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Von Sinn, ein Opfer zu sein

  • Starter*in Starter*in Miss Maple
  • Datum Start Datum Start
Hi hope

man muss net die WElt retten, es reicht in der Lage zu sein jederzeit den eigenen Hintern und den des Kindes retten zu können.
Zivilcourage kann man auch im eigenen Umfeld zeigen....in der Straßenbahn wenn da einige Quersoziale Stress machen, oder wenn man mitkriegt, dass nebenan die Kinder misshandelt werden etc..DA reichen oft schon kleine Dinge, die viel bewirken können.
Es ist ein unrealistischer Anspruch die ganze Welt retten zu wollen oder zu können..sowas sollte man da als kleiner Menschenfurz eher den Göttern oder Jesus überlassen. Aber wie geschrieben reicht es sein Umfeld gewaltclean zu halten und da wo man geht und steht und wo es notwendig ist engagiert einzusetzen. Nicht wegsehen, sondern hinschauen und handeln.

Tyra
 
hi tyra,

wo du recht hast, hast du recht! es geht mir nicht darum die welt retten zu wollen! es geht nur um die theorie sie verbessern zu können! es wird immer "menschen" geben die zu gewalttaten neigen und daran wird sich nie etwas ändern! wie du schon sagtest, man sollte nicht weg sehen und das tue ich z.b. nicht! ich werde tagtäglich mit derartigem konfrontiert und man hat es irgendwann satt immer mit den selben menschen einen konflikt einzugehen wobei man genau weiss dass sie es wieder tun! ein bsp. eine frau schlägt aus offener strasse ihren ca. 2järigen sohn. keiner macht was! ich hab mir die frau genommen und sie gefragt ob sie ihre aggros nicht an jemanden ihrer grösse auslassen könne? naja, beschimpfungen folgten ihrerseits!
zwei tage später sah ich sie wieder, und der junge war grün und blau! sie ging mit ihm so dermassen grob um, dass ich wieder etwas sagte und ihr mit der polizei drohte! plötlich kam der mann von ihr und fing an mich zu attakieren! das resultat... mein hund musste zum wesenstest und ich hatte ne anzeige am a....! wo bleibt denn da die gerechtigkeit für opfer und "helfer"?
 
Hallo Miss Maple,

ich gehe nicht unbedingt einig mit dir.

Man kann durchaus ein behütetes Zuhause gehabt haben und dennoch ein gesundes Misstrauen bilden. Das schließt sich doch nicht aus! Ich denke, gerade ein behütetes Zuhause ist dafür die Grundlage. Das behütete Zuhause, wie Du es darstellst, ist nämlich gar keines; jedenfalls keines im Sinne von guten Entwicklungsmöglichkeiten.

Und zum Sinn des Opfers: Es gibt absolut keinen Sinn, bzw. keine Begründung, warum Opfersein sinnvoll sein soll. Das ist ja fast beschämend für alle Opfer (ich meine die Opfer, die sich nicht wehren konnten - nämlich die Kinder!).

Das kindliche Opfer wird entweder überleben (durch Dissoziation) oder untergehen (siehe Hinforschung!).

Das erwachsene Opfer (also das ehemals kindliche Opfer) hat die Möglichkeit mit seinem Schicksal umzugehen. Aber auch nur dann, wenn es über eine genügend hohe Resillienz-Fähigkeit verfügt.

Also: Opfersein hat n i e m a l s einen Sinn.

Und: Opfer gewesen zu sein schützt nicht vor weiteren Missetätern im Sinne von, jetzt würde man ja wissen, dass man misstrauisch sein sollte.

Liebe Grüße

Farinella
 
Zuletzt bearbeitet:
Huhu Miss Maple,

Es muss nartürlich keine Opfer geben, und es sollte auch keine Opfer geben. Die Argumentation: Es muss Opfer geben, dass wir auf das Leben vorbereitet sind (wo wir Opfer werden könnten) hat eine Schwachstelle.
Wenn es keine Opfer mehr gäbe, müsste man auch nicht auf die harte Welt - die es ja dann nicht mehr gäbe- es gäbe ja keine Opfer mehr - vorbereitet werden. Dann bräuchte auch niemand mehr dem anderen misstrauen.
Soviel dazu.

Ja, man sollte den Peiniger aufdecken, wenn dieser Mensch noch immer so weiter macht.... denn Menschen ändern sich.

liebe Grüße
whisperer

P.S. Das Wort "opfer" ist mir auch zuwieder irgendwie. Aber es beschreibt diese hilflosigkeit die man dem Moment gefühlt hatte. Sein ganzes Leben bleibt man kein Opfer. Sagt man das nimmt man zugleich diesen Opfern die Hoffnung, dass es jemals besser wird.
Es wird besser. Sicher.
 
