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Von Eltern geschlagen - und jetzt?

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Es gab noch "Tatzen" mit dem Stock auf die Handflächen und Ohrfeigen. Erst Ende der 80er Jahre nicht mehr.
Hat mir mein Opa auch erzählt. Und man hat auch gesehen, dass er darüber überhaupt nicht happy war. Meine Großeltern haben nicht geschlagen. Manche Menschen lernen aus der Vergangenheit, manche nicht. Und weil es manche nicht verstehen, gibt es inzwischen Gesetze, die klar stellen, dass Gewalt nicht okay ist.
 
Das will ich nicht mal ausschließen, aber:

Das Ding ist, dass ich JETZT mittendrin bin und JETZT immer noch bei denen lebe und Probleme habe.

Du sagst es. Du bist MITTENDRIN in dieser Frustzone und da schaut die Welt so aus. Du siehst, wie es dort zugeht, machst das mit, was dort so los ist.
Man kann sich in alle möglichen Perspektiven verfrachten, jede hat eine eigene Erfahrungs-Erlebens-Realität.
Der Standort bestimmt den Standpunkt.

Bleib halt nicht länger in dieser Frusthaltung, schau, dass du da heraus kommst. Es wird Zeit, dass du andere Orte besuchst, wo es anders ist, als da, an diesem Ort, wo es dir so geht. Dafür musst du nicht die Eltern verlassen, dafür musst du nicht mal den Raum verlassen, bloß in eine andere Denke gehen, in eine andere Gehirnzone müsstest du dich beamen.

Studiere zB. Reiseberichte, träume dich hinein in andere Geschichten, als die, wo du deine Eltern hasst, oder die, wo du dich als Kümmerling siehst. Nach und nach steig aus aus dieser Zone, betrete eine neue, eine die dich zufrieden fühlen lässt. Ganz nach dem Motto, ich darf alles, ich darf auch das ganze Leben lang ein Kümmerling sein, den Hass zerfrisst, täglich aufs Neue, dir ist alles gestattet, alles genehmigt, reise, wohin du willst, es ist DEIN Leben, wie du es ausfüllst, das ist deine Entscheidung, du hast die Wahl...

Wohin zieht es dich übrigens beruflich? Was tust du gerne, wo wärst du gerne? Was entspricht deiner Natur, mit was beschäftigst du dich am Liebsten, wovon träumt dir?
 
Das ist durchaus eine Generationenfrage, Gewalt gegen Kinder ist erst seit der letzten Jahrtausendwende in vielen Ländern verboten, verpönt sogar erst einige Jahre später. Früher gehörte das dazu - ich hatte keinen einzigen Klassenkameraden, der nicht geschlagen wurde.

Auch wurde zu meiner Zeit in der Primarschule noch von Lehrern geschlagen, v.a. von der älteren Generation Lehrer damals - ich bin Mitte 40. Es gab noch "Tatzen" mit dem Stock auf die Handflächen und Ohrfeigen. Erst Ende der 80er Jahre nicht mehr.

Die "Züchtigung", wie man es nannte, galt lange als bewährtes und anerkanntes Erziehungsmittel. Es gab lange sogar ein "Züchtigungsrecht" in der Schweiz. Die Züchtigung von Kindern ist bis heute in der Schweiz nicht verboten, das Recht dazu gibt es allerdings nicht mehr und es wird aktiv davon abgeraten.
Von Generation zu Generation entwickelt sich die Menschheit weiter.
Es hat sich schon viel gebessert und geändert, alleine schon innerhalb unseres Stammbaumes, wie ich merken kann. Das neuere Modell ist wendiger, schnittiger, zukunftsorientierter wie wir es noch waren. Also wenn ich die Enkel anschaue, dann boah, ihre Ansichten sind unseren weit voraus.
 
Ich will den Thread hier gar nicht als Boden sehen, um die Frage zu diskutieren, ob es vorherige Generationen im Durchschnitt schwieriger hatten. "Deinen Großeltern wurden GESCHLAGEN" usw. musste ich mir schon oft genug anhören.

Ich streite mich oft mit meinen Eltern. Genau genommen haben wir kaum so richtige Kommunikation. Aber ich glaube, das liegt an mir, weil ich es nicht will. Weil ich schon vor Jahren gesagt hab, mit diesen Leuten will ich nichts mehr zu tun haben. Und es ist ja nicht so, als würden meine Eltern nichts mt mir machen wollen, ich will nichts mit denen machen. Und wie gesagt, solang du gewisse Themen meidest und alles abnickst, sind meine Eltern aushaltbar.

