A
Andersson
Gast
Und: natürlich schreibt "man" über mich, denn ich BIN ein Betroffener. Wer also über eine gesellschaftliche Tendenz hin zu als Depression kaschierter Drückebergerei schreibt, schreibt automatisch auch über mich. Ergo kann ich dazu Stellung beziehen. Was ich tat und mir auch künftig gestatten werde.
Dass Du einen langen Leidensweg hinter Dir hast glaube ich Dir. Klar. Auch die Folgen davon. Aber da Du ja mit deinen "persönlichen" Erfahrungen angefangen hast muss man eben auch sagen, dass es eben auch Menschen gibt die dazu fälschlicherweise gemacht werden, weil die Maschinerie dies heute auch bedient.
Ich denke in den Situationen wo Burning Out stattfindet, ist es tatsächlich so, dass die Betreffenden bis zum Schluß (kurz vor dem Zusammenklappen) alles geben. Solche Worte wie Drückeberger verwende ich nicht und sind auch nicht hilfreich, weil ja echte Burning-Out Falle damit automatisch auch belegt werden. Es ist ja auch eine Wahrheit, dass sich gerade Betroffene - wie du selber schilderst - eben durchbeißen oder überhaupt kämpfen müssen, damit dies auch richtig wahrgenommen wird. Hmh, aber darum geht es ja glaube ich bei dem Thread auch nicht, auch nicht um Menschen mit echten Depressionen. Wohl eher um eine Mentalität, wie man Dinge angeht. Und die ist hierzulande oft darauf beschränkt Ängste zu bedienen und einfach wegzuschauen und eben auch Probleme gleich eindimensional auf die Psyche zu schieben, ohne andere Möglichkeiten auszuloten. Und dazu muss man sich eben nur die Statistiken anschauen. Überforderte Eltern, Institutionen und natürlich auch Ärzte.
Hinsichtlich des Betroffenseins würde ich mir nicht jeden Schuh anziehen. da Du ja kein Drückeberger bist, sondern ein Opfer.
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