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Wahre Liebe?

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Neuer Ansatz, Nordrheiner.

Wenn ich das recht zusammenkriege, dann steht in der Bibel (zumindest sinngemäß):

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." in den 10 Geboten

Aber:
Kann/soll/muss das tatsächlich für alle Menschen gelten? Ja

Siehst du? Du siehst das so. Ich sehe das nicht so. Jetzt könntest du beispielsweise auch Buddhisten oder Hindus fragen, wobei Buddhisten gar keinen Gott haben und Hindus unzählig viele. Die würden dir auch sagen, dass sie es nicht so sehen. Was ich damit nur sagen will: Jeder sieht es anders, was auch vollkommen in Ordnung ist.

Gibt es in der Bibel einen Passus, der besagt, dass Gott für alle Menschen gelten muss?
Es ist dort anders formuliert, aber sinngemäß: Der Gott der Bibel ist Gott aller Menschen.

Wie ist es in der Bibel genau formuliert? Wortlaut?

~~~

Weiterer Gedankengang und mindestens implizit auch eine Frage:

Du scheinst alles Gute/Bessere, Richtige und die Liebe mit Ausschlussmerkmal immer wieder mit Gott, der Bibel und dem Christentum zu verbinden. Schätze mal, dass ich das halbwegs richtig sehe.

Nun ist es gleichfalls so, dass das Christentum eine sog. Buchreligion ist, und auch du würdest vermutlich sagen, dass man die Bibel lesen bzw. kennen muss, um ein guter Christ bzw. Mensch zu sein.

Nun ist es aber zumindest von einigen katholischen Priestern bekannt geworden, dass sie reihenweise Schutzbefohlene missbraucht haben. Im Gegensatz dazu gibt es welweit Menschen, welche die Bibel weit weniger oder gar nicht gelesen haben. Menschen, die anderer Religion/Glaubens sind oder gar keiner Religion/Glaubens, aber weit entfernt davon, Schutzbefohlene missbraucht zu haben oder jemals zu missbrauchen.

Wie erklärst du dir das?

~~~

Vielleicht anders gefragt:

Braucht es die Bibel, um ein guter und liebevoller Mensch zu sein?
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo _Tsunami_,

schau mal hier: Wahre Liebe?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Siehst du? Du siehst das so. Ich sehe das nicht so. Jetzt könntest du beispielsweise auch Buddhisten oder Hindus fragen, wobei Buddhisten gar keinen Gott haben und Hindus unzählig viele. Die würden dir auch sagen, dass sie es nicht so sehen. Was ich damit nur sagen will: Jeder sieht es anders, was auch vollkommen in Ordnung ist. Trotzdem gibt es nur 1 richtig. Und was das ist, muß jeder für sich selbst herausfinden, denn er muß es auch verantworten.

Wie ist es in der Bibel genau formuliert? Wortlaut?
Die Bibel fängt schon so an: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ 1. Mose 1,1. Also nicht: Gott Nr. 327 schuf Himmel und Erde.
~~~

Weiterer Gedankengang und mindestens implizit auch eine Frage:

Du scheinst alles Gute/Bessere, Richtige und die Liebe mit Ausschlussmerkmal immer wieder mit Gott, der Bibel und dem Christentum zu verbinden. Schätze mal, dass ich das halbwegs richtig sehe.

Nun ist es gleichfalls so, dass das Christentum eine sog. Buchreligion ist, und auch du würdest vermutlich sagen, dass man die Bibel lesen bzw. kennen muss, um ein guter Christ bzw. Mensch zu sein.

Nun ist es aber zumindest von einigen katholischen Priestern bekannt geworden, dass sie reihenweise Schutzbefohlene missbraucht haben. Im Gegensatz dazu gibt es welweit Menschen, welche die Bibel weit weniger oder gar nicht gelesen haben. Menschen, die anderer Religion/Glaubens sind oder gar keiner Religion/Glaubens, aber weit entfernt davon, Schutzbefohlene missbraucht zu haben oder jemals zu missbrauchen.

Wie erklärst du dir das?
Eigentlich ganz einfach: Mörder und V*** gibt es in jeder Kultur. Man wird nicht zum guten Menschen durch das Lesen der Bibel. Ebenso wenig wird man ein ethisch verantwortlich handelnder Mensch, wenn man die Bibel nicht kennt. Ethik, die Handlungsanweisung für das moralische Tun, ist eher kulturabhängig. So ist in der westlichen Kultur das Opfern von Menschen unethisch. Im Hinduismus sind Blut- bzw. Menschenopfer aber eine mögliche Glaubensform, die eher durch staatliche Vorstellungen reglementiert wird als durch die Religion selbst.
~~~

Vielleicht anders gefragt:

Braucht es die Bibel, um ein guter und liebevoller Mensch zu sein?

