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Warum betrügen Menschen ihre Partner?

Ich bin eine Frau und in meiner ersten Beziehung fremdgegangen. Er hat mich in den ersten zwei Jahren auf Händen getragen. In den folgenden vier Jahren hat er mich schleichend gedemütigt und mein Selbstbewusstsein zerstört. Unser Sexleben wurde sein persönlicher Egotripp. Er ignorierte meine Bedürfnisse und versuchte mich zu benutzen wie eine Gummipuppe. Er bildete sich ein Recht auf Sex ein. Selbstverständlich habe ich mit ihm gesprochen. Ich habe auch tatsächlich Schluss gemacht. Allerdings hat er mich eingesperrt und erpresst.

Ich bin dann fremdgegangen, um ihm einen trifftigen Grund zu geben, mich loswerden zu wollen. Das hat nicht geklappt, stattdessen sah er das als Möglichkeit mich weiter zu degradieren und mich für mein Verhalten zu bestrafen. Aber durch meine Fremdgängerei habe ich ein neues Selbstbewusstsein aufgebaut. Mir wurde plötzlich klar, dass es da draußen noch genug andere Männer gab, die mich begehrten und auch wirklich zärtlich und liebevoll sein konnten. Diese Wärme habe ich erst neu entdecken müssen um zu begreifen, wie sehr ich missbraucht wurde.

Meine Beziehung habe ich dann auf sehr krasse Weise beendet. Mein Psycho-Ex hat mich noch ein ganzes Jahr belästigt, Strafanzeige gestellt (wurde fallengelassen) und hat versucht mich zu erpressen.

In meiner darauffolgenden Beziehung hat mein Partner versucht mich aus purer Langeweile zu betrügen. Als ich merkte, dass er das Abenteuer sucht, hatte ich ihm vorgeschlagen, die Beziehung zu öffnen. Das fand er nicht gut, er wollte nicht, dass ich mit anderen Sex habe. Stattdessen versuchte er es weiter heimlich, bis er mit seinem Verhalten die gesamte Beziehung zerstörte. Denn er hat damit versucht meine Sexualität zu kontrollieren, während er seine frei ausleben durfte.

Ich persönlich habe aus der ganzen Sache geschlossen, dass ich keine große Anhängerin der Monogamie bin. Für mich fühlt sich das nach einem patriarchalischen Machtgefälle an. Das heißt nicht, dass ich außerpartnerschaftlichen Sex zelebriere, allerdings ist das für mich nicht der Untergang der Welt, sollte es doch einmal passieren. Ehrliche Kommunikation vorausgesetzt.
 
Ich stelle mir schon seit etwas längerem eine Frage:
Warum betrügen Menschen ihre Partner?

Warum leckt sich der Hund die Eier? Weil er es kann.

Weil sie es verbergen können bzw. denken, sie könnten das. Weil sie wissen oder denken, dass sie nicht verlassen werden, wenn es doch rauskommen sollte. Weil manche sich tatsächlich nicht so viel aus ihrem Partner oder dessen Gefühlen machen.

Weil sie einen Vorteil davon haben: den (neuen, aufregenderen) Sex, das Begehrtwerden und Streicheln des Ego, das Prickeln des Neuen, Verbotenen, Unbekannten.

Weil die Versuchung ständig da ist. Das Motiv (der Trieb) ist ständig da, Mittel und Gelegenheit auch oft.

Weil man manchmal vielleicht wirklich hofft, später mit der Affäre zusammenzukommen und den jetzigen Partner zu verlassen. Weil man sich verbessern möchte sozusagen. Weil man - bewusst oder unbewusst - berechnend ist und sich den aktuellen Partner warm hält.

Weil der Sex in der Partnerschaft zwar gut ist, aber auch nicht die hundertprozentige Erfüllung. Weil Fantasien, Wünsche offen bleiben. Weil der Gedanke an Mehr einfach zu verlockend ist.