Interessant finde ich vor allem immer die Verarbeitungskisten von Frauen, die sich jahrelang missbrauchen und unterdrücken lassen und die dann irgendwann erwachen. Da sind dann plötzlich alle anderen Schuld, aber niemals sie selbst.
Wer hat sich denn jahrelang so behandeln lassen?
Wer war denn bereit, Kinder in so einer Situation großzuziehen?

Und dann auf das Jugendamt schimpfen. Selbstverständlich gibt es immer wieder Fehlentscheidungen. Ich würde aber so einer Mutter auch kein Kind anvertrauen. Denn sie hat einfach mal jahrelang versagt. Gepfuscht. Egoistisch in die Opferrolle gekrochen, um ja nichts ändern zu müssen.

Sind immer zwei am Drücker in diesen Beziehungskisten.


Darkside

Mal ganz von den "Männern" abgesehen die eigentlich bei sowas dann die größten Spinner sind...

________
Ich finde auch nicht unbedingt das es Opfer geben muss !...
 
Interessant finde ich vor allem immer die Verarbeitungskisten von Frauen, die sich jahrelang missbrauchen und unterdrücken lassen und die dann irgendwann erwachen. Da sind dann plötzlich alle anderen Schuld, aber niemals sie selbst.
Wer hat sich denn jahrelang so behandeln lassen?
Wenn ein Kind z.B. einen Joghurt ausversehn fallen lässt und danach windelweich geschlagen wird, und dabei der Meinung ist, dass das so gehört, was hätte es dann ändern sollen? 😕 😕 😕
Angst und Abhänigkeit sind auch ziemliche Faktoren.

Sind immer zwei am Drücker in diesen Beziehungskisten.
Sicher, aber dennoch hat Frau z.b. keine schuld, wenn ihr Mann sie schlägt. Dann ist er schuld.

whisperer
 
Hallo Darkside,

da schneidest Du ein schwieriges Thema an. Das war, glaube ich jedenfalls, von der Thread-Erstellerin nicht gemeint.

Aber, im Grunde hast Du damit natürlich schon recht.

Ich habe einen solchen Fall über Jahre hautnah miterlebt - und mich immer gefragt (und natürlich auch gesagt - mitunter auch vehement) wieso lässt sie sich das gefallen? Der Aspekt, was die Kinder da vorgelebt bekommen, wäre nochmal ein separates Thema.

Ich glaube, dass solche Opfer (ich meine damit Erwachsene) mit ihrem (beschriebenen) Verhalten auch Macht bekommen. Schließlich ist es verpönt, dass Stärkere Schwächere besiegen. Und somit brauchen sie sich (scheinbar) ihrer Verantwortung, obwohl sie es über Jahre geschehen lassen, nicht zu stellen. Meinen sie jedenfalls. Und so haben sie Grund zum Klagen. Das kann auch ein "Lebenszweck" sein.

Es ist mitunter nämlich verdammt schwer zu erkennen, dass man selbst hätte handeln können und es nicht getan hat. Das muss man erst mal aushalten.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Niemand darf niemand schlagen, mißhandeln oder sonstige psychische oder physische Gewalt antun.

Die Frage ist halt nur die: weshalb lassen es sich so viele Frauen so lange gefallen? Wieso stehen sie nicht auf und gehen. Es gibt immer einen Weg. Alles ist besser als sich in seinem geschützten Raum (also des eigenen Zuhauses) peinigen zu lassen.

Da hilft nur: Ab durch die Mitte.

Liebe Grüße

Farinella
 
Doch. Aber man erkennt es nicht. Das ist das Problem. Wenn man sich denkt: Ich bin was wert, was mach ich da für ne S****, dann geht man auch. Sicher.
Außerdem wird einem vll erst später klar in was für einer beschissenen Situation man gelebt hat. FÜr den Moment scheint es "normal"
 
Klar gibt es einen wert. Sich selbst wert sein, kann zum Beispiel bedeuten, dass man sich ne Creme kauft, weil man seine HAut wieder hinkriegen will. Z.B. Das gegenteil wär dass man sich denkt: Ach S****, ich brauch keine Creme, die ist viiiieeel zu teuer für mich.

wer schwäche zeigt läuft in die Gefahr ausgebeutet zu werden - ja sicher. Aber es ist dennoch keine Rechtfertigung für den Täter
 

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