir gar nicht an wie selbstmordgefärdet ich eigentlich bin.
ich funktioniere nur.das wude mir ja auch so beigebracht.....
einmal lag ich nach einem selbstmordversuch im krankenhaus. manchmal denke ich: schade daß es nicht geklappt hat.....

Ich sehe es, die Gefahr, der du ausgesetzt bist. Pass auf dich auf, tu es für dich, tu es für deine Tochter. Wenn du merkst es geht nichts mehr. Telefoniere, gehe dann freiwillig in die Klinik, nur solange der Impuls zu groß. Wenn du freiwillig in die Klinik gehst, bis du dich gefangen hast, dann kannst du da auch freiwillig wieder raus. Ich schrieb es schon, ich tat es einst.
Ich würde dich halten wollen, wenn du es brauchst und wenn du es ertragen kannst. Ich habe das Gefühl, du bist schon an dem Punkt angekommen, an dem es fast nur noch auf der Stelle stehend und im tiefen Loch gefangen sein gibt oder aber den Weg bergauf zu gehen, immer mal wieder abrutschend, aber doch schon fast ganz unten. Gern möchte ich eine Leiter reichen und eine Sicherheitsleine. Und ich wünsche dir Menschen die die Leiter halten und die Leine spannen, damit du den Weg nach oben schaffst.
Liebe Gast ich wünsche dir Kraft und den Mut, trotz der erfahrungen weiter zu gehen. Du hast es bis hier her gewagt, ich wünsche sehr du wirst hier bleiben und noch viel andere Möglichkeiten der Hilfe finden und bekommen.
Ich denke an dich, auch wenn ich mal nicht hier bin. Ich komme wieder, das verspreche ich.
LG
Mittendurch
 
hallo mittendurch

ich trau mir (momentan) keine weitere therapie zu.
das kommt vielleicht auch daher daß ich schon2 hinter mir habe.
dann die 2 selbsthilfegruppen und die therapieangebote für meine tochter.
und das waren auch einige angebote.

Liebe Gast,
ich sehe nur du brauchst irgendwie Hilfe. Das du keine Therapie mehr magst, ich weiß nicht wie die deinigen waren. Ich kenne meine. Mir selbst hatten die Gespräche im Notruf und die Klinik am meisten geholfen. Ich hatte eine Therapeutin, wenn ich nur diese gehabt hätte, glaube ich wäre ich nicht wirklich voran gekommen. Später nach der Klinik war ich nochmal auf der Suche, da traf ich auf eine Therapeutin, ich hatte den Eindruck, die war mit dem was ich bearbeiten wollte total überfordert. Die richtige, geeignete Therapie zu finden ist wirklich schwer. Das schlimme daran ist auch, dass die Therapieplätze mit knapp sind und die Suche auch noch meist in einer Zeit passiert, in der es einen sowieso schon nicht gut geht. Vielleicht traust du dich trotzdem mal in einen solchen Notrif, die Frauen, die dort arbeiten sind oft selbst Betroffene und haben sehr viel Verständnis. Du kannst auch nur anrufen, ohne deinen Namen zu nennen. Hab es einfach nur im Hinterkopf, ich möchte einfach nur Stellen aufzeigen wo es "Menschen" gibt, das erkläre ich ein anderes mal, mit den "Menschen". Ich verstehe es aber sehr gut, denn auch ich fürchte mich sehr, vor diesem Schritt den ich tun will. Die Klinik, in der ich war und in der ich mich auch aufgefangenfühlte, hat leider ihr Therapiekonzept umgestellt, deshalb suche ich eine andere, außerdem weiß ich nicht, ob ich dort auch wirklich Traumaarbeit hätte machen können und das scheint mir aber angesagt zu sein.


sie war ja noch recht jung (das war passiert bevor sie in die 1.klasse kam)
und bei ihr war es (zum glück)nicht ganz so schlimm wie bei mir.
er hat ihr immer einen waschlappen auf die augen gelegt.....als ich davon erfahren habe,mußte ich alle waschlappen die ich hatte wegschmeißen. sie hatte immer angst vor waschlappen und ich konnte mir nicht erklären warum.....
naja....dann hab ichs verstanden.

