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Warum haben manche Menschen mit Depressionen keine Freunde?

Keine Freunde zu haben, bzw. keinem unterstützenden sozialen Umfeld anzugehören, kann überhaupt erst ein starker Risikofaktor, bzw. Auslöser, für Depression sein.
Dazu gehören auch eine intakte Partnerschaft und gesunde Familienverhältnisse als enorme Ressourcen, welche die Resilienz (psychische Widerstandskraft) eines Menschen stark erhöhen können.
Natürlich gehören noch weitere Dinge des Lebens dazu. Wie Sinnhaftigkeit, Nützlichkeit, Vorankommen, Selbstvertrauen, Selbstbestimmtheit, ...
Es gibt Leute, die haben alles und werden trotzdem depressiv. Weil es halt eine Krankheit ist, eine Verstimmung im Gehirn, Fehler in der Hormonproduktion oder -verarbeitung oder in manchen Fällen auch eine Infektion, wo der Erreger sich im Hirn auswirkt, z. B. die von Katzen übertragene Toxoplasmose. Manche dieser Sorten Depression sind behandel- und sogar heilbar, andere bei denen man die Ursache noch nicht kennt, sind es (momentan) noch nicht.
 
Wer Menschen generell meidet, kann logischerweise keine Freunde finden. Freunde sind wie seltene Perlen unter Kieselsteinen, aber wenn man den Kieshaufen von vornherein meidet, ist es unmöglich eine Perle zu sichten.
Nur wer suchet der findet. Und dann "betrachtet alles, und das gute behaltet". Deswegen sind echte Freunde so kostbar - weil sie rar sind.
Du hast mit Deiner Aussage vollkommen recht.
Allerdings gibt es Menschen, denen es nicht gegeben ist zu ›suchen‹, weil sie aus diversen Gründen nähere Kontakte meiden.
Das muss weder bewusst noch gewollt sein, es liegt an ihrem Gemüt, ihrer Eigenart.
Durch eine Depression kann das noch enorm verstärkt werden.
Ich bin auch solch ein Mensch, ich kenne sehr viele Menschen, es gibt nahezu keinen, mit dem ich Ärger habe oder hatte.
Es fällt mir aber enorm schwer, näheren Kontakt zuzulassen.
 
Finde den Fehler. Wer Menschen generell meidet, kann logischerweise keine Freunde finden. Freunde sind wie seltene Perlen unter Kieselsteinen, aber wenn man den Kieshaufen von vornherein meidet, ist es unmöglich eine Perle zu sichten.
Nur wer suchet der findet. Und dann "betrachtet alles, und das gute behaltet". Deswegen sind echte Freunde so kostbar - weil sie rar sind.

Das ist durchaus kein Fehler ich meide die Menschen schon so lange ich denken kann bzw seit meinem siebten Lebensjahr.
 
Viele Menschen verstehen unter Freundschaft, dass man miteinander Spaß hat und Party macht. In deren Denken und in deren Welt haben Depressionen keinen Raum, da fehlt das Verständnis und der aufrichtige Wille, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Andere fühlen sich von einer Depression und/oder generell von psychischem Erkrankungen überfordert.

Andere sind mit ihren eigenen Kräften am Limit, können oder wollen sich nicht mit den Problemen anderer belasten.

Leute mit Depressionen, die nicht locker lustig in die Welt hinaus und auf andere Menschen zugehen können, haben es natürlich erheblich schwerer, Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.
 
Viele Menschen verstehen unter Freundschaft, dass man miteinander Spaß hat und Party macht. In deren Denken und in deren Welt haben Depressionen keinen Raum,

Leute mit Depressionen, die nicht locker lustig in die Welt hinaus und auf andere Menschen zugehen können, haben es natürlich erheblich schwerer, Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.
Freundschaft hat nichts mit Party oder lustig sein zu tun, das ist sehr oberflächlich gedacht. Bei Freundschaft geht es um gleiche Interessen. Wenn das zufällig Party ist, dann ist es Party, aber es kann genauso gut irgendwas tiefgründiges sein. Und wenn man auf der gleichen Welle funkt ist man auch schneller geneigt, dem anderen zu helfen wenn er es nötig hat. Das ist der wahre Grund warum an Depression Freundschaften scheitern, weil das Interesse an allem außer dem eigenen Zustand verloren geht.
 