Hallo, Tsunami,

Zu Deiner letzten Frage:
Ethisch gesehen nein. Ethik ist die kulturabhängige Handlungsanweisung, wie bereits oben geschrieben. Hältst der Mensch diese Handlungsanweisungen ein, ist er ethisch gesehen ein guter Mensch. Aus christlicher Sicht gibt es die folgenden entscheidenden Unterschiede zur allgemeinen Ethik:

Das christliche Verständnis von „gut“ ist nicht von irgendeiner Kultur abhängig. Im Mittelalter war auch der ein guter Mensch, der konform mit der kulturell bedingten Ethik andere Menschen ermordete oder versklavte oder wegen ihres Glaubens enteignete. So wurden z.B. die Juden von der kath. Kirche enteignet. Da sich die kulturelle Vorstellung von Ethik gewandelt hat, ist das gleiche Verhalten heute nicht mehr mit Ethik vereinbar.

Im Sinne der Bibel, besonders des NT’s, ist „gut“ ein kulturunabhängiger und zeitloser Wert. Und gut ist nach christlicher Sicht nur Jesus Christus. Jedoch werden in der Bibel auch Handlungen als gut bezeichnet, wenn sie mit den 10 Geboten Gottes übereinstimmen. Man muß den Christen des Mittelalters zugute halten, dass die meisten nicht schreiben und lesen konnten und auch die damals die nur in Latein geschriebene Bibel nicht kannten. Die Vorstellung, was nun aus christlicher Sicht gut ist, war damals, also aus heutiger Sicht, ziemlich daneben. In der Bibel stehen in den „10 Geboten“ (2. Mose 20) die Forderungen: Ich bin der Herr, Dein Gott, Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst Dir kein Gottesbild anfertigen. Du sollst den Namen des Herrn nicht mißbrauchen. Wirf Dich nicht vor fremden Götter nieder.
Wenn ein Mensch ethisch vorbildlich handelt, aber diese Gebote mißachtet, ist er aus christlicher Sicht nicht gut. Um die Gebote zu kennen, braucht man schon die Bibel.

Mit dem Begriff Liebe ist es ähnlich. Lediglich haben sich die Vorstellungen, was liebevoll bedeutet, in den letzten Jahrhunderten weniger gewandelt als die Vorstellungen für „gut“.


LG, Nordrheiner
 
Verstehe, in gewisser Weise.

