Öfter werden einem Dinge eben im Nachhinein bewusst.
Nein, so ist es ja nicht. Du hast am Sonntag dieses Thema eröffnet, weil du dir nicht vorstellen konntest, dass du zu hart zu ihm warst. Erst nachdem hier auf inzwischen 76 Seiten dein Verhalten und deine Wortwahl auseinander montiert wurde, merkst (?) du dann in ganz vielen Bereichen, dass du wenig richtig und gaaanz viel falsch gemacht hast. Um jetzt nicht völlig ins Schlingern zu geraten, sagst du beschwichtigende Dinge wie " ja, ich hätte ..."
Weißt du, Beziehung auf Augenhöhe heißt im Grunde 50:50. Situativ ging es vielleicht mal mehr um seine Belastung durch die Eltern oder eben um dein Jobthema. Aber Filme hast du ausgesucht, Restaurant hat er nach deinen Vorlieben ausgesucht usw. Da war nichts in Waage, da war kein 50:50. Du wolltest keinen Kontakt zu den Eltern, ich wollte wissen, wer meinen Liebsten erzogen und geprägt hat. Du wolltest niemanden aus seinem Freundeskreis kennenlernen, ich fands spannend, mit wem er vor mir Zeit verbracht hat.
Mein Mann hat auch Hobbys, zu den ich keinen wirklichen Zugang habe, er guckt z.B. gerne Fußball. Interessiert mich null, aber er kann gucken, wann und wo er will. Ich kann mich in der Zeit anders beschäftigen, bin ja schon ein großes Mädchen. Ich kann mich auch einfach dabei an ihn rankuscheln und mich meines Lebens freuen, weil ich glücklich bin und es so schön ist. Es ist nicht schlimm, dass er Dinge mag, die mich nicht so interessieren. Das steht zu keiner Zeit zwischen uns. Und so sollte es aus meiner Sicht im Idealfall sein.