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Warum haben manche Menschen mit Depressionen keine Freunde?

Wobei ADs auch ihres dazu beitragen können, sich zurückzuziehen.
Fluch und Segen.
Es ist gut, dass es sie gibt, aber sie haben ihren Preis.
Viel bewirken eine Wesensveränderung, mit der kommen Menschen aus dem näheren Umfeld dann teilweise auch nicht klar.
Auch das kann dann zum Ende von Freundschaften führen.
 
Kann ich so schlecht sagen. Ich hatte tatsächlich den Eindruck, die Behandlung der Ärzte war so etwas wie das Stochern im Nebel und alles unter Zeitdruck und Überarbeitung.

Wie AD wirken ist wohl extrem unterschiedlich - manche kommen damit besser zurecht im Leben, bei anderen ist es ein Auslöser zur finalen Entscheidung (steht ja auch im Beibackzettel)
 
Es gibt Leute, die haben alles und werden trotzdem depressiv. Weil es halt eine Krankheit ist, eine Verstimmung im Gehirn, Fehler in der Hormonproduktion oder -verarbeitung oder in manchen Fällen auch eine Infektion, wo der Erreger sich im Hirn auswirkt, z. B. die von Katzen übertragene Toxoplasmose. Manche dieser Sorten Depression sind behandel- und sogar heilbar, andere bei denen man die Ursache noch nicht kennt, sind es (momentan) noch nicht.
Diese Aussage bezweifle ich stark!
In wieweit kennst du dich mit Depressionen aus?
 
@Blättchen: Ich habe genug darüber gelesen. Auch über "Nebenwirkungen" einiger Infektionskrankheiten, zu denen unter anderem die Toxoplasmose gehört, ein Erreger der normalerweise die Hirnchemie von Nagetieren so verändert, daß sie leichter von Katzen erwischt werden, so verbreitet sich der Erreger nämlich, über die Katze als Überträger. Beim Menschen landet er nur versehentlich. Sogar eine mangelhafte Darmflora kann Depressionen auslösen oder die Tendenz verstärken. Gute Bakterien gegen Depressionen | Universität Basel (unibas.ch)
 
Diese Aussage bezweifle ich stark!
In wieweit kennst du dich mit Depressionen aus?
Was soll denn Depression Deiner Meinung nach sein? Irgendeine unvermeidliche göttliche Strafe oder ein böser Voodoo-Zauber? Genauso wie es nicht "Krebs" an sich gibt, sondern zahlreiche verschiedene Sorten, die jede auf ihre Weise behandelt werden müssen, gibt es auch nicht "Depression" an sich, sondern zahlreiche verschiedene Ursachen die zu Depression führen.
Deshalb wird es auch hier, genau wie bei Krebs, nie eine allgemeingültige Standardbehandlung geben. Nur die Grundlage von Depression ist immer die gleiche: eine krankhafte hormonelle Störung im Gehirn. Und es gibt eine ganze Latte verschiedener Gründe, wie sowas zustande kommen kann. Somit braucht es für jede einzelne eine maßgeschneiderte Therapie.
 
Nur die Grundlage von Depression ist immer die gleiche: eine krankhafte hormonelle Störung im Gehirn.
Genau diese Aussage bezweifle ich.
Die Serotonin Hypothese konnte übrigens nicht bestätigt werden.

Mich stört auch diese verbreitete Forderung "Mach eine Therapie".
Lesen kann man halt die offiziellen Aussagen "gut behandelbar", "auch medikamentös", "Fachpersonal kann helfen".
Manchen helfen Medikamente (ist aber umstritten wieviele wirklich von ADs profitieren). Manchen hilft Therapie oder ein Klinikaufenthalt.
Es gibt aber so viele, denen diese ganzen offiziellen Hilfen eben keine Verbesserung bringen, teils sogar Verschlechterung.

Dass Depressive für Freunde und Angehörige anstrengend und auch belastend sein können, dem stimme ich zu. Das ist einfach so.
Sie dann abzuschieben mit "der/die will sich nicht helfen lassen" finde ich nicht richtig. Keiner leidet freiwillig.
Es ist eher so, dass Kranke gemieden werden, weil es für die anderen zu viel wird (was ich aber verstehen kann, wie gesagt). Es fühlt sich wahrscheinlich nur besser an dem Kranken die Schuld daran zu geben.
 
Es gibt aber so viele, denen diese ganzen offiziellen Hilfen eben keine Verbesserung bringen, teils sogar Verschlechterung.
Weil man bei denen halt die tatsächliche Ursache nicht herausgefunden hat. Blind an Symptomen herumzudoktern bringt nichts außer unerwünschten Nebenwirkungen, das sollte bekannt sein. Aber allwissend sind die Ärzte halt auch nicht, sie können nicht anders als herumzuprobieren, in der Hoffnung per Zufall auf die einzig wirksame Behandlung zu stoßen.
Die Serotonin Hypothese konnte übrigens nicht bestätigt werden.
Außer Serotonin gibt es noch eine Menge andere Hormone im Gehirn. Melatonin, Oxytocin und alles mögliche andere. Mal fehlt ein Hormon weil es nicht oder nicht ausreichend produziert wird, oder es wird zwar produziert aber der Rezeptor dafür ist defekt, oder irgendein anderes Hormon wirkt zu stark dagegen, es gibt so viele mögliche Gründe.
 

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