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Von Eltern geschlagen - und jetzt?

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Ich bin frustriert. Mein ganzes Leben war ich unzufrieden mit mir selbst. Und so falsch es auch war, ich hab das meinen Eltern vorgeworfen. Wenn sie anders gehandelt hätten,hätte ich vielleicht Freunde, würde Sport machen, was auch immer.
Das es so ist, ist meine Schuld, das war ich. Ich war ein trotziges, aggressives Kind, das mit anderen Kindern nichts zu tun habe wollte.
Als sich das gelegt hat, hab ich es trotzdem geschafft, alle Freundschaften gegen die Wand zu fahren. Und das ist MEINE Schuld.
Das ist MEIN Leben, mit dem ich nicht klarkomme.
Und MEIN Frust, den ich an meinen Eltern ausgelassen habe.
Hallo @hilfsbedürftiger123456789
Ich würde das nicht als Deine Schuld sehen. Diese Gefühle - trotzig, aggressiv usw. - muss ja auch irgendwo herkommen. Ein Kind wird ja nicht so geboren und dich dann dafür zu schlagen ist schlimm, du warst ja praktisch schon bestraft genug. Du hast denen auf keinen Fall ihr Leben zerstört, das sind total dumme Sprüche von denen.
Es ist natürlich eine total schwierige Situation, da du sie ja täglich um dich hast.
Und wenn sie es abstreiten, finde ich es noch schwieriger, denn dadurch könnte sich deine Wut nur steigern. Ich würde versuchen, mit einem Therapeuten/Jugendpsychologen zu sprechen oder - falls du einen Arzt hast - ihn mal nach Adressen zu fragen. Es ist ja auch nicht gesund für dich, ständig mit Hass herumzulaufen 🙁
 
In einer Therapiesitzung wollte ein Mann wissen, was er gegen seinen abgrundtiefen Hass gegen einen Nachbarn tun könne. Der Hass ließ ihn nicht mehr schlafen und nicht mehr essen. Der Therapeut erteilte folgenden Rat: "Suchen Sie sich eine, nur eine einzige gute Eigenschaft Ihres Nachbarn und immer wenn Sie hasserfüllte Gefühle bekommen, dann denken Sie an diese Eigenschaft". "Und das soll schon alles sein?" wunderte sich der Mann. "Ja" sagte der Therapeut. "Sie entscheiden über ihre Gedanken und nicht umgekehrt".

Es erfordert Geduld und auch einige Zeit, aber Du wirst feststellen, dass es funktioniert. Deine Energie fließt in die Richtung Deiner Gedanken. Änderst Du sie, wird auch die Energie in eine andere Richtung fließen. Du musst nichts vergessen und nichts vergeben. Aber Du solltest entscheiden lernen, wohin Du Deine Energie lenkst. Diese Fähigkeit brauchst Du für den Rest Deines Lebens immer wieder.
 
Eltern können oft keine eigenen Fehler zugeben und meistens machen sie selber keine Therapie.
Und wenn etwas schief läuft...Wer is aus ihrer Sicht Schuld ?

Natürlich ihr Kind.
Das ist oft das gleiche Lied.

Nein...du hast keine Schuld.
Deine Eltern waren zuerst auf dieser Welt und sie haben dich als Kleinkind geprägt und geformt.

Sie werden viele eigene Probleme haben und sich überfordert fühlen.
Erwarte von ihnen möglichst nix.

Du brauchst dich nicht schuldig zu fühlen.

Ich würde an deiner Stelle selbständiger werden...ausziehen und eine Therapie machen.

Nach meiner Erfahrung kann eine Genogramm Arbeit bei einer Therapie oder Beratung sehr helfen.
 
Das Ding ist, dass ich JETZT mittendrin bin und JETZT immer noch bei denen lebe und Probleme habe.

Hast du einen Schulabschluss, mit dem du dich um einen Ausbildungsplatz bewerben kannst?

So lange du zuhause wohnst und deine Eltern täglich siehst, wird es Reibungspunkte geben.

Ich bin ein gutes Stück älter als du, meine Eltern haben mich nie geschlagen und ich liebe sie - aber selbst wenige Tage Besuch bei ihnen zu Hause wird mir meist zu viel...es ist zu leicht, in alte, überwunden geglaubte Muster zu fallen...

Wenn du noch keinen Schulabschluss hast oder deine Eltern einer Ausbildung woanders nicht zustimmen wollen, wann wirst du 18?

Dann kannst du auch ohne ihre Zustimmung ausziehen.

Kümmere dich am besten darum (Schulabschluss, berufliche Ausbildung oder Studium in einer anderen Stadt, gegebenenfalls Bafög, Wohnung oder Wohnheimplatz usw).

Und ja, Therapie kann hilfreich sein.