Warum haben Menschen ohne Depressionen keine Freunde? Warum haben manche mit Depression doch welche?
Weil die Menschen nunmal verschieden sind. A maskiert, zeigt niemanden, wie dreckig es ihm geht und behält seine Freunde daher. B hat sehr enge und verständnisvolle Freunde, die von seiner Depression wissen, aber fest an seiner Seite stehen und behält seine Freunde daher. C zieht sich völlig zurück und kündigt Freundschaften, weil sie ihm zu anstrengend/nervig geworden sind oder er seine Freunde damit nicht belasten will. D hat im Grunde keine echten Freunde, sondern nur Bekannte, die mit seiner Depression nicht umgehen können und ihn daher fallenlassen. E widerum hat von Anfang an keine Freunde und ist genau dadurch erst depressiv geworden. Und F ist leider an falsche Freunde geraten, die ihn ausgenutzt/betrogen haben, kann daher niemanden mehr vertrauen, wodurch er dann depressiv geworden ist. So verschieden wie die Menschen sind auch die Gründe, warum der eine Freunde hat und der andere keine.
 
Freunde kamen, als ich Freude hatte.

Als ich im Leben "abstürzte, drehte ich mich sehr viel um Drogen, um meine Probleme, Hilflosigkeit, Ohnmacht.
Es nicht so, dass mir diese Freunde nicht helfen wollten. Ganz im Gegenteil, sie haben mir lange ihre Hilfe angeboten.
Aber irgendwann kann ein Mensch nicht mehr, die Krücke für jemand anderen spielen.
Ausnahmslos jeder Mensch hat sein Päkchen zu schleppen und wenige haben eine perfekte und harmonische Familie. Mich würde aber mal interessieren, ob wohlhabendere Menschen tendenziell einen stärkeren Familienrückhalt haben...


Jedenfalls, Warum sollen sich Freunde auf Dauer neben Partnerschaft, Familie und Arbeit denn noch für einen "Fremden" aufreiben?

Wenn man an einer psychischen Störung leidet, dann wird man leider sehr ichbezogen.

Keiner möchte gerne ausgenutzt werden. Dauernd nur der seelische Mülleimer sein.

Mit ner psychischen Störung verlässt man meist in einem bestimmten Feld den Bereich des Gesunden.

Und deshalb flüchten Menschen. Ich denke, es ist nicht mals böse gemeint, aber auf irgendeine Art und Weise ist es vermutlich auch Selbstschutz.
Und das finde ich legitim.

Freundschaft soll für die meisten einfach die "Kirsche auf der Sahnetorte" sein. Denn Priorität hat für die meisten Menschen eben Familie & Partnerschaft und die Arbeit.
Ich denke, dass die meisten Menschen Verständnis für jemanden haben, der mal Hilfe braucht.
Aber es darf halt nicht zum Dauerzustand werden.


Was ich an unserer Gesellschaft ankreide, ist es, dass sie nichts dagegen unternimmt, dass Menschen psychisch krank werden.
Viele psychische Störungen entstehen einzig und allein aufgrund miserablen Bindungserfahrung mit Mutter und Vater, bzw. wenn diese nicht vorhanden sind.
 
Freundschaft hat nichts mit Party oder lustig sein zu tun, das ist sehr oberflächlich gedacht. Bei Freundschaft geht es um gleiche Interessen. Wenn das zufällig Party ist, dann ist es Party, aber es kann genauso gut irgendwas tiefgründiges sein. Und wenn man auf der gleichen Welle funkt ist man auch schneller geneigt, dem anderen zu helfen wenn er es nötig hat. Das ist der wahre Grund warum an Depression Freundschaften scheitern, weil das Interesse an allem außer dem eigenen Zustand verloren geht.
Das ist sicher richtig. Zumindest bei starken Depressionen.
Es hat überhaupt nichts damit zu tun, dass FreundInnen sich zu wenig kümmern, oder nicht versuchen zu helfen.

Depression ist eine schwere Erkrankung, bei der irgendwann das Interesse am Rest der Welt sekundär wird und die innere Leere nicht mehr zu füllen ist. Keine Befindlichkeitsstörung. Und im Endeffekt sind Ärzte auch nur hilflos, wenn Antidepressiva nicht anschlagen.
 

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