Ich habe ein Bitte, vergleich niemals eine Missbrauchssituation mit einer anderen. Denn jeder Missbrauch ist schlimm, sehr schlimm. Warum schreibe ich dies, ich kenne sehr viel Missbrauch habe viel selbst erlebt, hatte sehr viel verdrägt oder es gar nicht speichern können, wie ich inzwischen weiß. Ich kann dir schreiben, noch bevor ich Erinnerungen hatte an die wirklich schlimmen Ereignisse, dachte ich immer es ist ja nicht so schlimm, es ist ja nicht wirklich was passiert und du hast es doch selbst zu gelassen. Ja ich spreche von mir. Von den Übergriffen und den Missbrauch, den ich nicht für so etwas gehalten hatte, da gab es ja keine Gewalt. Ich schreibe gerade von den Handlungen als ich 11 und älter war. Einfach nur anfassen und mich zu sexuellen Handlungen bewegen, durch "sanften Druck", durch Wiederholungen, ... Gemocht hatte ich es auch nicht, aber was hätte ich tun sollen. Mich wehren musste ich erst lernen und war nur möglich, wenn ich nicht zu Hause war. Ich höre hier davon erst einmal auf, weiter zu beschreiben. Ich war davonüberzeugt, das fällt noch nicht einmal unter Missbrauch, bis zu meinen Gesprächen im Notruf, die ich aber wegen der Erinnerungen an den Missbrauch, der vor dieser Zeit statt gefunden hatte.
Ich ahtte auch Angst vor dem Waschlappen, aber nicht weil meine Augen zugedeckt waren, sondern weil die Wunden damit gewaschen wurden und auch mein Körper. Lange brauchte ich bevor ich überhaupt wieder einen mal benutzen konnte. Doch auch heute benutze ich fast nie ein und wenn nur die wo die Hand rein kann, solche gabe es damals nicht.

sie hat mich dann mal gefragt vorm schlafen gehen:"mama hattest du auch mal einen bösen mann?"
ich stand unter schock....und sagte nur:"du mußt jetzt schlafen." und sie schlief ein.
dann fragte sie mich später nochmal:"mama.sag mal hattest du auch einen bösen mann?"
ich sagte ihr ehrlich:"ja." mehr bekam ich nicht raus.....
darauf sagte sie:"mama,dann weiß du ja wie das weh tut....."
ich antwortete nur:"ja."
und dann hab ich irgenwie geschafft uns abzulenken.
ich habe alles versucht ihr zu helfen, da ich ja keine hilfe hatte.....

Ich wäre froh gewesen meine Mutter hätte zugehört und es gesehen. Doch sie sah es und tat nichts. Sie wusste es und noch viel mehr. doch es durfte nicht sein oder es war normal. Ich bin davon überzzeugt, sie selbst war auch mal Opfer, doch fand sie nicht den Weg daraus. Sie sah es als normal und richtig an, sie tat auch einiges dazu.
Du aber tust was, du hast so einen neuen Weg für dich und deine Tochter eröffnet. Ihr habt die Chance aus diesem Kreislauf auszubrechen. Nur wer es sehen kann und sehen darf, kann verhindern, dass es so weiter geht. Nur wer sieht, welch ein Leid entsteht, wer das Leiden beenden will, der kann es verhindern das es so weiter geht. Du und deine Tochter ihr ändert was, den ihr schaut euch an, was es mit euch gemacht hat. Was hatte ich versucht meine Mutter zu bewegen, an ihrem Leben etwas zu ändern. Immer wieder. Doch sie wollte und konnte es nicht. Wie oft hatte sie mir gesagt, sie würde meinen Vater verlassen wollen. Nie hatte sie den Mut dazu.
Für mich und mein Leben war es eh zu spät, es war schon alles geschehen. Doch hätte sie versucht ihr leben zu ändern, stolz wäre ich auf sie, vielleicht hätte meine Wut, der hass gegen sie auch nicht so lang gedauert. Inzwischen ist weder Hass noch Liebe da. Zu sehr verletzt hatte sie mich. Nicht nur durch nicht sehen....