Weil manche den Gedanken, nur noch mit demselben Menschen zu schlafen für den Rest des Lebens, geradezu als Gefängnis ansehen. Weil sie im Inneren mehr vom Leben, von ihrer Sexualität wollen, als die Gesellschaft oder der Partner (den man liebt und mit dem man zusammenbleiben will) einem zugestehen. Weil sie es als Freiheit und Autonomie ansehen und gleichzeitig den Partner lieben oder nicht verlassen wollen, der ihnen diese Freiheit nicht geben will.

Weil für sie die Liebe zum Partner nicht an den Sex gebunden ist. Weil Liebe und Sex nicht für jeden so stark gekoppelt sind wie vielleicht für dich. Weil es für sei einfach keine allzu große Bedeutung hat. Weil sie nicht verstehen, wie du es so wichtig nehmen kannst.

Weil sie es nur als ein kleines Laster sehen und nicht als etwas, das mit dem Namen einer Straftat bezeichnet werden sollte. Weil es in anderen Ländern oder Kulturen als geradezu normal angesehen wird, dass es dazu kommt. Weil die Menschen / die Männer halt so sind und jeder das weiß. C'est la vie. Weil sie nicht erwarten, ihre Partnerin derart damit zu verletzen, wie du es schilderst. Denn die Frage ist doch auch: Warum macht es dir so viel aus? Was ist so schlimm daran, wenn dein Freund Sex mit einer anderen hat? Was nimmt er dir damit? Hättest du es ihm erlaubt, wenn er dich darum gebeten hätte? Was sind deine Ängste? Dass die andere Frau dir überlegen ist? Warum gehst du davon aus, über seine Sexualität bestimmen zu können? Warum beschäftigt dich das immer noch so? Kannst du die Versuchung nicht nachvollziehen, weil du sie selber nicht empfindest?
 
... Unseren Moralvorstellungen nach... ist es verwerflich.
Eben, den Moralvorstellungen nach. Das Tier im Menschen kennt aber keine Moral.
Die Natur und deren Triebe entschuldigen da nichts.
Eben doch - siehe meine Ausführungen. Es ist ein zutiefst natürliches Verhalten, das nur - leider - vielen zivilisatorischen und religiösen Vorstellungen und Wertesystemen widerspricht. Der Mensch will sich über die Natur und die Tiere erheben - klappt nur eben nicht. Auch er bleibt ein Raubtier mit teilweise sogar kannibalistischen Zügen. Das ist Fremdgehen noch ein harmloses Kavaliersdelikt.
 
Dem Menschen ist genmetisch vorgebenen das kontrollieren zu können.

Ist das so? Das solltest du mal dem gesetzgeber mitteilen. Dann könnte man ja jegliche mildernden umstände unter den tisch fallen lassen. Sowas wie taten im affekt gibts ja dann nach deiner logik nicht. Und gelder für psychatrie, verhaltensforschung etc. könnte man sich ja auch sparen.

Und kannst du mal eine quelle nennen, wo man das mit der "genmetisch" vorgegebenen kontrolle nachlesen kann? Ich hab schon eine ganze menge zur entwicklung des menschen gelesen und gesehen, aber davon hör ich zum ersten mal. Vermutlich, weil du dir das grad nur so gedacht hast.
 
Na dann informiere Dich doch einfadch malo und laß Dir mal nicht das Hirn vernebeln , sondern verwende die Quellen, die stimmen.

Andersrum teste es an Dir selbst. Beweise es Dir selbst, nicht dazu in der Lage , nö sehe ich anders, Du willst nicht.

Beweise Du mir also letztendlich das es die Triebsteuerung in Dir ist das Du nicht in der Lage bist - oder wie ?

Was haben Affekttaten und mildernde Umstände damit zu tun - seit wann steht Lügen und das Brechen der vorher geschworeren Treue unter Strafe ?


Was meinst Du was die vereidigte Ausage ist oder die eidestattliche Erklärung - mal scharf nachdenken warum es die gibt , wenn doch keiner die Wahrheit sagen kann .....


Wir reden doch hier nicht von kranken Kleptomanen wir reden doch hier nicht von pathologischen Mödern , sondernm von dem ganz normalen psychisch gesunden Menschen , der betrügt und lügt , weil er will , aber eben nicht muß.
Wäre mir neu.