Denke aber, dass es auch hilfreich ist, wenn du erst einmal räumlichen Abstand zwischen dich und deine Eltern legst).

Und dann kannst du weiter sehen.

So verständlich dein Zorn auch sein mag und dein Hass auf deine Eltern - lass nicht zu, dass er zwischen dir und einer besseren Zukunft steht.
 
Dass deine Generation, ich nehme an du bist schon älter, das noch so sieht ist traurig, aber dieses Denken ist so falsch, wie es nur falsch sein kann.

das ist eigentlich keine Generationenfrage.
Meine Großeltern haben mir erzählt, dass weder sie noch ihre Freunde geschlagen wurden, auch nicht ihre Eltern im 19. Jahrhundert.
auch kannten sie keine Familien, in denen geschlagen wurde. sie haben auch meine eltern nicht geschlagen.
sie sagen, sie wissen, dass es heißt, dass es "früher" normaler war, aber sie haben davon nichts mitbekommen.
 
ehrlich gesagt:
wenn mein Kind über Jahre hinweg wütend wäre und mir das Leben schwer machen für etwas,
was schon ewig her war und wahrscheinlcih im Affekt geschehen ist oder eine Reaktion auf sein Verhalten war,
würde ich mir wünschen, dass es bald auszieht. Klar ist schlagen nicht okay, aber das, was der @TE abzieht, ist auch nicht Okay.

Entweder sie leben zusammen und reden drüber und gut ist,
oder er geht.
Aber sie über Jahre hinweg zu strafen, zumal er sich ja selbst zusammen reimen kann,
dass das damals nicht okay war von beiden Seiten udn die Eltern das schon selbst wissen, ist völlig Banane.
 
Sie leugnen es. Und ich will gar nicht mehr darüber reden. Sie wollen es auch nicht. "Wenn du noch einmal sagst, ich hätte dich geschlagen, schlag ich dich richtig". Das ist auch jetzt mittlerweile 3-4 Jahre her.
Du gehst ihnen halt auf den Wecker.
Du hast Deine Sicht, sie ihre.
Egal, was gewesen ist.
Wenn dieses Ereignis die Basis für Dein Verhältnis zu Deinen Eltern ist, solltet Ihr das wie gesagt aufarbeiten.
Oder geh. Aber das, was Du da abziehst, ist für alle (!!!) nicht aushaltbar.
 
Du gehst ihnen halt auf den Wecker.
Du hast Deine Sicht, sie ihre.
Egal, was gewesen ist.
Wenn dieses Ereignis die Basis für Dein Verhältnis zu Deinen Eltern ist, solltet Ihr das wie gesagt aufarbeiten.
Oder geh. Aber das, was Du da abziehst, ist für alle (!!!) nicht aushaltbar.
Es ist nicht aushaltbar für die Eltern, wenn das Kind ein Problem anspricht? Nun, es ist wohl in der Tat das Beste, wenn der TE so schnell wie möglich auszieht, ABER es ist ganz sicher nicht seine Schuld.
 
das ist eigentlich keine Generationenfrage.
Meine Großeltern haben mir erzählt, dass weder sie noch ihre Freunde geschlagen wurden, auch nicht ihre Eltern im 19. Jahrhundert.
auch kannten sie keine Familien, in denen geschlagen wurde. sie haben auch meine eltern nicht geschlagen.
sie sagen, sie wissen, dass es heißt, dass es "früher" normaler war, aber sie haben davon nichts mitbekommen.

Dann hatten deine Eltern und Großeltern Glück.

Meine Mutter hat mir erzählt dass sie und ihre Mitschülerinnen früher in der Schule von einigen Lehrerinnen geschlagen wurden.

Das galt damals als normal.

Es hat sich viel geändert seit dem und das ist gut so.
 
Das ist durchaus eine Generationenfrage, Gewalt gegen Kinder ist erst seit der letzten Jahrtausendwende in vielen Ländern verboten, verpönt sogar erst einige Jahre später. Früher gehörte das dazu - ich hatte keinen einzigen Klassenkameraden, der nicht geschlagen wurde.

Auch wurde zu meiner Zeit in der Primarschule noch von Lehrern geschlagen, v.a. von der älteren Generation Lehrer damals - ich bin Mitte 40. Es gab noch "Tatzen" mit dem Stock auf die Handflächen und Ohrfeigen. Erst Ende der 80er Jahre nicht mehr.

Die "Züchtigung", wie man es nannte, galt lange als bewährtes und anerkanntes Erziehungsmittel. Es gab lange sogar ein "Züchtigungsrecht" in der Schweiz. Die Züchtigung von Kindern ist bis heute in der Schweiz nicht verboten, das Recht dazu gibt es allerdings nicht mehr und es wird aktiv davon abgeraten.
 
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