man warf mir vor, meine tochter sei über-therapiert.
ich sagte dann unter schock:"was ist denn daran falsch wenn ich die hilfsangebote in anspruch nehme?"
"ja sie sei schließlich noch ein kind"
und ich sagte"klar ist sie ein kind aber ich will alles versuchen damit sie eine einigermaßen normale kindheit hat."
als antwort bekam ich nur:"naja ich bin die mutter und ich müßte ja wissen was meinem kind am besten tut."
Du hast was getan. Du hast für sie Hilfe gesucht und wer sagt dir das es falsch ist? Es können nur welche sein, die keine Ahnung haben, was es bedeutet. Gerade weil sie noch ein Kind ist, ist es wichtig was zu tun. Sie muss doch damt zurechtkommen. Sie soll doch wie du richtig erkannt hast noch einigermaßen normal aufwachsen, auch wenn sie das ein Leben lang tragen wird. Doch es ist gut, dass sie darüber reden darf, dass sie es nicht ganz verstecken muss, dass sie nicht so tun muss als sei alles nur ein böser Traum.

ich kann nur hoffen daß meine tochter nicht mal das mit ihrer tochter durchmachen muß wie ich.

Dadurch, dass es offen ist, ist die wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie dies nicht erleben muss. Sie wird den Weg finden, ihre Tochter zu schützen und sie wird es lernen, ihrer Tochter bei zu bringen Schutz zu finden und sich selbst zu schützen. Du hast ihr den Weg dafür freigegeben.
Nun wünsche ich dir noch sehr viel Kraft und Mut für dich und deine Tochter.

Ich komme noch einmal auf meinem Anfang zurück, ich glaube sehr wohl, dass du sehr schlimmes erlebt hast. Vielleicht hast du sogar das Gefühl, wenn ich hätte nichts sehen müssen...
Vielleicht warst du auch noch viel jünger, so wie ich als es anfing.
Mein Vater versuchte zu überzeugen, er war sich sehr sicher, dass Erinnerungen im Alter vor 6Jahren gar nicht geben kann und erst ab 10Jahren, man beginnt bewusst zu erinnern. Ich nutze jede Gelegenheit, als meine Nichte klein war ihm das Gegenteil zu beweisen. Immer wenn sie etwas erzählte wozu es keine Bilder gab, oder wovon auch nicht gerade gesprochen wurde und sie erzählte, wies ich ihn darauf hin. Ich wusste als ich dies tat, nicht warum ich es tat, doch heute weiß ich es.
Es hat mein Leben sehr beeinflusst, aber auch meine Stärken sind daraus erwachsen.

LG
Mittendurch
 
ja die gibt es leider genug diese "heile welt familien"
die zeigen mit dem finger auf einen und tuscheln:"bla bla.....der bruder von der .....bla bla....."
hallo? was kann ich dafür was der gemacht hat??


liebe mittendurch:

letztens ist unser kater durchs fenster abgehauen.der geht normal nicht raus.ich war todtraurig daß er weg war, aber mir kam keine träne raus.ich konnte nicht weinen.so steht es um meine gefühle.ich kann sie noch nichtmal richtig zeigen.....

aber noch nie haben mich worte so sprachlos gemacht und zu tränen gerührt, wie dein beitrag.
und ich weine wirklich nicht so schnell.
deine worte gingen mir ans herz und ich muß gestehen: das ist ein neues aber schönes gefühl.
ich fühle etwas. ich glaube: ich fühle mich verstanden....
...........man mir sausen jetzt 1000 gedanken durch den kopf.................

ich wünschte mir manchmal (trotz allem) daß meine mutter noch leben würde.
daß ich sagen kann:"mama mir gehts schlecht.....hast du da nicht mal einen ratschlag für mich?........
..........oder: mama nimmst du mich mal bitte in den arm?"

