Er war ja schon manchmal gereizt oder genervt. Nur hat das nicht dazu geführt, dass sie mal reflekiert, wo ihr Anteil daran ist, sondern hat ihm ein Versprechen abgerungen, dass er für seine Launen eine Therapie machen muss. Das hat er (wahrscheinlich mit gekreuzten Fingern hinterm Rücken) dann versprochen. Im September war sie bei ihm und hat letzlich die Wohnung und damit auch das Gespräch verlassen, weil er sich nicht um die versprochene Therapie gemüht hat. Da hat er dann mal aufgemuckt, indem er sich eben nicht gekümmert hat.
Es ging tatsächlich um ein ,gebrochenes Therapieversprechen' das er mir zwei Wochen davor versprochen- aber kein weiteres Mal mehr angesprochen hat.
An dem besagten Tag wollten wir uns eigentlich einen netten Tag machen und als ich meinem Ex-Freund etwas auf meinem Handy zeigen wollte ,meinte er- neben mir sitzend' ,,das dies jetzt auch nicht wissenschaftlich sei und er sich dies daher nicht ansehen muss''. (In einem sehr genervten Ton).
Danach ging er wie gesagt ins Schlafzimmer und faltete die Wäsche. Ein paar Minuten später habe ich ihm darauf aufmerksam gemacht das ich nun ,nach Hause gehen werde' und er meinte nur ,OK'. Als ich dann bei der Lifttür stand meinte er desweiteren zu mir ,aber du musst jetzt nicht nach Hause gehen' und meinte ich solle zurück in die Wohnung kommen um weiteres darin zu besprechen.
Zurück in der Wohnung entgegenete ich ihm aufgebracht das er ,mich angelogen' hätte wegen der Therapie und ich das als ,Vertrauensbruch' betrachte. Er wollte zwar beschwichtigen und auf einen Kaffee gehen um in weiterer Folge den Tag so zu planen wie geplant- nur hatte ich darauf keine weitere Lust mehr und bin dann nach Hause gefahren. (abgekürzt: es war natürlich ein längeres Gespräch). Daraufhin hat er sich zwei Tage nicht gemeldet um dann wieder ,eher kalt' zu fragen ,ob wir uns in den kommenden Tagen treffen könnten'.
Ich sprach nachträglich (über Chat) seine Muster an welche ich als verletzend empfand -> das er in der Situation nur ,OK' und ,du MUSST ja nicht nach Hause gehen' sagte anstatt die Situation ,gleich zu retten'.
Dh ich empfand er hat in solchen Situationen oft nicht sehr ,empathisch' reagiert und ich meinte er könnte darüber evtl. mal reflektieren anstatt sich immer nur ,zu erklären'. Man muss - meiner Meinung nach - nicht immer gleich ,in Erklärungen' verfallen- sondern kann auch mal zur Kenntnis nehmen das man sein Gegenüber ,verletzt' hat. -> Dieses Muster hat er sich auch eingestanden.
-> Er meinte er hätte mit dem Video so reagiert- da ich anscheinend sagte das er mit ,36 Jahren noch nicht viele praktische skills im Haushalt erlernt hat' und dadurch gereizt war. Das wäre mir aber in dem Moment nicht aufgefallen- sowas gesagt zu haben.
Das war eben auch einer der Gründe warum ich im Dezember so gereizt war (geschrieben habe) da ich nicht finde das man sich für eine Entschuldigung ,immer erklären'/ ,seine Intentionen' vorbringen muss wie es ,eigentlich gemeint war'. Es sollte auch möglich sein sich ,im Moment' einfach einmal zu entschuldigen wenn einem bewusst wird- dass man wem zB wegen dem (nicht melden zu Weihnachten, etc) gekränkt hat.
Hierbei hätte er auch sagen können ,es tut mir leid, dass ich dir das Gefühl gegeben habe dich vernachlässigt zu haben' anstatt zu schreiben ,ich habe aus dieser und jener Intention' gehandelt.