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Warum gibt es in Deutschland soviele Singles?

  • Starter*in Starter*in Pattsrick
  • Datum Start Datum Start
Also aus Sicht einer Studentin kann ich sagen, dass in meinem Freundeskreis 70 % single sind. Das liegt weniger am Anspruch, als an fehlenden Möglichkeiten sich kennenzulernen. Dazu kommt (zumindest in meinem Fall), dass man zwar Leute kennenlernt, aber automatisch davon ausgeht, dass diese schon vergeben sind oder kein Interesse haben. D.h. es mangelt am Selbstbewusstsein.

Ja, das Problem ist das mittlerweile auch nicht immer alle Männer gerne ins kalte Wasser springen. Wenn man dann die nächsten Dates oder Annährungsversuche mal nicht auf dem Tablett serviert bekommt, erkennt man leider sehr häufig das es leider kaum weitergeht und irgendwann im Sande verläuft.
Ich hätte mir hier früher gewünscht das Frauen bedeutend mehr aus sich herausgehen und auch zeigen was sie möchten ohne rätselraten.

Eine Freundin von mir würde quasi jeden nehmen. Das Problem ist, sie ist übergewichtig und bisher alle Männer haben sie ein paar Monate hingehalten ("erst besser kennenlernen") und dann gesagt, dass sie nicht mehr als Freundschaft empfinden. So viel zum Thema Frauen sind zu anspruchsvoll.
Nur weil SIE es speziell nicht ist, sagt das ja relativ wenig über den Großteil der anderen aus.

Ein Typ in ihrer Situation, würde oftmals Frauen nichtmal daten "dürfen" um besser kennengelernt zu werden. Man wird völlig ignoriert und keines Blickes gewürdigt.
 
Ist doch ganz einfach.

Meine Nachbarin (etwa gleichaltrig) hat einen Mann, der doppelt so viel wie ich wiegt und ihr das ganze Essen wegfrisst. Sowas frustriert auf Dauer!!

Würde sie sich scheiden lassen und mit mir zusammen kommen, würde die Hälfte von dem was sie kocht liegen bleiben.
Sowas frustriert auf Dauer...

Ich hab das beobachtet - und mir einen Hund angeschafft. Wir essen getrennt - wie Singles halt.
 
Das hat ja auch keiner bestritten. Es gibt sowohl Männer, als auch Frauen, die unfreiwillig Single sind... teilweise über lange Zeit. Aber es gibt auch sicher einige, die einfach freiwillig alleine bleiben und lieber ihr eigenes Ding durchziehen. Partnerschaft und Zusammenleben liegt auch nicht Jedem.
 
Ich wollte mit meiner Antwort eigentlich nur das Gleichgewicht ein wenig wieder herstellen. In diesem Forum tummeln sich ja irgendwie mehr Männer die unfreiwillig Single sind, als Frauen. Zumindest fällt es mehr auf.
Also liebe Männer: Ihr seid nicht allein.
 
Nur weil hier mehr Männer schreiben, dass sie Single sind, heißt das nicht, dass es nicht auch viele unfreiwillige Single-Frauen gibt... ich glaub Männer haben da ein Stück weit einfach oft ein größeres Mitteilungsbedürfnis, kenne auch einige Single-Frauen, die das lieber still in sich reinfressen und an denen es in Form von Minderwertigkeitskomplexen nagt, die sich eher still selbst hassen und nicht groß drüber reden... Männer fahren gerne mal die "Alle Frauen sind oberflächlich und keine will mich haben"-Schiene. Wobei es sicher auch genug Frauen gibt, die das umgekehrt auch über Männer schreiben. Das hat letztlich weniger mit dem Geschlecht zutun, sondern eher mit dem Mitteilungsbedürfnis und dem eigenen Frustfaktor und Selbstwertgefühl, denke ich.

Aber leiden tun sowohl Männer als auch Frauen sicher unter der langanhaltenden unfreiwilligen Einsamkeit... es geht nur jeder Mensch anders damit um.

Aber unfreiwilliges Singletum ist nun wirklich kein reines Männerproblem, wie es gerne behauptet wird.
 
Die Frauen gegen Männer Debatte bringt hier nicht weiter.
Ja Frauen waren früher finanziell abhängiger vom Ehemann als heute, aber es ging doch viel weiter. Umgekehrt wurde auch vom Mann erwartet ab einem gewissen Alter Frau und Kinder zu haben.

Beide -Frau und Mann- waren gesellschaftlich sehr einander verpflichtet. Der Mann, der mitsamt Überstunden oft 10-12 Stunden am Tag arbeitete und zuhause nicht mal wusste wie man die Waschmaschine einschaltet. Und die Frau, Haushalt und oft 3-4 Kinder versorgte - und das alles ohne die technischen Wunder von heute. Da machte man die Wäsche noch auf dem Waschbrett und die Hausfrau hatte es verdammt schwer. Heute diskutieren wir über "Work Life Balance" und welchen Staubsaugroboter wir uns kaufen.

Frag meine verstorbenen Großeltern mal über Hartz 4. Die haben nach dem Krieg Deutschland aufgebaut und noch Butter gegen Eier getauscht. Aus Not hielt man zusammen, beide Geschlechter.
Ab der Generation der Baby-Boomer um 1950 bis 1960 änderte sich das. Diese Generation kannte kaum noch Not und steht heute für die erste glückliche Generation. Es war aber auch die erste Generation, die traditionelle Werte zu hinterfragen begann und Selbstverwirklichung forderte.

Subjektiv glaube ich, dass Männer öfter das Gefühl bekommen, dass sie keine Chance haben. Während Frauen eher das Gefühl haben zwar reichlich Auswahl zu haben aber keinen vernünftigen Partner zu finden. Das mag daran liegen, dass der Mann immer noch die aktivere Rolle hat während Frauen oft von vielen Männern angeschrieben und angesprochen werden.

Das Gefühl "das andere Geschlecht ist immer Schuld" ist für mich ein Symptom der neuen Generationen, die sich wie ich in einem Beitrag zuvor schrieb nicht selber reflektieren wollen.

Vielleicht muss man aber hinterfragen, ob die Single Anzahl überhaupt schlecht ist. Denn auch wenn viele als Single unglücklich sind, ist es für sie scheinbar das kleinere Übel als die verfügbaren Partner/innen zu nehmen. Irgendwie ist es ja auch ein Luxus, alleine leben zu können. Die Generation meiner Großeltern konnte dies nur sehr schwer. Allein aus wirtschaftlichen Gründen plante man oft Mehrgenerationenhäuser.

Mir persönlich geht es zumindest so. Ich hätte zwar sehr gerne eine gute Partnerschaft aber 80% der Frauen würde ich nicht haben wollen. Mich hat es auch nie unglücklich gemacht Single zu sein. Höchstens beschleicht mich manchmal ein komisches Gefühl wenn ich sehe, dass ich eher die Ausnahme bin und fast alle in meinem Bekanntenkreis "anders" sind.
 
Subjektiv glaube ich, dass Männer öfter das Gefühl bekommen, dass sie keine Chance haben. Während Frauen eher das Gefühl haben zwar reichlich Auswahl zu haben aber keinen vernünftigen Partner zu finden. Das mag daran liegen, dass der Mann immer noch die aktivere Rolle hat während Frauen oft von vielen Männern angeschrieben und angesprochen werden.
Finde ich sehr gut zusammengefasst.
 

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