ich habe sie am sterbebett gesehen. sie wollte mich unbedingt nochmal sehen...mich!...ja.....
sie hat zum schluß nur noch ein halbes bein gehabt.das war kein schöner anblick.
aber das war mir in dem moment egal. ich habe mich nur gefreut,daß sie mich nochmal sehen will.
.............als wir dann gehen wollten....ich wollte als letztes aus dem zimmer.......
....da hat sie mich nochmal gerufen.....ich drehte mich um und sagte:"ja mama...."
und sie antwortete:"........ ich hab dich lieb!" und sie schaute mich so tief in sie augen daß es mein herz berührte....
ich antwortete:"mama ich hab dich auch lieb!" und einen tag später ist sie gestorben.

ich habe trotz allem damals auf mein herz gehört,hab sie besucht und hab es bis heute nicht bereut.....

klar such ich nach antworten warum sie (wie bei dir.....!) nichts dagegen unternommen hat.
warum sie mir keine liebe gab. warum ich durch die hölle mußte....
aber die antworten gebe ich mir teils selbst und das alles zu akzeptieren.

aber einerseits ist es gut daß sie tot ist,so hat sie nicht mitbekommen was ihr sohn ihrer enkeltochter angetan hat.....
ich wüßte nicht was ich mit meinem sohn tun würde.........sie wäre bestimmt auch zugrunde gegangen.

eigentlich habe ich genau das gegenteil wie meine mutter gemacht.
ich habe alles vesucht um meiner tochter zu helfen.auch wenn ich auf reserve laufe......meine tochter kann und wird mir niemals vorwerfen können daß ich nicht unversucht gelassen habe.

und daß ich geschrieben habe daß der mißbrauch bei meiner tocher zum glück nicht ganz so schlimm war,
damit meine ich: sie ist noch jungfrau...!!!!!....
daß es schlimm ist/war das will ich nicht abstreiten oder verschönern.
schlimm genug daß es passiert ist.
aber sie kann sich einem jungen aussuchen..........

aber thema tochter ist auch schwierig und auch wieder eine andere geschichte.
 
Liebe Gast,
mit meinem langem Beitrag, wollte ich dir auch zeigen, dass du nicht alleine bist. Ich wollte dir zeigen, dass es Menschen gibt, die dich verstehen, weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. So wie es aussieht ist es bei dir angekommen.
Auch ich konnte früher nicht wirklich weinen, aber auch nicht herzhaft lachen. Heute ist es egal wie schlecht es mir geht und vor ein paar Wochen ging es mir wirklich schlecht, mir war alles zu viel und ich hatte innendrin ein Riesenchaos, schrieb ich glaube ich schon, da war ich trotzdem froh, denn ich konnte fühlen. Es ist aber so, wenn man fühlen will, dann kommen nicht immer nur die "guten" Gefühle, also die, die man gerne hat, sondern dann kann es sein, dass man auch das fühlt, was man nicht so gern fühlen würde. So ist es eben. Doch auch ich will fühlen, und deshalb bin ich manchmal auch froh, wenn ich traurig bin, auch dass verstehen nicht alle Menschen. Viele denken traurig sein, muss ganz schnell wieder weg gemacht werden. Doch bin ich lieber auch traurig als gar nichts zu fühlen.
Ich freue mich für dich, dass deine Mutter diesen Satz "...ich hab dich lieb" noch zu dir geasagt hat. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie dein Herz schlug, als du ihn hörtes.
Es ist sehr gut, dass du hingesehen hast und deiner Tochter, so gut du konntest geholfen hast. Das wird deine Tochter später sicher sehen. Und jetzt ist es wichtig auch dir selbst zu helfen auch das wird deine Tochter freuen, wenn du dir hilfst, wenn du alles daran tust, dass es dir selbst auch besser geht. Denn dann lernt auch sie durch nachmachen und abgucken, dass es ihr besser gehen darf. Es ist gut, wenn man was für sich selber tut. Sie lernt von dir, das sie etas für sich tun darf. Versuch ihr Vorbild zu sein durch handeln.
Wenn ich dies alles lese, was du geschrieben hast, dann sehe ich wie du nach antworten suchst, dein Mutter ist tot, sie kann dir auch die antworten nicht mehr geben. Du schreibst,
aber die antworten gebe ich mir teils selbst und das alles zu akzeptieren.
an diesem Satz bleibe ich gerade hängen.
Ich lese ganz viel was dich bewegt. Ich sehe Schmerz und Zweifel. Ih sehe aber auch Hoffnung. Dann sprichst du ein ganz wichtiges Thema an nämlich dich und deine Tochter. Dieses Thema ist aktuell und gegenwärtig!
Da lese ich dies alles und dann sehe ich eine Frau, die selbst eine große Verletzung mit sich schleppt, die ein Kind hat, das auch eine große Verletzung mit sich trägt. Die Frau ist die Mutter dieses Kindes und möchte unbedingt, dass die Wunden des Kindes heilen, weil sie weiß, wie sehr diese Wunden schmerzen möchte sie das wenigstens die Schmerzen des Kindes geheilt werden. Doch was ist mit den Wunden der Mutter, sollten nicht auch diese heilen, damit das Kind eine gesunde Mutter hat?!
Ich wünsche mir sehr für dich das dein Thema Tochter auch mal wieder einfacher wird. Und ich wünche dir viel Kaft und Mut zu sehen was du tun kannst und zu tun was du tun kannst, damit es dir und deiner Tochter wieder besser geht.
Ich werde deinen Text sicher noch einmal lesen, denn ich habe das Gefühl, etwas zu lesen, was einerseits glücklich macht und anderseits doch auch verwirrend sein kann.😕 Ich habe das Gefühl. Vielleicht hast du es auch?
 