Wenn du und/oder dein Gott bestimmte Anforderungen an Gutheit oder Liebe haben, dann geht das für mich in Ordnung. Ich selbst wiederum kann das Ganze jedoch ohne Religion, Glaube oder einen Gott als gut und liebevoll sehen.

~~~

Das Gute und das Liebevolle wiederum bestehen hauptsächlich nicht darin, was man tut, sondern darin, was man unterlässt.

Unterlassungen hätten in liebevoller Weise so unglaublich vielen Menschen auf dieser Welt helfen können, auch heute noch.

Ausbeutung und Niederträchtigkeit sind ein aktiver Akt der Nicht-Unterlassung.

Es ist das Opfern von Wissen, Bewusstsein und Liebe zugunsten einem selbst und zu Lasten anderer. Ein ganzes Imperium an Oberflächlichkeit, Konsum und Sinnlosigkeit ist darauf aufgebaut.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Bibel gibt es eine Stelle wo klar gesagt wird , dass Gott allen Menschen die Gebote in Sinn und Herz gepflanzt hat .
Diese stelle betrifft alle Menschen unabhängig von ihrer Kultur , ihres Glaubens , ihrer Ausrichtung , ihres Interesses.

Es ist also nicht verwunderlich , das es die Möglichkeit gibt, gegen diese eigentlich gute Ausrichtung zu handeln .

Die Medaille hat doch immer zwei Seiten .

Klar könnten die Menschen alle friedlich zusammenleben, das tun sie auch, solange sie keinen Krieg führen .

Leider ist es aber so das einige Menschen Krieg führen wollen , denn sie haben festgestellt , keiner zieht sie dafür zur Rechenschaft, solange sie einen Weg finden, diesen Krieg als positiv zu besetzen.

Für mich ist es klar , es ist die Begierde , die in jedem Menschen schlummert , sich davon frei zu machen geht nicht .

Jeder Mensch begehrt etwas , die Begierde ist so individuell, wie die Menschen es sind .

Anstatt sich aber in ihrem Selbst zu begreifen und darüber offen zu sprechen, verheimlichen die Menschen ihre wahren Gedanken , zumindest tun das sehr viele.

Anstatt für ihre Ausrichtung vor sich selbst gradezustehen, versuchen sie ihr schlechtes Gewissen, was ja beim aktiven Nichtunterlassen zwangsläufig da ist, wegzudividieren , davon abzuschalten , das auszublenden , am besten gewissenlos sein ...die Belohnung der befruchteten Begierde, als Ventil fürs schlechte Gewissen .

Leider gibt es aber kein Gedankenlesegerät .

Ich glaube, ich bräuchte meine Gedanken nicht zu verstecken, aber ich denke die , die für so ein Gerät sind , sind in der Minderheit .

Stellt Euch mal vor , sowas wie ein kleiner Bildschirm mit Flügelchen, der ständig anzeigt, was Du man denkt.

Der einen immer begleitet. Was man da so lesen könnte ......
 
Anstatt für ihre Ausrichtung vor sich selbst gradezustehen, versuchen sie ihr schlechtes Gewissen, was ja beim aktiven Nichtunterlassen zwangsläufig da ist, wegzudividieren , davon abzuschalten , das auszublenden , am besten gewissenlos sein ...die Belohnung der befruchteten Begierde, als Ventil fürs schlechte Gewissen .

Leider gibt es aber kein Gedankenlesegerät .

Ich glaube, ich bräuchte meine Gedanken nicht zu verstecken, aber ich denke die , die für so ein Gerät sind , sind in der Minderheit .

Stellt Euch mal vor , sowas wie ein kleiner Bildschirm mit Flügelchen, der ständig anzeigt, was Du man denkt.

Der einen immer begleitet. Was man da so lesen könnte ......

Guter Punkt.

Auf meinem Bildschirm würde wahrscheinlich stehen:

--------------------------
׀ _Error. Try again._ ׀
--------------------------
 
Wahre Liebe bedeutet in erster Linie, zu wissen, was wahre Liebe ist, sie zu fühlen, zu spüren und zu leben.

Es erscheint mir nicht sinnvoll, einen Begriff durch diesen selbst zu erklären.
Hilfreicher erscheint es mir, wenn Du (man) der Frage nachgehst: Wie lebst Du (wie lebt man) wahre Liebe?
 
Und das sind halt die Antworten so vielfältig , wie die Menschen selbst.

Es gibt dafür wohl keine allgemein gültige Antwort.
 
Stimme zu. Das Phänomen Liebe lässt sich nicht abschließend klären - jedenfalls nicht mit Wörtern (alleine). Jeder geht da so seinen ganz eigenen Weg. Eine ultima ratio gibt's da nicht.
 
Es erscheint mir nicht sinnvoll, einen Begriff durch diesen selbst zu erklären.
Hilfreicher erscheint es mir, wenn Du (man) der Frage nachgehst: Wie lebst Du (wie lebt man) wahre Liebe?

Aus meiner Sicht hast du nicht richtig gelesen bzw. verstanden, was ich schrieb. Ich schrieb:

Wahre Liebe bedeutet in erster Linie, zu wissen, was wahre Liebe ist, sie zu fühlen, zu spüren und zu leben.

Ich schrieb also, dass wahre Liebe das Wissen über wahre Liebe beinhaltet, aber auch und insbesondere das Gefühl und das Spüren. Ohne das Fühlen und Spüren bleiben Gewohnheiten, Rituale, Mechanismen und Abläufe. Das ist nicht nichts, aber wenn das alles ist, dann ist das oft der Grund, "warum die Liebe stirbt".
 
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