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Von heute auf morgen am Boden zerstört

Wenn man so ein tifes Tal durchwandert, prägt es einen, am Ende ist man nicht mehr so wie am Anfang, das kann ich so verstehen.

"Erwartung" trifft es ganz gut. Ich finde, es steigt die Erwartungshaltung!

Wodurch resultiert diese Erwartungshaltung und worauf bezieht sie sich? Du meintest ja es geht nicht um Partnerschaften.
 
Ich finde es schön, dass du deine Schwester hast, um mit ihr zu sprechen. Ich finde es auch gut, dass sie einen Kontakt zu einem Psychotherapeuten gemanaget hat.

Ich finde es auch gut, dass sie sagt, was ihrer Meinung nach das Probem ist, zusätzlich sagt sie ja noch, wie du dich verhalten sollst. Aber ich kenne dieses Gefühl, wenn andere Menschen glauben, z. B. die Geschwister, zu wissen, wie man sich verhalten soll. Das ist gut gemeint, aber ....

Naja, sie kennt mich eben mein ganzes Leben lang. Sie ist 9 Jahre älter als ich und will nicht, dass ich denselben Fehler mache wie sie. Emotional geht es ihr sogar noch schlechter als mit, und das zerreißt mir fast das Herz.
Sie ist aber auch stärker als ich.

Nimm diese Möglichkeit der Therapie bei dem Psychotherapeuten an, dann kannst du möglicherweise selbst heraus finden, wie deine Probleme liegen, und wie du dich in Zukunft vielleicht anders verhalten kannst.

Das werde ich natürlich tun, habe ja heute den Ersttermin.

Ich bin gerade auf Arbeit und weiß gar nicht, was ich hier machen soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
War heute in der ersten Besprechung. Der Therapeut scheint nett zu sein, kann auch Klartext reden.
Was mich etwas irritiert hat ist, dass er ziemlich schnell auf der "Eltern-Schiene" war. Er meinte, ich sei schon lange VOR ihrem Tod alleine gewesen, weil sie nicht da waren, als ich sie brauchte.
Damit hat er zwar Recht, es stimmt ja auch, aber dass ich nicht mein ganzes verkorkstes Leben darauf zurückführen kann, davon wollte er nichts wissen.
Naja, es war wie gesagt das erste Gespräch, ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Danach gings mir zwar besser, aber vorhin musste ich wieder gegen die Tränen kämpfen.
Meine Wut kommt wieder. Meine Wut über meine aktuelle Hilflosigkeit.

Nachtrag:
Das Blöde ist jetzt, dass der nächste Termin erst in gut einem Monat ist, weil der Therapeut Urlaub hat. Ich weiß, dass ich froh sein kann überhaupt so schnell einen Therapeuten bekommen zu haben, aber bißchen unglücklich ist die Situation schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gestern abend war so schlimm. Wenn meine Schwester nicht dagewesen wäre...ich hatte so entsetzliche Angst und Panik.
Ich konnte einfach nicht aufhören, in Gedanken Szenarien zu erstellen, in denen ich einfach zusammenbreche und weine, und genau so ist es dann beim Essen auch passiert. Warum mache ich das? Diese verdammten Gedanken... :wein:

Wir haben danach geredet, es geht mir heute etwas besser und ich bin zu Hause geblieben.
 
Ich konnte einfach nicht aufhören, in Gedanken Szenarien zu erstellen, in denen ich einfach zusammenbreche und weine, und genau so ist es dann beim Essen auch passiert. Warum mache ich das? Diese verdammten Gedanken... :wein:
Hast du mal versucht, dir gedanklich ein Stoppschild zu setzen? Das könnte helfen das Gedankenkarussell zu stoppen. Oder versuche es mal mit einer Fantasie- bzw. Traumreise: https://m.youtube.com/watch?v=dT-sJmIKUIY Nur mal so als Beispiel...
 
Hast du mal versucht, dir gedanklich ein Stoppschild zu setzen? Das könnte helfen das Gedankenkarussell zu stoppen.

Eine Chat-Freundin hat mir diesbezüglich etwas zum Lesen geschickt, das muss ich mir noch genau durchlesen.
Es ist verrückt, aber mir kommt es bei diesem Gedankenstrudel so vor als wollte ich gar nicht, dass es mir besser geht. Anders kann ich es nicht beschreiben.
 
Wir hatten schon im Juli mit 3 Freunden einen Wochenendtrip geplant, der morgen ansteht. In meiner aktuellen Situation wollte ich nicht mehr mitfliegen, aber meine Freunde meinen es würde mir gut tun und nun gehe ich doch mit. Mal sehen.

Ich verbringe aktuell auch zu viel Zeit hier im Forum, ich denke das tut mir nicht gut, es zieht mich irgendwie runter, keine Ahnung wieso.
 
Kleines Update:

Wie angekündigt bin ich doch mitgeflogen und im Nachhinein auch sehr froh, dies getan zu haben. Die paar Tage, in denen ich in meinen Gednken nicht nur "bei mir" war haben mir gut getan, es geht mir auch schon viel besser. Nicht gut, aber besser.
Ich schlafe immer noch eher schlecht und meine Gedanken schweifen oft ab, aber es ist dennoch ein sehr großer Unterschied zu letzter Woche.
Ich bin verhalten optimistisch, dass ich das packen werde, auch wenn mich die Brutalität dieses Zusammenbruchs immer noch mitnimmt.
 
Im Prinzip könnte ich hier jetzt nahtlos weiterschreiben. Ich weiß nicht, was ich brutaler finde: dass es mir wieder so schlecht geht, oder dass es so schnell passiert ist.
Es ging mir dabei so gut, die blöde Arbeit hat mir nichts mehr ausgemacht, das Training läuft so gut wie nie zuvor, ich habe ein tolles Hobby für mich entdeckt und sogar jemanden kennengelernt (auch wenn bisher nicht getroffen).
Und heute am Frühstückstisch bricht alles zusammen, es überkommt mich wie eine Welle und ich muss mich zusammenreißen, um keine Panik zu bekommen und den Rest des Tages vor den anderen nicht in Tränen auszubrechen.
Wie kann so etwas passieren? Nach all der Zeit, wo es so gut lief?
 
Vielleicht ist es ja auch ganz einfach: all die positiven Entwicklungen, die ich 2020 gemacht habe, sind gar nicht auf mich zurückzuführen, sondern nur auf das AD, das ich bekommen habe? Anscheinend ist das Experiment, es seit Winter 2020 etwas herabzusetzen (weils mir ja so gut ging, ha ha), missglückt und ich bekomme nun die Quittung dafür?
 

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