Wie alt bist du denn? Vielleicht kannst du ja trotzdem in eine betreute Wohngruppe ziehen. Oder vielleicht auch fuer eine Weile in eine Klinik mit deiner Tochter. Es muss doch irgendetwas geben was dir helfen wird!

Du solltest auch irgendwie regelmaessige soziale Kontakte aufbauen. Hast du irgendein Interesse an Religion? Oft finden Menschen ja auch dadurch wieder Kraft und eine Gemeinschaft.
 
Liebe Gast,
mit meinem langem Beitrag, wollte ich dir auch zeigen, dass du nicht alleine bist. Ich wollte dir zeigen, dass es Menschen gibt, die dich verstehen, weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. So wie es aussieht ist es bei dir angekommen.
Auch ich konnte früher nicht wirklich weinen, aber auch nicht herzhaft lachen. Heute ist es egal wie schlecht es mir geht und vor ein paar Wochen ging es mir wirklich schlecht, mir war alles zu viel und ich hatte innendrin ein Riesenchaos, schrieb ich glaube ich schon, da war ich trotzdem froh, denn ich konnte fühlen. Es ist aber so, wenn man fühlen will, dann kommen nicht immer nur die "guten" Gefühle, also die, die man gerne hat, sondern dann kann es sein, dass man auch das fühlt, was man nicht so gern fühlen würde. So ist es eben. Doch auch ich will fühlen, und deshalb bin ich manchmal auch froh, wenn ich traurig bin, auch dass verstehen nicht alle Menschen. Viele denken traurig sein, muss ganz schnell wieder weg gemacht werden. Doch bin ich lieber auch traurig als gar nichts zu fühlen.
Ich freue mich für dich, dass deine Mutter diesen Satz "...ich hab dich lieb" noch zu dir geasagt hat. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie dein Herz schlug, als du ihn hörtes.
Es ist sehr gut, dass du hingesehen hast und deiner Tochter, so gut du konntest geholfen hast. Das wird deine Tochter später sicher sehen. Und jetzt ist es wichtig auch dir selbst zu helfen auch das wird deine Tochter freuen, wenn du dir hilfst, wenn du alles daran tust, dass es dir selbst auch besser geht. Denn dann lernt auch sie durch nachmachen und abgucken, dass es ihr besser gehen darf. Es ist gut, wenn man was für sich selber tut. Sie lernt von dir, das sie etas für sich tun darf. Versuch ihr Vorbild zu sein durch handeln.
Wenn ich dies alles lese, was du geschrieben hast, dann sehe ich wie du nach antworten suchst, dein Mutter ist tot, sie kann dir auch die antworten nicht mehr geben. Du schreibst,