Der Fairness halber: WENN du iwas ansprichst, wird es sehr unangenehm. Zwar nicht physisch, aber halt wie ich bereits in einem anderen Beitrag erwähnt hatte: Die reden dann nicht mehr, schreien dich an, sind beleidigt, "Normalerweise sollte ich dich an die Wand klatschen"

Es ist alles schwierig, ich sollte mir wirklich wen suchen
 
Es gibt Menschen mit denen man nicht offen reden kann und welche keinerlei Kritik ertragen können.
Deine Eltern scheinen dazu zu gehören.
Vermutlich mögen sie keine offenen Gespräche, weil sie selber in einer Verdrängungswelt leben.
Auf Ehrlichkeit und Offenheit wird dann mit Wut und Beleidigungen reagiert.

Es ist dann besser mit solchen Leuten nicht offen und ehrlich zu reden, sondern lieber die Probleme mit anderen Leuten oder einem Therapeuten zu besprechen.
 
Es gibt Menschen mit denen man nicht offen reden kann und welche keinerlei Kritik ertragen können.
Deine Eltern scheinen dazu zu gehören.
Vermutlich mögen sie keine offenen Gespräche, weil sie selber in einer Verdrängungswelt leben.
Auf Ehrlichkeit und Offenheit wird dann mit Wut und Beleidigungen reagiert.

Es ist dann besser mit solchen Leuten nicht offen und ehrlich zu reden, sondern lieber die Probleme mit anderen Leuten oder einem Therapeuten zu besprechen.

Ergänzend dazu: deine Eltern scheinen ein sehr traditionelles Verständnis von Familie und Autorität zu haben (Eltern nicht widersprechen usw).

Wenn du die Kraft hast, versuch deinen Auszug zu organisieren.

Du bist 17 Jahre alt, das ist kein ungewöhnliches Alter um ausziehen zu wollen (auch ohne geschlagen worden zu sein oder auch nur ernsthafte Differenzen).

Gibt es einen Ort, wo du gerne hingehen würdest oder einen Traumberuf?

Was brauchst du dafür?

Ich meine mit diesen Fragen nicht, dass du das hier hinschreiben sollst - eher, als Einladung zum Träumen - und dann konkreter träumen....

Ob du nach dem Auszug den Kontakt abbrechen oder einschränken willst, kannst du dann entscheiden, wenn es soweit ist... Erstmal nur Auszugspläne.
 
Der Fairness halber: WENN du iwas ansprichst, wird es sehr unangenehm. Zwar nicht physisch, aber halt wie ich bereits in einem anderen Beitrag erwähnt hatte: Die reden dann nicht mehr, schreien dich an, sind beleidigt, "Normalerweise sollte ich dich an die Wand klatschen"
Das ist psychische Gewalt... es wird daher rühren, dass sie mit der Elternschaft überfordert sind, aber ich kann es gar nicht oft genug sagen, das ist nicht deine Schuld. Dass du mit ihnen nicht mehr reden möchtest und da weg willst, ist daher eine ganz normale Reaktion. Es ist gerechtfertigt, dass du dich so fühlst.
 
Nie in einem Ausmaß wie vllt manch anderer, ich hatte nie Schwellungen, blaue Flecken, usw. Aber genug dass es jetzt so gekommen ist.

Ich finde hier geht es schon los.
Kann es sein, dass du das Verhalten deiner Eltern rechtfertigst oder deckst? Gibt Menschen, da ist das bis ins Erwachsenenalter so.
Schlagen ist für mich schlagen und ein rotes Tuch und da macht es für mich keinen Unterschied ob jemand blaue Augen hat oder man gar nichts sieht. Es ist eine Grenzüberschreitung.

Die Frage ist, wie merkt man, dass du deine Eltern jetzt scheiße behandelst?
Und ja, du hast recht.
Es scheint ja eine Vergangenheit zu geben.
 
Tja, das kenn ich auch. Und für Eltern gelten 2 goldene Regeln:
Eltern fühlen sich grundsätzlich im Recht.
Eltern kann man nicht ändern.
Da ich selbst ähnliche Erfahrungen wie du gemacht habe, hab ich für mich mittlerweile einen Weg gefunden, damit umzugehen, der aber nicht jedermanns Sache ist.

Du schreibst dass deine Eltern jetzt nett wären. Das solltest du dir zunutze machen, indem du mal nach alten Fotoalben fragst und dir von Verwandten erzählen lässt. Und bei offenen Fragen nachbohren.

Gegen die Wut würde ich einen Sport machen, bei dem ich mich so richtig auspowere.

Da man seine Vergangenheit nicht ändern kann, würd ich nach vorn schauen und in die Zukunft investieren. Ausbildung, Ehrenamt, Weiterbildung etc. Da du sie als nett beschreibst werden dich deine Eltern da sicher unterstützen.
 
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