Dir ist schon klar das wir 2018 haben und das Mittelalter vorbei ist - oder ?
 
Na dann informiere Dich doch einfadch malo und laß Dir mal nicht das Hirn vernebeln , sondern verwende die Quellen, die stimmen.

Andersrum teste es an Dir selbst. Beweise es Dir selbst, nicht dazu in der Lage , nö sehe ich anders, Du willst nicht.

Beweise Du mir also letztendlich das es die Triebsteuerung in Dir ist das Du nicht in der Lage bist - oder wie ?

Was haben Affekttaten und mildernde Umstände damit zu tun - seit wann steht Lügen und das Brechen der vorher geschworeren Treue unter Strafe ?


Was meinst Du was die vereidigte Ausage ist oder die eidestattliche Erklärung - mal scharf nachdenken warum es die gibt , wenn doch keiner die Wahrheit sagen kann .....


Wir reden doch hier nicht von kranken Kleptomanen wir reden doch hier nicht von pathologischen Mödern , sondernm von dem ganz normalen psychisch gesunden Menschen , der betrügt und lügt , weil er will , aber eben nicht muß.
Wäre mir neu.

Dir ist schon klar das wir 2018 haben und das Mittelalter vorbei ist - oder ?


Ich könnte dir jetzt punkt für punkt einen aufsatz schreiben. Aber der würde an dir eh abprallen, also laß ich das 😀
Sagen wir...du warst so überzeugend, das ich mich geschlagen gebe 😉

Nur mal ein kleines zitat von Wilhelm Reich: Es ist vollkommen logisch, dass der Trieb selbst nicht bewusst sein kann, denn er ist dasjenige, was uns regiert und beherrscht. Wir sind sein Objekt.

Widerleg das und dann komm ich wieder und wir diskutieren weiter 😉
 
Na dann informiere Dich doch einfadch malo und laß Dir mal nicht das Hirn vernebeln , sondern verwende die Quellen, die stimmen. Andersrum teste es an Dir selbst. Beweise es Dir selbst, nicht dazu in der Lage , nö sehe ich anders, Du willst nicht. Beweise Du mir also letztendlich das es die Triebsteuerung in Dir ist das Du nicht in der Lage bist - oder wie ? Was haben Affekttaten und mildernde Umstände damit zu tun - seit wann steht Lügen und das Brechen der vorher geschworeren Treue unter Strafe ? Was meinst Du was die vereidigte Ausage ist oder die eidestattliche Erklärung - mal scharf nachdenken warum es die gibt , wenn doch keiner die Wahrheit sagen kann ..... Wir reden doch hier nicht von kranken Kleptomanen wir reden doch hier nicht von pathologischen Mödern , sondernm von dem ganz normalen psychisch gesunden Menschen , der betrügt und lügt , weil er will , aber eben nicht muß. Wäre mir neu. Dir ist schon klar das wir 2018 haben und das Mittelalter vorbei ist - oder ?
Natürlich kann der Mensch rational entscheiden, ob er etwas tut oder lieber läßt. Das ist wohl der Kern Deiner Meinung. Aber manchmal nimmt er sich eben nicht die Zeit für rationale Überlegungen - Affekt - oder er gibt lieber seinen Instinkten und Emotionen nach - Triebverhalten. Wobei eine Ausrede für mich substanzlos ist - zuviel Alkohol. Ein stockbesoffener Mann ist zu gar nichts mehr in der Lage. Da rührt sich auch im Schritt nichts mehr. Also zu behaupten, er habe nicht mehr gewußt, was er tut, ist eine feige Ausrede. Und bei Frau verhält es sich ganz ähnlich, wenn man von freiwilligem, "einvernehmlichen" (lt. StGB) Sex ausgeht. Alkohol enthemmt, das ist bewiesen. Er schaltet aber nicht das Denken aus.
 
Wenn man mit etwas in der Beziehung unzufrieden ist, dann neigt man dazu, fremdzugehen.