an diesem Satz bleibe ich gerade hängen.
Ich lese ganz viel was dich bewegt. Ich sehe Schmerz und Zweifel. Ih sehe aber auch Hoffnung. Dann sprichst du ein ganz wichtiges Thema an nämlich dich und deine Tochter. Dieses Thema ist aktuell und gegenwärtig!
Da lese ich dies alles und dann sehe ich eine Frau, die selbst eine große Verletzung mit sich schleppt, die ein Kind hat, das auch eine große Verletzung mit sich trägt. Die Frau ist die Mutter dieses Kindes und möchte unbedingt, dass die Wunden des Kindes heilen, weil sie weiß, wie sehr diese Wunden schmerzen möchte sie das wenigstens die Schmerzen des Kindes geheilt werden. Doch was ist mit den Wunden der Mutter, sollten nicht auch diese heilen, damit das Kind eine gesunde Mutter hat?!
Ich wünsche mir sehr für dich das dein Thema Tochter auch mal wieder einfacher wird. Und ich wünche dir viel Kaft und Mut zu sehen was du tun kannst und zu tun was du tun kannst, damit es dir und deiner Tochter wieder besser geht.
Ich werde deinen Text sicher noch einmal lesen, denn ich habe das Gefühl, etwas zu lesen, was einerseits glücklich macht und anderseits doch auch verwirrend sein kann.😕 Ich habe das Gefühl. Vielleicht hast du es auch?

hallo.
ja mein leben ist echt durcheinander.eigentlich will ich es aufräumen aber ich bin wie ein scheues reh.
ich brauche viel zeit um einen schritt vorran zu machen. aber es braucht nur eine kleinigkeit und ich fühle mich wieder klein und nichts wert.wenn ich versuchen will dagegen anzukommen,sagt eine stimme in mir:das brauchst du gar nicht probieren,du wirst immer klein sein,denn da gehörst du hin......
das möchte ich eigentlich nicht mehr.
richtig fröhlich lachen kann ich auch nicht.noch nicht mal über comedy.
da denk ich mir oft:was ist daran lustig?
es gibt selten etwas worauf ich mich freue und meist kommt dann auch noch was dazwischen.
also warum sollte ich mich dann freuen,das klappt eh nicht.....
dadurch daß ich schon soviel probiert habe um darauszukommen und nichts hat wirklich geholfen habe ich kaum noch hoffnung daß das jeh was wird.....haber halt nur kaum hoffnung.
ich sage immer:wenn ich die hoffnung aufgegeben habe,dann kann man mich "wegtragen".
dann ist mein leben vorbei und ich brauche nur noch auf den tod zu warten.
 
Wie alt bist du denn? Vielleicht kannst du ja trotzdem in eine betreute Wohngruppe ziehen. Oder vielleicht auch fuer eine Weile in eine Klinik mit deiner Tochter. Es muss doch irgendetwas geben was dir helfen wird!

Du solltest auch irgendwie regelmaessige soziale Kontakte aufbauen. Hast du irgendein Interesse an Religion? Oft finden Menschen ja auch dadurch wieder Kraft und eine Gemeinschaft.

ich sage ehrlich: bin schon über 30 (jetzt schäm ich mich aber)
kontakte klappen auch nicht so wirklich. wenn ich mich mit jemanden anfreunden will bin ich immer unsicher ob es auch ehrlich gemeint ist.auch durch meine selbstzweifel.außerdem habe ich das helfersyndrom,das sehen viele als schleimen an.
ich will immer und überall helfen.es kann ja sein,daß die leute dann falsch von mir denken wenn ich mal nein sage.
ich fühle mich wie in einem käfig:ich will eigentlich raus aber niemand macht mir die tür auf.
ist vielleicht auch besser,weil die leute dann einen weniger haben wo sie drauf rumhacken und den sie fertig machen können.
ich will nicht die tollste oder beste sein. ich will nur ein wenig anerkennung.ich denke daß ich nicht zu hohe ansprüche habe.
(vielleicht gegen mich selbst)
glauben tu ich auf meine weise.ich hoffe das ist wenigstens richtig was ich mache....
oder ist es doch falsch,daß ich deswegen soviele nackenschläge bekomme?
ich weiß es nicht.
 
hallo.
ja mein leben ist echt durcheinander.eigentlich will ich es aufräumen aber ich bin wie ein scheues reh.
ich brauche viel zeit um einen schritt vorran zu machen. aber es braucht nur eine kleinigkeit und ich fühle mich wieder klein und nichts wert.wenn ich versuchen will dagegen anzukommen,sagt eine stimme in mir:das brauchst du gar nicht probieren,du wirst immer klein sein,denn da gehörst du hin......
das möchte ich eigentlich nicht mehr.
richtig fröhlich lachen kann ich auch nicht.noch nicht mal über comedy.
da denk ich mir oft:was ist daran lustig?
es gibt selten etwas worauf ich mich freue und meist kommt dann auch noch was dazwischen.
also warum sollte ich mich dann freuen,das klappt eh nicht.....
dadurch daß ich schon soviel probiert habe um darauszukommen und nichts hat wirklich geholfen habe ich kaum noch hoffnung daß das jeh was wird.....haber halt nur kaum hoffnung.
ich sage immer:wenn ich die hoffnung aufgegeben habe,dann kann man mich "wegtragen".
dann ist mein leben vorbei und ich brauche nur noch auf den tod zu warten.

Liebe Gast,
wenn ich deine Zeilen hier so lese könnte ich alle selbst geschrieben haben, nur mit einem winzigen unterschied, inzwischen kann ich auch mal wieder lachen aber über Comedy kann ich immer noch nicht lachen, finde ich nichts komisches dran.

Du hast recht es braucht seine Zeit und es geht je schneller man machen will, desto langsamer vorwärts, das war meine Eindruck. Vor allem dieses Durcheinander zu sortieren, ist eine nicht ganz einfache Aufgabe. Es kann aber gelingen. Nimm aber wie beim Bügeln immer nur ein Teil, dazu nimmst du am besten das was gerade am dichtesten vor dir liegt. Versuch die anderen Teile solange in dem Wäschekorb zu legen und den Deckel zu schließen. Versprich dann diese auch noch zu holen damit sie später schön geordnet und sortier werden könne.
Als ich damals in der Klinik war gab es eine Vorstellungsrunde, in der sich alle neuen vorstellen. Als ich dran war, mochte ich obwohl ich schon 2Wochen in der Klinik war nicht genau sagen weshalb ich da war, also zog ich Vergleiche. Zum Einen sprach ich mein Durcheinander an und beschrieb es so. "Ich habe das Gefühl, in meinem Kopf herscht ein absolutes Chaos, ich stelle mir das so vor ich habe da lauter riesige Regalwände mit Schubladen und nun habe ich was gesucht und es dabei sind ganz viele Schubladen einfach herausgefallen und alles liegt auf dem Boden verteilt und ich habe nun die Aufgabe es aufzusammeln, um es zu sortieren und so wegzupacken, dass ich immer alles wieder finden kann, wenn ich danach suche." Dann hatte ich noch etwas gesagt und zwar: "Ich will durch einen großen Berg einen Tunnel bauen, damit ich besser von der einen Seite zur anderen kommen kann." Auf die Frage, ob dies nicht zu Anstrengend sei, erwiderte ich "Es ist viel anstrengender immer über den Berg rüber zu müssen, um auf die andere Seite zu kommen, weil alleine der Weg nachoben so viel Kraft kostet, dass man immer wieder abrutscht und das ganze viel zu lange dauern würde, wenn man wieder zurück muss. Der Tunnelbau würde jetzt einmal sehr viel Energie und Kraft brauchen, danach wirde es aber leichter werden von einer Seite auf die andere zu kommen und wieder zurück, ersollte dabei aber auch gleich stabilisiert werden, denn sonst könnte er einbrechen" das waren meine Therapieziele. Den Tunnel musste ich letzt erst ein wenig ausbessern, die Stabilität hatte etwas gelitten.
Wenn du deine Stimme in dir wahrnimmst, versuche sie nicht wegzustoßen, versuche sie zu überzeugen, dass du heute andere Möglichkeiten hasst, versuch sie davon zu überzeugen, dass du groß bist. Erzähl was du schon gemacht hast, z.B. um deine Tochter aus der Situation, in der sie war heraus zu holen. Erzähl ihr das du anderen schreibst, dass du unterstützung findest. Zähle einfach auf was du als erwachsene Frau alles schon kannst. Auch einfache Dinge, es muss nichts weltbewegenes sein. Kaffee kochen, nur als Beispiel. Wichtig ist dabei einfach zu überzeugen.