Kann vieles sein: schlechter Sex, Entfernung, unterschiedliche Interessen, Familie, Minderwertigkeitskomplexe, Eifersucht,...
 
Der Mensch kennt sie aber. Und da "das Tier im Menschen" keine alleinige Kontrolle über ihn hat, ist es ziemlich irrelevant. Deine Ausführungen entschuldigen auf moralischer Ebene aber nichts. Sie klammern die moralische Ebene nur aus. Zebaothling hat das ja schon angeschnitten: Es gibt weiterhin Mord, Vergewaltigung, Diebstahl. Lässt sich das entschuldigen, weil es in der Natur des Menschen liegt, sich selbst auf Kosten anderer zu bereichern? Unseren moralischen Grundprinzipien nach sind das alles verwerfliche Dinge. So wie der Betrug des Partners auch. Ob "das Tier im Menschen" nun lieber polygam leben würde, ist dabei vollkommen irrelevant. Diese Polygamie wird hier nicht kritisiert, sondern der Betrug, der eigentlich kein fester Bestandteil ist. Wer also nicht nur einen Partner haben möchte, muss das auch nicht. Da steht der Natur nichts im Wege. Moralisch vollkommen in Ordnung. Wer einen Partner belügt, betrügt und verletzt, nur um noch mehr Partner haben zu können, der handelt moralisch verwerflich und hat einen schlechten Charakter.
Moral basiert auf intellektuell-kognitivem Denken während Triebverhalten instinktiv-hormonell gesteuert wird. Das ist nun mal nicht vergleichbar - und oft nicht vereinbar - und es existiert beides nebeneinander. Wie ich auch schon zugab: man kann nachdenken, rational entscheiden - aber wann macht man das schon? Es ist wohl eine Interessenabwägung des Augenblicks oder einer langfristigen Planung je nach dem, was der spezielle vor die Entscheidung gestellte Mensch favorisiert, wo er seine Prioritäten sieht. -- Einer meiner Lieblingsseriendarsteller sagt in fast jeder Folge mehr oder weniger wörtlich: "Jeder Mensch lügt." Das ist kaum zu widerlegen. Die Gründe dafür sind aber so mannigfaltig wie das Leben selbst. Jemanden aber generell zu verurteilen, weil er seinen Trieben/Instinkten folgt, halte ich per sé für falsch. Was ist z. B. mit dem Selbsterhaltungstrieb? Dafür geht Mensch auch schon mal über Leichen! Gleich danach schließt sich der Arterhaltungstrieb als zweitstärkster Antrieb des Menschen an. Wem willst Du verübeln, wenn er ihm folgt? Und Arterhaltung umfaßt mehr als nur die Zeugung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vom moralischen, also intellektuell-kognitiven Standpunkt aus gesehen hast Du vollkommen Recht, aber NUR von diesem aus. Auch daß Du die Hintergründe negativ besetzt, ist eine intellektuell-kognitive Erfindung des menschlichen Geistes genauso wie die Moral selbst. Hormonell gesteuerte Instinkte folgen aber der Natur, und die war erstens vorher da und zweitens ist der Mensch nur ein relativ unbedeutender Teil der Natur und steht NICHT über ihr. Dazu noch: jedes Lebewesen ist bestrebt, so leicht wie möglich durch's Leben zu kommen. Das ist erstmal legitim, da sind wir uns doch einig? Welche Strategien es dazu anwendet, darüber bricht die vom Menschen erfundene Moral dann plötzlich den Stab. Dabei sind es ursprüngliche, natürliche Verhaltensweisen, die eben NUR und AUSSCHLIESSLICH in der Moral als einem abstrakten, intellektuellen Konstrukt keinen Platz mehr finden. Und derart abstrahierende Moralisten beklagen dann das verwerfliche, eigentlich nur natürliche (denn es ist nur in ihren Augen verwerflich) Tun. Viele prangern auch an, daß Menschen Tiere töten und essen. Es ist die Natur des Menschen als Raubtier und Allesfresser, ob es den Moralisten nun gefällt oder nicht. Die Natur hat nichts dagegen, sonst hätte sie es im Wege der Evolution geändert.
 

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