Ich lese du bist über 30. Ich war als ich anfing mich zu erinnern an meine Kindheit, wie sie wirklich war und nicht wie ich sie sehen wollte 32. es sind inzwischen einige Jahre vergangen. Trotzdem gibt es noch Punkte an denen ich arbeite. Aber insgesamt ist mein Leben wieder besser geworden.
Immer wenn ich zu schnell machen will, dies Gedicht ist von mir, habe ich damals gechrieben, als das Chaos am Größten war und fast nichts mehr ging, wenn du magst kannst du dir das mal ansehen.

Gedichte zum Mut machen?

Weiterhin wünsche ich dir die Kraft und den Mut, dich deinem vergangenem wie jetzigem Leben zu stellen. Es in deine eigene Hand zu nehmen und es zu Leben.
Versuche trotz deiner Vergangenheit, die dich immer noch festhält zu leben. Es wird eine Zeit gebeb, da wird es dir wieder besser gehen. Auch wenn du das Licht am Ende des Tunnels noch nicht sehen kannst, aber es gibt dort wieder Licht.

Ich mach jetzt hier erst einmal Schluss, bin aber später wieder da.
LG
Mittendurch
 
hallo mittendurch

schön dich zu lesen.
dein gedicht fand ich treffend.wirklich wahre worte.
ich habe mir in gedanken schon eine holzhütte im wald eingerichtet.
schön mit kamin,einem sofa kleine küche und ein kleines badezimmer.
das wichtigste ist:ein tresor.
ein großer in dem ich versuche die probleme in fächer zu ordnen
(leider vergeß ich manmach was ich wo abgelegt habe)

anfang hab ich mir gedacht:wo und wie kannst du anfangen?
dann hab ich mir die holzhütte eingerichtet.ab und zu noch kleine änderungen....
dann hab ich mir mein tresor vorgestellt: wie soll er aussehen,wie groß soll er sein....
und all so kleinigkeiten.

dann habe ich "vor dem kamin"mir mal zeit für mich genommen.
versucht in mein inneres zu sehen....
da ist mir auf einmal was komisches passiert:
und da fand ich doch tatsächlich etwas: das war klein, verletzt,aufgewühlt und sah so hilflos aus.ich hatte das gefühl es war meine seele die sich gefreut hat daß sie endlich gesehen und mal richtig beachtet wurde.
so klein und so aufgelöst.endlich erlöst,daß sie gefunden wurde.
ich nahm sie behutsam in meine hände und wußte erst gar nicht was ich machen soll.
ich nahm eine kleine decke und wickelte sie in meine hände ein.
dann bin ich eingeschlafen.

das kann ich gar nicht unterordnen.
dreh ich jetzt völlig am rad?bin ich jetzt durchgeknallt?
es ist total komisch.
 

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